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Lagebericht 2025

Fuchs Josef GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens ist die Installation von Heizung-, Lüftung- und Sanitäranlagen im Großkundenbereich vorwiegend in Ost-Österreich. Zu den Kunden zählen diverse Siedlungsgenossenschaften und Generalunternehmer.

Das Geschäftsjahr 2025 war von einem herausfordernden Marktumfeld geprägt. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr zwar leicht gesteigert werden, die Ergebnisentwicklung blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ursache hierfür waren insbesondere Belastungen aus einzelnen Projekten, steigende Personal- und Fremdleistungskosten, erhöhte Nachtrags- und Projektabwicklungskosten sowie notwendige Wertberichtigungen und Risikovorsorgen. Gleichzeitig verschlechterten sich die Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft gegen Ende des Geschäftsjahres deutlich.

Bereits im vierten Quartal 2025 wurden vermehrt Projektverschiebungen und Projektabsagen bei Kunden erkennbar. Aufgrund dieser Entwicklungen wurde durch die Geschäftsführung im Dezember 2025 ein internes Frühwarnsystem aktiviert und eine umfassende Analyse der zukünftigen Auslastung durchgeführt. Auf Basis dieser Analyse wurden frühzeitig organisatorische und personelle Maßnahmen eingeleitet, um die Gesellschaft auf das erwartete niedrigere Beschäftigungsniveau vorzubereiten.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 15.872.372,66 und erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag von EUR 701.987. Die Ergebnisentwicklung wurde insbesondere durch erhöhte Projektkosten, gestiegene Fremdleistungen sowie Belastungen aus einzelnen Bauvorhaben beeinflusst.

Zur Berücksichtigung erkennbarer Risiken des Folgejahres wurden im Jahresabschluss 2025 im Zuge der Projektbewertung der offenen Projekte drohende Verluste für das Geschäftsjahr 2026 in Höhe von rd. TEUR 1.362 berücksichtigt. Diese Maßnahme erfolgte gemäß dem Vorsichtsprinzip und trägt den zum Bilanzstichtag bereits erkennbaren negativen Entwicklungen Rechnung.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist trotz des negativen Jahresergebnisses als geordnet zu beurteilen. Die weiterhin hohe Eigenkapitalausstattung stellt eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Geschäftstätigkeit dar.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt weiterhin bei rd. 45%.

Die Geschäftsführung überwacht die Liquiditätsentwicklung laufend und hat frühzeitig Maßnahmen zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität eingeleitet. Dazu zählen insbesondere die Anpassung der Personalstruktur, eine verstärkte Kostenkontrolle sowie die laufende Überwachung der Projektentwicklung.Aufgrund der bereits Ende 2025 erkennbaren Verschlechterung der Auftragslage wurden organisatorische Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten eingeleitet. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden rund 30 % der Mitarbeiter, überwiegend im Montagebereich, gekündigt.

Aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Kündigungsfristen von teilweise bis zu vier Monaten wird die daraus resultierende Entlastung der Personalkosten erst ab dem dritten Quartal 2026 vollständig wirksam werden.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts beschäftigt die Gesellschaft 55 Mitarbeiter.

Bericht über Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft werden zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung des Unternehmens herangezogen. Im Geschäftsjahr 2025 entwickelten sich die Ergebniskennzahlen aufgrund der beschriebenen Belastungen negativ, während die Umsatzerlöse auf einem stabilen Niveau gehalten werden konnten.

Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Berechnung:20252024
Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100
Umsatzerlöse-4,5 %3,0 %

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2025 2024
Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12)-701.984,57 483.702,97
+ Zinsen und ähnliche Abs 3 Z 14 UGBAufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15bzw. 14.925,89 12.917,38
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern496.620,35 -687.058,68

Eigen kapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12) zum Eigenkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Berechnung:20252024
Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und
Z 12) x 100-32,9 %20,4 %
Eigenkapital zum 01.01.2025

Gesamtkapitalrentab ilität

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Berechnung:20252024
Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100
Gesamtkapital zum 01.01.2025-14,6 %10,2 %

Zu den Rentabilitätskennzahlen ist anzumerken, dass sich diese aufgrund des Jahresergebnisses 2025 im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert haben.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung aufgrund von Projektverschiebungen und Projektabsagen einen Rückgang der Umsatzerlöse von rund 40 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2025.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung werden trotz der bereits eingeleiteten Personalmaßnahmen insbesondere in den ersten beiden Quartalen 2026 spürbar sein. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass das Geschäftsjahr 2026 erneut mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen werden könnte.

Gleichzeitig konnten in den vergangenen Monaten mehrere bedeutende Ausschreibungen erfolgreich gewonnen werden. Besonders hervorzuheben ist das Projekt „Lily am See“ in der Seestadt Aspern mit einem Auftragsvolumen von rund EUR 5,9 Mio. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen Auftragsstand für die Jahre 2026 und 2027 von insgesamt rund EUR 23,7 Mio.

Die vorhandene Auftragslage bildet eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Auslastung des Unternehmens und stärkt die Planungssicherheit für die kommenden Geschäftsjahre. Die Geschäftsführung geht nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und die erfolgreiche Akquisition neuer Projekte ab dem Geschäftsjahr 2027 wieder zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage führen werden.

Nach aktueller Einschätzung ist mit einer Rückkehr zu einem positiven Unternehmensergebnis ab dem Geschäftsjahr 2027 zu rechnen.

Für das Geschäftsjahr 2026 sind gezielte Investitionen in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und in den Einsatz von Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz vorgesehen. Ziel dieser Maßnahmen ist die weitere Effizienzsteigerung in den Bereichen Projektmanagement, Kalkulation, Dokumentation, Verwaltung und Controlling.

Die Geschäftsführung sieht in der Digitalisierung einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor zur Sicherung der langfristigen Unternehmensentwicklung

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft bestehen insbesondere in weiteren Projektverschiebungen oder Projektabsagen, einer anhaltenden Schwäche der Baukonjunktur, Kostensteigerungen bei Material- und Fremdleistungen, Fachkräftemangel, Terminverzögerungen bei Großprojekten sowie steigenden Finanzierungs- und Lohnkosten.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch ein laufendes Projekt- und Kostencontrolling, regelmäßige Liquiditätsplanungen, eine frühzeitige Kapazitätsanpassung sowie ein konsequentes Risikomanagement. Das Unternehmen verwendet keine Finanzinstrumente.

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.

Lockenhaus, am 24.9.2026

Josef Alexander Fuchs e.h.

Gneist Consulting Team Steuerberatung GmbH

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