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Lagebericht 2025/26

voestalpine Steel & Service Center GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2026 · Eingereicht am 14. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. KAPITAL- UND ANTEILSRECHT

Die Gesellschaft wurde am 21. Februar 2005 im Wege einer Teilbetriebseinbringung der voestalpine Stahlhandel GmbH, Teilbetrieb Grobblech gegründet. Mit Stichtag 31. Juli 2006 wurde der Teilbetrieb „Warmbandanarbeitung“ von der voestalpine Stahl GmbH eingebracht. Mit Verschmelzungsvertrag vom 13.05.2015 wurde die voestalpine Stahl Service Center GmbH, Linz, als übertragende Gesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge in die Gesellschaft, als übernehmende Gesellschaft durch Aufnahme nach Art I UmgrStG zum Bilanzstichtag 31.03.2015 verschmolzen. Die Übertragungen des gesamten Vermögens auf die übernehmende Gesellschaft erfolgten zu Buchwerten. Das Stammkapital beträgt 6 €m (Vorjahr: 6 €m) und wird zu 100 % von der voestalpine Stahl GmbH, Linz, gehalten.

2. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Das wirtschaftliche Umfeld im Euroraum blieb im Geschäftsjahr 2025/26 angespannt. Eine erwartete konjunkturelle Erholung trat nicht ein. Zwar näherte sich die Inflation zunächst dem EZB-Zielwert von 2 %, jedoch führten die im Zuge des Iran-Kriegs deutlich steigenden Energiepreise gegen Ende des Geschäftsjahres erneut zu erhöhten Inflationsrisiken.

Geopolitisch setzte sich die Unsicherheit fort. Der Ukraine-Russland-Konflikt blieb ungelöst, während die Eskalation zwischen Iran, den USA und Israel die Lage zusätzlich verschärfte. Die dadurch ausgelösten Preissteigerungen bei Ol und Gas erhöhten die Volatilität an den Energiemärkten und erschwerten die Planbarkeit für Unternehmen. Vor diesem Hintergrund ist im weiteren Jahresverlauf mit Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank zu rechnen.

Die Rohstoffmärkte zeigten über weite Teile des Geschäftsjahres ein moderates und weitgehend stabiles Preisniveau. Für Eisenerz, Kohle und Schrott ergaben sich keine markanten Ausschläge. Die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Rohstoffkosten sind jedoch noch nicht abschätzbar und stellen ein zusätzliches Risiko dar.

Gleichzeitig verbesserte sich das Preisumfeld im europäischen Stahlmarkt spürbar. Die Einführung bzw. Verschärfung handelspolitischer Maßnahmen – insbesondere CBAM und das neue Post-Safeguard-Regime – reduzierten den Importdruck aus Drittstaaten und stärkten die Preisstabilität innerhalb der EU.

Auf der Nachfrageseite führten die globalen Spannungen, die verhaltene Investitionstätigkeit in Europa sowie bestehende Exporthemmnisse zu einer weiterhin gedämpften Marktentwicklung.

3. GESCHÅFTSVERLAUF

Die gesamte Liefermenge für das Hauptprodukt Scherschnitt 1A im Geschäftsjahr 2025/26 beträgt ca. 1.069.000 Tonnen und liegt somit deutlich über dem Vorjahr (+ 8 %) und leicht über dem sehr ambitionierten Jahresbudget.

Das Preisniveau im abgelaufenen Geschäftsjahr lag kumuliert ca. 5 % unter dem Vorjahr.

Zu Beginn des Geschäftsjahres, sprich im 1. Quartal, sind die Preise/to Stahl noch gesunken. Ab dem 2. Quartal des Geschäftsjahres konnte der bereits länger anhaltende negative Preistrend jedoch durchbrochen werden. Nach einer Periode relativ stabiler Preisniveaus in Q3, sind die Preise im 4. Quartal erneut gestiegen.

Die wichtigsten Kundengruppen bleiben weiterhin die Segmente Automobil, verarbeitende Industrie, Maschinenbauindustrie, Haus- sowie Elektroindustrie. In allen Kundensegmenten konnten Lieferanteile gewonnen werden und somit die Liefermenge trotz stagnierender Kundenbedarfe erhöht werden.

