Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Lage der Holzbranche
In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung war auch das Jahr 2025 von Preisschwankungen, hohen Energiekosten und Baukonjunkturproblemen geprägt. Die erste Jahreshälfte ähnelte der äußerst unbefriedigende Marktsituation der vorhergehenden Jahre 2023 und 2024. In der zweiten Jahreshälfte war eine Stabilisierung mit einem leichten Aufwärtstrend erkennbar, wobei die Preisentwicklung v.a. in den letzten Monaten deutlich anstieg. Diese starken Holzpreisschwankungen sind von den jeweiligen Bauzyklen und Lagerbeständen abhängig und sehr volatil.
Kostenseitig waren weiterhin die Energie- und Transportkosten ein erheblicher Belastungsfaktor. Die Rohstoffversorgung (Rundholz/Schnittholz) war gegen Ende des Jahres in unseren Regionen stabil bis leicht verknappt.
Betriebswirtschaftlich konnte die Firma Abies das Jahr 2025 mit einem leichten positiven Ergebnis abschließen. Auch wenn der erhoffte Aufschwung sich noch nicht in konkreten Zahlen manifestiert hat. Die Grundstimmung ist nach wie vor eher verhalten. Dennoch wird in Fachkreisen für 2026 eine Phase der vorsichtigen Erholung verkündet. Basierend auf eine stabil steigende Nachfrage, einer moderaten Preissteigerung und einer starken Zukunftsperspektive durch Nachhaltigkeit.
2. Geschäftsverlauf im Detail
Der Umsatz betrug im Jahr 2025 30,9 Mio. EUR, das ist eine Steigerung zum Vorjahr um 12 %. Sowohl die Produktionsleistung als auch der Verkauf waren mengenmäßig 2025 im Vergleich zum Vorjahr beinahe gleich. Der erhöhte Umsatz ist somit dem gestiegenen Preisniveau zu verdanken.
Der Späne- und Hackgut-Preis hat sich im Jahr 2025 wieder normalisiert und führte zu einer deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2024.
Parallel dazu sind jedoch auch die Kosten gestiegen – Haupttreiber waren höhere Einkaufspreise für Rohstoffe und gestiegene Energiekosten.
Die Energiekosten (Strom und Gas) sind zum Vorjahr um ca. 17% gestiegen. Um dennoch eine Kostensenkung zu erreichen, wurden in beinahe allen Bereichen Sparmaßnahmen getroffen. Damit konnte ein Jahresüberschuss von € 137 Tsd. erreicht werden.
3. Investitionen
Im Jahr 2025 wurden keine Großinvestitionen durchgeführt. Um auf Produktionsfehlermeldungen rascher reagieren zu können wurde ein durchdachtes Kamerasystems erfolgreich installiert. Kleinere Investitionen betrafen die Optimierung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse um Energieverbrauch zu senkend und den Ressourceneinsatz zu reduzieren. den
4. Verbindlichkeiten/Zinsen
Die Zinsbelastung ist auch im Jahr 2025 sehr hoch. Wie bereits in den Vorjahren beschrieben, erhöhten sich durch das Buyout im Frühling 2023 die Verbindlichkeiten wesentlich und somit auch die Zinsbelastung gegenüber den Kreditinstituten.
5. Kennzahlen / Finanzielle Leistungsindikatoren
5.1.Kennzahlen der Ertragslage
| a) Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 143 | -686 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 464 | 499 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 607 | -187 |
| b) Eigenkapitalrentabilität | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 607 | -187 |
| Eigenkapital | 2.327 | 2.190 |
| Eigen kapitalrentabilität | 26,09% | -8,54% |
Das Eigenkapital eines Jahres ergibt sich aus dem Eigenkapital am Ende des jeweiligen Jahres.
c) Gesamtkapitalrentabilität
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 607 | -187 |
|---|---|---|
| Gesamtkapital | 17.272 | 16.207 |
| Gesamtkapitalrentabilität | 3,51% | -1,15% |
Das Gesamtkapital ergibt sich aus dem Stand des Gesamtkapitals am Ende des jeweiligen Jahres.
