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Lagebericht 2024/25

Fleischwaren Höllerschmid GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 22. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

der Fleischwaren Höllerschmid GmbH für das Geschäftsjahr 2024/25

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1. Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2024/25 sind die Auswirkungen der Energiekrise ersichtlich. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz deutlich gesteigert. Die Kundenstruktur wurde weiterhin breiter gestreut, was auch in der aktuellen Situation als positiv erachtet werden kann.

1.2. Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Jahresüberschuss von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 88) erzielt. Die Betriebsleistung hat sich um TEUR 4.267 gegenüber dem Vorjahr verbessert, die Betriebsaufwendungen sind auch gestiegen, führen aber, im Vergleich zum Vorjahr zu einem etwas höheren EBIT, welches heuer mit TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 216) über dem Vorjahreswertliegt.

1.3. Finanzlage (inkl. Kennzahlen)

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024/25 einen OVFA Cash-flow von TEUR -506 (Vorjahr: TEUR 414) erwirtschaftet. Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -304 (Vorjahr: -372) und der Cash-flowaus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 458 (Vorjahr: TEUR -85). Somit ergibt sich eine Veränderung der liquiden Mittel iHv TEUR -352 (Vorjahr: TEUR -43).

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist mit TEUR 941 positiv (Vorjahr:

TEUR 513).

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 25,0 % (Vorjahr: 24,6 %), die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG beträgt 18,8 Jahre (Vorjahr 25,0). Beträgt die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfsinfolge des Uberschreitens bzw. Unterschreitens der genannten Grenzen nicht gegeben ist.

1.4 Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)

Die Investitionsdeckung als Relation der Investitionen in das Sachanlagevermögen zu den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen beträgt 373,60 % (Vorjahr 376,05 %). Die Investitionsdeckung gibt an, ob die Investitionen ausreichen, die gegebene Kapazität aufrecht zu erhalten. Damit dies der Fall ist, müssten die Investitionenzumindest gleich groß sein wie die Abschreibungen.

Das Sachanlagevermögen ist zu 26,6 % (Vorjahr 44,44 %) abgeschrieben. Je höher dieser Anlagenabnutzungsgrad ist, desto früher werden Reinvestitionsmaßnahmenerfolgen müssen.

1.5. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde nicht investiert.

1.6. Bestehende Zweigniederlassungen

Im aktuellen Wirtschaftsjahrwurde eine weiteres Filialgeschäftin Krems eröffnet. Allerdings wurde diese Filiale im neuen Wirtschaftsjahrbereits wieder geschlossen.

2. Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens)

Durch die Erschließung neuer Märkte in den kommenden Jahren wird eine Diversifikation der Kundenstruktur angestrebt. Die Ertragslage ist im laufenden Geschaftsjahr im Vergleich zum Bilanzjahr 2024/25 wieder deutlich verbessert.

Der Zu- und Umbau am Standort in Walkersdorf am Kamp ist in Ausführung und verlauft nach pian. Die Kapazitäten werden damit an die Auftragslage angepasst und der gesamte Betrieb auf einen zeitgemaßen Stand der Technik gebracht. Es erfolgt ein kompletter Ausstieg aus fossiler Energie - Tiefbohrungen mit Wärmepumpen statt des mit Erdgas betriebenen Dampfkessels. Weiters wurde die PV-Anlage um 563 kWp enweitert und wurde im Mai 2025 in Betrieb genommen. Dadurch wird das Risiko der stark schwankenden Energiepreise minimiert.

3. Risikoberichterstattung

3.1. Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Die wesentlichen Risiken ergeben sich derzeit aus der Energiekrise und deren Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaftslage, wobei staatliche Wirtschaftshilfen hier in allen Bereichen zur Schadensminimierung beitragen. Durch die o.a. Veränderungen in der betrieblichen Energieversorgung wird dieses Risiko zukünftig erheblich reduziert.

Soweit Ausfålle vorhersehbar sind, wird für zweifelhafte Forderungen Vorsorge durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen getroffen. Zur Minimierung des Liquiditats- und Zahlungsausfallsrisikos erfolgt die Abrechnung monatlich. Weiters wird ein striktes Mahnwesen in Bezug auf Forderungen gegenuber Kunden betrieben. Als weitere Maßnahme zur Risikominimierung erfolgen Bonitätsprüfungen.

Das Preisänderungs- und Inflationsrisiko wird durch wöchentliche und monatliche Preisanpassungen minimiert. Lediglich mit zwei Großkunden ist ein 2-Monat-Zyklus für Preisanpassungen vereinbart. Bei allen anderen Kunden können Preise dementsprechend sehr kurzfristig dem Marktgeschehen sowie den Einkaufspreisen angepasst werden.

Allfallige Haftungsrisiken aufgrund der Geschäftstätigkeit wird durch die laufende Aus- und Fortbildung der Geschäftsführer und Mitarbeiter und die stetige Verbesserung der Arbeitsablaufe in allen Bereichen des Unternehmens sowie eine adäquate Berufshaftpflichtversicherungbegegnet.

3.2. Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Risiken verbunden. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden verkauft.

DerivativeFinanzinstrumente werden derzeit nicht eingesetzt.

Datum, Unterschrift Manfred Höllerschmid Geschäftsführer

Datum, Untéśchriff Christoph Höllerschmid-Haslinger Geschäftsführer

storia Steuerberatung GmbH | Co KG

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