Inhaltsverzeichnis
METRADE GmbH, Müllendorf
1. Rahmenbedingungen
Gegenstand des Unternehmens ist die Be- und Verarbeitung von Alt- und Restmaterialien, die Rückgewinnung von NE-Metallen mit dem Ziel der Wiederverwertung (Recycling) und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte einschließlich der Entsorgung. Die Vorprodukte werden überwiegend zu jeweils aktuellen Marktpreisen eingekauft, die für eine bestimmte Zeit oder Menge fix sind. Von der Angebotserstellung über die Anlieferung und Verarbeitung bis zur Bereitstellung und Verarbeitung der Produkte in den jeweiligen Metallhütten können mehrere Monate vergehen. Insoweit ist das Geschäft der Gesellschaft direkt abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere Kupfer, Aluminium, Silber und Gold sowie den verfügbaren Mengen auf dem Markt und erzielbaren Margen.
2. Allgemeines
Die Materialmenge hat sich im Vergleich zum Vorjahr marginal erhöht. Die Aufrechterhaltung der laufenden Geschäftsbeziehungen lag im Wesentlichen im Vordergrund.
Die Inbetriebnahme der PV Anlage konnte 2025 abgeschlossen werden. Zusätzlich wurden in allen Büros Klimaanlagen montiert.
3. Leistungsindikatoren
Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten nutzt die Gesellschaft verschiedene Kennzahlen. Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen das Ergebnis vor Steuern und die Umsatzerlöse.
Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind ein treuer und breit gefächerter Lieferantenstamm, eine geringe Mitarbeiterfluktuation sowie die strikte Einhaltung von Umweltbelangen durch entsprechende Zertifizierungen anzusehen.
4. Umsatzentwicklung, Auftragslage
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 beträgt € 24,6 Mio. (Vorjahr € 21,5 Mio.). Der Materialaufwand (einschließlich bezogener Leistungen) beträgt € 16,4 Mio. (Vorjahr € 15,9 Mio.). Die Auftragslage zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 sehr stabil und die Aussichten für 2026 zeigen eine vergleichbare Tendenz.
5. Personal
Die Personalfluktuation im abgelaufenen Geschäftsjahr war zufriedenstellend. Zwar haben in Summe 7 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Jedoch waren 4 Personen davon kurze Anmeldungen (zwischen einen Tag und drei Monate). Am Ende des Geschäftsjahres waren 24 Mitarbeiter (Vorjahr 24 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der Tage an Krankenständen hat sich gegenüber dem Vorjahr (196) auf 140 Tage vermindert.
6. Umwelt / Entsorgung
Die Managementsysteme ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 sind seit einigen Jahren im Betrieb integriert und werden jährlich überprüft.
Die für jedes System durchgeführten internen und externen Audits haben gezeigt, dass die in den Normen festgelegten Standards eingehalten werden und es weiterhin zu einer ständigen Verbesserung der Systeme - wie in den entsprechenden Normen gefordert - kommt.
7. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind wie folgt (TEUR):
| Kennzahlen | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | T€ 24.617 | T€ 21.487 |
| Ergebnis vor Steuern | T€ 1.815 | T€ 1.636 |
| Umsatzrendite (vor Steuern) | 7,4 % | 7,6 % % |
| Bilanzsumme | T€ 11.875 | T€ 12.541 |
| Eigenkapital | T€ 7.173 | T€ 5.771 |
| Eigenmittelquote | 60,4 % | 46,0 % |
| Mitarbeiterzahl | 24 | 25 |
Die Bilanzsumme per 31.12.2025 verringert sich um 5,3% auf T€ 11.875. Wesentlicher Grund hierfür ist auf der Aktivseite ein Rückgang im Anlagevermögen und bei den Vorräten.
Die flüssigen Mittel sind stichtagsbezogen um 28,4% höher verglichen mit dem Vorjahr. Im Mai 2021 erfolgte der Beitritt zum Cash Pooling des Konzerns.
Die Eigenkapitalquote liegt mit 60,4% (Vorjahr: 46,0%) über dem Vorjahr. Das Bilanzergebnis hat sich 2025 um rund 39,8 % erhöht, die Bilanzsumme um rund 5,3% verringert. Der Bilanzgewinn vom heurigen Wirtschaftsjahr beläuft sich auf T€ 4.927.
Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Betriebsleistung) hat sich auf 69,8% verringert (Vorjahr: 71,8%).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr T€ 3.254.
Der Personalaufwand hat sich mit T€ 1.656 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 1.590) erhöht.
Die Cashflow-Quote beträgt 2025 7,48% (Vorjahr 7,87%).
8. Betriebsstätten
Die METRADE GmbH besitzt keine Betriebsstätten.
9. Forschung und Entwicklung
Die METRADE GmbH hat keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung an ihrem Standort.
10. Risikomanagementziele in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
Die METRADE GmbH ist in das konzernweite Metall Hedging mit eingebunden. Des Weiteren sind offene Forderungen durch eine Warenkreditversicherung von einem Zahlungsausfall abgesichert.
11. Internes Kontrollsystem / Risikomanagement
Neben einer Standardisierung im Bereich der internen Kontrollen und Abläufen wurden alle Mitarbeiter über die Vorgaben informiert und zur Einhaltung der internen Kontrollsysteme angehalten. Teil der vorstehend genannten Programme ist die Sensibilisierung hinsichtlich des unternehmensinternen Verhaltenskodizes und des Anti-Korruptionskodexes.
Darüber hinaus wurden weitere Punkte unter anderem aus den Bereichen Health & Safety bei den betroffenen Mitarbeitergruppen geschult.
Neben diesen oben genannten üblichen Kontrollen gibt es zusätzlich externe und interne Kontrollen - insbesondere bei der Bewertung von Beständen.
Bei der Bewertung von Beständen werden die Richtlinien der Remondis-Gruppe angewendet.
12. Wichtige Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
13. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Für 2026 werden keine großartigen Einbrüche am österreichischen Markt bezüglich der Menge erwartet. Jedoch bleibt abzuwarten, ob sich die LME auf der aktuellen Höhe halten wird. Zudem wird die Entsorgung von Kunst- und Schadstoffen im Jahr 2026 mit höheren Kosten verbunden sein, da die Entwicklungen am Sekundärkunststoffmarkt weiterhin sehr angespannt sind und die Verbrennungskapazität in Österreich stark begrenzt ist.
Wie bereits im Vorjahr liegt einer der Schwerpunkte auch für die Jahre 2026 und 2027 auf den Ausbau des Angebots von Dienstleistungen. Es besteht eine Nachfrage an Zerlegung, Entfrachtung und Vernichtung. Um hier konkurrenzfähig zu bleiben, müssen manuelle Tätigkeiten teilweise automatisiert werden.
Müllengtörf, 18.02.2026
F Ing. Michaela Braun, Msc