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APEIRON Biologics GmbH(„APEIRON“), 1.1. bis 31.12.2025
Situation der Gesellschaft im Jahr 2025
Bei der APEIRON Biologics GmbH („APEIRON“) bzw. bis zum Geschäftsjahr 2024 bei der Vorgängergesellschaft APEIRON Biologics AG, werden ab 2022 keine eigenen Forschungsaktivitäten durchgeführt und somit ausschließlich Erträge aus Projekten vereinnahmt. Aktuell handelt es sich ausschließlich um Erträge aus dem auslizenzierten Projekt APN311.
Für APEIRON war der Berichtszeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2025 wieder ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Trotz eines herausfordernden Umfeldes verzeichnete APEIRON ein Umsatzwachstum verglichen mit dem bereits erfolgreichen Vergleichszeitraum von 1- 12/2024. Dies war bedingt durch eine konstante Steigerung der Umsätze des Lizenzproduktes Qarziba®, welches zur Behandlung von pädiatrischem Neuroblastom in Europa, Australien, Brasilien, Hong Kong, Israel, China und Taiwan zugelassen ist. Das Produkt wird durch den exklusiven Vermarktungspartner EUSA Pharma Ltd. vertrieben sowie auf sog. „Named Patient Use“ Basis in weiteren Ländern verkauft.
Situation der Branche
Der Biotechnologiesektor im Jahr 2025 zeichnet sich insgesamt durch eine starke wissenschaftliche Basis, aber selektive Finanzierung aus, geprägt von uneinheitlichen Finanzierungsbedingungen und einer ausgeprägten Fusions- und Übernahmewelle. Dh. die dynamische und innovative Entwicklung auf diesem Sektor setzt sich durchaus fort, da die Nachfrage nach neuen Therapie-Ansätzen ungebremst vorhanden ist.
Globale Entwicklung:
Die Beobachtungen im Jahr 2025 zeigen weiterhin einen wissenschaftlich dynamisch, aber finanziell vorsichtige Branche. Risikokapital ist knapper, der IPO-Markt schwach, und Fusionen und Übernahmen haben sich zur dominierenden Strategie für Finanzierung und Exits entwickelt. Diese Aktivitäten werden der Branche helfen, um zielführend weiterarbeiten zu können.
Das immer besser werdende Verständnis für Tumorerkrankungen und die deutliche bessere und vor allem frühere Diagnostik, führte auch im Jahr 2025 zur Zulassung von neuartigen und individualisierten Therapieansätzen. Zell- und Gentherapien, die nur für eine kleine Gruppe an Patienten, vielfach mit seltenen Erkrankungen, in Frage kamen, haben in 2025 mehr Potential und einen breiteren Anwendungsbereich gezeigt. Es bleibt aber bei hohen Kosten und Komplexität in der Logistik. Diese Punkte werden aber nun gezielt in der Entwicklung adressiert und es wird hier zu deutlichen Verbesserungen kommen, um so diese Behandlungsoptionen in das Sozialsystem breiter zu implementieren. Der Trend der pharmazeutischen Industrie, individualisierte und auf diversen Plattformen und Therapieansätzen Behandlungen zu entwickeln, setzt sich jedenfalls fort. Gleichzeitig zeigen etablierte Modalitäten wie Antikörper (vielfach auch auf mehrere Targets ausgerichtet) oder niedermolekulare Substanzen (sogenannte small molecules) als Therapeutika bei vielen Indikationen nach wie vor eine hohe Nachfrage. Es lässt sich weiterhin eine Aufgabenteilung zwischen Biotech-Unternehmen, die als wesentliche Innovationstreiber fungieren, und großen
Pharmaunternehmen feststellen. Die Letzteren sorgen mit ihrer globalen Präsenz und Finanzstärke für die klinische Weiterentwicklung in fortgeschrittenen Phasen sowie Kommerzialisierung der Projekte. Die langen und kostspieligen Entwicklungswege der Arzneimittel, gepaart mit einer herausfordernden Situation auf den Finanzmärkten, zwangen manche Unternehmen zu rigorosen Sparprogrammen und Redimensionierung ihrer Produktpipelines. Die Arzneimittelbranche ist strengen regulatorischen Gesetzen unterworfen, die durch die EU- Verordnung über die zentrale klinische Prüfung von Humanarzneimitteln ab 2023 komplettiert wurde. Die EU-Verordnung zielt darauf ab, Verfahren zur Genehmigung von klinischen Studien zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Bei der Erforschung und Entwicklung von neuartigen Therapieansätzen lässt sich auch ein Trend für Plattformtechnologien feststellen, die es idealerweise erlauben rascher spezialisierte Lösungen zu entwickeln. Da Expertise- und Produktionskapazitäten von Unternehmen oft begrenzt sind, ist sowohl Auftragsforschung wie -herstellung seitens spezialisierter, global verteilter Lohnhersteller Branchenusus. Die Wertschöpfung rund um ein neues Arzneimittel spiegelt sich in den generierten Patent- und Schutzrechten wider, die essenziell im starken Wettbewerb innerhalb der Branche sind. Die Biotech-Branche ist im Hinblick auf F&E- Ausgaben nach wie vor führend. Sie lehrt auch Geduld zu üben, denn hier sind risikoreiche Entwicklungspfade von über 10 Jahren Standard. Die Portfolios von Biotech-Unternehmen sind heterogen, können einige wenige Produkt-Kandidaten bis hin zu multiplen Assets in diversen Entwicklungsstadien umfassen.
