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Lagebericht 2025

Planlicht GmbH & Co. KG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 01. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Planlicht GmbH & Co KG (nachstehend kurz "Planlicht KG") ist ein traditionsreiches Unternehmen, das 1986 von Johann Findl gegründet wurde. Seit 2013 wird es von seiner Tochter Felicitas Kohler geleitet. Mit Hauptsitz in Vomp und Verkaufsniederlassungen in Deutschland, Frankreich und Finnland beschäftigt die Planlicht KG derzeit rund 140 Mitarbeiter.

Die Planlicht KG definiert sich als Technologieexperte und bietet variable Produkte, gepaart mit Service und Qualität auf höchstem Niveau. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige architektonische Lichtlösungen, die international in Hotels, Shops, öffentlichen Gebäuden und privaten Wohnräumen zum Einsatz kommen. Jedes Produkt, das das Unternehmen verlässt, ist ein Tiroler Qualitätsprodukt, sorgfältig gefertigt und geprüft. Das Unternehmen ist mit seinen Produkten vorrangig im Projektgeschäft tätig und damit zu einem sehr großen Teil von der allgemeinen Konjunktur abhängig.

Ein besonderes Augenmerk legt die Planlicht KG auf die Förderung seiner Mitarbeiter durch Weiterbildung und Teamgeist sowie auf die umfassende Betreuung seiner Kunden. Neben hochwertigen Produkten bietet Planlicht einen Rundum-Service, der von der Beratung über die Planung und Auswahl des maßgeschneiderten Lichts bis hin zur Lieferung reicht.

2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf

Wie bereits im Vorjahr war auch das Geschäftsjahr 2025 maßgeblich von den weiterhin herausfordernden allgemeinen Marktbedingungen beeinflusst. Insbesondere führten verzögerte Investitionsentscheidungen und Projektverschiebungen im Marktumfeld zu einem insgesamt schwachen Auftragseingang im ersten Halbjahr. In der Folge blieb auch die Umsatzentwicklung hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Trotz einzelner umsatzstarker Monate, insbesondere im zweiten Halbjahr, konnte das Niveau des Vorjahres insgesamt nicht erreicht werden.

Die sich frühzeitig abzeichnende Marktschwäche wurde vom Management bereits zu Beginn des Geschäftsjahres zum Anlass genommen, strukturelle Anpassungsmaßnahmen einzuleiten und entsprechende Kostenoptimierungen umzusetzen. Durch die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen konnten wesentliche Einsparungen erzielt werden. Trotz eines Umsatzrückgangs von rund 2 % gegenüber dem Vorjahr war es dadurch möglich, das Geschäftsjahr mit einem positiven Jahresüberschuss abzuschließen.

Darüber hinaus engagiert sich die Planlicht KG seit mehreren Jahren intensiv in ihrem Schwesterunternehmen Planfactory GmbH, mit dem Ziel, die Fertigungs- und Wertschöpfungstiefe innerhalb der Unternehmensgruppe nachhaltig zu erhöhen sowie zusätzliche langfristige Entwicklungsperspektiven zu schaffen. Aufgrund der seit der Gründung im Jahr 2021 anhaltend schwierigen Marktbedingungen hatte die Planfactory GmbH auch im Geschäftsjahr 2025 weitere Anlaufverluste zu bewältigen. Die daraus resultierende Unterstützung führte weiterhin zu einer Belastung der Liquidität der Planlicht KG sowie der gesamten Planlicht-Gruppe.

Zusätzlich wurden zum 30.06.2025 wesentliche COVID-Finanzierungen der Planlicht KG fällig, deren vollständige Rückführung aus den vorhandenen freien liquiden Mitteln nicht möglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund stand die Gesellschaft bereits seit Beginn des Geschäftsjahres in engem und konstruktivem Austausch mit ihren Finanzierungspartnern. Im Zuge dieser Gespräche konnte eine außergerichtliche Sanierungsvereinbarung für die gesamte Planlicht-Gruppe abgeschlossen werden.