5.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
a) Nettoverschuldung
| Verzinsliches Fremdkapital | ||
|---|---|---|
| 11.042 | 11.683 | |
| - flüssige Mittel | -57 | -53 |
| Nettoverschuldung | 10.985 | 11.630 |
b) Nettoumlaufvermögen
| Umlaufvermögen (inkl. ARA) | 6.942 | 5.079 |
|---|---|---|
| - langfristiges Umlaufvermögen | -1.042 | -589 |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 5.900 | 4.490 |
| - kurzfristiges Fremdkapital | -7.000 | -5.471 |
| Nettoumlaufvermögen | -1.100 | -982 |
c) adaptierte Eigenkapitalquote
| Eigenkapital | 2.611 | 2.486 |
|---|---|---|
| Gesamtkapital | 17.272 | 16.207 |
| adaptierte Eigenkapitalquote | 15,12% | 15,34% |
Die Basis zur Berechnung der adaptierten Eigenkapitalquote bilden das Eigenkapital + Investitionszuschüsse und das Gesamtkapital jeweils am Ende des Jahres.
5.3. Cash-Flow-Kennzahlen
| Cashflow aus dem Ergebnis | 1.476 | 701 |
|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 1.410 | 1.457 |
| Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 1.410 | 1.535 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | -84 | -191 |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.322 | -1.360 |
6. Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
7. Prognose über die zukünftige Entwicklung
7.1. Geschäftsverlauf 2026
Der Jahresstart war aufgrund des kalten Winters etwas verzögert. Dennoch waren produktions- und verkaufsmäßig die Zahlen ähnlich dem Vorjahr. Die aktuelle Auftragslage bei Abies Austria Holzverarbeitung GmbH ist gut. Die Rohwarenversorgung ist gesichert und eine positive Marktsituation ist erkenn- und spürbar.
7.2. Positive Indikatoren
Nachhaltiges Bauen liegt im Trend. Der Klimawandel sowie wirtschaftliche und soziale Veränderungen führen bei Bauherren und in der Baubranche zu einem verstärkten Umdenken. Holzprodukte haben hier als Baumaterial gegenüber Ziegeln und Beton deutliche Vorteile und werden zukünftig noch wichtiger werden.
Die Rückhaltung im Wohnungsbau der letzten Jahre führt zu einem unweigerlichen Aufholbedarf in der Baubranche. Die Firma Abies würde hier von einem raschen Aufschwung profitieren.
Durch die Diversifizierung in unserem Unternehmen sind wir von einzelnen Sektoren weniger abhängig und können flexibel reagieren.
7.3. Risiken
Das Hauptrisiko liegt in einer zu langsam steigenden Baunachfrage (vor allem im Neubau) oder einem erneuten Rückgang der Auftragslage aufgrund der allgemeinen schlechten Lage.
7.4. Russland-Ukraine Konflikt, USA, IRAN-Krieg
Auf das Geschäftsmodel der Fa. ABIES Austria Holzverarbeitung GmbH gibt es keinen unmittelbaren Einfluss der aktuellen politischen Lage. Weder kunden- noch lieferantenseitig gibt es Geschäftsverbindungen in die direkt oder indirekt von Kriegen betroffenen Gebiete.
Ein Risiko besteht in der allgemeinen globalen Situation mit Unsicherheiten, Zöllen und Handelskriegen sowie einer Energiekriese, die im Allgemeinen schwer abschätzbar sind, aber zum Wohlstandsverlust und zu Konsumeinschränkung führen können. Hier besteht aber kein unmittelbares Risiko für die Fa. ABIES Holzverarbeitung Austria GmbH, jedoch ein mittelbares Risiko kann nicht ausgeschlossen werden. Zurzeit ist dieses Risiko nicht abschätzbar.
8. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung sind bei der Firma Abies Austria Holzverarbeitung GmbH von untergeordneter Bedeutung.
Oberweis, 16. April 2026