Entwicklung in Österreich:
Die Lage der Biotechnologie in Österreich (ca. 2024–2025) ist im Hinblick auf Forschung und Innovation generell positiv. Die Biotechnologie gilt als einer der am schnellsten wachsenden Innovationssektoren des Landes und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschaft. Die Branche ist jedoch kleiner und weniger finanzstark als in großen Biotech-Zentren wie Deutschland, der Schweiz oder den USA.
Zukunftsaussichten:
Die globale Biotechnologiebranche steht an der Spitze wissenschaftlicher Innovationen und ist bereit, das Gesundheitswesen zu revolutionieren. Im Jahr 2025 entwickelt sich der Biotech- Sektor rasant weiter und bietet sowohl spannende Chancen als auch erhebliche Herausforderungen.
In Österreich wird die Biotechnologie weiterhin als wesentlicher Treiber von Innovation, Spitzentechnologie und zukünftigen Wohlstand angesehen. Durch die anhaltende und intensive Unterstützung der Branche durch die Politik sind die Aussichten durchaus positiv.
Zusammenfassend befindet sich die Biotechnologiebranche sowohl global als auch in Österreich in einer Phase des Wachstums und der Anpassung, mit vielversprechenden Perspektiven für die kommenden Jahre.
Ergebnisanalyse
Mit dem Verkauf an Ligand Pharmaceuticals wechselte das noch verbliebene Vorstandsmitglied 2024 in die invIOs Holding AG. Somit hat APEIRON seither keine Mitarbeiter mehr.
Anders als herkömmliche Biotechnologie-Unternehmen, ist es APEIRON seit dem Geschäftsjahr 2022 möglich, ohne jegliche Investitionen oder Förderungen von außen, profitabel zu wirtschaften, was zu positiven Jahresergebnissen geführt hat.
Ergebnis
Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2025 EUR 29,20 Mio. (2024: EUR 26,82 Mio.) und stammten aus der laufenden Umsatzbeteiligung des auslizenzierten Projektes APN311.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf EUR 15 Tsd. (2024: EUR 19 Tsd).
Im Geschäftsjahr 2025 werden Materialaufwendungen und sonstige bezogene Leistungen in Höhe von EUR 251 Tsd. (2024: EUR 247 Tsd.) ausgewiesen.
Der Personalaufwand beträgt EUR 0,00, da seit dem Geschäftsjahr 2024 keine Mitarbeiter mehr vorhanden sind (2024: EUR 3,87 Mio.).
Die Abschreibungen auf Sachanlagen iHv. EUR 1 Tsd. (2024: EUR 1 Tsd.) stammten von Bürogeräten sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von EUR 4,47 Mio. (2024) auf
EUR 3,62 Mio. (2025). Der Rückgang lässt sich hauptsächlich mit niedrigeren im Rahmen der Service-Level-Agreements weiterverrechneten Kosten erklären.