Die Vereinbarung umfasst unter anderem eine Tilgungsfreistellung sämtlicher Kreditverbindlichkeiten innerhalb der Gruppe ab dem 01.07.2025 sowie die Beibehaltung der bestehenden Risikoaufschläge auf die verzinslichen Finanzierungen. Dadurch konnte die zukünftige Zinsbelastung stabilisiert und die kurzfristige Liquiditätssituation wesentlich entlastet werden. Darüber hinaus wurde unter Beteiligung der Gesellschafter eine Ausfinanzierung eines der beiden COVID-Kredite erreicht. Für die zweite Finanzierung konnte im Rahmen der AWS-Regressabwicklung eine dreijährige Rückzahlungsvereinbarung abgeschlossen werden. Die Planlicht KG konnte sämtliche Voraussetzungen der Sanierungsvereinbarung erfüllen und das Geschäftsjahr trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen innerhalb der Unternehmensgruppe mit einem positiven Ergebnis abschließen. Unter Berücksichtigung der im Zusammenhang mit der außergerichtlichen Sanierung deutlich erhöhten Beratungs- und Begleitkosten unterstreicht dies die Widerstandsfähigkeit und Stabilität der Gesellschaft, jedoch unter Berücksichtigung der Ausführungen im folgenden Abschnitt. Gleichzeitig bildet diese Entwicklung eine solide Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2026.

Lage der Gesellschaft

Trotz der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Marktunsicherheiten konnte sich die Planlicht KG im Wettbewerbsumfeld erfolgreich behaupten. Es gelang, neue Kunden zu gewinnen und die Geschäftsbeziehungen zu wesentlichen Bestandskunden überwiegend stabil fortzuführen. Grundlage hierfür waren insbesondere die hohe Qualifikation und das Engagement zentraler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die maßgeblich zur Weiterentwicklung des Produktportfolios, zur Optimierung der Produktionsprozesse sowie zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen haben. Darüber hinaus wirkte sich der im Vorjahr vollzogene Wechsel in der Vertriebsleitung positiv aus. Insbesondere konnten dadurch die Marktbearbeitung intensiviert, zusätzliche Vertriebspotenziale erschlossen sowie interne Abläufe und Prozesse konsequent auf die zukünftigen Anforderungen des Marktes ausgerichtet werden.

Die Geschäftsentwicklung ist zunehmend von einer eingeschränkten Planbarkeit geprägt, was insgesamt ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit innerhalb der Organisation erfordert. Durch den engagierten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten die daraus resultierenden Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2025 trug die hohe Einsatzbereitschaft wesentlich dazu bei, die Auswirkungen der schwächeren Marktentwicklung zu reduzieren und größere Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr zu vermeiden.

Trotz des gegenüber dem Vorjahr geringeren Umsatzniveaus konnte die Ertragslage durch frühzeitig eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen sowie strukturelle Anpassungen im Personalbereich verbessert werden. Die Wareneinsatzquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Dies ist teilweise auf Preisanstiege welche noch nicht durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnten, sowie auf einen Einmaleffekt bei der Korrektur der Berechnung der Lagerwertung zurückzuführen.

Die kontinuierlichen Bestrebungen zur Optimierung von Prozessen und Kostenstrukturen konnten somit auch im Geschäftsjahr 2025 erfolgreich fortgesetzt werden. Insgesamt gelang es, Umsatzrückgänge von mehr als 2 % sowie deutlich erhöhte Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit den durchgeführten Sanierungsmaßnahmen durch geringere Finanzierungskosten sowie Einsparungen im Personal- und Sachkostenbereich weitgehend zu kompensieren. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten beträgt daher EUR 195.838,77 (Vorjahr: EUR 77.847,12).

