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Lagebericht 2025

GETINGE Österreich GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Geschäft und Organisation

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von medizinisch-technischen Produkten, Durchführung von Projekten in Krankenhäusern und Pharmazeutischen Unternehmen, sowie die Erbringung von Serviceleistungen aller Art. Hauptabnehmer sind im Wesentlichen private und öffentliche Spitäler sowie deren Einkaufsgemeinschaften.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des

Geschäftsergebnisses 2025

2.1 Auftragsentwicklungen

Der Auftragsbestand zum 31.12.2025 lag in der Gesellschaft bei TEUR 5.170 (Vorjahreswert TEUR 5.515).

Im Betrachtungszeitraum konnten Aufträge mit einem Volumen von TEUR 28.195 (Vorjahr: TEUR 24.668) verzeichnet werden.

2.2 Beschaffung

Die Beschaffung der Produkte in Form von Handelsgütern und Ersatzteilen erfolgt fast ausschließlich über verbundene Unternehmen.

3. Analyse unter Einbeziehung der wichtigsten finanziellen

Leistungsindikatoren

3.1 Ertragslage

3.1.1 Umsatzerlöse

Der Gesamtumsatz belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt TEUR 28.524 (VJ TEUR 25.634). Die Umsätze wurden alle im Inland erzielt.

3.1.2 Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis belief sich im Jahr 2025 auf TEUR 1.463 (+21,9% ggü. 2024 mit TEUR 1.200).

3.1.3 Mitarbeiterzahl

Die Anzahl der Mitarbeiter/innen betrug, ausgedrückt in full-time-equivalents (FTE) 37 im Quartalsdurchschnitt (2024: 37 FTE).

3.1.4 Weitere Kennzahlen zur Ertragslage

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf TEUR 9.835 (2024: TEUR 1.337) und ist somit um TEUR 8.498 (+635,6%) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Dividendenausschüttung der tschechischen Tochtergesellschaft über TEUR 8.300.

Die Umsatzrentabilität (Return on Sales) liegt im Abschlussjahr bei 34,5 % (im Vorjahr 5,2%).

Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) beträgt im Berichtsjahr 65,0 % (2024: 13,9 %) und ist um 51,1 Prozentpunkte gestiegen. Die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment), beträgt im Berichtsjahr 38,1% (2024: 8,0%) und ist um 30,1 Prozentpunkte gestiegen

3.2 Vermögens- und Finanzlage

3.2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 22.847 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.893 gestiegen. Die wesentlichen Positionen beinhalten:

a) auf der Aktivseite

- - - Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 529 gestiegen Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen ist gegenüber dem 31.12.2024 um TEUR 1.806 gesunken. Der Forderungsbestand gegenüber verbundenen Unternehmen ist um 6.192 TEUR gestiegen. Im Wesentlichen resultierend aus dem Anstieg des Cash Pools, ursächlich hierfür ist die Dividendenausschüttung der Tochtergesellschaft

b) auf der Passivseite

- - - - Die sonstigen Rückstellungen sind um 116 TEUR gestiegen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind um 491 TEUR zurück gegangen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 885 TEUR gestiegen Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 930 TEUR gesunken

3.2.2 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft zum 31.12.2025 lag bei TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 3.010).

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool der Getinge-Gruppe teil. Der Bestand (TEUR 9.085) wird verzinst. Der Zinssatz orientiert sich am ESTER-Zinssatz. Der Ausweis erfolgt unter der Position Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

3.2.3 Eigenmittelquote und Schuldentilgungsdauer

Die Eigenmittelquote lt. URG beträgt für 2025 66,19% (Vorjahr: 53,74%).

3.2.4 Weitere Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Netto-Verschuldung (Net Debt) beträgt im Jahr 2025 TEUR 273 (2024: TEUR 270).

Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) ist auf TEUR 10.084 (Vorjahr: TEUR 4.586) gestiegen.

Der Nettoverschuldungsgrad (Gearing) beträgt zum Abschlussstichtag 1,81% (2024: 2,80%).

3.3 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt weder Forschung noch Entwicklung.

3.4 Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

4. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Jahr 2026 wird kein mengenmäßiges Wachstum aber ein deutliches Investitionswachstum in die bestehende Krankenhausinfrastruktur erwartet.

Es werden hohe öffentliche Investitionen für die nächsten Jahre auf Länderebene in Aussicht gestellt, die zur Erhaltung und Qualititätssicherung der Infrastruktur dienen sollen.

Hieraus resultierend erwarten wir für den Bereich Surgical Workplaces ein solides Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich zum Vorjahr.

Für den Bereich Acute Care Therapies erwarten wir leicht steigende Umsätze.

