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Lagebericht 2024/25

Brandl Baugesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 18. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

BRAN L

1) Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die Betriebsleistung beträgt im Wirtschaftsjahr 2024/2025 € 27,568 Mio (Vorjahr € 29,483 Mio). Durch das gesetzlich normierte Vorsichtsprinzip (verlustfreie Bewertung halbfertiger Baustellen sowie im Bereich der ARGEn; strenges Niederstwertprinzip im Bereich offener Forderungen etc) ist gewährleistet, dass künftige Geschäftsjahre – soweit im Bilanzerstellungszeitpunkt ersichtlich – nicht mit aus dem Geschäftsjahr 2024/2025 resultierenden Aufwendungen, Verpflichtungen, Abwertungen etc belastet werden.

2) Finanzlage

Der dem operativen Bereich der Brandl Bauges.m.b.H. zur Verfügung stehende Kontokorrentrahmen in Höhe von € 5,8 Mio war im Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes bei weitem nicht ausgeschöpft, so dass dle Finanzierungsstruktur sowie die liquiditätsmäßige Situatlon des Unternehmens als sehr gut bezeichnet werden können, Die Konten bei den Kreditinstituten zeigten zum Bilanzstichtag ein Guthaben von T€ 1.031 (im Vorjahr T€ 1.156).

Finanzinstrumente:

Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen wurden im Rahmen der gesetzlichen Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente werden im Unternehmen nicht eingesetzt.

3) Vermögenslage

Das Eigenkapital beläuft sich auf € 4,822 Mio (im Vorjahr € 4,956 Mio). Die Eigenkapitalquote nach § 23 URG beträgt somit per 31.3.2025 44,8 % (im Vorjahr 43,7 %).

4) Investitionen

Das geplante investitionsvolumen wurde eingehalten und entspricht den Planwerten. Für das kommende Wirtschaftsjahr 2025/2026 sind keine außergewöhnlichen Investitionen geplant. Um den Stand der Technik zu halten, werden überwiegend Ersatzinvestitionen im Maschinen und Gerätebereich getätigt.

5) Allgemeines

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist gegenüber dem Vorjahr um Te 6 von T€ 601 auf T€ 607 gestiegen. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr war - im Vergleich zu den Vorjahren – vorwiegend von einem großen Bauvorhaben geprägt, welches in diesem Wirtschaftsjahr schlussgerechnet werden konnte. Aus strategischen Gründen hat das Unternehmen Arbeitsgemeinschaften gebildet, welche sich ergebniswirksam sehr positiv entwickelt haben. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und reduzierter Betriebsleistung ist es gelungen, ein für die Branche als respektabel zu bezeichnendes EBT in Höhe von 2,2 % der Betrlebsleistung zu erwirtschaften.

Die schwierigen Rahmenbedingungen waren der schwer einschätzbare „Markt" und die unsichere Baukonjunktur, was eine reduzierte Auftragslage darstellt. Das Auftragsvolumen war im 1. Quartal 2025 wieder leicht steigend.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

1) Risiken

Für eventuelle Risiken im Bereich von Forderungsausfällen wurden vom Unternehmen ausreichende Vorsorgen getroffen.

2) Auftragslage – Auslastung aus heutiger Sicht

Das im Unternehmen eingeführte Managementinformationssystem zeigt in der Auftragsbearbeltung und Personalauslastungsplanung zum heutigen Stichtag einen für die derzeitige „Marktsituation” ausreichenden Auftragsstand für die nächsten Monate auf. Der Auftragsstand zum Stichtag 31.12.2025 gegenüber dem Vorjahr 31.12.2025 ist leicht steigend, für die zurzeit ca. 160 Mitarbeiter ist eine Vollauslastung für das folgende Halbjahr 2025 aber gesichert mit Aufträgen. Der Mitarbeiterstand konnte in etwa gleicher Höhe wie im Vorjahr gehalten werden. Die leichte Steigerung bei den Aufträgen wird durch Leihpersonal ausgeglichen.

