Inhaltsverzeichnis
1. ALLGEMEINES KTM KONZERN
Die Muttergesellschaft der KTM Components GmbH ist die KTM AG. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft ist die KTM Components GmbH in die industrielle Wertschöpfungskette des KTM-Konzerns integriert und erfüllt innerhalb dieser Struktur eine zentrale Rolle in der Komponentenfertigung. Der Geschäftszweck der KTM Components GmbH umfasst insbesondere die Entwicklung, Produktion und Weiterverarbeitung von Fahrzeugbauteilen sowie hochleistungsfähigen Performance-Komponenten. Das Leistungsportfolio erstreckt sich dabei auf die Bereiche Fahrwerk, Rahmen und Abgasanlagen, welche zu den technologisch anspruchsvollsten Kernkomponenten moderner Motorräder zählen.
Die KTM AG produziert Motorräder der Marken „KTM“, „Husqvarna“ und „GASGAS. Sämtliche zentrale Konzernfunktionen wie Einkauf, Qualitätsmanagement, Logistik, Motorsport, Finanzen & Controlling sowie Human Resources sind in der Gesellschaft gebündelt. Die KTM AG fakturiert die produzierten Motorräder getrennt nach den Marken direkt an die Vertriebsgesellschaften KTM Sportmotorcycle GmbH, Husqvarna Mobility GmbH und GASGAS GmbH, die wiederum über ihr eigenes Vertriebsnetzwerk verfügen.
Die KTM AG und die KTM Components GmbH sind die einzigen produzierenden Unternehmen der KTM Gruppe und halten daher einen Großteil der produktionsrelevanten Maschinen und Anlagen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und das Ersatzteillager.
Im Geschäftsjahr 2025 steht die Gesellschaft mit der Bajaj Auto International Holdings AG und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Ried im Innkreis unter der Nummer FN 532159 m hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.
Der Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis wird von der Bajaj Mobility AG erstellt und wird beim Landes- und Handelsgericht Ried im Innkreis unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt.
2. INFORMATIONEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEN IM JAHR 2025 ABGESCHLOSSENEN SANIERUNGSVERFAHREN VON
WESENTLICHEN TOCHTERUNTERNEHMEN
Informationen zu den gerichtlichen Sanierungsverfahren, die im Jahr 2025 abgeschlossen wurden.
Am 29. November 2024 hat der Vorstand der KTM AG nach Prüfung der Alternativen einen Antrag auf Eröffnung insolvenzrechtlicher Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung über das Vermögen der KTM AG (Aktenzeichen 17 S 56/24b) und ihrer Tochtergesellschaften KTM Components GmbH (Aktenzeichen 17 S 59/24v) und KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH (Aktenzeichen 17 S 62/24k) beim Landesgericht Ried im Innkreis, Österreich, gestellt. Weiterführende Informationen dazu, einschließlich der Auswirkungen der Sanierungsverfahren auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024, sind dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 zu entnehmen.
Die Sanierungsverfahren der KTM AG und ihrer beiden Tochtergesellschaften wurde am 16. Juni 2025 mit der fristgerechten Hinterlegung der 30-prozentigen Barquote vom 22. Mai 2025 in Höhe von 525 Mio. EUR durch die endgültige gerichtliche Bestätigung des Sanierungsplans vollständig abgeschlossen.
Die Vöcklabrucker Metallgießerei GmbH, eine Tochtergesellschaft der KTM Components GmbH, sah sich infolge der in der KTM-Gruppe eingeleiteten Sanierungsverfahren sowie der daraus resultierenden signifikanten Umsatzrückgänge veranlasst, am 13. Dezember 2024 den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens zu stellen.
Nach dem vollständigen gesetzlichen Abschluss des Sanierungsverfahrens hat der Sanierungsverwalter mit der Auszahlung der angemeldeten und anerkannten Forderungen an die Gläubiger begonnen. Diese Forderungen sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 bereits an die Gläubiger ausbezahlt.
Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich der Gesamtbetrag des Sanierungsgewinns im Laufe des Geschäftsjahres 2026 weiter verändert. Grund dafür sind noch nicht abgeschlossene Verfahren zur Feststellung und Auszahlung einerseits einzelner Gläubigerforderungen sowie andererseits die Klärung bedingt angemeldeter bzw. strittiger Gläubigerforderungen. Darüber hinaus gewähren die österreichischen Insolvenzregeln den Gläubigern eine, von der Art der Forderung abhängige, mehrjährige Frist zur Anmeldung ihrer zuvor nicht angemeldeten Forderungen, wodurch sich ebenfalls Anpassungen des endgültigen Sanierungsgewinns ergeben können. Die Gruppe geht in diesem Zusammenhang allerdings nicht von wesentlichen Nachmeldungen aus, die dann auch zu entsprechenden Auszahlungen führen würden.
