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Lagebericht 2025

Yokohama TWS Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Yokohama TWS Austria GmbH, Sankt Valentin

1.Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die Yokohama TWS Austria GmbH ist seit dem 02.05.2023 die zentrale österreichische Vertriebsorganisation für den Geschäftsbereich TWS der The Yokohama Rubber Co., Ltd, Tokio/Japan. Die The Yokohama Rubber Co., Ltd wird intern in drei Geschäftsbereiche Reifen (Tires), Industrielle Gummiwaren (MB Business) und sonstige Geschäftsbereich (Others) unterteilt. Die im Wesentlichen auf die Entwicklung und Herstellung von Reifen ausgerichteter international tätiger Konzern unterhält Produktionsstätten sowie Vertriebsorganisationen in der ganzen Welt, dessen Umsatz sich im Geschäftsjahr 2025 auf rund 7,6 . Mrd. €

Die Yokohama Rubber Co., Ltd, Tokio/Japan hat die Übernahme des Off-the -Road (OTR)- Reifengeschäft von Goodyear am 03. Februar 2025 offiziell abgeschlossen. Die Yokohama Rubber übernimmt die Produktion und den Vertrieb von Spezialreifen für den Bergbau und die Bauwirtschaft weltweit. Da das Unternehmen ultragroße Radialreifen (bis zu 63 Zoll Durchmesser) bisher nicht selbst herstellte, wird das Portfolio entsprechend damit ausgebaut. Die Übergangsphase beträgt zunächst bis zu fünf Jahre, in denen Goodyear weiterhin bestimmte OTR-Reifen im Auftrag von Yokohama produziert. Ziel ist ein massives Wachstum in den nächsten Jahren in dieser Sparte zu generieren.

Im Geschäftsbereich TWS sind die Produktion und der Vertrieb von Radsystemen, insbesondere von Reifen für die Land- und Forstwirtschaft und Industriereifen der Marken Trelleborg und Mitas zusammengefasst. Die Yokohama TWS Austria GmbH betreut die Märkte für landund forstwirtschaftliche Reifen sowie für Industriereifen in Österreich.

Die Yokohama TWS Austria GmbH hat Ihren Sitz in Sankt Valentin; die Yokohama TWS Germany GmbH in Deutschland erbringt im Rahmen eines Shared Service Vertrages wesentliche weitere Aktivitäten für die Gesellschaft.

a.Geschäftsverlauf

Die Konjunkturschwäche der österreichischen Wirtschaft ist ausgeprägter und langanhaltender als ursprünglich erwartet und dauerte bereits 3 Jahre an. Österreich kommt langsam aus der Rezession. Der Konjunkturtiefpunkt ist erreicht, die österreichische Wirtschaft erholt sich langsam von der Pandemie und der Inflation. Sie verzeichnet ein leichtes Wachstum. Der Konsum trägt zur Erholung bei, während der Warenaußenhandel weiterhin mit einer schwachen Nachfrage nach Investitionsgütern zu kämpfen hat und weiterhin schrumpft.

Allgemeine wirtschaftliche Unsicherheiten: Landwirte sahen sich wie in 2024 auch im Jahr 2025 mit niedrigen Verkaufspreisen für ihre Produkte und hohen Investitionskosten für Maschinen konfrontiert. Dies führte zu einer generellen Zurückhaltung bei Ausgaben, einschließlich der Anschaffung neuer Reifen oder auch bei der Anschaffung neuer Traktoren.

Traktorneuzulassungen sind auch im Jahr 2025 weiter zurückgegangen und so ist der österreichische Traktormarkt zum vierten Mal in Folge geschrumpft, somit wurde ein 10-Jahres-Tief erreicht. Der österreichische Gesamttraktormarkt ist zum Vorjahr um 6,72% geschrumpft, bei Standardtraktoren war es sogar ein Rückgang um 10,7%, was ein Minus von 400 Traktoren gegenüber 2024 bedeutet. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe nimmt ab, da immer mehr Betriebe keinen Nachfolger finden. Die zu bewirtschaftende Fläche pro Hof nimmt zu, was zu einer Nachfrage von Traktoren mit einer höheren PS-Zahl führt. In den 1970er-Jahren hatte ein Traktor rund 70 PS, so hat er heute ungefähr 140 PS, so Johannes Paar in seinem Artikel Landwirt 03/2026 vom 21. Januar 2026.

