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Lagebericht 2024/25

ESKA Lederhandschuhfabrik Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 09. März 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

der ESKA Lederhandschuhfabrik Gesellschaft m.b.H. & Co. KG. zum 31. März 2025

1. Geschäftstätigkeit, Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1 Geschäftstätigkeit

Wenn Leidenschaft auf Fingerspitzengefühl trifft, muss es ESKA® sein. Seit über 100 Jahren steht der Name für innovative Handwerkskunst. Was 1912 als Familienbetrieb begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer weltweit führenden Handschuhmarke entwickelt.

Unsere Philosophie

Wir orientieren uns nicht an Standards. Wir setzen sie. Die absolute Konzentration auf das Produkt Handschuhe hat uns eine qualitative Führungsposition beschert. Eine Position, die wir nutzen, um auf nachhaltige Weise höchste Qualitätsstandards zu setzen. Weltweit!

Wir bieten langlebige Produkte an, auf die sich die Kunden in jeder Situation, jederzeit und ohne Kompromisse verlassen können – ob im Beruf, im Sport oder als modisches Accessoire. Durch die konsequente Spezialisierung auf Handschuhe setzen wir höchste Qualitätsstandards in Verbindung mit zukunftsweisenden Innovationen. Zahlreiche Auszeichnungen, Patente und ISO-Zertifizierungen sprechen für die hohe Güte und Sicherheit der Produkte. Mit langjähriger Erfahrung und der daraus resultierenden Handschuhmacher-Handwerkskunst produzieren wir ausgezeichnete Produkte für die ganze Welt - engineered in Austria -, immer orientiert an den spezifischen Bedürfnissen der Kunden.

Unsere Vision

„Wir erzeugen Handschuhe, das ist unser Erfolgsrezept. Wir haben immer das gemacht, wovon wir Ahnung haben. Das unterscheidet uns von manchen Mitbewerbern.“ (Paul Herbert Loos)

1.2 Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Jahresfehlbetrag von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss von EUR 1,2 Mio.) erzielt. Die Ergebnisverminderung resultiert vor allem aus vor dem Jahr 2020 geschlossenen Kontrakten für Lieferungen an öffentliche Auftraggeber, bei denen die pandemiebedingt gestiegenen Material- und Personalkosten nicht in vollem Umfang weitergegeben werden konnten.

Diese Lieferverträge /Altverträge mit den Behörden Frankreich, Deutschland etc. werden per 31. März 2026 voll erfüllt sein, dennoch erwarten wir bereits für das Geschäftsjahr 2025/2026 ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis.

1.3 Finanzlage

Aus der betrieblichen Tätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Cashflow von EUR 2,4 Mio. erwirtschaftet, EUR 0,3 Mio. wurden in das Anlagevermögen investiert, EUR 2,1 Mio. wurden zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Zinszahlungen an Kreditinstitute verwendet.

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist positiv, die Finanzlage ist somit zum Bilanzstichtag ausgeglichen. Darüber hinaus sind in den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten revolvierend ausnutzbare Kontokorrentkredite enthalten.

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 20 % (Vorjahr: 22 %), die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG ist aufgrund des negativen Mittelüberschusses nicht errechenbar (Vorjahr: 9 Jahre). Beträgt die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfs infolge des Überschreitens der genannten Grenze für die Eigenmittelquote nicht gegeben ist.

1.4 Vermögenslage

Das wesentliche Vermögen der Gesellschaft besteht aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Vorräte schlagen sich ca. 3 mal im Jahr um, die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt rund 3 ½ Monate.

2. Forschung und Entwicklung

Um unsere Position als ein weltweit führender Markenhandschuhersteller zu behalten, investieren wir auch weiterhin nicht unbeträchtliche Beträge in die Weiterentwicklung unserer Produkte.

3. Bestehende Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

4. Prognosebericht und Risikoberichterstattung

Wie bereits im Punkt 1.2 ausgeführt, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025/2026 ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis.

In der Folge sollten wir von der steigenden Nachfrage durch höhere Verteidigungsbudgets der EU-Staaten profitieren. Wir haben aus der jüngeren Vergangenheit gelernt und gehen davon aus, dass es auch geopolitische Spannungen, wie derzeit gerade aktuell im Nahen Osten, geben wird. Diese Spannungen können jederzeit zu höheren Rohmaterial- und Transportkosten führen, weshalb wir uns auch auf der Absatzseite in unseren Verträgen mit entsprechenden Indexanpassungsklauseln absichern.

Aufgrund unserer soliden Aufstellung gehen wir auch davon aus, dass uns unsere Fremdkapitalgeber auch weiterhin unterstützen.

Thalheim bei Wels, am 4. März 2026

fane

Løderhandschuhfabrik Gesellschaft m.b.H.

Vertreten durch Paul Herbert Loos

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