Nach Regionen betrachtet verteilt sich der Umsatz auf ca. 50 Länder. An der Spitze liegen Deutschland mit 33 % und Osterreich mit 22 % Anteil am Gesamtumsatz. Positiv herauszustreichen ist der weiterhin starke Umsatz in den zentral- und osteuropäischen Staaten. Im Bereich der Produktqualität wurde der exzellente Standard der Vorjahre gehalten.

4. DIVISIONALER KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS (KVP)

Als Bestandteil der operativen Exzellenz, wurden im GJ 2025/26 die im divisionalen kontinuierlichen Verbesserungsprogramm (KVP) eingebetteten Aktivitäten der Gesellschaft umgesetzt. Ziel dieser Verbesserungsaktivitäten waren im Wesentlichen marktseitige Optimierungen, aber auch Effizienzsteigerungen in den unternehmensinternen Abläufen. Auch durch die Optimierung der divisionalen Wertschöpfungskette wurden Ergebnisverbesserungen erzielt. Die KVP-Maßnahmen bilden damit ein wertvolles Instrument zur nachhaltigen Ergebnisabsicherung der Gesellschaft.

5. ERTRAGSLAGE (UGB)

Bei einem Umsatz von 1.224,2 €m (Vorjahr: 1.199,8 €m) konnte im Geschäftsjahr 2025/26 ein EBIT (operatives Ergebnis) in der Höhe von 79,9 €m (Vorjahr: 12,7 €m) erwirtschaftet werden. Die Gewinnmarge (Ebit in % der Umsatzerlöse) beläuft sich damit auf 6,5 % (Vorjahr: 1,1 %) und der Return auf das eingesetzte Kapital auf 62,2 % (Vorjahr: 8,9%). Trotz einer herausfordernden Marktentwicklung konnte durch marktseitige Maßnahmen und aktives Kostenmanagement diese sehr gute Ergebnisperformance erzielt werden.

6. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE (UGB)

Die Bilanzsumme weist zum Stichtag 31.03.2026 eine Höhe von 296,7 €m (Vorjahr: 253,6 €m) auf. Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 68,1 €m (Vorjahr: 70,5 €m), das Umlaufvermögen 228,0 €m (Vorjahr: 182,5 €m).

Trotz Fokus auf das Bestandsmanagement bzw. dem Einsatz von bewährten Instrumenten im Bereich Debitoren- bzw. Kreditorenmanagement weist das working capital zum Bilanzstichtag eine Höhe von 82,8 €m (Vorjahr: 56,8 €m) auf – nach einer deutlichen Reduzierung im Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 46 %. Damit beläuft sich das working capital auf 6,8 % (Vorjahr 4,7 %) der Umsatzerlöse.

Das Eigenkapital per 31. 03. 2026 beträgt 123,3 €m (Vorjahr: 74,3 €m), das sind 41,6 % (Vorjahr: 29,3%) der Bilanzsumme - daraus ergibt sich eine Anlagendeckung (inkl. Finanzanlagen) in Höhe von 181 % (Vorjahr: 105 %).

Das langfristige Fremdkapital (im Wesentlichen Rückstellungen für Sozialkapital) beträgt 16,7 €m (Vorjahr: 18,3 €m). Im Bereich des kurzfristigen Fremdkapitals betragen die konzerninternen und konzernexternen Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen 102,1 €m (Vorjahr: 96,5 €m), die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 15,6 €m (Vorjahr: 34,4 €m), und die kurzfristigen Rückstellungen und Ertragssteuerschulden 27,5 €m (Vorjahr:

18,6€m). Das gesamte kurzfristige Fremdkapital beläuft sich auf 156,7 €m (Vorjahr: 161,0 €m).

Der Cashflow aus dem operativen Bereich beträgt im Geschäftsjahr 40,7 €m (Vorjahr: 53,5 €m). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt in 2025/26 bei 7,9 €m (Vorjahr: 3,4 €m) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten bei -48,6 €m (Vorjahr: - 56,9 €m).

