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MACO Produktions GmbH,
Trieben
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Unternehmensgegenstand der MACO Produktions GmbH in Trieben ist die Herstellung von Beschlägen für Türen und Fenster. Die MACO Produktions GmbH ist ein Unternehmen der MACO-Gruppe und hatte in diesem Geschäftsjahr die Mayer & Co Beschläge GmbH in Salzburg sowie die MACO Baubeschlag Produktions & Betriebs GmbH in Mauterndorf als Kunden.
Die Absatzmengen sind im Wesentlichen von den Vertriebsaktivitäten der Mayer & Co Beschläge GmbH und deren Tochtergesellschaften abhängig. Durch die Verrechnungspreise werden die wirtschaftlichen Risiken, die im Wesentlichen auf Einkaufspreisen sowie deren Änderungen beruhen, überwiegend von der Mayer & Co Beschläge GmbH getragen.
Die Entwicklung in den Märkten, auf denen MACO tätig ist, führte in Summe zu einem Rückgang der Umsatzleistung. Besonders stark betroffen waren die Regionen Süd-West-Europa, Deutschland, United Kingdom und auch Nord-Ost-Europa.
Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich neben den wirtschaftlichen Kennzahlen vor allem in der Nachhaltigkeit unseres Handelns. Wir entwickeln effiziente Lösungen, die Ressourcen, Umwelt und Klima schonen, und beachten umweltschutzrechtliche Gesetze und Auflagen. Den Nachweis dafür liefern die Umweltproduktdeklarationen (EPD) nach ISO 14025 und EN 15804, die Aufnahme als Klimabündnisbetrieb Österreich, der Circular Globe Award sowie unser Zukunftsberichte.
Mit Hilfe der Erweiterung des Produktangebots von mechanischen Fenster- und Türbeschlägen hin zu elektronischen und automatisierten Produkten und Produktsystemen können wir unseren Kundenstamm erweitern; dies stellt einen signifikanten Wettbewerbsvorteil dar.
Eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind darüber hinaus leistungsfähige Mitarbeiter - daher investieren wir in den Feldern Arbeitssicherheit, Ergonomie der Arbeitsplätze, in die gesundheitliche Vorsorge, und in eine hervorragende Aus- und Weiterbildung unserer Belegschaft.
Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres
Im Februar 2025 war die MACO-Gruppe von einem Großbrandereignis betroffen. Im Bereich der Galvanik brach am Standort in Salzburg ein Feuer aus und zerstörte Anlagen, sowie den betroffenen Gebäudeteil. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Der Schaden ist seitens Versicherung gedeckt, welche auch die ersten Zahlungen geleistet hat.
Aufgrund des Ausfalles in der Galvanik mussten zum einen nicht nur Prozesse innerhalb der Gruppe verlagert werden, sondern es mussten auch Fremdbearbeitungen in Anspruch genommen werden.
Die Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres lag mit 125,7 Mio. EUR unter dem Vorjahr (-7,4 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen der schwachen Baukonjunktur geschuldet. Hinzu kommen zusätzliche Kundenverluste vor allem in der Region Nord-Ost-Europa.
Der Materialaufwand entwickelte sich im Berichtsjahr überproportional zum Umsatz, sodass sich die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Ursächlich hierfür waren unter anderem gestiegen Rohmaterialpreise.
Angesichts der rückläufigen Umsätze und des Ergebnisses kam es zu unterschiedlichen Optimierungsmaßnahmen in der Gruppe.
Externe und interne Spezialisten beschäftigen sich bereits seit dem Vorjahr im Rahmen des Möglichen mit sorgfältiger Serienüberwachung, überarbeiteter Produktentwicklung und umfangreichem Qualitätsmanagement.
Für die Überwachung und Steuerung der Unternehmensprozesse wurde das proaktive Risikomanagementsystem der MACO-Gruppe bereits im 2. Jahr weiterentwickelt. Dazu zählen Controlling- und Überwachungsfunktionen, ein detailliertes und aussagekräftiges Konzernreporting, Compliance- und Corporate Governance-Richtlinien, sowie weiterentwickelte Budgetierungsverfahren.