Neben dem operativen Kerngeschäft der Planlicht KG wurde durch die Planlicht GmbH als Holdinggesellschaft bereits im Geschäftsjahr 2021 die Planfactory GmbH gegründet. Ziel dieser Investition ist die nachhaltige Erhöhung der Fertigungs- und Wertschöpfungstiefe innerhalb der Unternehmensgruppe.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden, unterstützt durch externe Berater im Rahmen der gruppenweiten Sanierungsmaßnahmen, weitere wesentliche Schritte zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Planfactory GmbH umgesetzt. organisatorischen und

Trotz dieser Fortschritte war die Planfactory GmbH insbesondere im ersten Halbjahr 2025 weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch die Planlicht KG angewiesen, um bestehende Anlaufverluste abzudecken. Dies führte zu einem erhöhten Fremdkapitalbedarf der Planlicht KG und belastete entsprechend die Finanzierungs- und Liquiditätssituation der Gesellschaft. Im zweiten Halbjahr konnte jedoch gemeinsam mit den Finanzierungspartnern der Planlicht-Gruppe eine umfassende außergerichtliche Sanierungsvereinbarung abgeschlossen werden, welche die zukünftige Finanzierungsstruktur sowie die weitere Vorgehensweise innerhalb der Gruppe regelt. Zu bestehenden wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Sanierung wird auf die Ausführungen im Anhang auf den Punkt "Annahme der Unternehmensfortführung" verwiesen.

Zur Wahrung des Vorsichtsprinzips und unter Berücksichtigung gläubigerschutzrechtlicher Aspekte wurde im Vorjahr eine Einzelwertberichtigung auf die Ausleihung gegenüber der Planfactory GmbH in Höhe von EUR 1.880.000 vorgenommen. Auf Basis der zwischenzeitlich aktualisierten Fortbestehensprognose der Planfactory GmbH sowie der erkennbaren Stabilisierung des Geschäftsbetriebes, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit einem neuen strategischen Partner, ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag gesamthaft keine wesentliche Anderung des Wertberichtigungsbedarfs.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
31.12.202531.12.2024
Vorräte in % der Bilanzsumme~22 %~24 %
Operatives Betriebsergebnis-289.778324.327
Operatives Betriebsergebnis ohne außerordentlicher344.538324.327
Forderungsabwertungen in EUR
Jahresüberschuss in EUR307.042-1.802.153
Jahresüberschuss ohne außerordentlicher195.83977.847
Forderungsabwertungen und ohne Zuschreibung in EUR
Veränderung der Bilanzsumme relativ (in %)+ 0,2 %- 9,5 %
Wareneinsatzquote42,6 %41,7 %
Personaleinsatzquote35,2 %36,8 %
Umsatzrendite in % (bereinigt um einmalige Sondereffekte)0,9 %0,3 %
Eigenkapitalrentabilität in % (bereinigt um einmalige Sondereffekte)14,0 %5,4 %

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Diese Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und sind neben einer effizienten und gut geführten Organisation auch die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu nennen, welchen entscheidenden Anteil am nachhaltigen Erfolg des Unternehmens haben.

Qualifikation der Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens sind ein wesentlicher Teil des Kapitals. Ihre

Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Eine finanzielle Anerkennung von individueller Leistung durch moderne Vergütungsmodelle ist ebenso wichtig wie die Honorierung der Gesamtleistung der Belegschaft. Aufgrund der hohen Qualifikation der Mitarbeiter kann das vorhandene Know-how im Unternehmen gesichert und weiter ausgebaut werden. Laufende, vom Unternehmen bezahlte Fortbildungen sind gewünscht und werden unterstützt.

Qualität der Produkte

Die Produkte von Planlicht zeichnen sich durch eine unverwechselbare und innovative Herstellung aus. Dabei werden neueste Trends und Technologien der Lichtgestaltung mit dem eigenen Stil umgesetzt.

Kenntnis der Märkte

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens war und ist in zunehmendem Maße der enge Kontakt zu Kunden sowie ein fundiertes Wissen über die internationalen Märkte.

Um dies sicherzustellen, verfügt Planlicht über ein Netzwerk von Partnern in den wichtigsten Märkten und hat damit ein international ausgebautes Vertriebssystem im Markt für gehobene architektonische Beleuchtung, welches laufend angepasst und erweitert wird.

Effizienz der Geschäftsprozesse

Planlicht steht für einen hohen Anspruch an Effizienz der Prozesse. Um diesen erfüllen zu können, werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses moderne Methoden in diesen Bereichen umgesetzt. Hierbei greift Planlicht auch auf Managementmethoden aus anderen Industriezweigen zurück. Dadurch kann Planlicht bei einer grundsätzlich wettbewerbsfähigen Kostenstruktur ein gleichbleibend hohes und verlässliches Qualitätsniveau sicherstellen.

