Inhaltsverzeichnis
der
DLA Piper Weiss-Tessbach Rechtsanwälte GmbH, Wien
zum 30.04.2025
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Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens
Die DLA Piper Weiss-Tessbach Rechtsanwälte GmbH, Wien (Gesellschaft) ist Teil von DLA Piper, einer globalen Anwaltskanzlei, die durch eigenständige Rechtsträger agiert.
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht in der Erbringung von Rechtsberatungsleistungen, insbesondere im Bereich des Wirtschaftsrechts. Das Unternehmen ist derzeit in sieben Geschäftsbereiche organisiert: Gesellschaftsrecht (Corporate), Finanzierungen und Projekte, einschließlich Restrukturierungen (Finance), Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Angelegenheiten (Litigation & Regulatory), Arbeitsrecht (Employment), gewerblicher Rechtschutz und Immaterialgüterrecht (Intellectual Property and Technology), Immobilienrecht (Real Estate) und Steuerrecht (Tax).
Ausgewählte betriebswirtschaftliche Kennzahlen
| (Angaben in TEUR, sofern nicht anders angegeben) | 2024/25 | 2023/24 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse ............................................................ | 37.689 | 35.459 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen ............................ | -588 | -483 |
| Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ..... | 2.622 | 4.570 |
| Finanzergebnis ......................................................... | -212 | -288 |
| Ergebnis vor Steuern ................................................ | 2.410 | 4.282 |
| Bilanzgewinn ............................................................. | 5.903 | 6.967 |
| Umsatzrentabilität ieS (in Prozent) | ||
| (EBIT/Umsatzerlöse) ................................................ | 6,96% | 12,89% |
| Gesamtkapitalrentabilität (in Prozent) | ||
| (EBIT/Gesamtkapital) ............................................... | 13,63% | 24,17% |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | ||
| (Eigenkapital / Gesamtkapital) | 31,81% | 38,00% |
| Eigenkapital zzgl. Partnerkapital in Prozent des Ge- | ||
| samtkapitals | ||
| ((Eigenkapital + Partnerkapital)/Gesamtkapital) ....... | 53,11% | 58,62% |
Das europäische Umfeld war im Geschäftsjahr 2024/25 mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, insbesondere einer anhaltenden erhöhten Inflation. Ungeachtet dessen war die Gesellschaft als Full-Service Rechtsberatungsunternehmen in der Lage, sich an Marktänderungen anzupassen und ihren lokalen und internationalen Mandanten weiterhin rechtliche Beratung auf höchstem Niveau anzubieten.
Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2024/25, das am 30.04.2025 endete, auf TEUR 37.689 (2023/24: TEUR 35.459). Diese Steigerung ist auf den neuen Geschäftsbereich Immobilienrecht und auf eine stärkere Zusammenarbeit im Netzwerk zurückzuführen. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen betrug im Geschäftsjahr 2024/25 TEUR 2.622 (2023/24: TEUR 4.570). Wir haben im letzten Geschäftsjahr zahlreiche Investitionen getätigt, wie technische Ausstattung der neuen Geschäftsräumlichkeiten sowie neue Möblierungen. Weiters haben wir die Gehälter unserer Mitarbeiter sowie Kooperationsanwälte erhöht, dadurch sind unsere Personalkosten sowie die Kosten für bezogene Leistungen entsprechend angestiegen. Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind die klientenbezogenen Barauslagen sowie die Beratungsleistungen im Verhältnis zum Vorjahr deutlich angestiegen.
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft betrug zum 30.04.2025 TEUR 19.242 (2023/24: TEUR 18.910). Die Sachanlagen betrugen TEUR 2.844 (2023/24: TEUR 2.881). Diese geringe Reduktion ergibt sich aus der neu angeschafften Ausstattung für unseren Standort in Wien, bei gleichzeitiger ganzjähriger Abschreibung der Investitionen aufgrund des Umzugs im Geschäftsjahr 2023/24. Der Netto Cash-flow der Gesellschaft aus der betrieblichen Tätigkeit betrug TEUR 1.895 (2023/24: TEUR 1.452), aus der Investitionstätigkeit TEUR -551 (2023/24: TEUR -2.371) und aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -2.634 (2023/24: TEUR -2.418). Der gesamte Finanzmittelbestand zum 30.04.2025 belief sich auf TEUR 2.115 (2023/24: TEUR 3.405).
