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SIG Combibloc GmbH & Co KG, Saalfelden am Steinernen Meer
Darstellung des Unternehmens
SIG ist ein führender Anbieter von Verpackungslösungen „for better“ – besser für unsere Kunden, für Verbraucherinnen und Verbraucher und für die Welt. Mit unserem einzigartigen Portfolio aus aseptischen Kartonpackungen, Bag-in-Box-Lösungen und Standbeuteln mit Verschlüssen arbeiten wir partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, um Lebensmittel- und Getränkeprodukte auf sichere, nachhaltige und bezahlbare Weise an Verbraucherinnen und Verbraucher in aller Welt zu bringen.
Unsere Technologie und unsere herausragende Innovationskraft ermöglichen es uns, unseren Kunden vielfältige Verpackungssysteme und -lösungen für innovative Produkte und smarte Produktionsprozesse anzubieten, die den sich ständig ändernden Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbrauchern gerecht werden. Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit und leitet uns auf unserem Weg, Verpackungen „for better“ zu schaffen – Verpackungen, die mehr für die Menschen und den Planeten tun, als sie in Anspruch nehmen.
Gegründet im Jahr 1853, hat SIG den Hauptsitz in Neuhausen, Schweiz, und ist an der SIX Swiss Exchange notiert. Die Kompetenz und Erfahrung unserer weltweit rund 9.000 Mitarbeitenden ermöglichen es uns, schnell und effektiv auf die Bedürfnisse unserer Kunden in mehr als 100 Ländern einzugehen.
In Saalfelden befindet sich eine Packstoffproduktionsstätte der weltweit zehn Produktionsstandorte der SIG Gruppe, in denen aseptische Kartonpackungen hergestellt, bedruckt und als flache Kartonmäntel zu den Kunden ausgeliefert werden. Bei den Kunden werden sie auf Füllmaschinen von SIG befüllt.
Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
Im Allgemeinen ist der Geschäftsverlauf weitgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen, dies zeigt sich auch im Jahr 2024. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 14,2% gesteigert werden. Dies ist unter anderem auf Neuprojekte in Osteuropa zurückzuführen. Analog zu den gesteigerten Umsätzen konnte auch der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 29,4% gesteigert werden. Das ist im Wesentlichen auf die gesteigerten Drittumsätze und die damit einhergehende Fixkostendegression, sowie verbesserte Rohmaterialkosten zurückzuführen.
Absatz und Umsatz
Insgesamt lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 mit 352,0 Mio. € um 44,7 Mio. € über dem Vorjahr. Der Absatz erhöhte sich von 3.636 Mio. Packungen im Geschäftsjahr 2023 auf 3.761 Mio. Packungen im Geschäftsjahr 2024. Dabei wurde der
Absatzrückgang von konzerninternen Lieferungen mit einem Absatzanstieg im Drittkundengeschäft überkompensiert. Die Absatzsteigerung konnte bei bestehenden Kunden im Wesentlichen im Absatzmarkt Polen realisiert werden. Zusätzlich trugen Neuprojekte in Tschechien, Rumänien und Ungarn zur Absatzsteigerung bei.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung betrug 41,2 Mio. €, was einer Rentabilität von 11,6 % entspricht (2023: 31,8 Mio. € und 10,3 %). Getrieben durch den Umsatzanstieg und den bereits genannten niedrigeren Rohmaterialkosten erzielte die Gesellschaft ein höheres Ergebnis als im Vorjahr.
Die Investitionen (ohne Finanzanlagen) lagen mit 7,2 Mio. € über dem Vorjahr (2023: 4,1 Mio. €), wobei der Schwerpunkt der Investitionen weiterhin in den technischen Anlagen und Maschinen liegt.
