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Geschäftsbericht Grundner Sondermaschinen GmbH
Geschäftsjahr: 01.01.2025 – 31.12.2025
Die Firma Grundner Sondermaschinen GmbH entwickelt und baut Sondermaschinen, bei denendas Zusammenspiel von Maschinenbau und Steuerungssoftware überdurchschnittlich gefordert ist. UnsereProdukte werden regional durch uns selbst und international zusammen Vertriebs und Servicepartner vertrieben. Unserer Schwerpunkte sind Lager- und Produktionslogistik. Mit 31.12.2025 beschäftigt das Unternehmen64 MitarbeiterInnen.
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:
1.1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Das abgelaufene Geschäftsjahr weist gegenüber dem Vorjahr einen um rd 0,7 Mio € gestiegenenUmsatzauf. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an noch nicht abrechenbaren Leistungenist die Betriebsleistung um rd. 139 T€ gestiegen.
Das Unternehmen wickelte im Geschäftsjahr 2025 ca. 35 größere Projekte ab. Unsere Kunden kommeninerster Linie aus dem Bereich der Holzverarbeitung und Holzlogistik. Grundner Sondermaschinen beliefert sowohl Marktführer, als auch lokale KMUs. Die meisten Kunden befinden sich in Europa, beliefern aber auchKundenin anderen Kontinenten.
Der Aufwand für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen ist gegenüber demVorjahr umrd 0,5 Mio € gestiegen, der Personalaufwand ist um rd 0,6 Mio € gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um rd 3,0 Mio € erhöht.
Ein Vergleich, ein Sonderprojekt betreffend, musste akzeptiert werden, um einen Rechtsstreit mit jahrelanger Dauer und ungewissem Ausgang zu beenden. Dieser belastet das Ergebnis 2025 mit rd 3,5 Mio €. Dieanstehende Betriebsnachfolge ist somit durchführbar.
Nach Abzug des sonstigen betrieblichen Aufwandes und unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichenErträge und der Abschreibung verbleibt somit ein Betriebsergebnis iHv rd -3418 T€ (Vorjahr: 640T€). Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges in Höhe von rd 15 T€ (Vorjahr: 80 T€) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuernvon -3.402.731,74 € (Vorjahr: 719.675,83 €). Dies entspricht einer Gesamtkapitalrentabilität von -30,4%(Vorjahr: 5,8 %).
Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt ein Jahresverlust iHv -3.403.231,74 € (Vorjahr: Jahresgewinn 561.519,25 €), welcher zu einem Bilanzgewinn iHv 453.619,22 € (Vorjahr: 5.356.850,96 €) führt.
Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) ist von 44,1 % (31.12.2024) auf 24,9 %(31.12.2025) gesunken.
1.2. Investitionen
Alle Investitionen wurden wie geplant durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Erhöhung der IT-Sicherheit durch Austausch und neuer Hard- und Softwarekomponenten auf den Stand der Technik durchgeführt. Der Fuhrpark wurde teilweise erneuert und erweitert.
1.3. Herausforderungen
Die Lohnkostensteigerungen werden nicht voll auf die Produktpreise aufrechenbar sein. In Deutschlandund Österreich ist der Absatz rückläufig
1.4. Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird mit folgenden Kennzahlen dargestellt:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in %: | Σ Fremdkapital | ||
| Σ Eigenkapital + | 293,24 % | 125,29 % | |
| Investitionszuschüsse | |||
| Investitionsdeckung in %: | Nettoinvestition SAV | ||
| Abschreibung SAV | 81,69 % | 83,49 % | |
| Anlagendeckungsgrad I in % | wirtschaftl. Eigenkapital | ||
| Anlagevermögen | 75,71 % | 158,49 % | |
| Anlagenabnutzungsgrad | |||
| (Sachanlagen) in %: | kum. Abschreibung SAV | ||
| Anschaffungskosten SAV | 32,94 % | 29,62 % | |
| Working Capital (in TEUR): | Σ kfr. Aktiva | 418 | 1.990 |
| - kfr. Passiva Σ | |||
| Working Capital Ratio in %: | Σ kfr. Aktiva | ||
| Σ kfr. Passiva | 106,66 % | 129,12 % | |
| Umsatzrentabilität in %: | EBT | ||
| Umsatz (inkl. BV) | -28,13 % | 6,02 % | |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | EBT | ||
| 0 EK (inkl. | -84,86 % | 11,65 % | |
| Investitionszuschüsse) | |||
| Gesamtkapitalrentabilität in %: | EBT + Fremdkapitalzinsen | ||
| 0 Gesamtkapital | -30,37 % | 5,75 % | |
| Netto-Geldfluss aus der | |||
| betrieblichen Tätigkeit | Cashflow | -515 T€ | 2.273 T€ |
| Netto-Geldfluss aus der | |||
| Investitionstätigkeit | Cashflow | -683 T€ | -135 T€ |
| Netto-Geldfluss aus der | |||
| Finanzierungstätigkeit | Cashflow | -1.505 T€ | -9 T€ |
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Grundner Sondermaschinen ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Gefahren ausgesetzt. Die Risikenwerden von der Geschäftsführung, gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern, regelmäßig evaluiert undbewertet. Die Auftragslage ist ausreichend und die Situation des Unternehmens kann als stabil bezeichnet werden. Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Markt, die Strukturen sind flexibel genug, umin unsicheren Marktsituationen entsprechend zu agieren. Das Kundenportfolio ist hinsichtlich der beliefertenBranchen divers und zu den Hauptkunden bestehen langjährige Geschäftspartner für den Export wurden gefunden. und gute Geschäftsbeziehungen. Zusätzliche
2.1. Beschaffungsrisiko
Mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und den aktuellen kriegerischen AuseinandersetzungenimNahen Osten, ergeben sich Risiken und Unsicherheit in der Beschaffungskette. Die geo- und handelspolitischen Entwicklungen und die Preisentwicklung auf den Märkten werden laufend beobachtet. Beschaffungsproblemenwird durch Weitblick bestmöglich begegnet.
