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Lagebericht 2025

AMEOS Klinikum Bad Aussee GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Der vorliegende Lagebericht wurde gemäß § 222 Abs. 1 UGB erstellt.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die österreichische Wirtschaft wuchs im Jahr 2025 um 0,6%. Nach zwei Jahren rückläufiger Wirtschaftsleistung gab es damit wieder eine leichte Konjunkturerholung, die vor allem vom Dienstleistungsbereich und moderat steigenden Konsumausgaben getragen wurde. 1

Laut der Prognose der Wirtschaftskammer Österreich, die im April 2026 veröffentlicht wurde, wird das Bruttoinlandsprodukt in Österreich im Jahr 2026 voraussichtlich um 0,9% wachsen. 2

Grundlagen des Unternehmens

Die AMEOS Gruppe zählt zu den führenden Gesundheitsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Die Gruppe mit Sitz in Zürich wurde 2002 gegründet. Sie ist spezialisiert auf die Übernahme von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, für die sie langfristige Perspektiven entwickelt.

Die AMEOS Einrichtungen verbinden hochwertige medizinische und pflegerische Leistungen mit Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit. Sie bieten der gesamten Bevölkerung eine umfassende Versorgung in regionalen Netzwerken. AMEOS verbindet Angebote unterschiedlicher Versorgungsbereiche (Somatik, Psychiatrie, Pflege, Eingliederung und Reha) und verschiedener Versorgungsstufen (stationär, teilstationär, ambulant). Dieses integrierte Leistungsangebot ist eine Kernkompetenz von AMEOS.

Das AMEOS Klinikum Bad Aussee ist ein Akutklinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Diese liegt malerisch eingebettet in einer der schönsten Landschaften Europas. Es verfügt über 100 Betten und versorgt Patienten auf höchstem medizinischem Niveau.

Das AMEOS Klinikum verfügt über bestens geschulte Teams aus Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Pflegekräften. Dieses führen ein bio-psycho-soziales, multimodales und multimethodales Behandlungskonzept für psychosomatische Erkrankungen durch. Bei uns steht nicht die Erkrankung, sondern der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt der Behandlung.

Die Finanzierung der AMEOS Klinikum Bad Aussee GmbH erfolgt im Rahmen der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung (kurz LKF-System). Im Juni 2024 wurde in der 54. Sitzung der Gesundheitsplattform Steiermark die LKF-Abrechnung Steiermark 2025 beschlossen. Die Gesamtmittel für das AMEOS Klinikum Bad Aussee wurden mit voraussichtlich € 12.500.000 festgesetzt.

Die Kriterien für die Auszahlung der Mittel aus dem Strukturtopf Qualität für 2025 wurden vollumfänglich erfüllt.

1 Vgl. https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/03/20260305BIP2025Q4.pdf?utm

2 Vgl. https://www.wko.at/ooe/zahlen-daten-fakten/konjunkturprognosen-und-statistiken?utm_source

Die Vorgaben der Steiermärkischen Landesregierung zum erforderlichen Mindestbeschäftigungsstand im ärztlichen und therapeutischen Bereich wurden über ein Bettenkontingenzmanagement realisiert.

Wirtschaftsbericht

Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 3.582 ab. Im Vorjahr wurde noch ein Jahresüberschuss von T€ 461 erzielt. Die Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf die im Berichtsjahr angefallenen aperiodischen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Übergenuss aus den Jahren 2023 und 2024 sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor, insbesondere Kostensteigerungen im Personalbereich, zurückzuführen.

Die Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024Veränderung%
Betten10010000
Belegungstage31.09029.166+1.924+6,6

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen T€ 13.177 (Vorjahr: T€ 11.781).

Die Personalaufwandsquote beträgt 60,67 % (Vorjahr: 55,46 %).

Die Materialaufwandsquote beträgt 10,34 % (Vorjahr: 10,17 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 6.917 (Vorjahr: T€ 3.301).

Das Jahresergebnis beträgt -T€ 3.582 (Vorjahr: T€ 461).

Bezugsgröße für alle obengenannten Prozentsätze sind die im jeweiligen Geschäftsjahr erwirtschafteten Umsatzerlöse.