Definitionen

Capital Employed

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und kurzfristiges, nicht finanzielles

Vermögen abzüglich kurzfristiges, nicht finanzielles Fremdkapital

EBIT

Earnings before Interest and Taxes

Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen

Cashflow aus dem operativen Bereich

Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder

Finanzierungstätigkeit beeinflusst

Nettofinanzverschuldung

Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen

Gearing

Nettofinanzverschuldung / Eigenkapital

ROCE

Return on Capital Employed

EBIT / Durchschnittliches Capital Employed; die Rendite auf das eingesetzte verzinsliche

Eigenmittelquote

Eigenkapital / Bilanzsumme

voestalpine Steel & Service Center GmbH

Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
ISTIST
in 1.000 EUR2024/252025/26
EBIT12.645,579.880,6
EBITDA19.003,086.172,0
Cashflow aus dem operativen Bereich53.498,440.701,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit3.350,57.919,3
Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten-56.850,8-48.610,0
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
ISTIST
in%2024/252025/26
ROCE8.9%62,2%
Eigenmittelquote29,3%41,6%
Gearing46,3%8.0%

7. RISIKOMANAGEMENT

Mit dem strategischen und operativen Risikomanagement, das auf den risikopolitischen Leitsätzen der voestalpine AG aufbaut, wird eine systematisierte ldentifizierung sowie Analyse der wesentlichen Risiken im Unternehmen und – soweit möglich und sinnvoll - deren Bewertung erreicht.

Im SSC wurde das Risikomanagement insbesondere um Evaluierungen der Anlagen- und Halleninfrastruktur erweitert. Auf dieser Basis wurden die identifizierten Risiken unter Berücksichtigung potenzieller Schadenshöhen sowie eines möglichen Anlagenausfalls bewertet.

Die regelmäßige Durchführung des Risikomanagementprozesses, dessen Überwachung sowie die Dokumentation und Kommunikation der Ergebnisse werden als ureigenste Managementaufgabe verstanden.

GEOPOLITISCHE KONFLIKTE, POLITISCHE UNSICHERHEITEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Unternehmensumfeld weiterhin von geopolitischen Konflikten und Spannungen geprägt. Geopolitische Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet, um auch künftig potenzielle Auswirkungen auf den voestalpine- Konzern frühzeitig zu erkennen und um möglichen Risiken mit einer robusten und nachhaltigen Organisation in einem sich ständig wandelnden geopolitischen Umfeld proaktiv entgegenzuwirken.

So haben zum Beispiel die im Zuge des Ukraine-Krieges etablierten Maßnahmen zur Aufrechterhaltung bzw. Sicherung der Versorgung mit relevanten Rohstoffen bzw. zur Gasversorgung weiterhin ihre Gültigkeit, diese sind im Kapitel „Rohstoffverfügbarkeit, Energieversorgung“ angeführt. Weiters werden angesichts des seit Ende Februar 2026 andauernden Iran-Krieges bestehende Vorkehrungen zur Versorgungssicherheit laufend auf ihre Wirksamkeit geprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst.

Neben geopolitischen Konflikten beeinflussen auch (geo-)politisch motivierte Eingriffe in Märkte - etwa in Form von Zöllen und Gegenzöllen bzw. Sanktionen - das Wirtschaftswachstum. So war der voestalpine-Konzern von US-Zöllen auf Stahlimporte beim Export aus dem EU-Raum in die USA betroffen (Erhöhung der Section232-Zölle für Stahl von 25 % auf 50 % und der zusätzlichen Einführung der reziproken Zölle (IEEPA-Zölle) von 15 % auf Produkte aus Stahl).

ROHSTOFFVERFÜGBARKEIT, ENERGIEVERSORGUNG

Zur langfristigen Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Qualitäten und Mengen verfolgt der voestalpine-Konzern seit vielen Jahren eine den erhöhten politischen und wirtschaftlichen Risiken dieses globalisierten Marktes entsprechende diversifizierte Beschaffungsstrategie. Diese wird auch aufgrund der unterschiedlichen Dekarbonisierungsaktivitäten sowie zusätzlich durch geopolitische Entwicklungen (wie zum Beispiel dem mehrjährigen Ukraine-Krieg und dem aktuellen Iran-Krieg) und den Erfahrungen der Corona-Pandemie bekräftigt.