Den oben beschriebenen Entwicklungen entsprechend, weist APEIRON im Jahr 2025 ein positives Betriebsergebnis in der Höhe von EUR 25,35 Mio. aus (2024: EUR 13,91 Mio.). Das Finanzergebnis beträgt EUR 103 Tsd. (2024: EUR 1 Tsd.) und resultiert aus Zinserträgen aus dem seit 2025 bestehenden Cash-Pooling-Agreement mit dem Eigentümer sowie von Kreditinstituten verrechneten Zinsen. Das Ergebnis vor Steuern liegt 2025 bei EUR 25,45 Mio. (2024: EUR 13,91 Mio.).
APEIRON verbuchte 2025 einen Jahresüberschuss von EUR 23,26 Mio. (2024: EUR 13,22 Mio.). Nach Zurechnung des nach der Ausschüttung 2025 verbleibenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr iHv. EUR 1,03 Mio. ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 24,29 Mio. (2024: EUR 23,03 Mio.).
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme von APEIRON erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 29,44 Mio. (2024) auf EUR 32,19 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von EUR 8,21 Mio. (2024) auf EUR 16,25 Mio.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände stiegen um EUR 282 Tsd. von EUR 933 Tsd. (2024) auf EUR 1,21 Mio. (2025). Das Guthaben bei Kreditinstituten sank von EUR 20,30 Mio. (2024) auf EUR 1,10 Mio. (2025). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich von EUR 0,35 Tsd. (2024) auf EUR 12 Tsd.
Das Eigenkapital erhöhte sich von EUR 27,19 Mio. (2024) auf EUR 28,46 Mio. (2025). Das Stammkapital beträgt zum 31.12.2025 EUR 3,36 Mio. (2024: EUR 3,36).
Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über 105,5 Tsd. eigene Aktien (2024: 105,6 Tsd.). Die Gewinnrücklagen für eigene Anteile blieben unverändert bei EUR 105,5 Tsd. (2024: EUR 105,5 Tsd.).
Die Rückstellungen erhöhten sich von EUR 1,13 Mio. (2024) auf EUR 2,81 Mio. (2025). Hintergrund ist die Bildung einer Steuerrückstellung iHv. EUR 1,34 Mio. Weiters sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 802 Tsd. (2024: EUR 940 Tsd.). Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von EUR 177 TSD im Jahr 2024 auf EUR 74 Tsd. (2025).
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Eigenkapital laut Bilanz | 28 455 144 | 27 192 936 |
| Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB) | ||
| 32 180 549 | 29 438 167 | |
| - von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0 | 0 |
| - Investitionszuschüsse | 0 | 0 |
| Gesamtkapital | 32 180 549 | 29 438 167 |
Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital x 100 | |||
| Gesamtkapital | 88,42 % | 92,37 % | |
| Die | Berechnung der Eigenmittelquote erfolgt gemäß Stellungnahme | des | Fachsenats für |
| Unternehmensrecht und Revision KFS/RL 21 nach der Nettomethode. | |||
Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Investitionszuschüsse | 0 | 0 | |
| + | Rückstellungen | 2811 287 | 1 127 867 |
| + | Verbindlichkeiten | 914 118 | 1 117 365 |
| - sonstige Wertpapiere und Anteile | 0 | 0 | |
| - von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0 | 0 | |
| - liquide Mittel | -1 098 975 | -20 299 270 | |
| = effektives Fremdkapital | 2 626 430 | -18 054 038 | |
| Ergebnis vor Steuern | 25 452 470 | 13 911 965 | |
| - | Steuern vom Einkommen | -2 190 262 | -687 772 |
| + | Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | 1 121 | 904 | |
| - | Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | n 0 | n 0 | |
| - | Auflösung Investitionszuschüsse | 0 | 0 |
| +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen | 0 | 0 | |
| Mittelüberschuss aus der Geschäftstätigkeit | 23 263 329 | 13 225 096 | |
Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| (effektives) Fremdkapital | ||
| Mittelüberschuss aus der | 0,11 Jahre | Kein effektives FK |
| Geschäftstätigkeit |
Finanzierungskennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in %: | 11,58% | 7,63 % | |
| Berechnung: | Fremdkapital x 100 | 3.25 x 100 | 2.237 x 100 |
| Passiva | 32 181 | 29.438 |
Der Verschuldungsgrad gibt an, zu wie viel Prozent das Unternehmen fremdfinanziert ist.