Wesentliche weitere Schritte im Zuge der Restrukturierung
Obwohl das durchgeführte gerichtliche Sanierungsverfahren im Geschäftsjahr 2025 rechtskräftig erfolgreich abgeschlossen wurde, sieht sich die Gesellschaft weiterhin einerseits der Umsetzung der des Verfahrens zugrunde gelegten, beschlossenen Sanierungsplänen sowie andererseits deren Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten gegenüber. Dem Vorantreiben der Restrukturierung misst die Gesellschaft höchste Priorität mit dem Ziel bei, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und wieder operative Gewinne zu erwirtschaften. Der gerichtliche Abschluss des Sanierungsverfahrens stellte damit nur einen ersten, notwendigen Schritt dar.
Neben den bereits umgesetzten Maßnahmen zur Reduktion anfallender Kosten liegt der Fokus auf der weiteren Senkung der Fixkosten, der Straffung konzernaler Strukturen, der Fokussierung des Produkt- und Projektportfolios sowie der Optimierung des internationalen Standort- und Führungsnetzwerks.
Annahme zur Unternehmensfortführung
Dieser Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der KTM AG. Die Gesellschaft erbringt ihre Leistungen als produzierende Einheit innerhalb der Bajaj Mobility-Gruppe und stellt Fahrzeugbauteile für die KTM AG zur Verfügung. Aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen und organisatorischen Verbindungen der Gesellschaft zur Muttergesellschaft KTM AG, geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Fortbestand der KTM AG eine wesentliche Bedingung für die Annahme der Unternehmensfortführung der Gesellschaft ist.
Nach Realisierung des Sanierungsgewinns in Höhe von 40.279 TEUR im Geschäftsjahr 2025 wird ein positives Eigenkapital ausgewiesen. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass bei Beschluss der 30%-Sanierungsquote Forderungen in Höhe von 56 Millionen Euro angemeldet waren, die zum Bilanzstichtag 31.12.2024 als Verbindlichkeit ausgewiesen wurden.
Nach endgültig gerichtlicher Bestätigung der Sanierungsverfahren sowie der Bereitstellung ausreichender Fremdkapitalmittel durch den inzwischen Mehrheitseigentümer Bajaj, sowie der Durchführung weiterer Maßnahmen zur Restrukturierung geht das Management davon aus, dass die wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fortführung des Unternehmens beseitigt wurden und vom Fortbestand des Unternehmens auszugehen ist.
Trotz verbesserter Rahmenbedingungen ist das Unternehmen weiterhin endogenen und exogenen Risiken ausgesetzt, die auch erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Performance bzw. die Erreichung der vom Management gesetzten Zielen haben können. Diese Risiken betreffen insbesondere die für die Erzielung der geplanten Ertragskraft relevanten makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen. Die Entwicklung dieser externen Einflussfaktoren kann von den zugrunde gelegten Annahmen abweichen und sich entsprechend auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft auswirken. Sollte es zu einer derzeit nicht absehbaren, wesentlichen nachteiligen Veränderung dieser Rahmenbedingungen kommen, kann dies zur Kompensation wesentlicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ggf. auch die Einleitung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich machen.
Das Management reagiert auf diese Rahmenbedingungen weiterhin mit unverändert starker Überwachung der Umsetzung der strategischen Prioritäten, setzt zusätzliche Initiativen zur Reduktion von Kosten und zur Steigerung der Ertragskraft. Im Geschäftsjahr 2025 konnte die KTM- Gruppe bereits Erfolge bei der Wiederherstellung der Ertragskraft erzielen und Einsparungsmaßnahmen in wesentlichem Umfang umsetzen.
3. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb im Jahr 2025 sowie zu Beginn des Jahres 2026 trotz eines anspruchsvollen Umfelds insgesamt robust. Das globale Wachstum erreichte nach den Ermittlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2025 rund 3,3%. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum laut IWF auf ähnlichem Niveau erwartet. Die Dynamik variiert jedoch weiterhin deutlich zwischen den Regionen.