STÖRUNGEN VON LOGISTIK- UND LIEFERKETTEN

Generell können globale Lieferketten durch geopolitische Konflikte (wie zum Beispiel dem aktuellen Iran-Krieg bzw. dem mehrjährigen Ukraine-Krieg), durch Handelskonflikte (und zum Beispiel damit verbundenen Produktionsverlagerungen) sowie durch andere Ereignisse (wie zum Beispiel Pandemien oder Epidemien) beeinträchtigt oder unterbrochen werden.

Dabei kann es zum Beispiel kunden- bzw. lieferantenseitig oder durch Störungen in den Transportwegen sowie durch etwaige Sanktionen bzw. Embargos oder Handelsbarrieren zu Einschränkungen bzw. zu Umlenkungseffekten kommen. Die Fokussierung auf weniger anfällige Lieferketten und die gleichzeitige Verbreiterung der logistischen Optionen haben

schon in der Vergangenheit bzw. auch aktuell die Ausfallsicherheit (z. B. bei Rohstofftransporten) sowie die Widerstandsfähigkeit unserer Logistik- und Lieferketten deutlich erhöht.

Abhängig von der Dauer und dem Ausgang des Iran-Kriegs ist im Logistik-/Transportbereich von Preissteigerungen auszugehen, diese sowie weitere Folgewirkungen sind aus heutiger Sicht schwer abschätzbar. Diversifizierte Beschaffungsstrategien und Lieferketten stärken die Resilienz gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen. Aktuelle Entwicklungen werden insbesondere auch auf Basis geopolitischer Konflikte und bestehender bzw. sich abzeichnender globaler Handelskonflikte weiterhin laufend beobachtet und bewertet, um frühzeitig geeignete Maßnahmen ableiten zu können.

8. INVESTMENTS (UGB)

Das Investitionsvolumen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,0 €m (Vorjahr: 15,6 €m). Hervorzuheben sind hier ein Zusatzkran, ein Entgratungsroboter, Adaptierungen von Sozialräumen in der Produktion, Bundunterlagen, Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED, zahlreiche KVP-Maßnahmen sowie diverse Fahrzeuge.

9. PERSONAL

In der voestalpine Steel & Service Center GmbH ergibt sich mit Ende des Geschäftsjahres 2025/26 eine Mitarbeiter:innen-Anzahl (inkl. Teilzeit- und Leasingäquivalent, ohne Ruhende) von 567 (Vorjahr: 554), davon 208 Angestellte (Vorjahr: 210) und 359 Arbeiter:innen (Vorjahr: 344). Damit befanden sich zum 31.03.2026 37% Angestellte und 63% Arbeiter:innen im Personalstand des Unternehmens. Zum 31.03.2026 waren 7 Frauen in der Produktion beschäftigt.

Weiters setzen wir im Durchschnitt 4 gewerbliche Lehrlinge sowie 2 kaufmännische Lehrlinge ein, die bei der Muttergesellschaft voestalpine Stahl GmbH - Lehrwerkstätte beschäftigt sind.

Die Gesundheitsquote im Arbeiter:innenbereich ist mit 92,1 % im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Die Gesundheitsquote im Angestelltenbereich ist von 95,9 % auf 96,3% gestiegen. Das Thema „Verbesserung der Gesundheitsquote“ wird konsequent weiterverfolgt. Die Gesundheitsbeauftragten sind gut etabliert. Die Abarbeitung der Maßnahmen werden konsequent verfolgt und monitort. Die Gesundheitsseite im SSC-Intranet wird regelmäßig aufgerufen und die angebotenen Veranstaltungen sehr gut angenommen (im GJ 2025/26 gesamt 315 Teilnehmer:innen). Im Arbeiter:innenbereich wird weiters „Gesundheit im Visier“ angeboten, Themenschwerpunkte, die zur Auswahl stehen u.a. Schichtarbeit, Süchte, bzw. Ernährung.

