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Wirtschaftliches Umfeld
Trotz der weiterhin verhaltenen Stimmung prognostizieren die Wirtschaftsforscher für 2026 eine moderate Stabilisierung der wirtschaftlichen Dynamik. Nachdem im Jahr 2025 erste leichte Erholungstendenzen sichtbar wurden, dürfte sich die Konjunktur nun schrittweise festigen. Die bereits erfolgten Zinssenkungen sowie die deutlich zurückgegangene Inflation entfalten zunehmend ihre stimulierende Wirkung auf Konsum und Investitionen. Gleichzeitig bleiben geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheiten wesentliche Risikofaktoren. Neben Osterreich stehen auch zahlreiche andere europäische Volkswirtschaften vor der Herausforderung, schwaches Wachstum mit konsolidierungsbedürftigen öffentlichen Haushalten zu vereinen. Der fiskalische Spielraum bleibt eingeschränkt, während strukturelle Reformen weiter an Bedeutung gewinnen. Der anhaltende Strukturwandel – insbesondere in der europäischen Automobilindustrie – sowie dauerhaft erhöhte Energie-, Lohn- und Finanzierungskosten belasten weiterhin zentrale Industriezweige. Für Osterreich wird im Jahr 2026 ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet, das leicht über dem Vorjahreswert liegen dürfte. Im internationalen Vergleich dürfte die österreichische Wirtschaft jedoch mittelfristig weiterhin schwächer wachsen als der Euroraum insgesamt, dessen Dynamik wiederum hinter jener der USA zurückbleibt.
Im Jahr 2025 wurden laut Statistik Austria 284.978 Personenkraftwagen neu zum Verkehr zugelassen. Das sind um 12,3% oder 31.189 PKW mehr als im Jahr davor.
Geschäftsverlauf
Die Unterberger Automobile GmbH & Co KG, Dornbirn, erwirtschaftet im Abschlussjahr einen Umsatz von € 31,9 Mio, gegenüber dem Vorjahr ist das eine Verringerung von rund 15,49 %. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit Verkauf und Service von Fahrzeugen der Marken BMW, MINI sowie dem Handel mit Gebrauchtwagen. In Summe wurden 624 Einheiten (Vorjahr 681) abgesetzt.
Im Geschäftsjahr konnte ein ordentliches Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragssteuern (EBITDA) von T€ 1.220 (Vorjahr Te 1.385) erzielt werden, was einer Umsatzrentabilität von 3,82 % (Vorjahr 3,66 %) entspricht. Nach Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses von T€ 37 (Vorjahr T€ 64) und der Abschreibungen in der Höhe von Te 226 (Vorjahr T€ 151) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von Te 957 (Vorjahr T€ 1.170). Die Eigenkapitalquote per 31.12.2025 beträgt 10,81 % (Vorjahr 14,86 %).
| Geldflussrechnung gemäß AFRAC: | 31.12.25 | 31.12.24 |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Netto-Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit | 2.422 | 1.641 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | (1.293) | (296) |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | (83) | (892) |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 1.046 | 453 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 458 | 5 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.504 | 458 |
Investitionspolitik
lagen im Geschäftsjahr bei T€ 226.
€ 1.298 getätigt. Die Abschreibungen
Risikomanagement
Durch die in der Gesellschaft und der Gruppe implementierten Kommunikationsprozesse und elektronischen Informationssysteme ist ein laufendes Monitoring aller wesentlichen Risikopositionen gewährleistet. Dazu zählen insbesondere das Vorratsmanagement und die Kundenforderungen gegenüber gewerblichen Kunden sowie Konsumenten, in- und ausländische Lieferantenverbindlichkeiten, sowie die Refinanzierung bei Kreditinstituten.
Der Kraftfahrzeughandel ist dabei keinem bedeutenden Preisänderungsrisiko ausgesetzt. Ein- und Verkauf erfolgen vollständig auf Euro-Basis. Allerdings können durch die hohe Wettbewerbsintensität am KFZ-Markt Verschlechterungen der Einkaufskonditionen teilweise nicht unmittelbar an die Kunden weitergegeben werden. Eine Destabilisierung der österreichischen Wirtschaft kann im Bereich unserer Kunden (Geschäftskunden, Privatpersonen) zu wirtschaftlichen Problemen führen und damit ein erhöhtes Ausfallsrisiko mit sich bringen. Das Ausfallsrisiko ist durch die bestehende Kundenstruktur und die Zurückbehaltungsmöglichkeit des Kraftfahrzeugs als Sicherungsgut jedoch als relativ gering zu beurteilen.
Das Liquiditätsrisiko ist durch eine laufende, detaillierte Liquiditätsplanung in der Gesellschaft sowie über die Unterberger Beteiligungs GmbH für die gesamte Unterberger Automobile Gruppe, welche über entsprechende Liquiditätsreserven verfügt, in Abstimmung mit der Fristenlaufzeit der Finanzierung, wirtschaftlich als gering einzustufen. Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Cashflow-Risiken werden keine identifziert.
Beschaffungsrisiko: Bei einer Einschränkung der Produktion - und Transportkapazitäten, kann es zu einer Reduktion der Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Ersatzteilen kommen.
Markt- bzw. Absatzrisiko: Der Umsatz der Gesellschaft wird in den Kundencentern generiert. Eine Einschränkung der Kundenfrequenz auf Basis eingeschränkter Mobilität der Kunden bzw. eine Anderung des Kaufverhaltens kann daher zu entsprechenden Umsatzreduktionen im Bereich Fahrzeuge, Ersatzteile und Zubehör sowie von Reparaturleistungen führen.
Es wird weiterhin versucht, den möglichen Risiken durch geeignete Maßnahmen entsprechend entgegenzusteuern. Ob dies vollständig gelingt kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Als Folge der oben angeführten Risiken bzw. bei einer Kombination dieser Risiken können sich somit negative Auswirkungen auf die Ertragssituation sowie Liquiditätslage der Gesellschaft ergeben.
Personal
Der Personalstand des Unternehmens liegt zum Bilanzstichtag bei 57 Personen. Personalfluktuationen sind vor allem in Schlüsselpositionen äußerst selten. Die Geschäftsleitung dankt allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren wertvollen Einsatz und die Leistungsbereitschaft.
Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Der Auftragseingang ist aktuell als sehr gut zu bezeichnen. Für das Jahr 2026 wird ein moderates Umsatzwachstum erwartet. Der Fokus liegt in der konsequenten Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität sowie Einhaltung einer strikten Kostendisziplin. Der Aftersales ist für Autohäuser unter drei Gesichtspunkten als Rückgrat zu bezeichnen. So dient dieser Geschäftsbereich gleichermaßen als Ertragssäule, als Stabilisator und als wichtiges Instrument der Kundenbindung.
Aufgrund der stark gestiegenen Benzin- und Dieselpreise infolge des Iran Konflikts wächst das Interesse an Elektroautos deutlich, wenngleich viele Käufer noch abwarten, ob die Preise dauerhaft hoch bleiben.
Auf Basis dieser Entwicklungen werden für die Gesellschaft 2026 wieder solide positive Ergebnisse, wenngleich unter dem Niveau des Vorjahres, erwartet.
Forschung und Entwicklung
Eigene Forschungs- und Entwicklungsbereiche wurden nicht unterhalten.
Dornbirn, am 16. April 2026
| Gera | Mag. Dieter Unterberger e.h. Fritz Unterbergér jun. e.h. | Josef Gruber e.h. |
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