MACO Produktions GmbH,
Trieben
Zielsetzung aller Risikosteuerungs- und Überwachungsprozesse ist, nach wie vor, die frühzeitige Erkennung potenzieller strategischer, operativer und finanzieller Risiken, die die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen könnten, und in der Folge die zeitnahe Umsetzung geeigneter Gegenmaßnahmen. Darüber hinaus werden Chancen gruppenweit identifiziert, beurteilt und realisiert.
Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage
Die Umsätze sanken um ca. 5,5% auf EUR 125.784.385,10 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 133.130. Das Ergebnis vor Steuern wurde mit minus EUR 4.588.494,50 im Geschäftsjahr abgeschlossen. Hieraus ergibt sich eine negative Veränderung gegenüber dem Vorjahr um TEUR -3.689.
Das Eigenkapital der MACO Produktions GmbH in Trieben hat sich um das negative Jahresergebnis auf EUR 3.123.930,11 verringert.
Darstellung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Kennzahlen der Ertragslage | ||
| Umsatzrentabilität | -3,5% | -0,8% |
| (EBIT1 /Umsatzerlöse*100) | ||
| Eigenkapitalrentabilität | -146,9% | -13,3% |
| (Ergebnis vor Steuern/Eigenkapital*100) |
Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage
| Eigenkapitalquote | ||
|---|---|---|
| 11,1% | 29,4% | |
| (Eigenkapital/Gesamtkapital*100) | ||
| Nettoverschuldungsgrad | 598,8% | 152,5% |
| (Nettoverschuldung/Eigenkapital*100) | ||
| Nettoverschuldung in TEUR | 18.705 | 10.280 |
| (verzinsliches Fremdkapital – flüssige Mittel) |
Bezieht man die Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen in die Berechnung der Nettoverschuldung mit ein, so ergibt sich im Geschäftsjahr 2025 eine Nettoverschuldung von TEUR 11.944 (Vorjahr: TEUR 7.267).
| Cash-Flow Kennzahlen | TEUR | TEUR |
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | -3.616 | -695 |
| + Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 157 | 133 |
| +/- Dotierung/Auflösung langfristiger Rückstellungen | -130 | -208 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 0 | 0 |
| -/+ Veränderung der aktiv latenten Steuern | 16 | 97 |
| = Cash-Flow aus dem Ergebnis | -3.573 | -672 |
1¹ Ergebnis vor Steuern + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs. 2 Z15
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Trieben
| Cash-Flow Leistungsrate | ||
|---|---|---|
| (Cash-Flow aus dem Ergebnis/Betriebsleistung*100) | -2,9% | -0,5% |
Finanzinstrumente
Die MACO Produktions GmbH finanziert sich über klassische Finanzinstrumente. Es werden bei Bedarf Kontokorrentkredite sowie Lieferantenkredite im Rahmen der normalen Kreditverbindlichkeiten in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der MACO-Gruppe.
Die Finanzinstrumente umfassen ausschließlich originäre Finanzinstrumente.
Zu den in der Gesellschaft bestehenden originären Finanzinstrumente zählen im wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Personal und Umwelt
Von strategischer Bedeutung für die MACO Produktions GmbH ist die Entwicklung ihrer Mitarbeiter in Hinblick auf die geplanten zukünftigen Anforderungen. Hierbei wird der Entwicklung von Fachkompetenzen, aber auch der Entwicklung von Führungskompetenzen, große Bedeutung beigemessen. Dieser Prozess wird die MACO Produktions GmbH über Jahre begleiten.
Sichtbare Qualitätsbelege sind die MACO-Zertifizierungen des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001, des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 und des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nach ISO 45001 zertifiziert. Diese Zertifizierungen werden intern kontrolliert und evaluiert.
Risikomanagement
Die Geschäftsleitung ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen liefert.
Ziel ist es nach wie vor, durch einen systematischen Ansatz ein frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken zu ermöglichen, um so aktiv auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.
Die Optimierung des Risikomanagementsystems erfolgt durch die Umsetzung von standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozessen sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme. Darüber hinaus ist ein unternehmensweit einheitliches System zur Risikosteuerung in den Vordergrund gestellt.
