Inhaltsverzeichnis
LCS Cable Cranes GmbH, Lorüns
der Geschäftsleitung der Firma LCS Cable Cranes GmbH über das Geschäftsjahr 2024/25 (01.10.2024 – 30.09.2025)
I. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage
a) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen
Gesellschaftsrechtliche Änderungen:
Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden zwei weitere Geschäftsführer bestellt. Herr Patrick Koch und Herr Marco Hagspiel führen seit 01.03.2025 gemeinsam mit dem bestehenden Geschäftsführer, Herrn Oswald Dejaco, die Geschäfte der LCS Cable Cranes GmbH. Herr Christoph Ludescher hat die Geschäftsführung der LCS Cable Cranes GmbH niedergelegt und ist weiterhin in der LCS Holding GmbH tätig.
Marktentwicklung:
Die Preisschwankungen bei Rohstoffen haben sich im Berichtsjahr weitgehend stabilisiert. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld aufgrund gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen herausfordernd. Insbesondere in Österreich ist eine deutliche Belastung durch steigende Lohnkosten und eine rückläufige Kaufkraft festzustellen. Dies führt zu einer spürbar sinkenden Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich, insbesondere gegenüber Anbietern aus Ländern mit deutlich moderateren Lohn- und Inflationsentwicklungen.
Die für LCS relevanten Großprojekte in Saudi-Arabien und Dubai zeigen nur begrenzte Fortschritte. Während in Saudi-Arabien öffentliche Investitionen reduziert und Projektprioritäten verschoben wurden, verzögern sich auch in Dubai geplante Vorhaben. Eine konkrete zeitliche Einschätzung zur Realisierung weiterer Projekte ist derzeit nicht möglich.
In Indien wurden die für mehrere Infrastrukturvorhaben erforderlichen Mittel freigegeben. LCS konnte im Berichtsjahr bereits drei Anlagen an ein weiteres Projekt liefern. Für das Geschäftsjahr 2025/26 bestehen realistische Chancen auf zusätzliche Folgeaufträge.
Der globale Infrastruktursektor zeigt sich weiterhin stabil. Der für LCS wesentliche Öl- und Gassektor bleibt auf einem konstanten Aktivitätsniveau.
Ergebnissituation/Geschäftsverlauf:
Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens entsprach grundsätzlich den Erwartungen. Verzögerungen bei einzelnen Großprojekten konnten durch ein alternatives Projekt in Indien kompensiert werden. Die Angebotslage ist weiterhin umfangreich; mehrere Projekte weisen eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit im kommenden Geschäftsjahr auf.
Das Projekt an der Coastal Gas Link Pipeline in Kanada wurde im Frühjahr 2025 abgeschlossen; die letzte Mietanlage wurde bereits in das Hauptlager rückgeführt.
In Brasilien wird der QX-Crane seit 2023 von LCS Brasilien betrieben. Der ursprünglich geplante Umbau einer Stütze ist nicht mehr vorgesehen. Aktuell wird von einem Rückbau der Anlage im Jahr 2026 ausgegangen; die Dienstleistungen werden über die brasilianische Niederlassung erbracht.
Die Anlage in Chile befindet sich seit Juni 2025 im Betrieb; dieser ist bis Dezember 2026 geplant. Der Rückbau soll – vorbehaltlich externer Faktoren – im Frühjahr 2026 beginnen.
Das Projekt auf Dominica befindet sich weiterhin in Betrieb und wird voraussichtlich bis Herbst 2026 abgeschlossen.
Die Liquiditätssituation ist angesichts der bestehenden Projekte solide. Für das kommende Geschäftsjahr wird aufgrund geringerer Mietprojekte eine höhere Volatilität erwartet. Die Abhängigkeit von Verkaufsprojekten erfordert eine vorausschauende Finanzplanung.
Die Netto-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von EUR 1,19 Mio. auf EUR 4,78 Mio., primär aufgrund der Vorfinanzierung eines größeren Projekts. Die Nettoverschuldung verringerte sich hingegen leicht von EUR 1,82 Mio. auf EUR -1,32 Mio.
Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 3,389 Mio. (Vorjahr: EUR 0,751 Mio.).
b) Finanz- Vermögens- und Ertragslage (finanzielle Leistungsindikatoren)
| Jahr | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität: | |||
| Ergebnis vor Zinsen u. Steuern | 3 708 834,17 | 882 554,63 | 3 958 687,63 |
| Umsatz | 19 697 837,78 | 14 262 659,07 | 17 837 541,59 |
| Umsatzrentabilität in % | 18,83% | 6,19% | 22,19% |
| Eigenkapitalrentabilität: | |||
| Ergebnis vor Steuern | 3 389 130,73 | 751 078,49 | 3 817 700,44 |
| Eigenkapital | 12 820 912,38 | 9 646 887,49 | 9 432 996,63 |
| Eigenkapitalrentabilität in % | 26,43% | 7,79% | 40,47% |
| Gesamtkapitalrentabilität: | |||
| Ergebnis vor Zinsen u. Steuern | 3 708 834,17 | 882 554,63 | 3 958 687,63 |
| Gesamtkapital | 24 314 009,58 | 21 176 279,25 | 24 841 102,19 |
| Eigenkapitalrentabilität in % | 15,25% | 4,17% | 15,94% |
| Nettoverschuldung: | |||
|---|---|---|---|
| Fremdkapital | 11 493 097,20 | 11 529 391,77 | 15 408 105,56 |
| Eigenkapital | 12 820 912,38 | 9 646 887,49 | 9 432 996,63 |
| Nettoverschuldung in % | 89,64% | 119,51% | 163,34% |
| Eigenkapitalquote: | |||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 12 820 912,38 | 9 646 887,49 | 9 432 996,63 |
| Gesamtkapital | 24 314 009,58 | 21 176 279,25 | 24 841 102,19 |
| Eigenkapital in % | 52,73% | 45,56% | 37,97% |
| Jahr | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EGT) | 3 389 130,73 | 751 078,49 | 3 817 700,44 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen Anlagen | 667 220,99 | 707 541,57 | 735 432,05 |
| Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen | -89 836,02 | 0,00 | -36 941,00 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte, LF, andere Aktiva | -3 734 341,89 | 2 895 520,58 | -4 866 332,19 |
| Zu-/Abnahme von Rückstellungen | 372 781,68 | -217 840,29 | 809 083,45 |
| Zu-/Abnahme LV, andere Passiva | -3 993 925,24 | -3 114 558,67 | 3 181 334,85 |
| Aufwand Ertragsteuern | -205 871,62 | -104 437,98 | -219 144,17 |
| Beteiligungserträge | -2 300 853,11 | 0,00 | 0,00 |
| VÄ Zinsen | 319 703,44 | 110 087,77 | 117 162,11 |
| sonstige nicht zahlungsw.Aufw./Erträge | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Nettogeldfluss der lfd. Geschäftstätigkeit | -5 575 991,04 | 1 027 391,47 | 3 538 295,54 |
| Zahlungen für Anlagenzugänge | -382 356,45 | -899 169,15 | -285 006,14 |
| Beteiligungserträge | 2 300 853,11 | 0,00 | 0,00 |
| + Zinserträge | 0,00 | 0,00 | 44 795,44 |
| - Auflösung Zusschüsse | -12 312,29 | 16 333,79 | -7 897,00 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgänge | 400 001,38 | 0,00 | 55 851,00 |
| Nettogeldfluss aus d. Investitionstätigkeit | 2 306 185,75 | -882 835,36 | -192 256,70 |
| Einzahlungen von Eigenkapital | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Auszahlung aus dem Bilanzgewinn | 0,00 | -445 000,00 | 0,00 |
| Zinsaufwand | -319 703,49 | -110 087,77 | -140 987,19 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge | 0,00 | 0,00 | -200 000,00 |
| Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten gg. Kreditin. | 3 587 927,12 | -550 398,33 | -2 104 650,44 |
| Nettogeldfluss aus d. Finanzierungstätigkeit | 3 268 223,63 | -1 105 486,10 | -2 445 637,63 |
| Zahlungswirksame Veränderung des | |||
| Finanzmittelbestandes | -1 581,66 | -960 929,99 | 900 401,21 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -5 575 991,04 | 1 027 391,47 | 3 538 236,54 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | 2 306 185,75 | -882 835,36 | -192 256,70 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 3 268 223,63 | -1 105 486,10 | -2 445 637,63 |
Finanzielle Situation:
Die Auftragslage ist stabil, wenngleich der Anteil bereits unterzeichneter Aufträge mit ca. 26% niedriger ist als im Vorjahr. Es ist eine Tendenz zu kurzfristiger erteilten Aufträgen erkennbar, was die langfristige Planung herausfordert. Unter der Annahme stabiler Rahmenbedingungen wird das Ergebnis 2025/26 voraussichtlich leicht über jenem des Geschäftsjahres 2024/25 liegen.