Die von der US-Regierung verhängten Zölle haben auch negative Auswirkungen auf die Landmaschinenhersteller in Europa, so verlagert z.B. Claas, der deutsche Mähdrescherhersteller aus Harsewinkel seine Produktion. Bestimmte Mähdrescher Typen für den kanadischen Markt werden in Zukunft in Deutschland produziert, anstatt wie bisher in den USA (Omaha), aufgrund der von den USA verhängten Zölle, was zu höheren Kosten und Handelsunsicherheiten führte, so Thomas Göggerle von Agrarheute.

Die europäischen Landmaschinen- und Traktorenhersteller bewegen sich aktuell in einem schwierigen Marktumfeld, aber sie hoffen auf anziehende Umsätze so Christoph Goetz von der VDMA.

Die Trump-Regierung hatte im Juli 2025 nach Gesprächen mit der Europäischen Union einen Einfuhrzoll in Höhe von 15 Prozent auf Importwaren erlassen. Was die Sache weiter verschärft, ist ein am 18. August 2025 nachgeschobener, erhöhter Zollsatz für Stahl- und

Aluminiumprodukte. Seither wird der Stahl- und Aluminiumanteil einer Maschine mit einem Zollsatz von 50 Prozent belegt. Konkret bedeutet dies, dass die bislang pauschale 15-Prozent-Regelung faktisch außer Kraft gesetzt ist. Jetzt gilt, dass der Stahl- und Aluminiumanteil sämtlicher Maschinen erfasst und entsprechend verzollt werden muss. Bemessungsgrundlage ist der Einkaufspreis des Rohmaterials — ein riesiger Bürokratie- und Kostenfaktor, vor allem aber eine Wettbewerbsverzerrung ohnegleichen“, resümiert Tobias E hrhard, Geschäftsführer des Branchenverbandes VDMA Landtechnik.

Die Entwicklung der Branche ist durch das Ersatzmarkt- und Erstausrüstungsgeschäft gekennzeichnet. Im Geschäftsjahr 2025 reduzierte sich die Gesamtabsatzmenge im Ersatzmarkt auf Basis der Europool Daten in Österreich. Dies resultiert nach unserer Einschätzung jedoch überwiegend aus geänderten Rahmenbedingungen für unsere Hauptkunden, den landwirtschaftlichen Betrieben. Langfristig betrachtet ist davon auszugehen, dass das Ersatzmarktgeschäft durch stabile Absatzmengen geprägt sein wird, wobei sich die Größe der Reifen erhöhen und somit der Ertrag pro Reifen weiter verbessern sollte.

Die Gesellschaft Yokohama TWS Austria GmbH ist im Wesentlichen in die Geschäftsbereiche „Land- und fortwirtschaftliche Reifen“ und „Industriereifen“ unterteilt.

Ein Rückgang ist bei den landwirtschaftlichen Erstausrüstungskunden zu verzeichnen, so dass unser dominierender Geschäftsbereich mit land- und forstwirtschaftlichen Reifen (Agrarbereich) über das Geschäftsjahr hinweg eine Umsatzminderung gegenüber dem Vergleichszeitraum Januar bis Dezember 2024 zu verzeichnen hatte. Dieser Umsatzrückgang ist dabei trotz der Erhöhung der Mengen auf unterjährige Preisreduzierungen zurückzuführen. Vor allem im Bereich Trelleborg ist der Umsatz trotz gestiegener Stückzahlen zurück gegangen.

