Inhaltsverzeichnis
GERSTL
GERSTL BAU GmbH & Co KG Kalkofenstraße 25 4600 Wels
1. ALGEMEINES
Die GERSTL BAU GmbH & Co KG mit Sitz in Wels, Oberösterreich, beschäftigt 451 Dienstnehmer* innen. Die Gesellschaft betreibt neben ihrem Unternehmenssitz ein Büro in Wien. Regional werden vorwiegend Aufträge in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg und Wien über die gesamte Wertschöpfungskette im Hochbau vom Grundstück bis zum schlüsselfertigen Bau als Baumeister, General- und Totalunternehmer abgewickelt. Das Leistungsangebot reicht dabei vom Einfamilienhaus über Wohnbauten bis hin zu Industrie- und Gewerbebauten und Revitalisierungen. Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Unternehmen mit seiner Erzeugung von Betonfertigteilen.
2. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES
Die Betriebsleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.208,7 gesunken. Der Aufwand für Material und Fremdleistungen verminderte sich um TEUR 19.204,7. Die Personalaufwendungen erhöhten sich von im Vorjahr TEUR 36.012,0 auf TEUR 38.167,7 das sind 15,9 % der Betriebsleistung (Vorjahr: 14,7 %). Der Rohertrag ist von 10 % im Vorjahr auf 15 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um TEUR 1.278,8, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 1.465,6. Die Abschreibungen reduzierten sich um TEUR 952,3, die Zinsen um TEUR 23,7. Das Geschäftsjahr 2024/25 schließt mit einem Jahresgewinn in Höhe von TEUR 22.390,6 (Vorjahr TEUR 10.905,5) ab.
3. DARSTELLUNG DER LAGE DES UNTERNEHMENS
A) ERTRAGSLAGE
| KENNZAHLEN | 2024/25 | 2023/24 |
|---|---|---|
| Betriebsleistung (TEUR) | 240.444,6 | 244.653,3 |
| EBIT (TEUR) | 22.452,0 | 10.990,6 |
| Investitionen (TEUR) | 1.384,0 | 5.873,0 |
| Mitarbeiter | 451 | 451 |
| EBITDA-Marge (%) | 9,9 | 5,6 |
| EBIT-Marge (%) | 9,3 | 4,5 |
B) VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Das Anlagevermögen ist um 6,5 % gesunken. Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen überwiegend in Geräte bzw. den Fuhrpark sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Umlaufvermögen verminderte sich um TEUR 41.971,2. Die Bilanzsumme ist um TEUR 43.754,0 auf TEUR 159.521,2 gesunken. Die Eigenkapitalquote stieg von 26,0 % auf 38,9 %.
| AKTIVA IN TEUR | 2024/25 | 2023/24 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 24.341,0 | 26.024,6 |
| B. Umlaufvermögen | 133.955,2 | 176.926,3 |
| C. Aktive Rechnungsabgrenzung | 225,0 | 324,3 |
| SUMME | 158.521,2 | 203.275,2 |
| PASSIVA IN TEUR | 2024/25 | 2023/24 |
| A. Eigenkapital | 60.554,5 | 52.770,1 |
| B. Investitionszuschuss | 22,9 | 72,2 |
| C. Rückstellungen | 6.293,1 | 6.092,9 |
| D. Verbindlichkeiten | 91.650,7 | 144.340,0 |
| E. Passive Rechnungsabgrenzungen | 0,0 | 0,0 |
| SUMME | 158.521,2 | 203.275,2 |
| KAPITALFLUSSRECHNUNG IN TEUR | 2024/25 | 2023/24 |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 23.787,0 | 12.652,3 |
| Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | -14.877,9 | 31.258,2 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -580,6 | -9.195,2 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -13.900,6 | -14.061,8 |
| Netto-Geldfluss | -5.572,1 | 20.653,5 |
| VERÄND. DES FINANZMITTELBESTAND | -5.572,1 | 20.653,5 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 30.157,1 | 9.503,6 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 24.585,0 | 30.157,1 |
4. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND HINWEISE AUF RISIKEN
Wenngleich die österreichische Baukonjunktur im Jahr 2025 voraussichtlich weiterhin rückläufig sein wird und ferner für 2026 kaum von einem Wachstum ausgegangen werden kann bzw. der Rückgang im Bereich des Wohnbaues in Osterreich anhält, erwartet die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis. Der Nachfragerückgang lässt sich dabei insbesondere auf das Finanzierungsumfeld und die gestiegenen Baukosten bzw. das allgemeine konjunkturelle Umfeld zurückführen. Nachdem diese Entwicklungen jedoch einer gewissen Dynamik unterliegen, sind deren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf 2025/2026 gegenwärtig nicht vollständig prognostizierbar.
5. NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Gesellschaft legt größten Wert darauf, ihre Bauleistungen unter Einhaltung aller Umweltauflagen zu erbringen. Eine kontinuierliche Reduktion von Emissionen wird insbesondere durch die Nutzung
eines mittels laufender Neuinvestitionen und umsichtiger Wartung stets auf technisch einwandfreiem bzw. zeitgemäßem Stand befindlichen Geräteparks sichergestellt.
Unsere Mitarbeiter* innen arbeiten engagiert und verantwortungsbewusst im Team für unser Unternehmen. Einen hohen Stellenwert hat dabei der Arbeitsschutz. Regelmäßige Unterweisungen und Schulungen über Gefahren und Unfallvermeidungsstrategien auf Baustellen für alle Ebenen von Mitarbeiter* innen sollen sichere Arbeitsbedingungen gewährleisten. Durch die Ausbildung von Lehrlingen versuchen wir vorausblickend unseren zukünftigen Bedarf an Fachkräften zu decken.
6. RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN
Risikomanagementsystem
Im Rahmen der monatlichen Bauerfolgsrechnung werden die einzelnen Baustellen hinsichtlich ihrer bereits erwirtschafteten bzw. noch zu erwartenden Deckungsbeiträge bewertet und allenfalls notwendige Maßnahmen zur Gegensteuerung bei ungünstigen Entwicklungen getroffen.
Risikosituation des Geschäftsjahres 2025/2026
Aus gegenwärtiger Perspektive sind keine Risiken zu erkennen, die für die Gesellschaft bestandsgefährdende Auswirkungen darstellen könnten.
• Konjunkturrisiko: Während die Auftragslage im Hochbau sehr stark von der Entwicklung der allgemeinen Konjunktur abhängt, ist die Bautätigkeit im Tiefbau eher von langfristigen Überlegungen – insbesondere im Bereich der öffentlichen Infrastrukturprojekte – bestimmt. Das Unternehmen kann trotz des Rückganges der Baukonjunktur eine adäquate Auftragslage vorweisen. • Beschaffungsrisiko: Bei der Beschaffung von Baumaterialien und Energieträgern hat sich die Situation sowohl hinsichtlich des Preisniveaus als auch der Verfügbarkeit stabilisiert. Sofern erforderlich, werden die Verfügbarkeiten der notwendigen Mengen durch den Abschluss langfristiger Bezugsverträge sichergestellt. • Personalrisiko: Für ein Bauunternehmen ist es wichtig, ausreichend Personal mit den erforderlichen Qualifikationen zur Verfügung zu haben. Durch entsprechende Schulungen, zeitgemäßen Maschinenpark aber auch Investitionen in den Arbeitsschutz wird versucht die Gesellschaft weiterhin als attraktiven Arbeitgeber in der Region zu positionieren.
Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
• Risiken aus Bankguthaben: Die Guthaben bei Kreditinstituten lauten zur Gänze auf Euro, sodass Wechselkursschwankungen keine Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Ausfallsrisiken für Bankguthaben werden weitestgehend reduziert, indem die liquiden Mittel lediglich bei Banken bester Bonität veranlagt werden bzw. der Zahlungsverkehr über derartige Institute abgewickelt wird.
• Risiken aus Bankverbindlichkeiten: Die Gesellschaft verfügt derzeit lediglich über Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in sehr geringem Ausmaß. • Risiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Sämtliche Positionen bestehen in Euro, sodass Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Ertragslage ausgeschlossen werden können. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Außenstände der Kunden genau beobachtet, um auf negative Entwicklungen zeitnah mit Abschreibungen und der Bildung von Wertberichtigungen reagieren zu können. Aufgrund der Vielzahl der Geschäftspartner liegt keine Konzentration von Ausfallsrisiken vor. • Risiken aus derivativen Finanzinstrumenten: Die Gesellschaft verfügt derzeit über keine derivativen Finanzinstrumente.
7. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Gesellschaft betreibt lediglich in geringem Ausmaß eigene Forschungs- bzw. Entwicklungstätigkeiten.
Wels, am 17.11.2025
Bauunternehmen Dipl.Ing.Fehringer GmbH
Egger Reinhold
Gerold Wimmer