Der aus dem unternehmensrechtlichen Jahresabschluss abgeleitete Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2024 46,6 Mio. € (Vorjahr 31,3 Mio. €). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus dem höheren Jahresüberschuss vor Gewinnabführung, der Erhöhung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und der Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten, hier insbesondere die Verbindlichkeiten für Kundenbonusverpflichtungen (kreditorische Debitoren). Die Erhöhung der Vorräte sowie die Abnahme erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen haben sich negativ auf die Entwicklung des Cash Flows aus laufender Tätigkeit ausgewirkt. Nach Berücksichtigung des Cash Flows aus der Investitionstätigkeit -7,6 Mio. € (Vorjahr -4,7 Mio. €) sowie des Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit -31,8 Mio. € (Vorjahr -24,6 Mio. €) ergibt sich im Geschäftsjahr 2024 eine Erhöhung des Finanzmittelbestandes in Höhe von 7,1 Mio. €.
Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2024 beläuft sich auf 4,0 % des Gesamtkapitals (31. Dezember 2023: 4,2 %). Das Eigenkapital ist auf Grund des Ergebnisabführungsvertrags unverändert und weiterhin bei 4,5 Mio. €. Die Verschlechterung der Eigenkapitalquote resultiert aus dem Anstieg der Bilanzsumme. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag.
Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr 2024 waren keine derivativen Finanzinstrumente in Verwendung.
Forschung und Entwicklung
Grundlagenforschung und Entwicklung werden nach wie vor von einer eigenen Entwicklungsgesellschaft ausgeführt, die im Konzernverbund angesiedelt ist. Dabei wird von unserem Unternehmen Unterstützung, z.B. bei notwendigen Tests zur Entwicklung der Serienreife, geleistet.
Nicht-finanzielle Leistunqsindikatoren
Arbeitnehmerbelange
Im Geschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 304 Mitarbeiterlnnen (Vorjahr 333 Mitarbeiterlnnen) in der SIG Combibloc GmbH & Co KG beschäftigt (213 Arbeiter / 91 Angestellte). Im vorgenannten Personalstand sind 14 Lehrlinge (9 Arbeiter / 5 Angestellte) enthalten.
Fachlich lässt sich folgende Teilung vornehmen:
• 264 Mitarbeiterlnnen im Produktions- und produktionsnahen Bereich • 40 Mitarbeiterlnnen im Vertriebs- und Verwaltungsbereich
Die Qualifikationsstruktur weist eine gute Mischung an Ausbildungsabschlüssen auf. Durch berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen ist gewährleistet, dass das erforderliche Qualifikationsniveau stetig ausgebaut wird.
Das an das Konzernangebot gekoppelte Aus- und Weiterbildungsprogramm unterstützt die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die Schulungsausgaben betrugen im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 46 T€ (Vorjahr 68 T€).
Für Mitarbeiterlnnen des Topmanagements besteht eine betriebliche Altersvorsorge.
Umweltmanagement (zertifiziert nach ISO 14001)
Abfall
Das gesetzte Ziel für die spezifische Menge (t/Mm2) an Abfall im Jahr 2024 wurde nicht erreicht. Wohingegen der spezifische CO2 Output im Geschäftsjahr 2024 auf einem sehr guten Niveau lag. Dieser konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 verbessert werden.
Energiemanagement (zertifiziert nach ISO 50001)
Das gesetzte Ziel im Gesamtenergieverbrauch 2024 konnte erreicht werden. Positiv beigetragen hat hierzu die erzielte Produktionsmenge. Für das Geschäftsjahr 2025 wird für den Bereich Erdgasverbrauch Einsparungspotential gesehen, da sich Projekte bezüglich Prozessverbesserungen verzögert haben und mit dem Abschluss dieser Projekte in 2025 gerechnet wird.
Brand- u. Explosionsschutz (EX-Schutz)
Im Geschäftsjahr 2024 kam es zu 4 Brandereignissen die intern gelöscht werden konnten.
Folgende Brandschutzprojekte wurden umgesetzt:
- Austausch Brandmeldezentrale - Brandschutzklappen AFK - Umstellung Gaslöschanlage Düsenabsaugung Extruder von CO2 auf N
Die Verantwortlichkeiten zu EX-Schutz sind definiert. Eine laufende Evaluierung hinsichtlich Anderungen wird durchgeführt und wird in den zentralen EX- Schutzdokumenten festgehalten.