Der Absatzkanal Ersatzgeschäft im Bereich Landwirtschaft zeigte sich hingegen wachsend, sowohl beim Umsatz als auch bei den Stückzahlen, wobei dies jedoch den Rückgang bei den landwirtschaftlichen Erstausrüstungskunden nicht auffangen konnte.

Im Bereich Industriereifen („Material Handling" und „Construction Tyres“) verlief das Erstausrüstungsgeschäft trotz der leicht gesunkenen Nachfrage minimal positiv und wir konnten einen leichten Umsatzanstieg verzeichnen, das Ersatzgeschäft war ebenfalls stabil und es kam zu einem leichten Umsatzanstieg. Dies ist jedoch im Wesentlichen auf die konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen.

Insgesamt war der Bereich Land- und fortwirtschaftliche Reifen zum Vorjahr rückläufig, positiv ist jedoch, dass in Zukunft mit einer leicht steigenden Nachfrage gerechnet wird und zukünftig von einer schwachen Aufwärtsentwicklung ausgegangen wird.

Die Gesellschaft erzielte insgesamt im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 18.510, dies ist zum Vorjahr ein Umsatzrückgang um T€ 1.404. Dieser Umsatzrückgang resultierte im Wesentlichen aus den geringeren Verkaufspreisen im Erstausrüstergeschäft im Bereich Land- und fortwirtschaftliche Reifen.

Die prozentuale Rohertragsmarge verminderte sich zum Vorjahr leicht, dies ist insbesondere auf den Preisrückgang im Erstausrüstungsgeschäft und den nur leichten Preisrückgang im Beschaffungsmarkt zurückzuführen. Beim Absatzkanal Ersatzmarkt sind die Margen im Vergleich zum Erstausrüstungsmarkt höher. Der leichte Mengenanstieg im Bereich Ersatzmarkt konnte den prozentualen Rohertragsmargen Rückgang nicht auffangen und über die Preiserhöhungen ebenso nicht kompensiert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich nicht wesentlich zum Vorjahr, die verminderten Werbekosten und Versicherungskosten wurden durch erhöhte Rechts- & Beratungskosten, KFZ-Aufwendungen und Logistikaufwendungen kompensiert.

Das negative Finanzergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 50 auf T€ 103, was auf gesunkene Zinsen zurückzuführen ist. Die Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Zinsrückstellungen, sowie Zinsaufwendungen aus erhaltenen Darlehen gegenüber der Yokohama TWS Czech Republic a.s..

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen T€ 97 (Vorjahr: T€ 154).

Der Jahresüberschuss veränderte sich im Geschäftsjahr auf T€ 252 (Vorjahr: T€ 411).

b. Bericht über die Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen für die Gesellschaft.

c. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ein wesentlicher Trend bei der Produktentwicklung liegt in der Tatsache, dass vom Markt größere Reifendimensionen nachgefragt werden und auf Basis unserer Produktpalette im Radialreifenbereich von steigenden Stückumsätzen ausgegangen werden kann. Im Geschäftsjahr 2025 lag zwar im sogena Segment eine geringere Absatz- „Radial Agri Extra Large“ menge im Ersatzmarkt im Vergleich zum Vorjahr vor, so dass sich unser Marktanteil hier reduzierte. Die Geschäftsleitung geht weiterhin langfristig vom Trend zu größeren Reifen aus, da in der Landwirtschaft immer größere Traktoren mit einer steigenden PS-Leistung nachgefragt werden.

Die Gesellschaft bezieht die von ihr vertriebenen Produkte (land- und forstwirtschaftliche Reifen, Industriereifen) überwiegend von verbundenen Unternehmen im Ausland.

Der Vertrieb der Reifen erfolgt in Österreich direkt an Händler bzw. Erstausrüster.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2025, aus dem am 30. Juni 2023 abgeschlossenen Netting Vertrag mit der Treasury Abteilung bei der Yokohama TWS Czech Republic a.s. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling der Yokohama TWS Czech Republic a.s teil, es werden im Wesentlichen kurzfristige Darlehen abgeschlossen.

