Inhaltsverzeichnis
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (§ 222 Abs. 2 UGB) aufgestellt.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Grundsätze der Vollständigkeit und der ordnungsmäßigen Bilanzierung eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewendet.
Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr 2025 oder in einem der früheren Geschäftsjahren entstanden sind, wurden berücksichtigt.
1.1. Anlagevermögen
1.1.1. Immaterielles Anlagevermögen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.
Als Nutzungsdauer wird ein Zeitraum von 3 bis 5 Jahren zugrundegelegt.
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.
1.1.2. Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Berichtsjahr 2025 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Zur Ermittlung der Abschreibungsätze wird generell die lineare Abschreibungsmethode gewählt.
Der Rahmen der Nutzungsdauer beträgt für die einzelnen Anlagegruppen:
Bauten auf fremden Grund: von 10 bis 25 Jahren.
Gebäude und Grundstückseinrichtungen: von 10 bis 25 Jahren.
Technische Anlagen und Maschinen: von 5 bis 25 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: von 3 bis 15 Jahren
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.
Für folgende Gruppen von Anlagegütern wurden Festwerte angesetzt und mit 60% der Anschaffungsbzw Herstellungskosten bewertet:
- Geschirr - Tücher, Bettunterlagen, Steppdecken, Kopfpölster, Handtücher
1.1.3. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.
Zuschreibungen werden bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung bzw. bei Wertaufholung vorgenommen, wobei auf maximal den Wert zugeschrieben wird, der den Anschaffungskosten entspricht.
1.2. Umlaufvermögen
1.2.1. Vorräte
1.2.1.1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Die Anschaffungskosten wurden einzeln festgestellt.
1.2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei der Bewertung von Forderungen wurden erkennbare Risiken durch individuelle Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wurde die spätere Fälligkeit durch Abzinsung berücksichtigt.
1.3. Rückstellungen
1.3.1. Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen
Die Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von - 2,60 % ( VJ - 3,00%) und dem gesetzlichen Pensionseintrittsalters ermittelt.
Der Rechnungszinssatz ergibt sich aus einem um künftige Bezugserhöhungen bzw. die erwartete Inflationsrate verminderten Nettozinssatz. Der Nettozinssatz resultiert aus dem auf der Homepage der deutschen Bundesbank veröffentlichten 10 Jahres-Durchschnittszinssatz mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren und einer Bezugserhöhung von 4,8% (VJ 5,0%). Es wurde kein Fluktuationsabschlag berücksichtigt.
1.3.2. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden mit dem bestmöglich zu schätzenden Erfüllungsbetrag bewertet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem marktüblichen Zinssatz in Höhe von - 2,60 % (VJ -3,00%) abgezinst.
Rückstellungen aus Vorjahren werden, soweit sie nicht verwendet werden und der Grund für ihre Bildung weggefallen ist, über sonstige betriebliche Erträge aufgelöst.
Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde weiter aufgelöst, da aufgrund der Anderungen im Kollektivvertrag im Jahr 2023 für die DienstnehmerInnen der Einrichtungen der Interessenvertretung von Ordensspitälern und von konfessionellen Alten- und Pflegeheimen, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen Österreichs Auszahlungen für Dienstjubiläen letztmalig zum 28.02.2027 vorgesehen sind. Für die Dienstjubiläen zwischen 28.02.2025 und 28.02.2027 werden nur mehr 50% der Ansprüche rückgestellt.
1.4. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht bewertet.
1.5. Änderungen von Bewertungsmethoden
Änderungen von Bewertungsmethoden wurden nicht durchgeführt.
2. Erläuterungen zur Bilanz
2.1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.
2.2. Umlaufvermögen
2.2.1. Vorräte
2.2.1.1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe veränderte sich gegenüber dem Vorjahr (FUR 40.299,06) auf EUR 37.462,29.
2.2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Fristigkeit der Forderungen stellt sich folgendermaßen dar:
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr | ||||
|---|---|---|---|---|
| Summe | ||||
| als 1 Jahr | ||||
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 852.565,05 | 802.905,18 | 0,00 | 0,00 |
| Forderungen gegenüber verbundenen | ||||
| Unternehmen | 54.654,88 | 8.400,44 | ||
| sonstige Forderungen und | ||||
| Vermögensgegenstände | 12.079,89 | 24.915,25 | 0,00 | 466,40 |
| Summe | 919.299,82 | 836.220,87 | 0,00 | 466,40 |
2.2.2.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine durchschnittliche Laufzeit von einem Monat.