Liquidität:
Zum Bilanzstichtag standen ein Kontokorrentrahmen von EUR 550 Tsd. sowie ein Sonderkontokorrentrahmen von EUR 3,6 Mio. zur Verfügung. Die nicht genutzte Kreditlinienverfügbarkeit belief sich zum Stichtag auf insgesamt EUR 532 Tsd. Die Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2025/26 zeigt – unter der Annahme unveränderter Rahmenbedingungen und berücksichtigter erwarteter Umsätze – eine ausreichende Liquiditätsausstattung. Eine laufende Überwachung der Liquidität ist eingerichtet.
Going-Concern-Beurteilung:
Die mittelfristige Planung zeigt bei unveränderten Rahmenbedingungen und ohne das Eintreten außergewöhnlicher externer Störungen eine weiterhin stabile Entwicklung. Aus heutiger Sicht bestehen keine Hinweise, die der Annahme der Unternehmensfortführung entgegenstehen.
II. Risikoberichterstattung
Es bestehen folgende erwähnenswerte Risikofelder:
1) Finanzielle Risiken
Die wesentlichen finanziellen Risiken ergeben sich aus der Struktur des projektorientierten Geschäftsmodells. Verzögerungen in der Projektabwicklung – insbesondere wenn sie durch externe Einflüsse oder kundenseitige Rahmenbedingungen entstehen – können zu verschobenen Zahlungsströmen und einer verspäteten Gewinnrealisierung führen, die häufig erst im Zuge der Endabrechnung erfolgt.
Bei Großprojekten ist weiterhin von einer umfassenden Inanspruchnahme von Aval-Linien auszugehen. Dies betrifft insbesondere Bieter-, Anzahlungs-, Erfüllungs- und Gewährleistungsgarantien, die üblicherweise rund 10 % des jeweiligen Vertragswerts ausmachen und Laufzeiten vom Projektabschluss bis zu mehreren Jahren nach Fertigstellung haben. Dies führt zu einer fortlaufenden Bindung entsprechender Avalkapazitäten und erfordert eine vorausschauende Liquiditäts- und Linienplanung.
Die Transportkosten und die Verfügbarkeit von Rohstoffen haben sich im Vergleich zu den Vorjahren spürbar stabilisiert. Auch im Bereich elektronischer Komponenten ist eine weitere Entspannung erkennbar. Dennoch besteht weiterhin eine gewisse Volatilität bei einzelnen Materialgruppen und internationalen Transportkapazitäten, sodass Lieferzeiten und Preisentwicklungen laufend beobachtet werden müssen. Preisänderungen können – soweit vertraglich vorgesehen – an Kunden weitergegeben werden. Trotz der derzeit verbesserten Situation bleiben aufgrund der globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Preis- und Verfügbarkeitsentwicklungen bestehen.
2) Währungsrisiken
Da der überwiegende Teil der Verträge in Euro abgeschlossen wird, bestehen für den aktuellen Auftragsbestand nur in geringem Umfang Währungsrisiken. Projekte in Fremdwährung werden nur in Ausnahmefällen angeboten. In diesen Fällen werden die Risiken durch geeignete Absicherungsinstrumente wie Währungsswaps oder durch vertragliche Anpassungsklauseln reduziert. Darüber hinaus werden Wechselkursschwankungen laufend beobachtet, um gegebenenfalls zeitnah entsprechende Maßnahmen setzen zu können.