2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und wesentliche Risiken Die Gesellschaft konzentriert sich auf das Kerngeschäft der Rechtsberatung.
Die Gesellschaft verfolgt mit ihrem Risikomanagement und umfassendem internationalen und lokalen Berichtssystem die Geschäftstätigkeit laufend und zeitnah, sodass auf Risiken rasch reagiert werden kann. Unterstützt wird dieses Risikomanagementsystem durch interne Kontrollmechanismen, ergänzt durch Maßnahmen im administrativen Bereich, wie etwa dem dort bestehenden allgemeinen Grundsatz des Vier-Augen-Prinzips, der Funktionstrennung sowie der Vorgabe von Richtlinien. Insbesondere erfolgt vor Aufnahme neuer Mandate eine umfassende und standardisierte Prüfung, in deren Rahmen einerseits mögliche Konflikte, andererseits aber auch die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen (Compliance, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen, Bonität, etc.) untersucht werden, um diesbezügliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Mandanten auszuschließen. Neben den zwingend anwendbaren Vorschriften der RAO für die Prüfung von Mandanten im Hinblick auf Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung im Rahmen des Eingehens neuer Mandatsverhältnisse prüft die Gesellschaft zusätzlich auch die Hintergründe von Mandanten, um das berufsrechtliche Risiko sowie potenzielle Reputationsrisiken zu minimieren.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zur Vorsorge eines möglichen Forderungsausfalles im Einzelfall geprüft, und Wertberichtigungen auf Grundlage der langjährigen Erfahrung wurden vorgenommen. Die Gesellschaft fakturiert überwiegend in Euro und Verbindlichkeiten bestehen ebenfalls überwiegend in Euro. Bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen fast ausschließlich in US-Dollar. Der Anteil an in fremder Währung fakturierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum 30.04.2025 ca. 16%, sodass Fremdwährungsrisiken von untergeordneter Bedeutung sind. In den Positionen Kassa und Bankguthaben sind zum Abschlussstichtag keine nennenswerten Fremdwährungsvaluten oder Schecks enthalten.
Das Geschäftsjahr 2025/26, welches am 01.05.2025 begonnen hat und am 30.04.2026 enden wird, hat für die Gesellschaft positiv begonnen. Über das Ergebnis zum 30.04.2026 lässt sich zwar aus heutiger Sicht noch keine definitive Aussage treffen, allerdings geht die Gesellschaft aufgrund der Diversifikation ihrer Beratungsleistungen und ihrer Mandantenstruktur davon aus, das Vorjahresergebnis in etwa wieder zu erreichen.
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Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft hat eine Zweigniederlassung in Bratislava, Slowakei.
4
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Umweltbewusstsein
Die Gesellschaft ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und setzt zahlreiche Maßnahmen, um ressourcenschonend und nachhaltig zu agieren. Die Gesellschaft ist zertifiziert nach ISO 14001. Es bestehen Abfalltrennsysteme, insbesondere auch für die Entsorgung gefährlicher Güter. Die Energie wird als "grüner Strom" bezogen. Ein vollständiges Abfallwirtschaftskonzept ist umgesetzt. Möglichkeiten zur weiteren Reduktion von Abfällen werden laufend evaluiert.
Im Zuge der COVID-19 Pandemie hat sich gezeigt, dass zahlreiche Abstimmungen nicht physisch erfolgen müssen, sondern auch virtuell erfolgen können. Gleichzeitig besteht für Mitarbeiter teilweise die Möglichkeit, Arbeiten aus dem Home-Office zu verrichten, wodurch sich ebenfalls CO2-Einsparungen ergeben (etwa, wenn die Anreise per PKW erfolgt).