3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die weitere Entwicklung des Unternehmens orientiert sich an den strategischen Zielsetzungen der Gesellschaft. Neben einem nachhaltigen Absatz- und Mengenwachstum liegt der Fokus der kommenden Jahre insbesondere auf der weiteren Verbesserung der Umsatzrendite. Die in den vergangenen Jahren erfolgten kollektivvertraglichen Lohnabschlüsse sowie allgemeine Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Verwaltung haben die Ertragskraft des Unternehmens merklich belastet. Vor diesem Hintergrund ist die konsequente Fortführung der bereits im Geschäftsjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur von wesentlicher Bedeutung. Dazu zählen insbesondere die laufende Weiterentwicklung interner Prozesse und Abläufe sowie die gezielte Analyse und Bearbeitung der von der Gesellschaft betreuten Märkte. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Auswirkungen der Kostensteigerungen nachhaltig zu kompensieren und mittelfristig wieder stabile Renditeniveaus zu erreichen.

Zusätzlich wird das wirtschaftliche Umfeld durch geopolitische Entwicklungen, insbesondere die Auswirkungen der Iran-Krise, beeinflusst. Daraus resultierende beziehungsweise künftig mögliche Kostensteigerungen stellen einen weiteren Unsicherheitsfaktor für die Geschäftsentwicklung dar. Bislang konnten wesentliche Margenverluste durch die Weitergabe von Preissteigerungen in Form entsprechender Teuerungszuschläge an die Kunden vermieden werden. Die Geschäftsführung beurteilt die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen laufend und arbeitet kontinuierlich an geeigneten

Maßnahmen, um mögliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage möglichst zu begrenzen.

Zur weiteren Absicherung der Unternehmensentwicklung kommt der Stabilisierung der Liquiditätssituation innerhalb der gesamten Planlicht-Gruppe weiterhin eine wesentliche Bedeutung zu. Diese war in den vergangenen Jahren insbesondere durch die Anlaufverluste des Schwesterunternehmens Planfactory GmbH belastet.

Auf Basis der im Juni 2025 durch die SGS Management GmbH erstellten Fortbestehensprognose wurde die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft sowie der gesamten Planlicht-Gruppe umfassend analysiert. In diesem Zusammenhang wurden operative Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft definiert, insbesondere in den Bereichen Kostenstruktur, Produktionsauslastung und Prozessoptimierung. Die vorgesehenen finanziellen und operativen Sanierungsmaßnahmen konnten von der Planlicht KG entsprechend den Vereinbarungen vollständig umgesetzt werden. Bereits im Geschäftsjahr zeigte sich eine deutliche Stabilisierung der Liquiditätssituation, wodurch auch eine laufende Reduktion des Fremdmittelstandes möglich wurde.

Auch bei der Planfactory GmbH, dem Schwesterunternehmen der Planlicht KG, hat sich die wirtschaftliche Situation nach einem weiteren Liquiditätsengpass zu Beginn des Jahres 2026 zunehmend stabilisiert. Auf Basis einer aktualisierten Fortbestehensprognose vom Juli 2026 soll durch einen wesentlichen und bereits erbrachten Gesellschafterbeitrag sowie die Zusammenarbeit mit einem neuen strategischen Partner ein teilweiser Forderungsverzicht bzw. Schuldenschnitt mit den Finanzierungsgläubigern umgesetzt werden. Dadurch ein wesentlicher Teil der bestehenden Bankverbindlichkeiten entfallen. Gleichzeitig ist vorgesehen, dass der strategische Partner im Zuge dieser Maßnahme eine wesentliche Beteiligung an der Planfactory GmbH übernimmt und damit die weitere Entwicklung des Unternehmens strategisch wie finanziell absichert. Die seit Beginn des Jahres 2026 eingeleiteten strategischen und operativen Maßnahmen zeigen bereits erste deutliche Erfolge, wodurch sich die Gesellschaft dem operativen Break-even zunehmend annähert.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens wurde die bestehende Sanierungsvereinbarung der Planlicht-Gruppe im August 2026 um ein weiteres Jahr bis zum 30.06.2027 verlängert. Damit wurde die notwendige Grundlage geschaffen, um die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen bei der Planfactory GmbH erfolgreich umzusetzen. Zusätzlich wurde der vorgesehene Schuldenschnitt bereits in einer gesonderten Vereinbarung mit den betroffenen Finanzierungspartnern dokumentiert.