3) Debitorenrisiko wirtschaftlich und politisch:
Das Debitorenrisiko wird im Regelfall durch banktechnische Sicherungsinstrumente wie Akkreditive, Standby Letters of Credit oder Bankgarantien sowie durch projektbezogene Vorauszahlungen weitgehend begrenzt. Bislang sind aus diesen Geschäftsbeziehungen keine wesentlichen Zahlungsausfälle entstanden.
Bei Projekten, in denen LCS ein erhöhtes Zahlungs- oder Vorleistungsrisiko übernimmt, wird dieses durch eine geeignete Strukturierung des Leistungsfortschritts begrenzt. Dabei wird darauf geachtet, dass der Kunde zu jedem wesentlichen Zeitpunkt auf die fortlaufende Leistungserbringung angewiesen bleibt, sodass bei Verzögerungen von Zahlungen angemessene Absicherungsmöglichkeiten bestehen.
Für Projekte in wirtschaftlich oder politisch herausfordernden Regionen werden regelmäßig Exportgarantien der OeKB abgeschlossen, sowohl zur Absicherung der Forderungen als auch der eingesetzten Maschinen. Diese Maßnahmen dienen einer zusätzlichen Risikominimierung.
4) Technische Risiken:
Im Rahmen der Angebotsphase erfolgt eine strukturierte Analyse der technischen Voraussetzungen sowie der damit verbundenen Risiken. Auf Basis der langjährigen Erfahrung wird überwiegend auf etablierte und bewährte Technologien zurückgegriffen, um potenzielle technische Unsicherheiten zu reduzieren.
Das zentrale technische Risiko betrifft die korrekte Auslegung der Seilbahnstrecken. Aufgrund der ausgeprägten technischen Expertise des Unternehmens in diesem Kernbereich kann dieses Risiko grundsätzlich verlässlich eingeschätzt und durch interne Kontrollmechanismen und Erfahrungsträger angemessen gesteuert werden.
Darüber hinaus werden sicherheitsrelevante Anforderungen, Normen und technische Dokumentationen laufend weiterentwickelt und aktualisiert, um eine hohe Qualität und Konformität sicherzustellen.
5) Umweltrisiken
LCS erstellt seit dem Geschäftsjahr 2022/23 einen Nachhaltigkeits-Bericht, der Transparenz über die nachhaltige Unternehmensentwicklung schafft und es ermöglicht, auf zunehmende Anforderungen in Ausschreibungen angemessen zu reagieren. Zentrale Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen werden laufend überwacht und durch interne Maßnahmen weiterentwickelt.
Der Klimawandel kann Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und technische Ausgestaltung zukünftiger Projekte haben. Zunehmende Extremwetterereignisse können Baufortschritte, Logistik und Projektabläufe beeinflussen. Diese externen Faktoren werden kontinuierlich beobachtet und fließen in die Projektplanung ein.
Die Einhaltung internationaler Umweltauflagen durch Kunden ist ein wesentlicher Faktor für die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte. Abweichungen können zu Verzögerungen oder Ablehnungen von Finanzierungszusagen führen.
Internationale Reisebeschränkungen stellen derzeit kein wesentliches operatives Risiko mehr dar. LCS hat jedoch sein Netzwerk lokaler Dienstleister gestärkt und die interne Montagemannschaft erweitert, um die operative Resilienz sicherzustellen.
Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Änderungen regulatorischer Rahmenbedingungen können die Bedingungen für internationale Projekte beeinflussen. LCS beobachtet diese Entwicklungen laufend und passt seine strategische Ausrichtung bei Bedarf an.
III. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)
Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wird weiterhin in erheblichem Maße durch das internationale wirtschaftliche und geopolitische Umfeld beeinflusst. Regionale Spannungen, Unsicherheiten in globalen Lieferketten sowie volatile Rahmenbedingungen auf den Rohstoff- und Finanzmärkten können die Planungssicherheit beeinträchtigen und Verzögerungen bei der Umsetzung internationaler Projekte verursachen. Die Entwicklung dieser externen Faktoren ist derzeit nur eingeschränkt vorhersehbar. LCS beobachtet die relevanten Rahmenbedingungen fortlaufend und passt seine Planungen entsprechend an.