2.2. Zahlungsausfallsrisiko
Das Zahlungsverhalten aller Kunden wird genau beobachtet, um bei Zahlungsrückständen gegebenFalls Neuaufträge rechtzeitig zu stoppen. Die umsatzstärksten Kunden sind in ihren jeweiligen Geschäftsfeldernjedoch renommierte Unternehmen mit guten Bonitäten und einer guten Zahlungsmoral. Neukunden werdenlangsam aufgebaut und ihre Zahlungsmoral beobachtet. Bei Neuaufträgen wird die Bonität und seriöse Geschäftspraktiken der Neukunden im Vorfeld geprüft.
2.3. Liquiditätsrisiken
Die Gesellschaft ist von Fremdkapitalgebern im Wesentlichen unabhängig. Eine ausreichende Liquidität ist wichtig, um auf sich ändernde Marktsituationen schnell reagieren zu können.
2.4. Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft ist durch branchenübliche Versicherung abgesichert. Im Geschäftsjahr 2025sindkeine nennenswerten Schadensfälle eingetreten. Die Deckungssummen wurden erhöht.
2.5. Risiken der IT-Systeme
In angespannten geopolitischen Phasen ist häufig ein erhöhtes Cyber- und Sicherheitsrisiko zu beobachten. Das Unternehmen verfügt über eine IT-Infrastruktur, die ständig erneuert und an die technischen Anforderungen angepasst wird. Es erfolgt eine physisch getrennte und doppelte Datensicherung. Bei einemAusfall des Hauptservers, kann die Produktion mit deinem Back-Up-Server aufrechterhalten werden. Firewalls undstrenge Spam- und Malwarefilter sichern die Infrastruktur vor Angriffen von außen. Ein eigener Mitarbeiter wartet zusammen mit einem externen Unternehmen unsere Anlage.
2.6. Risiko durch Auswirkungen von politischen und wirtschaftlichen Konflikten
Mit dem militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine und den aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, ergeben sich Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Krieg im globalisierten Europaist fürdie Lieferketten zu berücksichtigen.
Grundner Sondermaschinen unterhält keine direkten Geschäftsbeziehungen in die von den Kriegenbetroffenen Regionen. Auch die umsatzstärksten Hauptkunden unterhalten keine wesentlichen Geschäftsfelder indiesen Regionen. Auftragsseitig liegt das Risiko eher in einem allgemeinen Rückgang des Wirtschaftswachstums.
Ein reales Risiko ist die starke Abhängigkeit Österreichs und der deutschen Industrie von russischen Gasimporten. Mit ca. 150% Eigenstromproduktion am Gesamtjahresbedarf können Energiekosten mehr als abgefedert werden. Die Unberechenbarkeit der USA als Teil der Weltwirtschaft kann die Exporte in die USA beeinträchtigen.
3. Bericht Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die größte Herausforderung im kommenden Geschäftsjahr, ist Unsicherheiten zu erkennen und damit umzugehen. Die Situation ist dynamisch und wird langfristig die globalen Wirtschaftsbeziehungen und Lieferketten beeinflussen. Nicht nachvollziehbare Preisentwicklungen in allen Bereichen, getrieben durch Kontrollverlust der politischen Institutionen über Lobbyismus sind verstärkt zu erwarten.
Die Entwicklung am Markt hinsichtlich Preise und Verfügbarkeit wird von der Geschäftsführung gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern und den Lieferanten regelmäßig evaluiert. Durch Weitblick und Pflege langjähriger Partnerschaften sind bewährte Säulen, um für unsere Kunden und Mitarbeiter die Partner mit Verlässlichkeit und Qualität zu sein.
Nach bestem aktuellem Wissen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2026 wieder ein positives Jahresergebnis erzielen wird. Es ist davon auszugehen, dass das EBIT nach dem Verlust im Jahr 2025 im Jahr 2026 wieder in etwa das Niveau von 2024 erreichen wird.
4. Forschung & Entwicklung
Die Gesellschaft ist im Bau von Sondermaschinen, bei denen das Zusammenspiel von Maschinenbau und Steuerungssoftware überdurchschnittlich fordert, tätig und betreibt keine klassische F&E-Arbeit. Als Maschinenbauunternehmen ist das Unternehmen bestrebt, die Leistungen für seine Kunden ständig zu verbessern und investiert laufend in Maschinen- und Werkzeugausstattung. 2026 werden wir weiter in die Entwicklung neuer Produkte investieren. KI-Integration wird stufenweise eingeführt.
Sipbachzell, am 17. Juni 2026
Unterschrift des Geschäftsführers
Ing. Johann Grundner