Im Zusammenhang mit dieser Restrukturierung wird auch die Planlicht KG auf einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Planfactory GmbH verzichten. Dieser Umstand ist bereits durch die im Geschäftsjahr 2024 vorgenommene Wertberichtigung auf die Ausleihung berücksichtigt und dient gleichzeitig der Sicherstellung der Werthaltigkeit der verbleibenden Forderungen.

Darüber hinaus werden mittelfristig weitere strukturelle Anpassungen innerhalb der Gesellschafts- und Finanzierungsstruktur der Unternehmensgruppe geprüft, um die Komplexität der Finanzierungsverhältnisse zu reduzieren und die zukünftige Kapitalstruktur nachhaltig zu optimieren.

Die integrierte Mehrjahresplanung der Planlicht KG bis einschließlich 2028, welche Bestandteil der aktualisierten Fortbestehensprognose vom März 2026 ist, geht von einer Fortsetzung der eingeleiteten positiven Entwicklungen sowie einer sukzessiven Verbesserung der Ergebnislage aus. Insbesondere für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 wird eine deutliche operative Verbesserung erwartet. Diese Prognose basiert auf einer höheren Projektauslastung, einer Stabilisierung der Beschaffungskosten sowie einer zunehmenden Marktdurchdringung im In- und Ausland.

Aus heutiger Sicht beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven der Planlicht GmbH & Co. KG unter den vereinbarten Rahmenbedingungen positiv. Vor dem Hintergrund der bereits umgesetzten Maßnahmen sowie der eingeleiteten strukturellen Verbesserungen wird von einer

Fortführung des Unternehmens ausgegangen, wobei die weitere Entwicklung wesentlich von der erfolgreichen Umsetzung der geplanten Maßnahmen sowie den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig bleibt. Es wird auf die Ausführungen im Anhang auf den Punkt "Annahme der Unternehmensfortführung" verwiesen.

Risikobericht

Die Risikoeinschätzung der Geschäftsführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Einkaufsseitig wird lediglich ein geringer Teil des Beschaffungsvolumens in US-Dollar beziehungsweise chinesischen Yuan abgewickelt. Bestehende Währungsrisiken werden bei Bedarf durch geeignete Maßnahmen abgesichert. Darüber hinaus werden Preisentwicklungen bei rohstoffabhängigen Zukaufkomponenten laufend beobachtet und, sofern wirtschaftlich sinnvoll, für das jeweilige Geschäftsjahr teilweise durch entsprechende Preisvereinbarungen abgesichert.

Dem weiterhin intensiven Wettbewerb sowie dem anhaltenden Preisdruck im Markt begegnet die Gesellschaft mit einer erfahrenen und leistungsfähigen Vertriebsorganisation, die durch laufend weiterentwickelte Organisations- und Informationssysteme sowie zusätzliche Controllinginstrumente unterstützt wird. Ergänzend setzt das Unternehmen weiterhin auf die Entwicklung innovativer Produkte sowie auf gezielte Marketingmaßnahmen zur Stärkung der Marktposition.

Dem Risiko der technologischen Uberalterung einzelner Produkte beziehungsweise Produktserien wird durch einen strukturierten Abverkaufsprozess sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Wertberichtigungen auf Lagerbestände Rechnung getragen.