2.2.2.2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus einem Guthaben, da die Vorauszahlungen höher waren als die endgültige Verrechnung von Leistungen der Gesellschafterin.
2.2.2.3. Sonstige Forderungen
Die sonstigen Forderungen gliedern sich in folgende Positionen:
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr | ||||
|---|---|---|---|---|
| Summe | ||||
| als 1 Jahr | ||||
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| andere sonstige Forderungen | 12.079,89 | 24.915,25 | 0,00 | 466,40 |
| Summe | 12.079,89 | 24.915,25 | 0,00 | 466,40 |
Die sonstigen Forderungen enthalten zur Gänze Erträge (VJ: EUR 24.402,85), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
2.3. Aktive Rechnungsabgrenzung
2.3.1. Transitorische Posten
Die transitorischen Posten werden mit EUR 11.270,20 (Vorjahr EUR 7.551,12) ausgewiesen und umfassen alle Ausgaben, die erst im Folgejahr im Sinne einer periodenreinen Gewinnermittlung aufwandswirksam verrechnet werden.
2.4. Eigenkapital
Das Stammkapital steht unverändert mit EUR 35.000,00 zu Buche.
2.4.1. Gewinnrücklagen
Eine Dotierung erfolgte in Höhe von EUR 316.517,24.
2.5. Rückstellungen
2.5.1. Rückstellung für Abfertigungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden gemäß dem Fachgutachten nach finanzmathematischen Grundsätzen gebildet. Als Rechnungszinssatz werden - 2,60 % (VJ -3,0%)verwendet, wobei vom gesetzlichen Pensionsalter bei Frauen und Männern ausgegangen wurde.
Eine versicherungsmathematische Kontrollrechnung wurde nicht vorgenommen.
2.5.2. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus folgenden Positionen:
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (inkl RST GPLB) | 391.355,67 | 359.525,70 |
| Sonstige Rückstellungen | 87.230,00 | 182.622,00 |
| Summe | 478.585,67 | 542.147,70 |
2.6. Verbindlichkeiten
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 225 Abs. 6 und § 237 Abs 1 Z 5 stellt sich folgendermaßen dar:
| R est la u f ze it | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | bis 1 Jahr | zw. 1 und 5 J | über 5 Jahre | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| Verbindlichkeiten aus | 2025 | 97.298,66 | 92.991,20 | 4.307,46 | 0,00 |
| Lieferungen und Leistungen | 2024 | 75.466,41 | 74.217,41 | 1.249,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | 2025 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| verbundenen Unternehmen | 2024 | 43.086,26 | 43.086,26 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2025 | 4.704.953,45 | 632.034,60 | 614.012,88 | 3.458.905,97 |
| 2024 | 4.651.671,57 | 461.146,62 | 544.547,12 | 3.645.977,83 | |
| Summe | 2025 | 4.802.252,11 | 725.025,80 | 618.320,34 | 3.458.905,97 |
| Summe | 2024 | 4.770.224,24 | 578.450,29 | 545.796,12 | 3.645.977,83 |
2.6.1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine durchschnittliche Laufzeit von einem Monat.
