Inhaltsverzeichnis
INKOMA-GROUP INKOMA /ALBERT
Great ideas need drive.
1. Grundlagen des Unternehmens
Unternehmensstruktur
Die Maschinenfabrik Albert GmbH ist eine 100%ige Tochter der INKOMA Aktiengesellschaft und hat ihren Sitz in Gampern, Österreich. Als Teil der INKOMA ALBERT GROUP profitiert das Unternehmen von einem starken Netzwerk und langjähriger Erfahrung in der Antriebstechnik. Mit ihrer Spezialisierung auf mechanische Antriebslösungen beliefert die Maschinenfabrik Albert GmbH sowohl den österreichischen als auch den deutschen Markt und sichert sich durch ihre Innovationskraft eine stabile Marktposition.
Geschäftsfelder & Produkte
Die Maschinenfabrik Albert GmbH entwickelt und produziert hochwertige mechanische Antriebslösungen mit einem besonderen Fokus auf Hubelemente, Sonderhubgetriebe sowie Spindelhubgetriebe in Standard- und Sonderausführungen. Neben der Fertigung von mechanischen Antriebskomponenten für industrielle Anwendungen bietet das Unternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Verzahnen, Wirbeln, Drehen, Fräsen und Bohren an. Die Hauptzielmärkte sind der Maschinen- und Anlagenbau, sowie industrielle Sonderanwendungen, in denen höchste Präzision und Zuverlässigkeit gefordert sind.
Geschäftsmodell & Strategie
Das Unternehmen verfolgt eine langfristig ausgerichtete Geschäftsstrategie. Dabei stehen folgende Maßnahmen im Vordergrund:
• Die intensive Pflege bestehender Kundenbeziehungen, insbesondere in Deutschland, das als Hauptabsatzmarkt eine zentrale Rolle spielt. • Die kontinuierliche Weiterentwicklung der technologischen Fähigkeiten, um sich als zuverlässiger Partner für innovative Antriebslösungen zu positionieren. • Die Optimierung interner Prozesse zur Steigerung der Effizienz und zur Kostensenkung. • Die Erschließung internationaler Märkte, um das Risiko aus der Abhängigkeit vom deutschen Markt zu verringern.
2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Entwicklung der Branche
Laut Statistik Austria stiegen die Umsätze im produzierenden Bereich im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 % (Statistik Austria).
Markt- und Wettbewerbsanalyse
Die Maschinenfabrik Albert GmbH sieht sich einem dynamischen Marktumfeld gegenüber:
• Deutschland als Hauptmarkt: Rund 60 % der Aufträge stammen von deutschen Kunden, wodurch wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland einen direkten Einfluss auf das Unternehmen haben. • Steigende Konkurrenz: Anbieter aus Asien und Osteuropa setzen zunehmend auf aggressive Preispolitiken und innovative Technologien. • Kostensteigerungen: Insbesondere die anhaltenden Preisanstiege bei Rohstoffen und Energie belasten die Margen.
Einfluss von Konjunktur, Inflation, Lieferkettenproblemen
Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Produktionskosten und unterbrochene Lieferketten stellen eine Herausforderung dar. Dennoch konnte das Unternehmen durch strategische Einkaufspolitik und Lagerhaltung signifikante Störungen vermeiden.
3. Geschäftsverlauf
Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang
Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verzeichnete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang. Es wurde ein Umsatz von 9,45 Mio. EUR (VJ: 11,57 Mio. EUR) erzielt. Der Auftragseingang sank ebenfalls zum Vorjahr um circa 14 %.
Besondere Ereignisse
Im Jahr 2025 konnte die Maschinenfabrik Albert GmbH ihre Marktstellung durch gezielte Neukundengewinnung weiter festigen. Dabei lag der Fokus auf einer Erweiterung des Kundenportfolios, insbesondere in neuen Anwendungsbereichen. Fusionen oder Standortverlagerungen fanden nicht statt.