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres insgesamt 7 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 6 Angestellte).

Ertragslage

Umsatzentwicklung 2025

Die Gesellschaft realisiert ihre Umsatzerlöse durch den Vertrieb von Reifen und Räder.

Die Erlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und Regionen wie folgt auf:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Tätigkeitsbereiche20252024
T€%T€%
Land- und forstwirtschaftliche Rei-
fen15.49483,716.96685,2
Industriereifen3.01616,32.94814,8
Übrige Erträge00,000,0
Umsatzerlöse insgesamt18.510100,019.914100,0
Regionen20252024
T€%T€%
Umsatz Inland19.284104,220.603103,5
Umsatz Ausland00,000,0
Zwischensumme19.28420.603
Retouren, Preisnachlässe, Erlös-
schmälerungen-774-4,2-689-3,5
Umsatzerlöse insgesamt18.510100,019.914100,0
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Die Reduzierung der Umsatzerlöse1.404 bzw. -7,1 % im Vorjahresvergleich ist, wie um Т€

bereits im vorangegangenen Abschnitt erläutert, auf einen Preisrückgang im Bereich Landund fortwirtschaftliche Reifen im Erstausrüstermarkt zurückzuführen.

Die verminderten Materialaufwendungen betru 15.703). Die Redu- T€ 14. 815 (Vorjahr: T€ zierung 888 bzw. -5,7 % resultierte im Wesentlichen aus den günstiger eingekauften um Т€ Mengen und ist damit weitestgehend proportional zu der Umsatz- und Preisreduzierung.

Die Gesamtmarge (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 %-Punkte auf 20,0 %. Der Anteil zwischen dem Ersatz- und Erstausrüstungsmarkt verschob sich zu Gunsten des Ersatzausrüstungsgeschäfts, welches höhere Margen aufweist, jedoch die Preisnachlässe im Erstausrüstergeschäft belasten die Marge. Die Verringerung der prozentualen Marge resultiert aus einem geänderten Absatzkanalmix und erhöhten Mengen bei der Trelleborg Marke, bei geleichzeitig reduzierten Preisen im Bereich des Erstausrüstungsgeschäftes.

Die Personalaufwendungen betragen T€ 824 (Vorjahr: T€ 663). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf gestiegene Prämien, höhere Urlaubsrückstellungen und die von 6 Mitarbeiter auf 7 Mitarbeiter gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen.

Die Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 98 (Vorjahr: T€ 734), auf den Anlagespiegel als Anlage zum Anhang wird verwiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 2.395 (Vorjahr: T€ 2.273) und erhöhten sich um T€ 122 gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gestiegene Rechts- & Beratungsaufwendungen, erhöhte Transportaufwendungen, gestiegene KFZ-Aufwendungen, sowie höhere Nachrichtenaufwendungen zurückzuführen. Der Rückgang bei den Versicherungskosten und gesunkene Werbekosten konnte die Erhöhungen nicht kompensieren.

Das Betriebsergebnis reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 717 auf T€ 453, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsatzerlöse bei gesunkenen Margen, höheren Personalaufwendungen und gestiegenen anderen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Das Finanzergebnis verbesserte sich zum Vorjahr um TE 50 auf einen Betrag von T€ -103. Die Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus einem erhaltenen Darlehen gegenüber der Yokohama TWS Czech Republic a.s., sowie die Zinsaufwendungen für die eventuelle Nachzahlung aus der Betriebsprüfung der Jahre 2011 - 2014.

Die latenten aktiven Steuern reduzierten sich um T€ 42 im Vergleich zum Vorjahr.

Die laufende Körperschaftsteuer aus dem Jahr 2025 beträgt T€ 55 (Vorjahr: T€ 261).

Der Jahresübers chuss in Höhe von T€ 252 (Vorjahr: T€ 411) befindet sich auf einem niedrigeren Niveau.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn von T€ 1.751 resultiert aus dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr T€ 1.499 und unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses T€ 252.

Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft war zum Stichtag 31. Dezember 2025 in das Netting Verfahren der Yokohama TWS Czech Republic a.s. eingebunden und finanzierte sich überwiegend hieraus.

Die Finanzierung erfolgt über einen eigenen Cash-Pool der Yokohama TWS-Gruppe. Am 30. Juni 2023 wurde eine Netting Vereinbarung abgeschlossen.

Ein Darlehen von der Yokohama TWS Czech Republic a.s in Höhe von T€ 4.137 wurde zum Stichtag per 31.12.2025 in Anspruch genommen.

Die Vorräte reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 158 auf T€ 581, diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Warenbeständen in den Konsignationslagern.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 954 auf T€ 1.264. Der Reduzierung ergibt sich im Wesentlichen aus einer längeren Werksschließung im Dezember 2025 bei unserem Hauptkunden der CNH Industrial Österreich GmbH.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.739 auf T€ 6.357. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus den höheren internen Verrechnungspreisanpassungen am Jahresende.

Unter den Guthaben bei Kreditinstituten ist das Bankguthaben bei der Commerzbank mit T€ 77 (Vorjahr T€ 696) ausgewiesen. Im Vorjahr war hier auch das Bankguthaben bei der HSBC Netherlands mit T€ 5 ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.857 auf T€ 1.920. Die Erhöhung ergibt sich aus der Zinsrückstellung für 2025 für das ausstehende Verfahren der Jahre 2011 – 2014.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.926 auf T€ 4.523. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Darlehens gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich gab es ein weiteres Darlehen über T€433 bei der Yokohama TWS Czech Republic a.s., für die Ubernahme des Off-the-Road (OT R)-Reifengeschäft von Goodyear am 03. Februar 2025.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um T€ 3.337 gemäß nachfolgender Strukturbilanz:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
31.12.202531.12.2024Veränderung
Te%Te%Te%
Anlagevermögen3453,7220,43231.468,2
Umlaufvermögen8.55690,95.49790,53.05955,7
Rechnungsabgrenzungsposten110,1140,2-3-21,4
Aktive latente Steuern4965,35388,9-42-7,8
Summe Aktiva9.408100,06.071100,03.33755,0
Eigenka pital2.13822,71.88631,125213,4
Rückstellungen2.16123,02.06033,91014,9
Verbindlichkeiten5.10954,32.12535,02.984140,4
Summe Passiva9.408100,06.071100,03.33755,0

Die finanziellen Kennzahlen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
KENNZAHLENEinheit20252024 Veränderung
Liquidität II. Grades *6177,5225,4-21,3
Umsatzrenta bilität61,42,1
Eigenka pitalquote22,731,1-27,0
Eigenka pitalre ndite611,821,8

* Die Berechnung ergibt sich: kurzfristiges Umlaufvermögen ohne Guthaben bei Kreditinstituten T€ 8.475 / kurzfristige Verbind-

lichkeiten T€ 4.775*100

Der Geldfluss aus der operativen Tätigkeit beträgt T€ -1.891 (Vorjahr: T€ +2.936), der Geldfluss aus der Investitionstätigkeit T€ -402 (Vorjahr: T€ 24), der Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 2.964 (Vorjahr: T€ -2.880), die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (inkl. Forderungen aus Cash-Pooling) zu Beginn der Periode von T€ 702 verändern sich somit um T€ 670 auf T€ 1.372 zum Ende des Geschäftsjahre

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personalbereich

Yokohama TWS war ab dem 02.05.2023 fokussiert, die neuen Rahmenbedingungen der TWS- Sparte nach der Übernahme durch die The Yokohama Rubber Co., Ltd, Tokio/Japan zu implementieren.

Dies beinhaltet für den Bereich TWS als eigenständige Sparte, im Bereich der OTH Reifen Division, unter dem Dach der Reifensparte der The Yokohama Rubber Co., Ltd, Tokio/Japan die Angleichung bzw. die Publizierung von neuen Richtlinien.