Zur Sicherung einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung verfolgt die Gesellschaft sowohl auf Kunden- als auch auf Lieferantenseite eine bewusst ausgewogene Strategie. Die langfristige Bindung ausgewählter Schlüsselkunden sowie die Zusammenarbeit mit qualitativ hochwertigen Lieferanten und Partnern sollen stabile Umsätze sowie eine effiziente und bedarfsgerechte Beschaffung sicherstellen. Die Lieferantenstruktur wird laufend evaluiert und weiter optimiert. Darüber hinaus wird der Handelswarenbereich konsequent reduziert. Wesentliche Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Lieferanten bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht.

die Die im Geschäftsjahr bestehende angespannte Liquiditätssituation, welche insbesondere auf Finanzierung der Anlaufverluste der für den eigenen Geschäftsbetrieb bedeutenden Schwestergesellschaft Planfactory GmbH zurückzuführen war, wurde im Rahmen der mit den finanzierenden Banken abgeschlossenen Sanierungsvereinbarung laufend überwacht. Durch die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen konnte bereits eine deutliche Stabilisierung der Liquiditätssituation erreicht werden. Sämtliche von der Planlicht KG übemommenen Verpflichtungen aus der Sanierungsvereinbarung wurden bislang vollumfänglich eingehalten und leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung der Fremdmittelbelastung.

ZurAbsicherungvon Forderungsausfällen arbeitet die Gesellschaft mit einem Kreditversicherungsunternehmen zusammen. Verbindlichkeiten werden, soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, innerhalb der vereinbarten Skontofristen beglichen.

Die langfristige Finanzierung des Unternehmens erfolgt über eine regionale sowie eine überregionale Geschäftsbank. Im Bereich des Finanzmanagements verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik, welche laufend überprüft und den jeweiligen Marktgegebenheiten angepasst wird. Dies umfasst insbesondere auch die laufende Beurteilung möglicher Maßnahmen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken. Es werden keine Finanzinstrumente verwendet.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung ein moderates Wachstum des relevanten Marktumfeldes. Vor diesem Hintergrund wird es weiterhin von wesentlicher Bedeutung sein, die bestehenden Kernkompetenzen konsequent auszubauen und durch laufende Effizienzsteigerungen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Dies umfasst insbesondere gezielte Investitionen in die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die Optimierung von Prozessen, den Ausbau der IT-Infrastruktur sowie Maßnahmen in den Bereichen Vertrieb und Marketing. Die Entwicklung dieser Maßnahmen wird anhand definierter Kennzahlen laufend überwacht, um bei Bedarf zeitnah auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und entsprechende Anpassungen vornehmen zu können.

4. Zweigniederlassungen

Planlicht betreibt Betriebsstätten in Dortmund / Deutschland, Straßburg / Frankreich, und ein Vertriebsbüro in Helsinki / Finnland.

Bei den ausländischen Betriebsstätten handelt es sich um unselbständige Niederlassungen, deren Bilanz und GuV vollständig in die Bilanz des Stammhauses integriert wird. Die Betriebsstätten dienen der direkten Marktbearbeitung in den jeweiligen Märkten.

5. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Forschung und Entwicklung zählen weiterhin zu den wesentlichen strategischen Schwerpunkten der Planlicht KG und sind ein zentraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensausrichtung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten, Technologien und Anwendungen bildet seit vielen Jahren einen wesentlichen Erfolgsfaktor der Planlicht Unternehmensgruppe und insbesondere der Planlicht KG als Anbieter hochwertiger architektonischer Lichtlösungen.

Zur Sicherung der Innovationskraft werden laufend angemessene finanzielle und personelle Ressourcen für die Entwicklung neuer Produkte sowie deren Markteinführung bereitgestellt. Ziel ist es, bestehende Marktpositionen zu festigen, neue Anwendungsmöglichkeiten zu erschließen und den steigenden Anforderungen der internationalen Märkte nachhaltig Rechnung zu tragen.

Die Planlicht KG versteht sich als Technologieexperte für variable und individuell anpassbare Lichtlösungen. Neben technologischen und gestalterischen Aspekten werden bei der Entwicklung neuer Produkte zunehmend auch ökologische und nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen berücksichtigt. Die Gesellschaft verfolgt dabei das Ziel, den hohen Ansprüchen an Qualität, Design, Kundenzufriedenheit und Innovationsfähigkeit auch künftig gerecht zu werden und ihre Position als verlässlicher Partner für anspruchsvolle architektonische Beleuchtungslösungen nachhaltig auszubauen.

Vomp, 30.09.2026

planticht GmbH & Rekla Au 25, Foi afo nicht com Felicitas Kohler, BA

Geschäftsführung PLANLICHT

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