Finanzlage

Die Großmuttergesellschaft AMEOS Holding AG, Zürich, hat der AMEOS Klinikum Bad Aussee GmbH per 1.1.2017 ein Darlehen im Sinne eines Rahmenkredites über höchstens € 2.400.000,00 gewährt, welches gleichzeitig mit einem Rangrücktritt bis zur Beseitigung des negativen Eigenkapitals versehen wurde. Der Kreditrahmen wurde per 1.1.2018 auf € 4.000.000,00 erweitert. Seit 2022 beträgt die Ausnützung € 2.400.000,00, bei einer Laufzeit bis 31.12.2027 (Vorjahr 31.12.2026). Für das Darlehen wurde eine Rangrücktrittserklärung abgegeben.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.572 auf T€ 7.129 (Vorjahr: T€ 8.701) gesunken.

Die Bilanzsumme verteilt sich mit 1,8 % (Vorjahr: 1,45 %) auf das Anlagevermögen, mit 98,2 % (Vorjahr: 98,55 %) auf das Umlaufvermögen sowie die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Investitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 38 (Vorjahr: T€ 40).

Forschung und Entwicklung

Das AMEOS Klinikum Bad Aussee ist ein Akutkrankenhaus und wendet keine Ausgaben für Forschungsund Entwicklungstätigkeit auf.

Bericht über Zweigniederlassungen

Die AMEOS Klinikum Bad Aussee GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Prognosebericht

Insgesamt eröffnen sich weitere Wachstums- und Ertragssteigerungspotenziale, welche die Gesellschaft bestmöglich nutzen wird. Dazu werden die bestehenden Prozesse und Strukturen beständig optimiert und an die Veränderungen im Gesundheitssektor angepasst.

Zentrale Erfolgsfaktoren sind hierbei die Innovationskraft, das Leistungsangebot nachfragegerecht auszubauen und weiterzuentwickeln, die Führungskraft, Reorganisation zur Optimierung der Prozesse und Strukturen zeitnah umzusetzen sowie die notwendigen Investitionen auch kurzfristig zu tätigen.

Im Herbst 2025 wurde das LKF-Modell 2026 genehmigt. Derzeit werden mit der Gesundheitsplattform Verhandlungen über das LKF-Modell 2027 geführt. Der erfolgreiche Abschluss dieser Verhandlungen wird für den Herbst 2026 erwartet. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass das Gesellschafterdarlehen nachrangig gestellt wurde, geht die Geschäftsführung von einer gesicherten Liquidität des Unternehmens aus.

In der Prognose wurden die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Informationen und Ereignisse berücksichtigt, die den Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung entsprechen.

Chancen- und Risikobericht

Die verwendeten Instrumente zur Risikofrüherkennung sind Monatsabschlüsse und deren Kommentierung, die die Aufwands- und Ertragslage darstellen. Weitere Berichte beinhalten Statistiken zur Auslastung und Belegung der vorhandenen Betten. Damit wurden in geeigneter Form erforderliche Maßnahmen getroffen, um mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft frühzeitig erkennen und rechtzeitig geeignete Schritte einleiten zu können.

Chancen:

• Konstante Belegungssituation • Aufgrund der Entwicklung psychischer Erkrankungen und des stationären Behandlungsbedarfs wird eine Vollbelegung jederzeit möglich sein • Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt durch Anhebung der Löhne auf KAGes -Niveau gesteigert

Risiken:

• Fachkräftemangel • Enorme Lohnsteigerungen • Cyberangriffe • Indirekte Rückforderung aufgrund einer Aufrechnung des Steiermärkischen Gesundheitsfonds • Aufgrund der globalen wirtschaftlichen Entwicklung können zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses negative zukünftige Einflüsse auf die Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen auf die Gesellschaft können sich beispielsweise aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen ergeben.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von

Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit sich bis zu einer nicht ausgeschöpften vereinbarten Kreditlinie über das Cash Pooling innerhalb der AMEOS Gruppe zu finanzieren.

Aufgrund des Tätigkeitsspektrums im Euro-Raum bestehen keine Währungsrisiken, die einer Absicherung bedürfen.

Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Es werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

03. 07. 2026

Die Geschäftsführung

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