Legal Compliance
Aus Compliance Sicht ist die Kenntnis aller wesentlichen Vorschriften und deren Anderungen, die Evaluierung aller Anzeigen, Genehmigungen oder sonstigen Anforderungen sichergestellt und die daraus resultierende Maßnahmenumsetzung gewährleistet. Durch die Informationen aus der externen Rechtsberatung, den monatlichen Legal Compliance Bericht und das im Abstand von 3 Monaten durchgeführte Statusmeeting ist die oberste Leitung bzw. die Organisation auf dem aktuellen Stand.
Risikobericht
Beschaffungsrisiken bei den Rohstoffen wird durch Sicherungsmaßnahmen einer konzerninternen Beschaffungsgesellschaft begegnet. Für das Risiko des Ausfalls von Produktionsanlagen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Das IT-System wird von einer konzerninternen Servicegesellschaft betrieben, die Vorkehrungen gegen Ausfälle getroffen hat. Das Risiko des Forderungsausfalls wird als gering angesehen, da große Teile der Forderungen an ein Factoringinstitut verkauft werden und die wesentlichen Risiken an dieses übergehen.
Das Handeln der SIG Gruppe ist auf die Nutzung von Chancen bei gleichzeitiger Kontrolle der damit einhergehenden Risiken ausgerichtet. Aus diesem Grunde ist in der SIG Gruppe die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des SIG gruppenweiten Systems der Unternehmensführung. Kernelemente der Steuerung sind das Risikomanagement-System (RMS) und das interne Kontrollsystem (IKS). Der Schwerpunkt des RMS liegt auf der Risikoerkennung (ldentifikation von Risiken), Risikobewertung (Beurteilung und Quantifizierung von Risiken einschl. Risikoaggregation zur Ermittlung der möglichen Risikoauswirkungen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung), Risikokontrolle (Maßnahmen zur Risikovermeidung, zum Risikotransfer und zur Risikominderung) und Risikoüberwachung (Sicherstellung der Wirksamkeit des RMS). Hierzu werden in regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung Risiken identifiziert und analysiert sowie entsprechende Gegenmaßnahmen vereinbart, deren Durchführung im Hinblick auf Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird. Zudem hat die SIG Gruppe für mögliche Schadensfälle und
Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken in Grenzen halten.
Zentrale Bestandteile des RMS, das auf sämtliche wesentliche Risiken der SIG Gruppe abzielt, sind der Planungs- und Controlling-Prozess, regelmäßige Workshops mit dem Vorstand der SIG Gruppe, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Darüber hinaus wird das RMS durch das IKS ergänzt, in dessen Mittelpunkt die Implementierung von Kontrollen und Prozessen steht, um zu gewährleisten, dass ein regelungskonformer Jahresabschluss erstellt wird. Dazu tragen verschiedene prozessintegrierte und prozessunabhängige Uberwachungsmaßnahmen bei, die sicherstellen, dass unter Berücksichtigung des Prinzips der Funktionstrennung bzw. des Vier-Augen-Prinzips die Risiken von dolosen Handlungen reduziert werden.
Die gruppeninterne Revision überwacht sowohl die Funktionsfähigkeit des internen Steuerungs- und Uberwachungssystems als auch die Einhaltung organisatorischer Sicherungsmaßnahmen und prüft in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit des Internen Kontroll- bzw. Risikomanagement-Systems. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung unseres IKS und RMS, die auf der Grundlage anerkannter Rahmenwerke (z.B. COSO) basieren, Berücksichtigung.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir einen in etwa gleichbleibenden Gesamtumsatz, wobei weiterhin ein Wachstum des Absatzes an Drittmärkte erwartet wird, während das konzernintene Geschäft weiterhin rückläufig zu erwarten ist. Die Produktionsmenge des Werkes Saalfelden hingegen wird im Vergleich zum Vorjahr vermutlich leicht geringer ausfallen. Dies ist konzerninternen Produktionsallokationen geschuldet. Der Jahresüberschuss wird nach einem sehr profitablen Jahr 2024 moderat rückläufig erwartet.
Saalfelden am Steinernen Meer, den 28. März 2025
SIG Combibloc GmbH & Co KG, Saalfelden aryy Sjeinernen Meer
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