Die Situation am Arbeitsmarkt bleibt angespannt. In mehreren für das Unternehmen relevanten Berufsgruppen besteht ein anhaltender Fachkräftemangel, der die Personalrekrutierung sowie die Kapazitätsplanung erschwert. Zudem ist aufgrund kollektivvertraglicher Anpassungen, inflationsbedingter Effekte und des Wettbewerbs um qualifiziertes Personal von weiter steigenden Lohnund Gehaltskosten auszugehen. Diese Entwicklungen können die Kostenstruktur beeinflussen und wirken sich auf die Kalkulation und Durchführung von Projekten aus. LCS überwacht die Arbeitsmarktund Kostenentwicklung laufend und berücksichtigt diese Faktoren bei seiner Personal- und Projektplanung.
Die Investitionsbereitschaft im Infrastruktursektor sowie die Verfügbarkeit logistischer Kapazitäten und Materialien bleiben zentrale Einflussgrößen für die Projektakquise und -durchführung. Beeinträchtigungen in Lieferketten oder internationale Transportengpässe könnten sich weiterhin auf Kosten, Terminpläne und Umsetzungsrisiken auswirken.
Die Nachfrage in den Bereichen Pipelinebau, Brückenbau und Staudammbau zeigt sich derzeit stabil. Darüber hinaus ist mittelfristig von einer fortgesetzten Nachfrage nach Infrastrukturprojekten im Zusammenhang mit alternativen Energieformen auszugehen. Gleichzeitig ist in einzelnen Regionen ein
erhöhtes Aktivitätsniveau im Öl- und Gassektor zu beobachten. Auch tourismusnahe Großprojekte können künftig potenziell relevant sein. Für Projekte mit erhöhtem logistischem Aufwand bleibt der Einsatz von Materialseilbahnen ein etablierter Lösungsansatz; entsprechende Anfragen liegen vor.
Auf Grundlage des bestehenden Auftragsbestands und der aktuell vorliegenden Angebote erwartet das Unternehmen für das kommende Geschäftsjahr – vorbehaltlich wesentlicher externer, nicht beeinflussbarer Faktoren – ein Umsatzniveau, das leicht über dem des Geschäftsjahres 2024/25 liegt. Zu Beginn des Geschäftsjahres bestehen bereits bestätigte Aufträge von rund EUR 6 Mio. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die tatsächliche Entwicklung maßgeblich von der Stabilität der globalen Rahmenbedingungen abhängt.
Parallel dazu setzt das Unternehmen die Weiterentwicklung der internen Organisation fort, um die Effizienz in der technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Projektsteuerung weiter zu verbessern. Dies umfasst insbesondere eine stärkere projektorientierte Ausrichtung, die schrittweise Digitalisierung relevanter Prozesse sowie den Aufbau modularer technischer Lösungen zur effizienteren Projektabwicklung. Der zeitliche Fortschritt dieser Maßnahmen hängt von internen und externen Faktoren ab und wird laufend angepasst.
IV. Forschung und Entwicklung.
Im technischen Bereich verfolgt das Unternehmen mehrere strukturierte Entwicklungs- und Optimierungsmaßnahmen, die auf eine langfristige Stabilisierung und Effizienzsteigerung der operativen Abläufe abzielen. Die Arbeiten an der neuen Generation von Winden verlaufen planmäßig und sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Zusätzlich wird derzeit ein modular aufgebautes Baukastensystem entwickelt, das eine grundlegende Standardisierung der Produkte ermöglicht und zu einer Verringerung interner Durchlaufzeiten sowie einer höheren Prozessstabilität beitragen soll. Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen künftig zu einer verbesserten Kostentransparenz und zu Einsparpotenzialen in der Beschaffung und Fertigung führen.