In der Eurozone bleibt das Wirtschaftswachstum moderat. Für 2026 prognostiziert der IWF eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,3%. Deutschland zeigt nach einem schwachen Vorjahr 2025 zwar eine leichte Erholung, bleibt jedoch durch strukturelle und energiepreisbedingte Faktoren belastet. In den USA wird für 2026 ein Wachstum von 2,4% erwartet. Positive Impulse resultieren insbesondere aus fiskalischen Maßnahmen, einer sich entspannenden Zinssituation und hoher Investitionstätigkeit im Technologiesektor.
Das internationale Umfeld bleibt von erhöhten Unsicherheiten geprägt. Zwar hat sich die Handelspolitik im Vergleich zu 2024 stabilisiert; dennoch bestehen protektionistische Maßnahmen und strategische Kalküle weiterhin fort. Anpassungen insbesondere bei den US-Zöllen, die teilweise mit neuen Akzenten zu Belastungen von Importeuren führen, werden durch andere handelspolitische Eingriffe ergänzt und tragen weiterhin zu Unsicherheiten in den globalen Lieferketten bei.
Geopolitische Risiken bleiben ein wesentlicher Belastungsfaktor. Die durch die kriegerischen Handlungen hervorgerufene Unsicherheit in der Ukraine sowie die angespannte Lage im Nahen Osten wirken sich weiterhin auf Transportwege und Energiepreise aus. Der IWF verweist zudem auf mögliche Störungen wichtiger Handelsrouten, die kurzfristig inflations- und kostenwirksam sein könnten.
Fiskalisch befinden sich zahlreiche große Volkswirtschaften in einer Phase der Neuorientierung. Die USA setzen verstärkt auf investitionsorientierte Programme, während europäische Staaten unter anderem durch steigende Verteidigungsausgaben vor strukturellen Finanzierungserfordernissen stehen. Gleichzeitig bleiben erhöhte Staatsschulden in vielen Ländern ein Risikofaktor für Finanzmarktvolatilität.
Die weltweite Inflationsentwicklung hat sich im Verlauf des Jahres 2025 weiter abgeschwächt und folgt 2026 einem moderaten Abwärtstrend. Der IWF prognostiziert für 2026 einen Rückgang der globalen Verbraucherpreisinflation auf 3,8% nach 4,1% im Vorjahr. In den entwickelten Volkswirtschaften wird die Teuerung voraussichtlich auf rund 2,2% sinken, während sie in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit 4,8% weiterhin erhöht bleibt. Insgesamt reflektiert die globale Inflationsverlangsamung rückläufige Energiepreise, nachlassende Nachfrageimpulse sowie eine Normalisierung der Lieferketten. Regional bestehen jedoch Unterschiede: In der Eurozone wird für 2026 eine Inflationsrate nahe dem EZB-Ziel erwartet, während die USA aufgrund verzögerter Preis- und Tarifwirkungen erst 2027 eine Rückkehr zum 2%-Ziel erreichen dürften.
| IWF-Wachstumsprognose1 | 2026 | 2027 |
|---|---|---|
| Weltwirtschaft | 3,3% | 3,2% |
| Entwickelte Volkswirtschaften | 1,8% | 1,7% |
| Eurozone | 1,3% | 1,4% |
| Deutschland | 1,1% | 1,5% |
| Vereinigte Staaten | 2,4% | 2,0% |
| Schwellen- und Entwicklungsländer | 4,2% | 4,1% |
| China | 4,5% | 4,0% |
| Indien | 6,3% | 6,5% |
1¹ World Economic Outlook; International Monetary Fund, Update January 2026.
4. MARKTENTWICKLUNG
Als Hersteller von Fahrzeugbauteilen für die KTM AG, ist die Gesellschaft wesentlich von der Entwicklung im Motorradsegment abhängig.
Im Geschäftsjahr 2025 reduzierten sich die Zulassungszahlen von Motorrädern in den relevanten Märkten insgesamt um -2,4% (-108.000 Motorräder). Die Entwicklung zeichnet ein kennbar heterogenes Bild: Europa war konfrontiert mit dem stärksten nominalen Rückgang (Einmaleffekt durch Homologationswechsel, wie im Marktbericht betreffend das Geschäftsjahr 2024 weitergehend erläutert), Nordamerika erfuhr eine moderate Korrektur, Australien und Neuseeland setzten den Negativtrend fort und Asien blieb weiterhin klar rückläufig.