2.6.2. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Rest lau f zeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | bis 1 Jahr | zw. 1 und 5 J | über 5 Jahre | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber | 2025 | 170.109,38 | 170.109,38 | 0,00 | 0,00 |
| Abgabenbehörden | 2024 | 118.335,81 | 118.335,81 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | 2025 | 157.220,04 | 157.220,04 | 0,00 | 0,00 |
| Sozialversicherungsträgern | 2024 | 136.122,05 | 136.122,05 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | 2025 | 350,00 | 350,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dienstnehmern | 2024 | 275,00 | 275,00 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2025 | 4.377.274,03 | 304.355,18 | 614.012,88 | 3.458.905,97 |
| 2024 | 4.396.938,71 | 206.413,76 | 544.547,12 | 3.645.977,83 | |
| Summe | 2025 | 4.704.953,45 | 632.034,60 | 614.012,88 | 3.458.905,97 |
| Summe | 2024 | 4.651.671,57 | 461.146,62 | 544.547,12 | 3.645.977,83 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Aufwendungen iHv EUR 282.465,60 (VJ: EUR
178.412,54), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
3.1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betragen EUR 8.901.717,61 (Vorjahr EUR 8.584.002,72) und gliedern sich wie folgt:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Betriebliche Erlöse Alten-,Wohn-, Pflege heim | 8.129.268,77 | 7.804.099,85 |
| Betriebliche Erlöse Betreutes Wohnen | 387.079,63 | 373.830,53 |
| Sonstige betriebliche Umsatzerlöse | 385.369,21 | 406.072,34 |
| Summe | 8.901.717,61 | 8.584.002,72 |
3.2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 781.789,47 (Vorjahr EUR 462.074,86) und gliedern
sich wie folgt:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | 0,00 | 1.666,67 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 10.559,30 | 0,00 |
| Ubrige sonstige betriebliche Erträge | 771.230,17 | 460.408,20 |
| Summe | 781.789,47 | 462.074,87 |
3.2.1. Übrige betriebliche Erträge
Die übrigen betrieblichen Erträge betragen EUR 771.230,17 (Vorjahr EUR 460.408,20) und bestehen aus folgenden Positionen:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Diverse Personalkostenzuschüsse | 666.682,68 | 340.470,39 |
| Sachbezüge | 6.084,00 | 7.118,48 |
| Spenden | 14.764,72 | 17.239,62 |
| Schadenersatzleistungen und Versicherungsentschädigungen | 7.163,28 | 19.044,20 |
| Auflösung von Investitions- / Baukostenzuschüssen | 76.535,49 | 76.535,51 |
| Summe | 771.230,17 | 460.408,20 |
3.3. Materialaufwand
Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 85.651,83 verändert und gliedert sich wie folgt.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Lebensmittel/Getränke | 419.669,80 | 358.541,90 |
| Verbrauch Hilfsstoffe zu Pflege | 65.380,77 | 67.323,23 |
| Verbrauch von Werkzeugen und anderem Sachaufwand | 53.656,51 | 42.762,47 |
| Reinigungsmaterial | 47.071,64 | 32.253,52 |
| Verbrauch von Energie und Wasser | 246.149,92 | 241.428,69 |
| Skontoertrag | -26.453,35 | -22.486,35 |
| Summe | 805.475,29 | 719.823,46 |
3.4. Personalaufwand
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 834.339,46 auf EUR 7.062.599,52 verändert.
Der Aufwand für Abfertigungen beträgt EUR 76.958,53 (VJ: EUR 48.455,14)
Die gesonderte Angabe der Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Mitglieder der Geschäftsführer unterbleibt gem. § 242 Abs 4 UGB
3.5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
3.5.1. Planmäßige Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr EUR 677.238,00 und veränderten sich damit gegenüber dem Vorjahr um EUR -3.412,10.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| planm. Abschreibung Vermögensgegenstände | 668.855,05 | 674.517,66 |
| Abschreibung geringwertige WG | 8.382,95 | 6.132,44 |
| Summe | 677.238,00 | 680.650,10 |
3.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
3.6.1. Steuern, soweit nicht Steuern vom Einkommen oder Ertrag
Die nicht ertragsabhängigen Steuern beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 6.726,13 (Vorjahr
EUR 6.809,52) und gliedern sich wie folgt:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| sonstige Steuern und Abgaben | 6.726,13 | 6.809,52 |
| Summe | 6.726,13 | 6.809,52 |
3.6.2. Übrige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 608.671,74 und veränderten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -4.767,97.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Instandhaltungen und Reparaturen | 257.620,76 | 264.332,68 |
| Versicherungen | 39.167,60 | 32.030,42 |
| Transporte durch Dritte | 12.476,00 | 13.565,00 |
| Reise- und Fahrtspesen, Diäten | 672,88 | 4.789,37 |
| Post- und Telefongebühren | 44.930,12 | 43.598,11 |
| Miet- und Pachtaufwand, Lizenzgebühren | 135.398,59 | 137.487,49 |
| davon Lizenzgebühren | 3.399,53 | 6.349,75 |
| Energieverbrauch Verwaltung u. Vertrieb | 51.510,12 | 56.569,95 |
| Kfz-Kosten PKW | 15.886,18 | 13.934,87 |
| Büromaterial, Aufwand für Buchhaltung und Lohnverrechnung | 4.084,79 | 7.321,55 |
| Aufwand für Fachliteratur und Zeitungen | 416,36 | 1.034,74 |
| Werbe- und Repräsentationsaufwand | 6.526,21 | 5.855,85 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand | 32.430,05 | 26.708,13 |
| Spesen des Geldverkehrs | 5.253,50 | 5.142,67 |
| Forderungsaus fälle | 2.252,00 | 434,11 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 0,00 | 0,02 |
| davon die RBW der ausgeschied. Anlagen | 0,00 | 0,02 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 50,00 | 632,93 |
| Skontoerträge auf übrige betriebliche Aufwendungen | -3,42 | 1,82 |
| Summe | 608.671,74 | 613.439,71 |
In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Höhe von EUR
8.871,50 (VJ: 8,3 TEUR) enthalten.