Zusätzlich wird das Programm „BEM“ (betriebliches Eingliederungsmanagement) weiter angeboten. BEM bietet den Mitarbeiter:innen gezielte Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer längeren gesundheitsbedingten Abwesenheit an. Darüber hinaus steht BEM auch präventiv für frühzeitige Hilfestellung bei gesundheitlichen Problemen den Mitarbeiter:innen zur Verfügung.

10. UMWELT

Die Kompetenzstelle IMS (= Integrierte Management Systeme), betraut mit den Themen Qualität, Sicherheit und Umwelt, stellt ein Bindeglied zwischen Behörden/Kunden und den Betrieben dar und erfüllt in Zusammenarbeit mit den divisionalen Shared Services in den Bereichen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement auch die Aufgaben aus dem

voestalpine Steel & Service Center GmbH

betrieblichen Umweltschutz. Die Verbesserungsaktivitäten und der Stand des Managementsystems werden durch Zertifizierungen nach IATF 16949, ISO 14001, ISO 45001 und EMAS bescheinigt. Die Umwelterklärung 2025 ist Bestandteil der divisionalen Umwelterklärung und im Internet frei verfügbar. Das Unternehmen hält gemeinsam mit den anderen Konzerngesellschaften eine aufrechte Zertifizierung nach dem Responsible Steel Standard.

Die Klimaziele der EU, die Ressourcenknappheit und die steigenden Energiekosten veranlassen auch die voestalpine Steel & Service Center GmbH dazu, ihren Energieverbrauch zu senken. Hierzu hat das Unternehmen im GJ 2025/26 folgende Umwelt-Maßnahmen gestartet bzw. umgesetzt:

• Fortsetzung Umstellung auf LED-Hallenbeleuchtung • Neue Heizungsregelung im Längsteilzentrum • Optimierung der Anlagenhydraulik LTA1 • Luftschleusen bei Hallentoren, um Wärmeverluste zu vermeiden • Bewusstseinsbildung der Mitarbeitenden - Kampagne „Kleine Schritte, große Wirkung“ • Erweiterung um 4 E-Ladesäulen für E-Autos im Produktionsbereich Industriezeile • Umstellung von Stahl auf Kartonkantenschutz bei Produktverpackungen

Durch Einbindung der Mitarbeitenden, z.B. durch Online-Umfragen bzw. in Workshops unter anderem zum Thema Nachhaltigkeit werden laufend Potenziale erhoben, Ideen gesammelt und im greencut-Team aufbereitet.

11. FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen in den Bereichen Scherschnitt (Planheit und innere Spannungen ultrahochfestes Tafelblech aus Warmband, Schneidmesser/Schnittkante) und Formzuschnitt (engere Schneidtoleranzen und Vor- bzw. Nachwärmen). Der breiten Produktdiversifikation Rechnung tragend, wurden darüber hinaus spezifische, produktorientierte Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt.

12. AUSBLICK

Für 2026 wird eine moderate Erholung in einzelnen Branchen erwartet.

Die Preiseniveaus steigen weiter - getragen von Handelsbeschränkungen und höheren Energiekosten. Die aktuell durchgeführten Preiserhöhungen wirken positiv auf die Margensituation - im Verlauf des Geschäftsjahres ist jedoch davon auszugehen, dass sich Einstandspreise und Verkaufspreise mit dem üblichen Zeitversatz ausbalancieren.

Die Liefermengen sind zu Beginn des Geschäftsjahres steigend - auch der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr höher.

Unsere verstärkten Akquisitionsmaßnahmen werden sich positiv auf den Mengenverlauf des Geschäftsjahres 2026/27 auswirken.

Zusatzpakete mit Kunden aus den Segmenten Automobil, verarbeitender Industrie und Maschinenbau laufen hoch und tragen positiv zur geplanten Mengensteigerung bei.

voestalpine Steel & Service Center GmbH

In Summe gehen wir weiterhin von anspruchsvollen Marktbedingungen aus - sehen jedoch dank konsequenter Maßnahmen und klarer Wettbewerbsvorteile das aktuelle GJ 2026/27 mengen- bzw. ergebnisseitig über dem Vorjahr.

Linz, am 12. Mai 2026

Die Geschäftsführung

Dipl.-Ing/Hans-Jörg Kirchweger MBA

Mag.a Martina Scheidleder

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