3) Struktur des Unternehmens

Ein Berichtswesen in Form einer Deckungsbeitragsrechnung wurde zur ständigen Steuerung des Unternehmens im Jahre 2005 eingeführt und wird zur permanenten Unternehmenssteuerung genutzt. Durch die strikte Aufgabenteilung der beiden Geschäftsführer – Bernhard Zopf (technischer Bereich) und Andreas Hemetsberger (kaufm, Bereich) steht das Unternehmen technisch sowie kaufmännisch unter einer guten

Führung. Zweigniederlassungen bestehen derzeit keine. Im Unternehmen wird keine Forschung und Entwicklung betrieben bzw. ausgeübt.

Die Bereiche wie Hochbau – Tiefbau – Zimmerei – Planung – Bauträger – Unikathaus - Immobilien – Bauhof und Geräteverwaitung wurden firmeninternen verantwortlichen Bereichsleitern übertragen.

4) Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung im 2. Quartal des laufenden Wirtschaftsjähres ergibt ein positives Ergebnis vor Steuern in der Höhe von ca. 2,5 % der Betriebsleistung. Auf Grund der derzeitigen Auslastung ist für das laufende Wirtschaftsjahr ein Plan-EGT von ca. 2,5 % der Betriebsleistung vorgesehen. Der Wert der nicht abrechenbaren Leistungen wird sich aus heutiger Sicht zum nächsten Bilanzstichtag gleich bleiben, da im laufenden Wirtschaftsjahr mit einer steigenden Auftragslage zu rechnen ist. Man kann davon ausgehen, dass der Wert an noch nicht abrechenbaren Leistungen des letzten Wirtschaftsjahres 24/25 (ca. € 13,0 Mio) wieder erreicht wird bzw. gleich bleibt.

5) Allgemeine Beurteilung der Lage

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine Entwicklungen eingetreten, welche den Bestand des Unternehmens gefährden könnten bzw. zu einer Änderung der Zukunftsprognose des Unternehmens führen würden.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Krisenherde insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten war das Geschäftsjahr 2024/2025 von einer moderaten bis guten Auftrags- und Ergebnisentwicklung geprägt. Die Geschäftsleitung geht auch für das Geschäftsjahr 2025 /2026 von einer grundsätzlich durchwegs stabilen Entwicklung aus, wobei diese Einschätzung jedoch wesentlich von den Ereignissen im Veriauf und der Dauer der genannten Krisen und der Gesamtwirtschaft abhängt. Eine verlässliche Schätzung der finanziellen Auswirkungen ist aufgrund der unverändert bestehenden Unsicherheiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach wie vor nicht möglich.

Eine neue Herausforderung sind die verschärften Finanzierungsvorschriften der FMA (KIM Verordnung).

Durch den vorgegebenen noch etwas zu hohen Leitzinssatz der EZB sind für private Hausbauer – im speziellen Jungfamilien – weitgehend verschärfte Bedingungen vorhanden. Durch diesen Umstand ist es sehr schwer möglich eine Finanzierung zu bekommen und mindert daher auch unsere Auftragslage in diesem Bereich.

Positiv hervorzuheben sind Förderungsanreize der Regierung, wie im Bereich des Investitionsfreibetrags (IFB), Förderungen im Energiebereich sowie Sanierungsbereich bei Altbauten (Handwerkerbonus).

Die Situation wird laufend beobachtet und es werden darauf abgestimmt ständig Maßnahmen getroffen, um auf die jeweilige Situation reagieren zu können.

Auf Grund der durch das unternehmensrechtliche Vorsichtsprinzip erfolgten Entlastung künftiger Geschäftsjahre von in vergangenen Jahren verursächten Aufwendungen und Verpflichtungen ist eine

Weiterführung des Unternehmens auf einer gesunden betriebs- und finanzwirtschaftlichen Basis gesichert.

Strobl, am 21.08.2025

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kaufm. Geschäftsführyng (Andreas Hemetsberger)

techn. G

(Bernhard Zopf)

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