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Working Capital (in TEUR): | 28 451 | 26.995 | |
| Berechnung: | kfr. Aktiva - kfr. Passiva | 32 176 | 29.166 |
| -3 725 | -2.171 |
Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar. Das Working Capital steht zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwendungen zur Verfügung
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Working Capital Ratio in %: | 863,69% | 1.343,43% | |
| Berechnung: | kfr. Aktiva x 100 | 32.176 x 100 | 29.166 x 100 |
| kfr. Passiva | 3 725 | 2.171 |
Das Working Capital Ratio in % stellt das Verhältnis von kurzfristigen Aktiva zu kurzfristigen Passiva dar.
Rentabilitätskennzahlen
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in %: | 87,16% | 51,87 % |
| EBT x 100 | ||
| Berechnung: | 25.452 x 100 | 13.912 x 100 |
| Umsatz (inkl. BV) | 29.201 | 26.818 |
Die Umsatzrentabilität besagt, wie viele Prozente des Umsatzes inklusive Bestandsveränderung als Ergebnis vor Steuern verbleiben.
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in %: | 91,48 % | 59,91 % | |
| EBT x 100 | |||
| Berechnung: | 25.452 x 100 | 13.912 x 100 | |
| Ø Eigenkapital | 27 824 | 23.221 | |
| Gesamtkapitalrentabilität in %: | 82,61% | 48,22 % | |
| Berechnung: | (EBT + FK-Zinsen) x 100 (EBT + FK-Zinsen) x 1 0⁰ Ø Gesamtkapital | 25.452 x 100 30 809 | 13.940 x 100 29.731 |
Die Eigenkapital- und die Gesamtkapitalrentabilität geben die Verzinsung des Eigen- bzw. des Gesamtkapitals an.
Risikobericht
APEIRON verfolgt das Ziel, die Einnahmen, die mit den auslizenzierten Projekten erwirtschaftet werden, zu verwalten und Gewinne an den Eigentümer auszuschütten. Aufgrund der extrem schlanken Kostenstruktur, die dem Umstand geschuldet ist, dass im Rahmen der Unternehmensspaltung der operative Forschungsbetrieb mitsamt allen Mitarbeitern ausgelagert wurde und den hohen Lizenzerlösen aus Qarziba®, ist das Unternehmen äußerst profitabel und von jeglicher Form von Fremdkapital unabhängig. Die allgemeinen Risiken, dem sich das Unternehmen ausgesetzt sieht, sind daher als eher gering zu bewerten.
Betriebliche Risiken
Sollten Konkurrenten der Lizenznehmer ihr Produkt schneller zur Marktreife führen oder Alternativen zu diesen Produkten entwickeln, könnte die Gesellschaft einen signifikanten Teil der erwarteten Einnahmen verlieren.
Der Erfolg von strategischen Partnerschaften hängt zum Teil von den Entwicklungen der strategischen Partner ab, über die die Gesellschaft nur wenig oder gar keine Kontrolle ausüben kann. Partner könnten sich zu einer Verzögerung oder einer Beendigung einer oder mehrerer dieser strategischen Partnerschaften entschließen, ein davon unabhängiges Produkt entwickeln, das mit den Produktkandidaten der Gesellschaft konkurriert, oder es verabsäumen, ausreichende Ressourcen für die Entwicklung oder Vermarktung der mit APEIRON gemeinsam entwickelten oder von APEIRON lizenzierten Projekte oder Produktkandidaten zur Verfügung zu stellen.
Die Vermögenswerte von APEIRON beinhalten auslizenzierte Produkte oder Produktkandidaten. APN311 wurde 2017 in der Europäischen Union für den Verkauf zugelassen und an EUSA Pharma Ltd (von Recordati S.p.a. erworben) in 2016 auslizenziert. Die Marktakzeptanz dieses Produktes spielt für APEIRON daher eine wichtige Rolle, kann aber aufgrund der Ausgestaltung der entsprechenden Lizenzvereinbarung von APEIRON kaum mehr beeinflusst werden.
Das geistige Eigentum der Gesellschaft ist weitreichend durch Patente abgesichert. Die Möglichkeit und die Erfolgsaussichten auf Durchsetzung rechtlicher Ansprüche gegenüber Vertragspartnern, Behörden etc. könnte aufgrund unterschiedlicher Faktoren (z.B. damit verbundene Kosten, Gerichtsstand, Sitz/Größe/Art der Gegenpartei) erschwert oder verunmöglicht werden.