Die Entwicklung des Motorradmarkts im Geschäftsjahr 2025 war geprägt von regulatorisch bedingten Vorzieheffekten, einer zyklischen Nachfrageabkühlung in Schlüsselmärkten sowie temporären internen Lieferrestriktionen im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren. Diese Kombination führte zu einer unterdurchschnittlichen Marktanteilsentwicklung der Marken der Bajaj Mobility-Gruppe, die trotz der strukturell attraktiven Markenpositionierung in den Bereichen Performance-Street (insbesondere über die Marke KTM), Premium-Heritage/Adventure (insbesondere über die Marke Husqvarna) und Offroad/Trial (insbesondere über die Marke GASGAS) nicht kompensiert werden konnte. Während in manchen Regionen der Bereich der Sportmotorräder als einzig wachsendes Großsegment im Kalenderjahr 2025 vorrangig von Wettbewerbern besetzt wurde. Mit wiederanlaufender Versorgung der Märkte mit neuen Produkten der Gruppe und fokussiertem Aufbau der Händlerläger mit Neuwaren in den Kernbereichen, erwartet die Gruppe eine deutliche Besserung der aktuellen Marktposition bzw. eine Wiederaufholung der Rücksetzer aus dem Geschäftsjahr 2025. Die erfahrende anhaltend hohe Zahlungsbereitschaft der Endkunden für Premium-Technologie unterstreicht die Werthaltigkeit des angebotenen Portfolios der Gruppe. Zusammenfassend ist die Marktentwicklung des Geschäftsjahres 2025 für die Gruppe im Wesentlichen als Übergangsjahr zu werten, in dem exogene Effekte, hervorgerufen insbesondere durch regulatorische Anpassungen und Zinsentwicklungen, sowie einmalige interne Faktoren, vorrangig aufgrund der Sanierungs- und Restrukturierungsverfahren, die Grundstärke der Marken der Gruppe überlagerten.
» Europa (ohne Motocross)
Der europäische Markt fiel auf knapp unter 800.000 Neuzulassungen im Geschäftsjahr 2025 (-16,6%). Dieser Rückgang reflektiert wesentlich einen Einmaleffekt durch hohe Tageszulassungen Ende 2024 infolge der Umstellung der Euro-Homologation per 1. Jänner 2025. Der Effekt kann auf ca. 10 Prozentpunkte taxiert werden. Damit beläuft sich die bereinigte Marktentwicklung im Bereich von ca. -6-7%. Nominell die stärksten Rückgänge verzeichneten die Märkte in Deutschland (-37,8%), Großbritannien (-18,8%) sowie Italien (-18,6%) .
Der Marktanteil der Bajaj Mobility-Gruppe mit ihren Kernmarken KTM, Husqvarna und GASGAS verringerte sich von im Vorjahr 11,1% auf nunmehr 4,7%. Neben dem allgemeinen Markttrend liegt der wesentliche Grund für diesen Rückgang im temporären Produktionsstopp zum Ende des Geschäftsjahres 2024 sowie in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren. Dieser Produktionsstopp hat die Lieferfähigkeit, Modellverfügbarkeit und Händlerauffüllung mit neuen Produkten wesentlich beeinflusst.
Die Gruppe ist mit der Marke KTM im Bereich Naked/Adventure/Enduro, im Bereich Premium-Heritage/Adventure mit der Marke Husqvarna und im Bereich Offroad/Trial mit der Marke GASGAS auf dem europäischen Markt strukturell stark. Oben angeführter Vorzieheffekt aus Tageszulassungen Ende 2024 belastete vor allem Subsegmente betreffend Straßen-Motorräder, in denen die Marke KTM stark vertreten ist.
» Nordamerika (inkl. Motocross)
Der nordamerikanische Motorradmarkt sank um -5,9% auf 467.000 zugelassene Einheiten im Geschäftsjahr 2025. Der Marktanteil der KTM-Kernmarken reduzierte sich von 12,8% auf 9,0%.
Inhaltlich entwickelten sich im Wesentlichen alle Motorrad-Segmente auf dem nordamerikanischen Markt rückläufig, während der Bereich Sportsbikes ein erhebliches Wachstum verzeichnete (+17,0%). In den ersten Wochen des Geschäftsjahres 2026 hat sich dabei gezeigt, dass diese hohe Nachfrage nunmehr auch auf die neu eingeführte KTM 990 RC R übergeht.