Die Richtlinien werden im Yokohama TWS Share Point für alle Mitarbeiter zur Verfügung gestellt und können dort eingesehen werden. Die neuen Richtlinien betreffen alle wesentliche Unternehmensabteilungen und bilden den neuen Rahmen der geschäftlichen Aktivität für unsere Mitarbeiter.

Vertriebsbereich

Aufgrund des Preisrückgangs im Erstausrüstergeschäft, das kaum beeinflusst werden kann, lag der Schwerpunkt auf dem Wachstum des Ersatzmarktgeschäfts. Zwei Cash-Back-Aktionen im Frühjahr und Herbst 2025, die sich an die Endverbraucher richteten, waren sehr erfolgreich bei der Steigerung des Umsatzes und wurden von unseren Kunden gut angenommen. Die Cash-Back-Aktion im Herbst fand in Verbindung mit der Agritechnica 2025 statt, der Weltleitmesse für Landtechnik, wo wir gezielt die Endverbraucher ansprechen konnten und auch einen positiven Effekt für die Zukunft erwarten.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

a. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Wesentliche Änderungen in der Gesellschaftsstruktur werden für 2026 nicht erwartet.

Für das Jahr 2026 wird aufgrund des Kaufs des GoodYear-OTR Geschäfts (OTR-Sparte => off the road-Sparte) und eine leichte Rückkehr der Nachfrage auf dem Agrarmarkt, insgesamt von einer Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von ca. 5% und einer grundsätzlich stabilen Margenentwicklung ausgegangen. Für das Jahr 2026 sind auch weitere Cash-Back Aktionen geplant, die den Umsatz im Ersatzmarktgeschäft erhöhen sollen.

Diese Umsatzentwicklung wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt und erläutert.

IST- UND PLANUMSATZENTWICKLUNG 2023 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
Planzahl / Veränderung
T€2023202420252026Act. / vs.
FC 1 2026
Land- und forstwirt-
schaftliche Reifen22.04016.96615.49416.270776
Industriereifen2.7812.9483.0163.170154
Übrige Erlöse00000
Umsatzerlöse total24.82119.91418.51019.440930

Bei den Personalaufwendungen geht die Gesellschaft von einem gleichbleibenden Personalbestand aus. Gehaltsanpassungen fanden im Januar 2026 statt und betragen im Durchschnitt 1,8 %.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird von einer leichten Erhöhung ausgegangen, da im Transportbereich aufgrund von Dieselpreisanpassungen mit höheren Kosten zu rechnen ist. Ebenso werden höhere Aufwendungen im KFZ-Bereich erwartet, da im Jahr 2026 zwei Leasingverträge auslaufen und durch neue, vermutlich teurere Leasingfahrzeuge ersetzt werden.

Ebenso werden höhere Aufwendungen im Marketingbereich veranschlagt, da aktuell von weiteren Messen in Österreich ausgegangen wird. Bei den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden, mit Ausnahme von Inflationsanpassungen, jedoch keine wesentlichen Veränderungen erwartet.

Von einer wesentlichen Änderung im Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr geht die Gesellschaft nicht aus, die Finanzierung erfolgt über ein konzerninternes Cash-Pooling seit 2024. Größere Investitionen sind für das Geschäftsjahr 2026 nicht vorgesehen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 13
KENNZAHLENEin-Korridor202520242023
heit2026
Liquidität III. Grades%100-200177,5225,4140,6
Umsatzrentabilität vor Gewinnabführungsver-
trag%1,5-3,51,42,11,9
Eigenkapitalquote%20-4022,731,117,4
Eigenkapitalrendite vor Gewinnabführungsver-
trag%30-5011,821,832,4

Diese Kennzahlen werden für die Gesellschaft als Ziel herangezogen, interne Bewertungen folgen jedoch dem Gruppenreporting auf IFRS-Regelungen und sind nicht vergleichbar zum lokalen UGB-Abschluss der Gesellschaft.

b. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Risikobericht

Von erheblichen Risiken in der langfristigen Umsatzentwicklung für die Zukunft geht die Geschäftsleitung nicht aus, da sich an den Rahmenbedingungen im Agrarsektor keine Veränderungen ergeben haben und auch in naher Zukunft keine Veränderungen zu erwarten sind. Für die kurzfristige Betrachtung der Jahre 2026 und 2027 geht die Gesellschaft jedoch von stabilen Umsatzerlösen im Agrarbereich basierend auf den durchgeführten Preissenkungen und leichten Mengenerhöhungen aufgrund der stabilen Nachfrage aus. Die Gesellschaft erwartet eine insgesamt stabile Margenentwicklung.

Vor dem Hintergrund der andauernden Konfliktsituation in der Ukraine und der aktuell äußerst unsicheren politischen Entwicklung im Nahen Osten, bestehen latente Risiken auf der Beschaffungsseite. Sollten sich aufgrund der ergriffenen Sanktionen Engpässe bei den Rohstoffen, insbesondere im Energiebereich, bzw. starke Preissteigerungen ergeben, kann dies auch Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben. Eine wirtschaftliche Abschwächung oder weitere US-Zölle könnten Investitionen in neue Maschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge bremsen, was die Nachfrage nach Reifen senken würde.

Als weiteres wesentliches Risiko gilt die Preisvolatilität bei den Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte, die sowohl bei unserem Erstausrüstungsgeschäft als auch im Ersatzgeschäft zu Umsatzrückgängen führen kann.

Chancenbericht

Der Kauf des GoodYear OTR-Geschäfts im Jahr 2025 wird langfristig zu einer Erweiterung des Produktportfolios führen. Dies wird langfristig zu zusätzlichen Einnahmen und einem Wettbewerbsvorteil für Yokohama in Österreich führen. Die immer neu eingeführten Produkte sind mit der Erwartung verbunden, einen positiven Beitrag zum Verkaufsportfolio zu leisten und die Markposition der Gesellschaft in allen Bereichen für die Zukunft zu stärken. Die Einbindung in einen, im Wesentlichen im Reifensektor tätigen Mutterkonzern, wird zu mittelfristigen Synergien führen, hier ist von einer Optimierung im Bereich der Beschaffung und der Produktion auszugehen.

Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität unseres Konzerns sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Stimmung in der Landwirtschaft ist angespannt, einige Landwirte bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Situation weiterhin als schwierig und sie leiden unter der Bürokratie. Die finanzielle Unsicherheit ist auch ein Thema. Die Landwirte bangen teilweise um ihre wirtschaftliche Existenz, die Kosten für Betriebsmittel steigen, während Erzeugerpreise schwanken. Investieren oder Geld im nächsten Jahr zusammenhalten? Vor dieser Frage stehen viele Landwirte. Die Zahl der Bauernhöfe nimmt jedes Jahr weiter ab. Das Höfesterben hat sich zuletzt etwas gebremst, aber die verbleibenden Bauernhöfe wurden immer größer.

Der Einsatz von KI, satellitengestützten Daten und Drohnen könnte der Schlüssel für höhere Effizienz in der Landwirtschaft sein und zur Schonung der Ressourcen beitragen, so DI Martin Hirt, vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Österreich in seiner Ausgabe am 26. März 2025.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Vertriebsgesellschaft, die keine eigene Forschung und Entwicklung betreibt, diese Aufgabe findet in den Herstellungswerken statt.

4. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile

Es bestehen hier keine entsprechenden Vorgänge, die Anteile der Gesellschaft wurden unverändert zum Vorjahr von der Yokohama TWS Holding AB gehalten.

Sankt Valentin, den 25. September 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
Mate sal
Massimiliano TripoiBreitfelder
GeschäftsführerGeschäftsführer

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