3.7. Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis beträgt EUR 358.148,99 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um EUR -211.076,66 verändert.
3.8. Finanzielles Ergebnis
Das finanzielle Ergebnis schlägt sich im Geschäftsjahr mit EUR -41.613,89 nieder. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Vcränderung von EUR -2.731,60.
4. Sonstige Angaben
4.1. Anzahl der Arbeitnehmer
Dic durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr:
| insgesamt: | 96,51 | (Vorjahr: 92,05) | |
|---|---|---|---|
| davon Arbeiter: | 19,97 | (Vorjahr: 19,94) | |
| davon Angestellte: | 76,54 | (Vorjahr: 72,11) |
4.2. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die 100%ige Gesellschafterin der Barmerzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gHolding GmbH, die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul, verpachtet den Grund und Boden samt Gebäude für einen Jahrespachtzins in Höhe von EUR 16.798,15 (VJ: TEUR 16,5) an die Haus St Vinzenz Pflegeheim d. Barmh. Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul Betriebs GmbH.
Die 100% Gesellschafterin der Haus St Vinzenz Pflegeheim d Barmh. Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul Betriebs GmbH ist die Barmerzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gHolding GmbH. Der Jahresabschluss der Haus St Vinzenz Pflegeheim d Barmh. Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul Betriebs GmbH wird in den Konzernabschluss der Barmerzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gHolding GmbH einbezogen.
4.3. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen für die folgenden fünf Jahre beläuft sich auf rd. EUR 660 Tsd. (im Vorjahr rd. EUR 655,7 Tsd.), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr rd. EUR 132 Tsd..
4.4. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die eine finanzielle Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz des Jahresabschlusses zum 31.12.2025 nach sich ziehen.
4.5. Mitglieder der Geschäftsführung
Die Geschäftsführung setzt sich aus folgenden Personen zusammen:
Claudia Prenner, geboren am 16.11.1978
03357/4 483357/42272-33
Claudia Prenner
Lagebericht
zum Jahresabschluss
31.12.2025
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Unternehmensgegenstand und -strategie
Die Gesellschaft wurde am 4. Jänner 2005 beim Firmenbuch des Landesgerichtes Eisenstadt unter der Firmenbuchnummer FN 257093d eingetragen. Unternehmensgegenstand ist die Errichtung und der Betrieb der Alten- und Pflegeheime der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul mit dem Sitz in Graz, insbesondere die Führung des Hauses St. Vinzenz in der Schützner Straße 15, 7423 Pinkafeld.
Seit August 2020 ist die die Gesellschaft zu 100 % Eigentum der gemeinnützig tätigen Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gHolding GmbH mit Sitz in 8020 Graz, Mariengasse 12
Im Haus St. Vinzenz Pinkafeld stehen folgend genannte Angebote zur Verfügung:
• 120 Plätze für die stationäre Pflege • 12 Plätze für Senior:innen im Tageszentrum Haus Luise • 45 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen plus (Wohnen wie DAHEIM)
Unsere Kernkompetenz ist im Wesentlichen die professionelle und ganzheitlich orientierte Betreuung pflegeabhängiger (vorwiegend älterer) Menschen, d.h. die Bewohner:innen werden stets unter Bedachtnahme reaktivierender Maßnahmen unter Einbeziehung der persönlichen Biographie betreut und gepflegt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Hospiz- und Palliativbetreuung sowie in der Betreuung von demenziell beeinträchtigten Menschen.