Traditionell ist die Position der Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt traditionell im Bereich Offroad/Enduro/Motocross stark. Eine Steigerung der Präsenz im Bereich Street/Sportsbike ist anvisiert, wobei der Rückgang der Marktanteile analog zum europäischen Markt auch auf die eingeschränkte Versorgung durch neue Produkte im Zuge der Produktionsunterbrechungen verstärkt wurde.
» Australien/Neuseeland (inkl. Offroad)
Die Marktentwicklung in Australien und Neuseeland zeigt eine analoge Tendenz zu den übrigen Märkten: Die Volumina der Gesamt-Neuzulassungen sank um -4,5% auf 61.000 Einheiten im Geschäftsjahr 2025. Der Marktanteil der Bajaj Mobility-Gruppe sank im Gleichklang ebenfalls auf 14,5% (Vorjahr: 18,6%).
Der australische und neuseeländische Motorradmarkt zeigt sich traditionell sehr affin für den Offroad-Bereich, was im Allgemeinen ein positiver Faktor für die Offroad-starke Gruppe darstellt. Nichtsdestoweniger überwogen im Geschäftsjahr 2025 zyklisch bedingte Abkühlungen der Nachfrage, höhere allgemeine Finanzierungskosten sowie die ebenso eingeschränkte Versorgung mit Neuwaren durch die Gruppe.
» Asien (Premium-Importe & >250 ccm Segmente)
Der für die Gruppe relevante asiatische Raum verzeichnete ebenfalls deutliche Rückgänge betreffend die Zulassungszahlen von Motorrädern; in einer Gesamtbetrachtung beläuft sich der Rückgang auf -25,0%. Hervorzuheben sind insbesondere die Märkte in Thailand (-74,9%), China (Premium-Import, -13,6%) und Japan (Modelle mit mehr als 250 ccm, -7,5%). Der Marktanteil der Gruppe entwickelte sich von 5,1% im Vorjahr auf nunmehr 3,9% für das Geschäftsjahr 2025.
Die Gruppe partizipiert auf dem asiatischen Motorradmarkt vorrangig im Bereich der Premium-Importe (Marken KTM und Husqvarna) sowie Offroad-Nischenprodukten (Marke GASGAS). Das Geschäftsjahr 2025 kennzeichnete sich im asiatischen Raum durch eine wesentliche Volatilität der Nachfrage, preisliche Sensitivitäten im Segment Einsteiger-Premium sowie belastender Importrestriktionen und -abgaben. Auch hier wirkte sich die eingeschränkte Verfügbarkeit mit Neuwaren punktuell maßgeblich aus.
5. WEITERE WESENTLICHE EREIGNISSE WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRES
Im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren der KTM AG, der KTM Components GmbH sowie der KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH, allesamt Tochterunternehmen der vormals Pierer Mobility AG, hat der langjährige Minderheiteneigentümer, die Bajaj Gruppe, umfangreiche Finanzierungen zum erfolgreichen Abschluss aller drei Verfahren bereitgestellt. Dabei hat sich die Bajaj Gruppe auch eine Call-Optionsvereinbarung auf sämtliche Anteile an der vormals Pierer Bajaj AG, die ihrerseits 74,94% der Anteile an der vormals Pierer Mobility AG hält, gesichert. Diese Option wurde im November 2025 ausgeübt und sämtliche verbleibende Anteile im Umfang von 50,01% an der vormals Pierer Bajaj AG an die Bajaj Gruppe übertragen. Damit ist die Bajaj Gruppe seither Mehrheitseigentümer an der vormals Pierer Mobility AG.
Im Zuge des Wechsels der Mehrheitsverhältnisse wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung vom 19.11.2025 zwei Umfirmierung beschlossen: Die vormals Pierer Bajaj AG firmiert nunmehr als Bajaj Auto International Holdings AG, die Firma der vormals Pierer Mobility AG lautet nun auf Bajaj Mobility AG. Im vorliegenden Jahresabschluss unterbleibt aus Gründen der Verständlichkeit die weitere Nennung des vormaligen Unternehmens- oder Gruppennamens.
Am 13.Jänner 2026 hat die Bajaj Mobility-Gruppe weitere Schritte im Rahmen der Restrukturierung ergriffen und Maßnahmen angekündigt. Diese beinhalten insbesondere einen Personalabbau von rund 500 Beschäftigten, der überwiegend den Angestelltenbereich sowie das mittlere Management betreffen wird. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung war jedoch noch nicht bekannt, in welchem Ausmaß und in welcher Höhe diese angekündigten Maßnahmen konkrete Auswirkungen auf die Gesellschaft selbst haben werden und in welchem Umfang auf die übrigen Tochtergesellschaften der Bajaj Mobility-Gruppe.