Im Bereich Life Science prognostizieren wir einen deutlichen Umsatzrückgang basierend auf dem Auftragsbestand.

Die Ertragsaussichten steigen weniger stark im Vergleich zur Umsatzsteigerung. Trotz konsequentem Anstieg der Verkaufspreise können wir die Kostensteigerungen aufgrund der auflebenden Inflation nicht vollständig kompensieren.

5. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Unter den Risiken der zukünftigen Entwicklung sind folgende besonders hervorzuheben:

5.1 Markt- und Konjunkturrisiken

In 2025 haben sich die Voraussetzungen für Investitionen in die Krankenhausinfrastruktur weiter stabilisiert. Entsprechend konnten wir auch dieses Jahr wieder eine Verbesserung der Auftragseingänge im Bereich Surgical Workflows verzeichnen. Auch in den anderen Geschäftsbereichen im Krankenhausumfeld bei den intensivmedizinischen Produktlinien sowie den herz- und gefäßmedizinischen Produktlinien ist ein Wachstumstrend sichtbar. Lediglich bei den kardiovaskulären Produkten sehen wir einen leichten Rückgang.

Fachpersonalmangel in den Einrichtungen des Gesundheitswesens sind für unsere Einmal- und Implantatproduktlinien aus dem Bereich Acute Care Therapies weniger gute Marktbedingungen, da weniger Fachpersonal am Ende weniger medizinische Leistungen erbringen und dies direkten Einfluss auf den Verbrauch und die Beschaffung dieser Produkte hat.

Die medizinprodukterechtlichen Anforderungen an Kontrolle, Wartung und Reparatur von medizinischen Geräten sind weiter steigend und erhöhen den Dokumentationsaufwand für unsere entsprechenden Fachbereiche aus dem technischen Service. Die weitere Einstellung von Fachpersonal führt zu steigenden Kosten, die nicht vollumfänglich durch Preissteigerungen aufgefangen werden können.

Im Bereich der Pharma- und Biopharma Produkte und Leistungen ist unser Absatz weiter relativ gering, der Trend ist dennoch steigend. Förderlich sind hier lokale Investitionen in Forschungs- und Produktionseinheiten der Pharma- und Biopharma Kunden. Diese Unternehmen wiederum investieren vermehrt auf den Heimmärkten.

5.2 Beschaffungsrisiken

Die weltweite Beschaffung von Gütern ist durch geopolitische Spannungen geprägt. Insbesondere die US-Zollpolitik führt zu Störungen des Beschaffungsmarktes.

5.3 Geopolitische Risiken

Die nach dem Abschlussstichtag ausgebrochenen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits führen zu erhöhten geopolitischen Unsicherheiten. Die möglichen Auswirkungen auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sind aufgrund der derzeit nicht verlässlich abschätzbaren Entwicklungslage zum Berichtszeitpunkt noch nicht quantifizierbar.

5.2 Risikomanagement für Finanzierungsinstrumente

5.2.1 Währungsrisiken

Die Gesellschaft fakturiert grundsätzlich in Landeswährung. Mögliche Bezüge in Fremdwährung auf der Beschaffungsseite sind von untergeordneter Bedeutung.

5.2.2 Zusammenfassung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Insgesamt ist für die GETINGE Österreich GmbH festzustellen, dass aus jetziger Sicht keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bestehen. Es sind auch nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge bekannt geworden, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind.

5.3 Chancen

Die Chancen werden im Wesentlichen aus den Strategien und Zielen des Unternehmens abgeleitet, welche sich in der rollierenden Planung der Gesellschaft niederschlagen. Die Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige ldentifizieren, Analysieren und Nutzen obliegt dem Management. Das Chancenmanagement ist Bestandteil des unternehmensweiten Planungs- und Steuerungssystems.

Die Verfügbarkeit von Investitionen im Bereich der Krankenhausinfrastruktur bleibt weiter gut bis sehr gut und führt kurz- und mittelfristig zu guter Nachfrage nach unseren Produkten aus diesem Bereich.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen entwickelt sich langsamer als dies erforderlich wäre, da die gesundheitspolitischen Entscheidungen aufgeschoben werden. Vor allem unklare Sachverhalte und fehlende spezifische Regelungen für Datenzugriff und Datenschutz im Gesundheitswesen dämpfen das Wachstum in diesem Bereich.

Im Bereich Life Science erkennen wir weiterhin einen positiven Zukunftstrend vor allem im Bereich der Bioreaktoren.

Wien, am 22. Mai 2026

Geschäftsführer:

gez.:

Raghed Hanna

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