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für das GJ 2024/2025
Die Lenze Austria GmbH in Asten ist eine Osterreich-Tochter der international agierenden deutschen Lenze- Gruppe, deren Hauptsitz sich in Hameln/Aerzen befindet. Seit über 75 Jahren richtet sich die Lenze-Gruppe optimal auf die Bedürfnisse von Kunden und die Anforderungen der Märkte aus. Mit unserer Strategie werden wir diesen Fokus auch in Zukunft erfolgreich weiterentwickeln: mit unserem strategischen Fundament, der Mechatronik, unserer zukünftig immer wichtiger werdenden Rolle als Systempartner für die Maschinenautomatisierung sowie unserer Kompetenz im Bereich der Digitalisierung. Bereits heute bedient die Lenze-Unternehmensgruppe zentrale Zukunftsthemen wie Digital Asset Management, Remote und Predictive Maintenance, digitaler Zwilling, Smart Data und Big-Data-Management.
Dank jahrzehntelanger Erfahrung und umfassendem Maschinen-Know-How zählt die Lenze Austria GmbH heute zu den Vorreitern der Maschinenautomatisierung in Osterreich.
Als Komplettanbieter in diesem Bereich bietet die Lenze Austria GmbH ein Produktportfolio, das von der Visualisierung und Steuerung über die elektronischen Antriebsregler bis hin zur Elektromechanik reicht. Abgerundet wird das Angebot durch die Abteilung Engineering, die durch Hardware- und Softwareengineering, der Lieferung von elektrischen Schaltanlagen und deren Inbetriebnahme einen bedeutenden Anteil am Unternehmen hat. Durch die langjährige Erfahrung bei der UL-Zertifizierung für Schaltanlagen sind wir unseren Kunden nicht nur für Projekte in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten sowie in Kanada ein zuverlässiger Technologiepartner.
Am Standort Asten werden hauptsächlich Getriebemotoren, die entsprechend den Kundenbedürfnissen konfiguriert sind, montiert. Außerdem ist dieser Standort eine von insgesamt drei Lenze-Logistik-Drehscheiben in Europa und beliefert den gesamten Südosten Europas.
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
a. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024/25 war geprägt von der anhaltenden wirtschaftlichen Rezession als Nachwirkung der globalen Lieferkrise und der Corona-Pandemie. Auch der Maschinenbau konnte sich dieser herausfordernden Geschäftslage nicht entziehen. Rückläufige Auftragseingänge bei unseren Kunden führten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 zu einem Geschäftsrückgang, auch wenn die in den Vorjahren aufgebauten hohen Lagerbestände unserer
Kunden mittlerweile weitestgehend abgebaut sind. Dieser Trend wurde durch die Reduktion unserer Lieferzeiten noch verstärkt, da die Anzahl an Komponenten mit Lieferschwierigkeiten im vergangenen Geschäftsjahr deutlich reduziert werden konnte und damit vernachlässigbar war.
Trotz sinkender Umsätze gelang uns im Geschäftsjahr 2024/25, unsere Fertigung zu stabilisieren, und die Produktivität in der Logistik und Montage hochzuhalten. Die Kontrolle der Kostensituation bei gleichzeitiger Sicherstellung der termingetreuen Belieferung unserer Kunden stand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Fokus. Unsere Lösungen, basierend auf dem aktuellen Produkt- und Leistungsportfolio, bieten optimalen Kundennutzen und konnten daher erfolgreich vermarktet werden.
Inhaltlich arbeiteten wir weiter daran, unseren Kundennutzen in der Automatisierungs- und Antriebstechnik zu vergrößern. Das Geschäftsvolumen lag aufgrund der genannten Entwicklungen deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Die österreichische Wirtschaft war 2024 stark unter Druck. Dem Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO zu Folge war 2024 das zweite Rezessionsjahr in Folge. Nach einem BIP-Rückgang im Jahr 2023 von einem Prozent, sank das BIP 2024 nochmals um 1,2 Prozent. Sowohl in der Industrie, im Baugewerbe als auch im Handel waren 2024 deutliche Verluste zu erkennen. Ausschlaggebend waren nach Aussagen der heimischen Wirtschaft vor allem Nachfrageschwächen, aber auch hohe Lohnstückund Energiekosten. Der Anstieg des Budgetdefizits war die die Folge der schwächelnden Wirtschaftslage in Osterreich sowie von konjunkturstützenden Maßnahmen der Bundesregierung, Problematisch sind auch die im EU-Vergleich überdurchschnittlich hohe Inflation und der Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7 %.
Der Rohertrag ist gesunken und betrug zum 30.04.2025 TEUR 44.970 (Vorjahr TEUR 53.710).
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.215 (Vorjahr TEUR 1.989) enthalten vorwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Versicherungsleistungen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen aus Forderungen.