6. GESCHÄFTSVERLAUF
Folgende wesentliche Kennzahlen zeichnen das abgelaufene Geschäftsjahr der KTM Components GmbH aus:
| Kennzahlen | GJ 2025 | GJ 2024 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatz | 56.098 | 163.816 |
| EBIT | 43.538 | -24.926 |
| EBIT-Marge | 77,6% | -15,2% |
| Bilanzsumme | 70.638 | 56.281 |
| Eigenkapital | 52.052 | -7.183 |
| Eigenkapitalquote | 73,7% | -12,8% |
| Mitarbeiterstand zum 31.12 | 335 | 408 |
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
7. ERGEBNISANALYSE
Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Nettoumsatz in Höhe von 56.098 TEUR erzielt (Vorjahr: 163.816 TEUR). Der Umsatzrückgang ist auf die Produktionsunterbrechung im 1. Halbjahr 2025 zurückzuführen.
Die Herstellkosten betrugen 18.896 TEUR (Vorjahr: 105.675 TEUR) und entsprechen 33,7% (Vorjahr: 64,5 %) des Gesamtumsatzes.
Die Personalaufwendungen in Höhe von 21.010 TEUR (Vorjahr: 30.646 TEUR) entsprechen einem Anteil von 37,5% (Vorjahr: 18,7 %) am Gesamtumsatz. Während der Produktionsunterbrechung im 1. Halbjahr 2025 waren die Mitarbeiter nur im Ausmaß von 80% beschäftigt. Die Reduktion trug, gemeinsam mit dem Personalabbau im Zuge des Sanierungsverfahrens, wesentlich zu dieser Entwicklung bei.
Die Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 5.517 TEUR (Vorjahr: 5.395 TEUR) entsprechen einem Gesamtumsatz Anteil von 9,8% (Vorjahr: 3,3%).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von 432 TEUR auf 43.336 TEUR gestiegen und beinhalten Erträge aus Förderungen, Erträge aus der Auflösung von Jubiläumsrückstellungen und Invalidenausgleichstaxe, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen verbundener Unternehmen sowie den Sanierungsgewinn in Höhe von TEUR 40.279.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13.272 TEUR (Vorjahr: 43.265 TEUR) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Konzernleistungen, Infrastrukturaufwendungen, Miet- und Leasingaufwendungen und Rechts- und Beratungsaufwendungen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beruht auf der erfolgreichen Umsetzung der Einsparungsmaßnahmen, der Produktionsunterbrechung und der im Geschäftsjahr 2024 nötigen Einzelwertberichtigung der insolventen Konzernunternehmen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 43.538 TEUR entspricht einer Marge vom Umsatz von 77,6% % (Vorjahr: -15,2%) und resultiert im Wesentlichen aus dem Sanierungsgewinn in Höhe von 40.279 TEUR.
Das Finanzergebnis beträgt -95 TEUR (Vorjahr: –7.516 TEUR). Im Vorjahr erfolgte die außerplanmäßige Abschreibung des Beteiligungsansatz der Vöcklabrucker Metallgießerei Dambauer GmbH in Höhe von 5.841 TEUR.
Die Steuern vom Einkommen betragen -822 TEUR (Vorjahr: 174 TEUR). Darin enthalten sind latente Steuern in Höhe von -821 TEUR (Vorjahr: 156 TEUR) und Körperschaftsteueraufwendungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR).
8. BILANZANALYSE
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 25,5% auf 70.638 TEUR gestiegen.
Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 18.421 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4.274 TEUR reduziert. Die Veränderung resultiert vor allem aus den planmäßigen Abschreibungen gemäß Nutzungsdauer.
Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um 16.361 TEUR auf 39.161 TEUR deutlich erhöht. Der Anstieg lässt sich in erster Linie auf geleistete Anzahlungen für zukünftige Materialeinkäufe zurückführen. Aufgrund der durch die laufenden Sanierungsverfahren entstandenen Unsicherheiten fordern Lieferanten der Unternehmensgruppe vermehrt die Stellung zusätzlicher Sicherheiten.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 5.355 TEUR auf 10.374 TEUR gestiegen.
Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 59.235 TEUR auf 52.052 TEUR erhöht. Somit beträgt die Eigenkapitalquote zum Jahresende 73,7% (Vorjahr: -12,8%). Die Veränderung ergibt sich aus dem Ergebnis nach Steuern 2025 in Höhe von 44.265 TEUR, welches den Sanierungsgewinn in Höhe von 40.279 TEUR beinhaltet. Darüber hinaus leistete die Muttergesellschaft einen Kapitalzuschuss in Höhe von 14.970 TEUR, der zur Begleichung der im Rahmen des Sanierungsverfahrens festgesetzten Quote verwendet wurde.
Die Rückstellungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 3.496 TEUR auf 3.573 TEUR. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellung und der Mitarbeiterrückstellungen zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5.171 TEUR wurden im Rahmen des Sanierungsverfahrens zur Gänze abgegolten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten stichtagsbezogen auf 4.259 TEUR gesenkt werden. Bedeutenden Einfluss auf diesen Rückgang hatten die in höherem Umfang geleistete, angeforderte Vorauszahlungen an Lieferanten und deutlich kürzer gewährte Zahlungsziele.
Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 6.747 TEUR auf 10.689 TEUR. Darin enthalten sind Finance Lease Verbindlichkeiten in Höhe von 9.091 TEUR.
9. LIQUIDITÄTSANALYSE
Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr 4.058 TEUR gesunken und betragen zum Stichtag 31.12.2025 432 TEUR.
Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich ist gegenüber dem Vorjahr von 13.902 TEUR auf –2.693 TEUR gesunken. Der Investitions-Cashflow in Höhe von –1.365 TEUR (Vorjahr: -8.289 TEUR) stammt aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenständen.
Der Cash-Flow aus den Finanzierungsaktivitäten beträgt 0 TEUR (Vorjahr: -1.329 TEUR)
10. INVESTITIONEN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt (ohne Berücksichtigung von Deinvestitionsmaßnahmen) 1.365 TEUR bzw. 2,4% des Umsatzes investiert. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Sachanlagen, darin sind überwiegend Maschinen und Werkzeuge für die Produktion enthalten.
11. MITARBEITER
Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte die KTM Components GmbH durchschnittlich 335 Mitarbeiter (Vorjahr: 467 Mitarbeiter). Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2025 167,7 TEUR (Vorjahr 350,8 TEUR). Der Umsatzrückgang pro Mitarbeiter resultiert aus der Produktionsunterbrechung im 1. Halbjahr 2025.
NICHT - FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
12. RISIKOBERICHT
Die Gesellschaft ist Teil der Bajaj Mobility-Gruppe. Als Hersteller von Fahrzeugbauteilen für die KTM AG, wirken sich die wesentlichen Risiken aus der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns unmittelbar auf die KTM Components GmbH aus. Diese betreffen insbesondere Finanzund Absatzrisiken, trotz des erfolgreich beendeten insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahrens der KTM AG, KTM Components GmbH sowie KTM Forschungs und Entwicklungs GmbH, die allgemeine Markt- und Branchenentwicklung, sowie Zinsänderungsrisiken und wertänderungsund verfügbarkeitsbezogene Risiken bei der Beschaffung produktionsrelevanter Ressourcen.
13. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Gesellschaft weist als Hersteller von Fahrzeugbauteilen für die KTM AG Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von nur untergeordneter Bedeutung aus.
14. AUSBLICK
Geschäftsentwicklung
Die Bajaj Mobility-Gruppe blickt auf ein bewegtes Geschäftsjahr zurück. So markierte das Jahr 2025 den erfolgreichen Abschluss insbesondere der Sanierungsverfahren der KTM AG, der KTM Components GmbH sowie der KTM Forschungs und Entwicklungs GmbH, die für den Fortbestand der Gruppe und somit der Gesellschaft maßgeblich waren. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel wurden vom langjährigen strategischen Partner Bajaj zur Verfügung gestellt. Im Zuge dessen erfolgte zum Ende des Jahres 2025 die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Bajaj Mobility AG durch die Bajaj-Gruppe.
Auch nach Übernahme der Mehrheitsanteile kennzeichnet sich die Zusammenarbeit mit der Bajaj-Gruppe durch ein strategisch-partnerschaftliches Verhältnis. Zeitgleich markiert die Übernahme durch Bajaj die Beendigung der Zugehörigkeit der Bajaj Mobility-Gruppe zum Pierer- Konzernverbund, wie die Umfirmierung der Gesellschaft verdeutlicht. Die Verwurzelung in Österreich bleibt indes unverändert, was für die Gruppe und Bajaj eine zukunftsweisende strategische Entscheidung darstellt. Ziel ist es, dass die Gruppe durch die strategische Partnerschaft mit Bajaj ihre Spitzenposition im globalen Motorradmarkt schnell und nachhaltig zurückerobert, neue Standards setzt und den Unternehmenserfolg sowohl kurz- als auch langfristig dauerhaft absichert. Vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit zur Bajaj-Gruppe evaluiert der Vorstand zudem weitere Synergiepotentiale.