Vorgelagerte Angebote zur Stationären Pflege (Betreutes Wohnen plus und Tagesbetreuung) ergänzen unser Leistungsangebot und ermöglichen, eine auf die betreffende Person abgestimmte, Dienstleistung. Die Kooperationen mit Schulen (Privatschule, Volksschule, Sonderschule, Musikschule), Kindergarten und Kinderkrippe fördern die Kommunikation zwischen Jung und Alt.
Um die Qualität nachhaltig abzusichern bzw. die Leistungen den Herausforderungen der Zeit ständig anzupassen, legen wir großen Wert auf ein effizientes Qualitätsmanagement zur Sicherstellung von Beteiligung und Entwicklung.
Im Jänner 2026 konnte der Prozess Weitblick Advanced positiv abgeschlossen werden. Im Februar 2026 wurde der Zertifizierungsprozess zum Nationalen Qualitätszertifikat gestartet. Jährlich findet das externe Audit von Austria Bio Garantie GmbH für die Gemeinschaftsverpflegung für 70% Bioanteil statt.
1.2. Geschäftsverlauf und wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
| In TEUR | |||
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 2025 | 2024 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 8.902 | 8.584 | 318 |
| sonstige betriebl. Erträge | 782 | 462 | 320 |
| Materialaufwand u. bezog. Herstellungskoster | 970 | 948 | 22 |
| Personalaufwand | 7.063 | 6.228 | 834 |
| Abschreibungen | 677 | 681 | 3 |
| sonstige betriebl. Aufwendungen | 615 | 620 | 5 |
| Betriebserfolg | 358 | 569 | 211 |
| Finanzerfolg | 42 | 39 | 3 |
| Ergebnis vor Steuern | 317 | 530 | 214 |
| Jahresüberschuss | 317 | 530 | 214 |
| Zuweisung von Gewinnrücklagen | 317 | 530 | 214 |
| Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr | |||
| Bilanzgewinn/Bilanzverlust |
2. Finanzielle Leistungsindikatoren
URG Kennzahlen
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Eigenmittelquote | 45,6% | 43,9% |
| fiktive Schuldentilgungsdauer | 1,6 Jahre | 2,2 Jahre |
| Investitionsanalyse | ||
| Anlagenintensität | 54,7% | 61,0% |
| Finanzierungsanalyse | ||
| Eigenkapitalquote | 40,9% | 39,0% |
| Fremdkapitalquote | 59,1% | 61,0% |
| Liquiditätsanalyse | ||
| Working Capital | 4388 | 3634 |
| Netto Geldfluss aus dem Ergebnis | 915 | 1107 |
| Netto Geldfluss aus der Ifd. Geschäftstätigkeit | 798 | 392 |
| Netto Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -26 | -149 |
| Netto Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | -50 |
Die Haus St. Vinzenz Betriebsgesellschaft gilt It. UGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft und unterliegt daher der gesetzlichen Prüfungspflicht. Die Einhaltung der Kennzahlen It. URG (Eigenmittelquote,Schuldentilgungsdauer)ist betriebswirtschaftlicher Indikator. daher ein maßgeblicher
3. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken
3.1. Voraussichtliche Entwicklung
Mit dem vorliegenden Jahresüberschuss von TEUR 317 konnte ein positives Ergebnis erreicht werden. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss wurde der Gewinnrücklage zugeführt. Durch die Zuweisung des Jahresüberschusses zur Gewinnrücklage erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 39 % auf 41 %. Das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes wurde erreicht. Des Weiteren kann festgestellt werden, dass die Liquidität durch den ausreichenden Cashflow abgesichert ist.
Die sehr gute Nachfrage und die daraus resultierende gute Auslastung sicherten das Ergebnis ab. Die Verpflegstage in der stationären Pflege lagen 2025 bei 43.551. In der stationären Altenpflege wird weiterhin von einer stabilen Nachfrage ausgegangen.
Das Betreute Wohnen plus (Wohnen wie DAHEIM) war 2025 zur Gänze ausgelastet. Damit konnte das Ergebnis auch deutlich gestützt werden.
Die Auslastung im Tageszentrum lag 2025 bei 80%. Die Tarife für die Tagesgäste im Haus Luise wurden ab 25.04.2026 um 2,77% valorisiert. Eine Valorisierung der Betreuungspauschale für die Mieter:innen im Betreuten Wohnen wird nach derzeitigem Informationsstand nicht erfolgen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes liegt der SOLL/IST Vergleich für die ersten vier Monate des Jahres 2026 vor. Die Auslastung der Plätze in der stationären Pflege im ersten Quartal 2026 entspricht wieder einer Vollauslastung.