Das Sachanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 9.384) und beträgt zum Stichtag TEUR 8.399. Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen reduzierten sich im Berichtsjahr von TEUR 1.416 auf TEUR 1.340.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 22.529 (Vorjahr TEUR 25.754) sind vor allem Produkt-Lizenzkosten, Kraftfahrzeugkosten, Reisekosten, SAP-Lizenzkosten, Marketing- und Beratungskosten, Kosten für Ausgangsfrachten und Verpackungsmaterial, Mietkosten, Kostenumlagen an verbundene Unternehmen sowie Gebäudekosten enthalten.
Das Betriebsergebnis sank auf TEUR 3.788 (Vorjahr TEUR 8.582).
Die Forderungen sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag TEUR 19.790 (Vorjahr TEUR 32.776). Die größten Positionen darin stellen die Forderungen an verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Lenze Cashpool dar.
Der Anteil des ausgewiesenen Eigenkapitals stieg auf 70,6% (Vorjahr 68,8%) der Bilanzsumme und ist damit weiterhin eine stabile Basis für die künftige Geschäftsentwicklung.
Die Personalrückstellungen sowie die Sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr auf TEUR 11.825 (Vorjahr TEUR 16.313) reduziert.
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten von TEUR 7.817 haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.302) reduziert.
Der Stand der liquiden Mittel beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 225 (Vorjahr TEUR 294).
Derivative Finanzinstrumente wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingesetzt.
b. Bericht über Zweigniederlassungen
Die bestehenden Vertretungsbüros im Inland (Wiener Neudorf, Unterpremstätten und Dornbirn) bleiben bestehen. Im Ausland unterhalten wir weiterhin ein Vertretungsbüro in Mazedonien.
c. Bericht über wesentliche Entwicklungen der Beteiligungen
Im Geschäftsjahr 2024/25 kam es zu keiner Veränderung der Anteilswerte oder Stammkapitalveränderungen bei den Tochtergesellschaften.
d. Finanzielle Leistungsindikatoren
Nachfolgend wird die Entwicklung ausgewählter finanzieller Leistungsindikatoren über die letzten beiden Geschäftsjahre dargestellt.
Kennzahlen zur Ertragslage und Vermögenslage:
| 2024/25 | 2023/24 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Rohertrag | 44.970 | 53.710 | -8.740 |
| EBIT | 11.088 | 15.011 | -3.923 |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 66.983 | 79.013 | -12.030 |
| Eigenkapital | 47.311 | 54.349 | -7.038 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 70,6 | 68.8 | 1,8 |
| Investitionen Sachanlagen | 354 | 1.387 | -1.033 |
Alle Angaben sind, soweit nicht anders angeführt, in TEUR.
Kennzahlen zur Rentabilität:
| 2024/25 | 2023/24 | |
|---|---|---|
| Umsatzrentabilität | ||
| (Ergebnis vor Steuer + FK-Zinsen) *100 | 8,9% | 10,5% |
| /Umsatz | ||
| Eigenkapitalrentabilität | ||
| Ergebnis vor Steuer *100 | 24.2% | 29.7% |
| /Eigenkapital) |
Der operative Cashflow aus dem Ergebnis lag im Berichtsjahr bei TEUR 5.051 (Vorjahr TEUR 11.631). Die Entwicklung ist hauptsächlich auf den gesunkenen Saldo aus Forderungen L&L (TEUR -7.369, Vorjahr: TEUR -8.454), der Veränderung der Verbindlichkeiten L&L am Stichtag (TEUR -- 199; Vorjahr TEUR 6.817), der Veränderung der Rückstellungen (TEUR -4.488; Vorjahr 1.680) sowie der Veränderung der Vorräte von TEUR 1.926 (Vorjahr: TEUR -344) zurückzuführen.
Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2024/25 auf TEUR 7.174 (Vorjahr Mittelzufluss TEUR 5.727) und ist zu einem großen Teil auf Beteiligungserträge zurückzuführen.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelfluss von TEUR -17.616 (Vorjahr Mittelfluss TEUR -11.271). Dies betrifft die Ausschüttung an die Muttergesellschaft.
Die Fondsmittel bestehen aus liquiden Mitteln von TEUR 225 (Vorjahr. TEUR 294) und dem CashPooling von TEUR 7.267 (Vorjahr: TEUR 19.705)
Der Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Sinne des URG beläuft sich auf TEUR 4.251 (Vorjahr TEUR 14.952). Auf Grundlage dieses Mittelüberschusses errechnet sich eine fiktive Schuldentilgungsdauer nach URG von 2,88 Jahren (Vorjahr 0,31 Jahre).
e. Erläuterung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
Zur Erreichung der Unternehmensziele wurde im Geschäftsjahr 2024/25 neben der Verkürzung der Lieferzeiten weiter an der Optimierung der Prozesse zur Beibehaltung einer hohen Produktivität und Qualität bei termingetreuen Lieferungen gearbeitet.
Damit soll die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt werden. Großes Augenmerk verbleibt auf der Stärkung der Projekt-Pipeline und dem kontinuierlichen Ausbau des System- und Seriengeschäfts, bei gleichzeitiger Nutzung der sich ergebenden Chancen im Produktbereich Industrial Equipment. Neueinstellungen bzw. Nachbesetzungen im Unternehmen wurden mit spezifischer Berücksichtigung dieser strategischen Ziele getätigt.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
a. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Das Unternehmen setzt seinen Schwerpunkt weiterhin auf die Entwicklung des langfristigen Systemgeschäfts mit Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau.