Veränderungen in der Produktpalette oder Strategie
Das Unternehmen setzt verstärkt auf die Optimierung bestehender Produkte, um Kunden einen zusätzlichen Mehrwert durch verbesserte Effizienz und Leistungsfähigkeit zu bieten. An der strategischen Ausrichtung wurden keine grundlegenden Veränderungen vorgenommen.
4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Geschäftsergebnis und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Maschinenfabrik Albert GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 9,45 Mio. EUR, was einem Rückgang von 18,3 % im Vergleich zum Vorjahr (11,57 Mio. EUR) entspricht. Der Jahresfehlbetrag betrug -1,9 % des Umsatzes.
Vermögenslage
Die Maschinenfabrik Albert GmbH weist eine solide finanzielle Struktur auf. Das Anlagevermögen beträgt 28,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 18,2 %), wobei sich dieses auf 16,1 % Finanzanlagevermögen und 12,0 % Sachanlagevermögen aufteilt. Das Umlaufvermögen macht 69,7 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 79,3 %). Der verbleibende Anteil der Bilanzsumme setzt sich aus aktiven Rechnungsabgrenzungen und latenten Steuern zusammen.
Die Eigenkapitalquote beträgt 69,0 % (Vorjahr: 79,5 %), was die finanzielle Stabilität des Unternehmens unterstreicht. Der Return on Investment (ROI) beträgt -1,1 % (Vorjahr: 8,6 %). Das Betriebsgelände sowie die Unternehmensgebäude sind von der Albert Vermögensverwaltung GmbH angemietet, wodurch die Maschinenfabrik Albert GmbH ihre finanzielle Flexibilität erhalten kann.
Cashflow und Finanzierungssituation
Im Bereich der Liquiditätsentwicklung ergaben sich im Geschäftsjahr 2025 folgende Werte:
• Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: TEUR 1.210 (Vorjahr: TEUR 503) • Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit: TEUR -1.865 (Vorjahr: TEUR -382) • Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit: TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR -781)
Die Geldflussrechnung wurde nach den Grundsätzen des Fachgutachtens für Betriebswirtschaft und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder KFS/BW 2 erstellt.
5. Risikobericht
Marktrisiken: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland beeinflusst direkt den Geschäftsverlauf. Steigende Rohstoffpreise und hohe Energiekosten stellen zusätzliche Herausforderungen dar.
Finanzrisiken: Währungs- und Zinsentwicklungen werden aktiv überwacht, um finanzielle Risiken zu minimieren.
Operative Risiken: Der Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung, die durch gezielte Maßnahmen in der Personalgewinnung und -entwicklung abgefedert wird.
Strategische Risiken: Durch den Ausbau neuer Märkte außerhalb Deutschlands und die Fokussierung auf technologische Weiterentwicklungen sollen strategische Risiken reduziert werden.
6. Prognosebericht
Erwartungen für das kommende Jahr
Für das Jahr 2026 wird trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten ein moderates Umsatzwachstum erwartet. Die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens bleibt stabil, während gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken sollen.
Geplante Investitionen, neue Märkte, Innovationen
Die Maschinenfabrik Albert GmbH plant Investitionen in die Digitalisierung und Automatisierung, um Prozesse effizienter zu gestalten. Zudem wird eine weitere Diversifizierung der Zielmärkte außerhalb Deutschlands angestrebt.
Risiken & Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung
Während die Unsicherheit im deutschen Markt bestehen bleibt, bieten
Technologieinvestitionen und Marktdiversifizierung Chancen zur nachhaltigen Stabilisierung des Geschäfts.
7. Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse, die den Geschäftsverlauf beeinflussen.
Fazit: Die Maschinenfabrik Albert GmbH konnte sich trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen als stabiler Marktteilnehmer behaupten. Durch eine vorausschauende Unternehmensführung, Investitionen in Effizienzsteigerung und gezielte Marktdiversifikation ist das Unternehmen gut aufgestellt, um auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiterhin erfolgreich zu agieren.
Gampern, 26. Mai 2026
Wolfgang • Qual
Wolfgang Baldinger