Das Geschäftsjahr 2026 wird maßgeblich von der konsequenten Weiterführung des Sanierungsplans geprägt sein, dessen Maßnahmen zur Fokussierung, Redimensionierung und Effizienzsteigerung die operative und finanzielle Stabilität der Gesellschaft nachhaltig stärken.
Für das Geschäftsjahr 2026 ist insbesondere die Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen vorgesehen. Die strategische Ausrichtung auf Fokussierung und Redimensionierung spiegelt sich zudem in einer umfassenden Neugestaltung der internen Führungsstrukturen wider. Durch den Abbau von Hierarchieebenen, die Reduktion von Informationsschnittstellen sowie die Straffung bestehender Prozesse sollen Entscheidungswege deutlich verkürzt und die organisatorische Leistungsfähigkeit weiter gestärkt werden.
Trotz der steten und intensiven Umsetzung der bereits im Zuge des Sanierungsverfahrens kommunizierten Maßnahmen erwartet die Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2026 ein herausforderndes Marktumfeld. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Gesellschaft trotz des herausfordernden Marktumfelds wieder nachhaltig in die operative Profitabilität zurückgeführt wird. Im Vordergrund stehen die konsequente Umsetzung des Sanierungsprogramms, eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft, die Optimierung der Kostenstrukturen sowie die Stärkung der finanziellen Stabilität. Die enge Zusammenarbeit mit der Bajaj-Gruppe bildet dabei einen zentralen Hebel zur Verbesserung der globalen Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz. Zusammen sollen diese Schritte gewährleisten, dass die Gesellschaft langfristig stabile positive Ergebnisse erzielt und dauerhaft solide Free Cashflows generiert. Das Working-Capital-Management bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der finanziellen Stabilisierung und Steuerung. Im Fokus steht dabei die konsequente Reduktion der Lagerbestände sowohl auf Händlerals auch auf Konzernebene. Durch die Optimierung von Produktionsplanung, Bestellprozessen und Distributionsabläufen sollen Überbestände systematisch vermieden und Kapitalbindungen nachhaltig reduziert werden. Auf der Kundenseite hält die Gesellschaft strikt an ihren bestehenden Zahlungszielen fest. Eine Ausweitung der Zahlungsfristen wird bewusst vermieden, um das Forderungsmanagement stabil zu halten und das Risiko erhöhter Außenstände zu minimieren. Parallel dazu wird die Wiederherstellung marktüblicher Zahlungsziele bei Lieferanten vorangetrieben.
Die Ergebnissituation der Gesellschaft wird zusätzlich durch die im Geschäftsjahr 2025 eingeführten US-Zollregelungen belastet. Für Motorradimporte aus der Europäischen Union sind insbesondere der Basiszoll von 15% sowie ein zusätzlicher Zollsatz von 50% auf bestimmte Stahl- und Aluminiumderivate relevant. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Zollsatz zwischen 16-25%, dem sich die Bajaj Mobility-Gruppe gegenübersieht. Für Handelswaren aus China und Indien werden Importzölle bis zu 50% aufgeschlagen. Im Bereich PG&A variieren die Zollsätze je nach Produkt und Importweg; hier liegt die durchschnittliche Belastung der Gruppe bei etwa 19%. Diese zusätzlichen Kosten wurden vollständig in den aktuellen Geschäftsplanungen berücksichtigt. Nach derzeitiger Einschätzung führen die Zölle zwar zu einem spürbaren Effekt auf das EBIT, stellen aber weder das bestehende US-Engagement noch die strategische Ausrichtung der Gruppe in Frage. Aufgrund laufender Verhandlungen und stets möglicher, kurzfristiger Änderungen sei darauf hingewiesen, dass diese Erläuterungen betreffend die Auswirkungen zollpolitischer Entscheidungen auf die Gruppe nur eine aktuelle Aufnahme zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts wiedergeben.
KTM COMPONENTS GMBH BELLAGE II/IO
Munderfing, am 03. März 2026
Die Geschäftsführung
Čhristian Pirimey(r, MBA
Dipi.Ing. Fabian Steinbacher