Kurzfristig ist es unser Ziel, in der aktuellen Phase mit rückläufigen Auftragseingängen Neukunden zu gewinnen und unser Bestandsgeschäft bei großen Kunden auszubauen. Der Vertriebsfokus liegt daher sowohl auf kurzfristigen Bedarfen unserer Kunden im Neugeschäft, als auch auf langfristigen Neuprojekten, die priorisiert und in gewohnter Qualität bearbeitet werden.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird seitens der Geschäftsleitung eine leichte Verbesserung der Auftragslage erwartet.
b. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die geopolitisch angespannte Lage mit mehreren Krisenherden und eine erratische US-Zollpolitik werden uns auch im Geschäftsjahr 2025/26 begleiten. Insbesondere deren Einfluss auf die Lieferketten und die Nachfrage seitens unserer Endkunden bleiben gemeinsam mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2025/26 ein potenziell wesentlicher und unberechenbarer Faktor für das Geschäft unserer Kunden und unsere Aktionsmöglichkeiten am Markt. Hierbei beschränken sich die Einflussfaktoren nicht nur auf Osterreich, sondern umfassen die weltweiten Absatzmärkte unserer Kunden.
Wir tauschen uns weiterhin mit allen wichtigen Kunden intensiv und fortlaufend aus, um frühzeitig die Entwicklung von Auftragseingängen und Kapazitätsbedarfen einschätzen und entsprechend handeln zu können.
Im Ubrigen stellen konzernweit implementierte Kontrollmaßnahmen der Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken weitere Informationen zur Verfügung. Ergänzend werden neben internen Ablaufregelungen und Richtlinien auch regelmäßige Berichte aus verschiedensten internen wie externen Gremien an die Geschäftsführung und den Vorstand des Konzerns übermittelt, um aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und etwaig daraus folgende Risiken zu minimieren.
Dem Ausfallsrisiko im Bereich der Kundenforderungen wird durch konsequente Bonitätsprüfung, Forderungsmanagement sowie eine Warenkreditversicherung (Ausfallsversicherung) Rechnung getragen.
Das Liquiditätsrisiko wird durch eine operative Liquiditätsplanung der Zahlungsströme konsequent verfolgt. Da die Lenze Austria GmbH an das gruppenweite Cash-Pooling im Euro-Raum angeschlossen ist, kann ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf jederzeit gedeckt werden.
Das Fremdwährungsrisiko wird auf Grund der überwiegenden Abwicklung der Geschäftstätigkeit in Euro als gering eingestuft. Sonstige Risiken wurden nicht identifiziert.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Die Lenze Austria GmbH unterhält keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im engeren Sinn. Als Anbieter von kundenspezifischen Gesamtlösungen konzipiert die Lenze Austria GmbH jedoch laufend Komplettlösungen für kundenspezifische Anforderungen, die F&E-Charakter haben können. Hierbei wird das komplette Soft- und Hardware-Portfolio der Lenze-Gruppe genutzt, und die Kompetenz des firmeneigenen Application Engineering-Teams eingesetzt, um innovative Lösungen zu erarbeiten.
Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der logistischen Prozesse und Einrichtungen werden laufend innovative Ansätze geprüft, bewertet und ggf. umgesetzt, um die Produktivität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und abzusichern. Hierbei arbeiten wir eng mit Fachhochschulen und weiteren Partnern zusammen.
4. Arbeitnehmerbelange
Es wird in unserem Unternehmen Wert auf eine regelmäßige qualifizierte Aus- bzw. Fortbildung unserer Mitarbeiter gelegt. Es konnte eine Reihe an Schulungsmaßnahmen wie Vertriebsschulungen, Führungskräfteentwicklung Shop Floor und die Weiterqualifizierung zur Lehrabschlussprüfung durchgeführt werden.
Im Rahmen des Arbeitssicherheitssystems wurden weiterhin potenzielle Risiken erhoben und geeignete Gegenmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt.
Weiters wurde gemeinsam mit der Osterreichischen Gesundheitskasse ein Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung verfolgt, das zum Ziel hat, die Gesundheit unserer Mitarbeiter nachhaltig zu fördern.
5. Umweltbelange
Wir legen großen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit unserer Umwelt. Das Umweltmanagement in unserem Unternehmen ist nach ISO 14001 zertifiziert und mit der Lenze Umwelt- und Energiepolitik abgestimmt. Im Zuge dessen erfolgt die regelmäßige Bewertung unseres Umweltprogramms, wo Umweltsteckbriefe für einzelne Bereiche formuliert und konkrete Ziele vereinbart werden. Auch eine jährliche Energie- und Abfallbilanz werden erstellt.
6. Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres
Während oder nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
nomon, 110 t-dols
Marco Gattringer-Ebner, Geschäftsführer
Wolfgang Steinhart, Geschäftsführer