Finanzielle Risiken
Durch die Verlagerung des Forschungsbetriebes in die invIOs GmbH und der nunmehr bloßen Verwaltungstätigkeit der Lizenzerlöse aus Qarziba® sind die finanziellen Risiken deutlich reduziert.
Liquiditätsrisiko
Wesentliche Liquiditätsengpässe können sich aus der Tatsache ergeben, dass der realisierte und geplante operative Cashflow der Gesellschaft auf kurz- und mittelfristige Sicht Schwankungen unterliegt, da der Erlöszufluss hauptsächlich aus einer begrenzten Anzahl von Zahlungsvorgängen herrührt, die hauptsächlich aus Kooperations- und Lizenzvereinbarungen stammen. Daraus folgt, dass die Sicherstellung der Unternehmensliquidität eines der wesentlichsten Risiken darstellt und daher für die Unternehmensführung von besonderem Stellenwert ist und eine entsprechende Aufmerksamkeit im Tagesgeschäft erfordert. Das Management berücksichtigt daher die Liquiditätsauswirkungen beim Eingang von relevanten finanziellen Verpflichtungen für das Unternehmen. Zu diesem Zweck wird laufend eine aktuelle Finanzplanung erstellt und eingegangene finanzielle Verpflichtungen werden überwacht. Im Allgemeinen ist das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft seit der Auslagerung des Forschungsbetriebs und der damit verbundenen starken Kostenreduktion als sehr gering zu bewerten.
Fremdwährungsrisiko
Die Gesellschaft ist international tätig und infolgedessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das aus den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen resultiert, hauptsächlich des britischen Pfunds und des US-Dollars. Der in 2024 in Rechnung gestellte Umsatz wurde ausschließlich in Euro erwirtschaftet und stellte kein Fremdwährungsrisiko dar. Das Fremdwährungsrisiko, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist, ist sehr gering, da nur wenige Lieferantenrechnungen in Fremdwährung ausgestellt werden.
Kreditrisiko
Die Gesellschaft ist einem Kreditrisiko von zwei Seiten ausgesetzt: Kreditoren und Debitoren.
Innovationsbericht
Hinweis: Aufgrund der großen Bedeutung der Absicherung geistigen Eigentums (siehe auch „Betriebliche Risiken“) darf eine publizierte Darstellung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Gesellschaft ein allgemeines, oberflächliches Maß nicht überschreiten.
Projekt APN311
APN311/ Qarziba® ist ein Maus-humaner chimärer monoklonaler Antikörper gegen das GD2 Gangliosid, das auf Neuroblastomzellen (und einigen anderen Tumoren wie z. B. verschiedenen Sarkomen, Melanom, kleinzelliges Lungenkarzinom, Glioblastom) stark exprimiert ist.
APEIRON erhielt für APN311/ Qarziba® im Mai 2017 von der Europäischen Kommission die Marktzulassung zur Behandlung des Neuroblastoms für APN311. Diese wurde in weiterer Folge an APEIRONs Lizenzpartner EUSA (von Recordati S.p.a. in 2023 übernommen) übertragen.
Projekt APN411
Das Ziel des APN411 Projektes ist die Entwicklung einer niedermolekularen Substanz, die das zelluläre Immunsystem selektiv und kontrolliert über einen neuartigen „Checkpoint Blockade Mechanismus“ aktiviert und damit eine effiziente immunologische Bekämpfung von Tumoren, im Idealfall auch deren Abtötung ermöglicht. Der Ansatz ist nicht tumorspezifisch, und daher prinzipiell bei allen Tumorerkrankungen einsetzbar.
Prognosebericht:
Ab dem Jahr 2022 lag der Fokus bei APEIRON ausschließlich auf der Vereinnahmung und Verwaltung von Erträgen aus Projekten. Aktuell handelt es sich ausschließlich um Erträge aus dem Projekt APN311. Zukünftig könnten auch Lizenzeinnahmen aus allen anderen bisherigen Projekten vereinnahmt werden, wie aus den Projekten APN401 sowie INV441 sowie INV501, die alle an die invIOs GmbH auslizenziert wurden.
Ausblick
Die APEIRON wird mit dem Alleineigentümer Ligand Pharmaceuticals Incorporated sich weiterhin auf das Vereinnahmen von Erträgen aus dem auslizensierten Projekt APN311 fokussieren.
Wien, am 30.5.2026
Andrew Reardon e.h.
Rainer Koch, MA e.h.