Die budgetierten Personalkosten konnten bislang gehalten werden. Bei einem ähnlichen Verlauf des verbleibenden Jahres kann trotzdem von einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis für 2026 ausgegangen werden.
Die Kollektivvertragsverhandlungen für 2026 ergaben zusätzlich zur Valorisierung der Schema Gehälter und Zulagen um 2,5% eine Verschiebung der Inkraftsetzung. Somit finden 2026 die Valorisierungen nicht mit 01.03.2026 sondern erst mit 01.06.2026 statt. Zusätzlich wurde eine Herabsetzung der Normalarbeitszeit von 39 auf 38 Wochenstunden mit Wirksamkeit ab 01.06.2027 beschlossen.
Die Prozessentwicklung und Evaluierung der Abläufe wurde 2025 fortgesetzt. Die Umstellung der Lohnverrechnung von Lohn&HR auf BMD, war mit Anfang 2025 abgeschlossen. 2025 wurde auch das Programm für die Küche am zentralen Server implementiert.
3.2. Risiken und Maßnahmen zur Erlössicherung
Obwohl die Nachfrage nach stationären Plätzen in der Altenpflege zurzeit sehr groß ist, darf nie außer Acht gelassen werden, dass die Auslastung und die Personalsituation das größte wirtschaftliche Risiko darstellen. Die Nachfrage hängt sehr stark von den Rahmenbedingungen in der Sozialgesetzgebung ab, welche nicht in unserem Einflussbereich liegen. Eine gute
Qualität der Dienstleistungen am Menschen und authentisches Auftreten in der Öffentlichkeit soll eine gute Auslastung in der stationären Pflege auch in Zukunft gewährleisten. Es wird alles unternommen, um dies auch im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen.
Für 2026 ist eine Anderung der Richtlinie des Landes Burgenland zur Deckung der Personalund Infrastrukturkosten von Altenwohn- und Pflegeheimen angekündigt. Derzeit liegt noch kein Entwurf über die geplanten Änderungen vor.
Mit 1. April 2026 wurde die vom Land Burgenland geplante schrittweise Umsetzung des Stützpunktmodells für Seniorentagesbetreuung und Betreutes Wohnen begonnen. Seitens des Haus St. Vinzenz gibt es das Bestreben um Einbindung in das Stützpunktmodell für das Tageszentrum Haus Luise zur Minimierung des wirtschaftlichen Risikos durch die derzeitige Finanzierung. Ziel für die Tagesbetreuung ist eine möglichst hohe Auslastung zu erreichen, ebenso eine Vollauslastung durch die rasche Vermietung leerstehender Wohnungen im Betreuten Wohnen.
Zur nachhaltigen Qualitätssicherung legen wir großen Wert auf ein effizientes Qualitätsmanagement. Derzeit setzen wir die Qualitätsentwicklung im Rahmen der Zertifizierung des Nationalen Qualitätszertifikats sowie Weitblick Advanced konsequent um.
3.3. Maßnahmen zur Kostenreduktion
Dem Hauptkostenfaktor – Personalkosten – muss größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ab 01.07.2027 entfallen die Jubiläumszuwendungen. Mit KV-Abschluss 2026 wurde die Valorisierung der Gehälter und Zulagen mit 01.06.2026 um 2,5% beschlossen. Bereits für das Jahr 2027, ab 01.06.2027 wirksam, wurde die Herabsetzung der Normalarbeitszeit von 39 auf 38 Wochenstunden sowie die Valorisierung um die Hälfte des 3,5% übersteigenden VPI 2026 beschlossen. Der Steuerung der Personalbesetzung sowie maßgebliche Kennzahlen kommen hier eine wichtige Rolle zu.
Dem Beschaffungsmanagement ist in allen Bereichen große Aufmerksamkeit zu schenken. Aktuell ist beim Wareneinkauf die steigende Preisentwicklung in allen Bereichen besonders zu beobachten.
4. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts verzeichnet das Haus St. Vinzenz eine solide Auslastung im Kernbereich der stationären Pflege. Die Senioren-Tagesbetreuung ist gut frequentiert, jedoch nicht vollständig ausgelastet. Die Nachfrage nach betreutem Wohnen ist weiterhin hoch.
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