Trotz kontinuierlicher Verbesserung der technischen Unterlagen und Konstruktionsstandards kommt es bei einigen langjährigen Lieferanten zu Kapazitäts- und Qualitätsengpässen, die überwiegend auf den angespannten Fachkräftemarkt zurückzuführen sind. Vor diesem Hintergrund prüft das Unternehmen laufend, inwieweit bestimmte Fertigungsprozesse verstärkt intern abgebildet oder alternative Lieferquellen aufgebaut werden können, um Abhängigkeiten zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Die Anforderungen an Sicherheit, Dokumentation und technische Nachvollziehbarkeit steigen kontinuierlich. LCS setzt daher die Weiterentwicklung interner Standards, digitaler Systeme und der Steuerungstechnik systematisch fort, um die technische Qualität, die Dokumentationstiefe und die Nachvollziehbarkeit der Prozesse zu erhöhen. Die laufende Weiterentwicklung zentraler Komponenten unterstützt zudem die Fähigkeit, Projekte auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen verlässlich zu planen und umzusetzen.
V. Zweigniederlassungen
Es bestehen derzeit folgende Zweigniederlassungen/Tochterunternehmungen:
LCS Cablecranes Ltd.:
Die kanadische Tochtergesellschaft wurde zur Durchführung lokaler Projekte gegründet und erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von EUR 1,37 Mio. Der zugrunde liegende Mietauftrag (CGL- Projekt) wurde im Winter 2024/25 planmäßig abgeschlossen.
Aus heutiger Sicht wird die kanadische Tochtergesellschaft weiterhin benötigt, um zukünftige Projekte vor Ort strukturiert und regelkonform abwickeln zu können. Der kanadische Markt stellt einen geografisch relevanten Tätigkeitsbereich dar, in dem LCS langfristig projektbezogene Aktivitäten wahrnehmen kann.
LCS Cable Cranes LTDA Brazil:
Das Unternehmen wurde im Frühjahr 2022 gegründet, um die Betreuung der Projekte vor Ort sicherzustellen. Es verfügt derzeit über ein Service-Team von fünf Mitarbeitenden sowie eine lokale Managementstruktur. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, das eingesetzte Personal – sofern die erforderlichen Kompetenzen vorliegen – bei Bedarf auch in anderen Regionen einzusetzen.
LCS Cable Cranes LTD:
Das Unternehmen wurde im Herbst 2023 gegründet, um potenzielle zukünftige Projekte vor Ort strukturieren und begleiten zu können. Die Gründung einer lokalen Einheit ist nach bisherigen Erfahrungen eine grundlegende Voraussetzung, um in die Angebotsprozesse größerer Projekte einbezogen zu werden. Die administrativen und regulatorischen Anforderungen für die Errichtung einer Niederlassung in dieser Region sind umfangreich und zeitintensiv, weshalb LCS diesen Schritt frühzeitig gesetzt hat.
Im Verlauf des Geschäftsjahres hat sich jedoch gezeigt, dass die Investitionsaktivitäten in Saudi-Arabien seitens der öffentlichen Auftraggeber deutlich reduziert wurden. Vor diesem Hintergrund ergaben sich bislang keine projektbezogenen Aktivitäten für die Niederlassung. Die weitere Entwicklung wird laufend beobachtet, um gegebenenfalls Anpassungen an der regionalen Präsenz vorzunehmen.
LCS Middle East Building Contracting LLC (Dubai)
Ahnlich wie in Saudi-Arabien ist auch in Dubai damit zu rechnen, dass zukünftige Bauvorhaben im touristischen Bereich umgesetzt werden. Um im Rahmen von Ausschreibungen oder potenziellen Auftragsvergaben berücksichtigt zu werden, ist nach bisheriger Erfahrung eine lokale Präsenz erforderlich. Vor diesem Hintergrund hat LCS entschieden, eine Niederlassung in Dubai zu errichten, um im Falle eines Projektzuschlags strukturell vorbereitet zu sein. Die Gründung wurde im Frühjahr 2024 abgeschlossen.
Aufgrund verzögerter Projektentscheidungen der lokalen Behörden ist die Niederlassung derzeit jedoch noch nicht operativ tätig. Die weitere Entwicklung der regionalen Rahmenbedingungen wird kontinuierlich beobachtet, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
Lorüns, am 22.12.2025
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