Mitarbeiter und Kooperationsanwälte
Die Gesellschaft legt größten Wert auf konsequente fachliche Aus- und Weiterbildung sowie auf höchste Qualität in der Rechtsberatung. Die Förderung der Gesundheit aller Team-Mitglieder ist ein zentrales Anliegen, das auf mehreren Ebenen verfolgt wird.
In Zusammenarbeit mit einer eigenen Arbeitsmedizinerin, die regelmäßig im Büro der Gesellschaft präsent ist, werden Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und allgemeine Sprechstunden angeboten. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, Shiatsu-Massagen im Büro zu erhalten.
Aus- und Weiterbildung
Die Gesellschaft setzte eine Vielzahl von internen und externen Aktivitäten, um ihre Mitarbeiter zu fördern. Neben internationalen Schulungsprogrammen für Juristen wurden auch am Standort in Wien regelmäßig interne Schulungen abgehalten, um die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Seit dem Sommer 2022 werden interne Schulungen in hybrider Form, angeboten, sodass Teilnehmer entweder in physischer Präsenz oder via MS Teams daran teilnehmen konnten.
Pro Bono Rechtsberatung
Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählt auch das "Pro Bono"-Engagement von DLA Piper. Hierbei übernimmt die Gesellschaft Mandate von besonderer zivilgesellschaftlicher Relevanz oder Aufträge von NGOs ohne finanzielle Abgeltung. "Pro Bono"-Beratung hat einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft, weshalb JuristInnen angehalten sind, in diesem Bereich zu engagieren. Die für Pro Bono-Mandate aufgebrachten Zeiten werden auch rechnerisch als (verrechenbare) Mandantenarbeit bei der individuellen Remuneration berücksichtigt.
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2024/25 mehr als 1.795 Stunden an Pro Bono-Arbeit von allen im Wiener Büro beschäftigten Juristen erbracht.
5 Bericht über die Forschung und Entwicklung
Der Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Rechtsberatung, weshalb keine Forschungsund Entwicklungsaktivitäten im engeren Sinn gesetzt werden. Allerdings investiert die Gesellschaft in die juristische Forschung und Vortragsaktivitäten insbesondere an universitären Einrichtungen.
Weiters wurde das vor einigen Jahren begonnene interne Projekt zur Dokumentenstandardisierung weiter fortgeführt, sodass für eine große Anzahl standardisierter Abläufe Musterdokumente zur
Verfügung stehen. Diese werden laufend evaluiert und, sofern erforderlich, aktualisiert. Überdies wird an einer Dokumentenautomatisierungslösung gearbeitet. Eine Quantifizierung dieser Tätigkeit ist jedoch im Berichtwesen nicht erfasst und auch nicht zielführend. Juristische Fachpublikationen werden bewusst gefördert. Regelmäßig werden jene Juristen, die sich im Bereich von Fachpublikationen besonders stark engagieren, intern ausgezeichnet.
| 6 | Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten |
|---|---|
| Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. |
Wien, am 18. Dezember 2025
Die Geschäftsführer der DLA Piper Weiss-Tessbach Rechtsanwälte GmbH
| I | ||
| Dr. Nicole Daniel | Mag/Andreas Daxberger | Mag. Dr. Maria Doralt, MIM (CEMS) |
| Sullie Tabringt | ||
| MMag. Sabine Fehringeř | Andreas Gunst | Mag. Georg Kfakow |
| 2 4 | ||
| Dr. Birgit Kraml | Mag. Marc Lager | Dr. Christoph Mager |
Alden
| Dr. Marcell M. Németh | Mag. Stephan Nitzl |
|---|---|
| n | |
| Dr. Christian Temmef |
Mag. Elisabeth Stichmann for enth onl Ďr. Jasna Zwitter-Tehovnik Dr. Claudine Vartian