Diese Risikobereiche umfassen:
• externe Risiken, • strategische Risiken, • interne Risiken der Wertschöpfung sowie • interne Risiken der unterstützenden Prozesse
Aus der laufenden Beobachtung der Risikobereiche werden Vorgaben und Kontrollmechanismen abgeleitet. Die Geschäftsführung wird regelmäßig und zeitnah über die verschiedenen Risikoparameter informiert. Daraus resultieren die entsprechenden Risikosteuerungsmaßnahmen.
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Konkrete Risiken ergeben sich derzeit nach wie vor:
• Beschaffungsmarkt: • Absatzmarkt:
Abhängigkeit von Rohstoffen und Rohmaterialpreisen, v.a. Stahl und Zink Preisentwicklung nicht vorhersehbar Politische Situation in den USA Die internationale Nachfrage nach heimischen Industriegütern leidet unter der Konjunktur schwäche in der EU und den Zöllen der USA. Aggressiver Preiswettbewerb Zunehmende Konzentration von Unternehmen (dominierende Großkunden sind derzeit nicht vorhanden) Eintritt neuer Markteilnehmer Geopolitische Konflikte
• Konflikt zwischen Ukraine und Russland
Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland hat nach wie vor weitreichende Auswirkungen auf die Baubranche, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Herausforderungen mit sich bringen. Aufgrund der verhängten Embargos kommt es neben den politischen und sozialen auch zu wirtschaftlichen Auswirkungen, wie Handelsbeschränkungen, Lieferkettenstörungen und Preiserhöhungen.
Diese Risiken gefährden den Fortbestand des Unternehmens aus heutiger Sicht nicht.
Forschung und Entwicklung
Der Bereich Forschung und Entwicklung ist sehr gut ausgebaut und erfolgt auf der Basis modernster Technik. Die konzernweite Entwicklung wird am Standort in Salzburg gesteuert.
Die Entwicklungen werden einerseits in enger Abstimmung mit unseren Kunden und andererseits auch als Weiterentwicklung von unseren bestehenden Technologien umgesetzt, mit dem Ziel höchste Sicherheitsansprüche, besten Komfort, führende Umweltverträglichkeit und eine kontinuierliche Wirtschaftlichkeit zu vereinen. Selbstverständlich werden auch hier die Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit berücksichtigt.
Die Kernkompetenz liegt in der Herstellung von innovativen und technologisch anspruchsvollen Fenster-, Türen- und Fensterladensystemen. Sie garantieren den entscheidenden Kundennutzen und die entsprechenden Alleinstellungsmerkmale.
Das Leistungsspektrum umfasst im Wesentlichen:
• Produktentwicklung und Produktmanagement • Produktions- und Prozessoptimierung • Werkstoffwahl, Produktanalyse und Bauteilprüfung • Simulationstechnik u. Bauteilauslegung
Voraussichtliche Entwicklung
Nach mehreren Jahren des Einbruchs wird in der Baubranche eine leichte Erholung erwartet. Diese wird unter anderem von einer Stabilisierung der Bauzinsen getragen. Im Fokus stehen Nachhaltigkeit, digitales Bauen, smarte Techniken und modulares Bauen/Fertighäuser, um dem Fachkräftemangel und hohen Kosten zu begegnen.
MACO Produktions GmbH,
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Die Baubranche ist nach wie vor von globalen Ereignissen abhängig, da sie intensiv mit Rohstoffmärkten, Lieferketten und Weltwirtschaft vernetzt ist. Verschiedenste Weltereignisse wie z.B. geopolitische Spannungen und Handelskriege, haben Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Baumaterialien und auf die Energiepreise. Auch der Klimawandel und die daraus resultierenden Bemühungen zur C02 Reduktion tragen zu Verteuerungen in der Materialbeschaffung bei.
Für das Geschäftsjahr 2026 gehen wir basierend auf der erwarteten Entwicklung von Umsatz und Kosten von einer geringen Ergebnisverbesserung für die Unternehmensgruppe MACO aus. Einen Aufwärtstrend erwarten wir erst für die Folgejahre. Für die MACO Produktions GmbH prognostizieren wir bereits für das Jahr 2026 ein schwaches, jedoch positives Ergebnis.
Trieben, am 1. Juni 2026
Ing. Mag. (FH) Mario Neuwirth