Inhaltsverzeichnis
der Fohrenburg s’Fäscht GmbH, Bludenz
| BERICHT | ÜBER | DEN | GESCHÄFTSVERLAUF | UND | DIE |
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| WIRTSCHAFTLICHE LAGE | |||||
Marktentwicklung am österreichischen Biermarkt
Der Absatz der Fohrenburg s’Fäscht GmbH betrifft 2024 überwiegend den Bereich Bier. Daher wird nachstehend die Entwicklung des österreichischen Biermarktes im Jahr 2024 kurz dargestellt.
Unter Vorbehalt der noch ausstehenden Ganzjahresdaten des österreichischen Brauereiverbandes zeigt sich eine geringfügig negative Entwicklung des Bierausstoßes im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang von -0,2 %. Hauptursachen für diese Abnahme sind einerseits das Gebinde Fass/Tank (-3 %) und andererseits die 0,5-1-Dose (-3 %). Positiv zu vermerken ist das Wachstum im Bereich Glas, das um rund 2 % zulegte. Alkoholfreies Bier (+8 %) und die nach wie vor dominierende Sorte „Märzen" (+2 %) konnten ebenfalls Zuwächse verzeichnen. Der Export legte mit einem Plus von 9 % deutlich zu.
Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Fohrenburg s’Fäscht GmbH Der gesamte Bierabsatz der Fohrenburg s’Fäscht GmbH ging gegenüber dem Vorjahr um ca. 18,9 % zurück. Hauptgrund dafür ist der Umstand, dass der Lebensmittelhandel seit Mai 2023 nicht mehr von der Fohrenburg s’Fäscht GmbH beliefert wird. Der Bierabsatz im Handel Inland reduzierte sich daher um 100 % gegenüber dem Vorjahr. In der inländischen Gastronomie wurden ebenfalls Absatzrückgänge in Höhe von 6,5 % verzeichnet. Beim Absatz an alkoholfreien (u. a. Limonaden, Mineralwasser, Fruchtsäfte) und sonstigen alkoholischen Getränken (insbes. Wein, Sekt, Spirituosen) kam es 2024 zu einem Rückgang von 20,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang im Absatz konnte zum Teil durch Anhebung der Verkaufspreise kompensiert werden. Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2024 betrug 9,8 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €). Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Schankanlagen (Im Vorjahr aus dem Verkauf des Fuhrparks an ein verbundenes Unternehmen). In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen waren im Vorjahr Erlöse aus dem Verkauf eines Kundenstocks in Höhe von T€ 2.915,9 enthalten. Der Personalaufwand hat sich in 2024 im Vergleich zum Vorjahr erheblich reduziert (von T€ 3.400 im Vorjahr auf T€ 1.605 im Berichtsjahr), da im Rahmen der Umstrukturierungsmaßnahmen mit 01.05.2023 Mitarbeiter in ein verbundenes Unternehmen übergegangen sind. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2024 aufgrund der Auslagerung des Fuhrparks und des Lagers mit 01.05.2023 deutlich höhere Aufwendungen für Logistik als im Vorjahr ausgewiesen; die Aufwendungen für Werbung haben sich hingegen verringert. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2024 ein positives Betriebsergebnis in Höhe von T€ 473 (Vorjahr T€ 3.759).
Die Reduktion des Finanzaufwands auf T€ -41,3 (Vorjahr T€ -96,6) resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Zinsaufwandes aufgrund niedrigerer Cash Pooling Verbindlichkeiten.
Im Jahresvergleich kommt es somit zu einem positiven Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 431 (Vorjahr T€ 3.663). Nach Berücksichtigung laufender Steuern in Höhe von T€ -30 (Vorjahr T€ 0) belief sich das Ergebnis nach Steuern auf T€ 402 (Vorjahr T€ 3.663).
Der vereinfacht als „Betriebserfolg plus Abschreibungen" errechnete Betriebs-Cashflow betrug 1,9 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €).
Schwerpunkt der Investitionen im Jahr 2024 war der Erhalt und die Stärkung unserer Marktposition in der Gastronomie, insbesondere durch Investitionen in Lieferrechte, Dauerleihinventar und Festgarnituren.
Das Anlagevermögen ist zu 92,44 % (Vorjahr 78,68 %) mit Eigenkapital gedeckt.
Das Eigenkapital in % der Bilanzsumme beträgt 54,19 % (Vorjahr 45,22 %).
Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Fohrenburg s’Fäscht GmbH ist im Geschäftsjahr keinen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nachgegangen.
Bericht über Zweigniederlassungen
Die Fohrenburg s’Fäscht GmbH verfügt zum Bilanzstichtag über keine Zweigniederlassungen.
BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Risikomanagement
Im Bereich der Gastronomie ergeben sich auf Grund des Erwerbs von Lieferrechten und der Übernahme von Haftungen branchentypische Ausfallsrisiken, welche durch eine möglichst breite Streuung und teilweise Deckung durch Sicherheiten reduziert werden. Darüber hinaus dienen vorbeugende Kreditwürdigkeitsprüfung und die laufende Überwachung der Bonitätsentwicklung als Instrumente zur Risikobegrenzung.
Das Fremdwährungsrisiko im Exportgeschäft ist nur von geringer Bedeutung, da vor allem in Euro fakturiert wird. Das Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiko wird als nicht wesentlich eingestuft.
Voraussichtliche Entwicklung
Nach dem Abflauen der hohen Inflationsraten in der 2. Jahreshälfte 2024 wird für das Jahr 2025 mit wieder leicht ansteigender Inflation gerechnet. Den Kostensteigerungen wird in verschiedenen Bereichen mit kostendämpfenden Optimierungsmaßnahmen begegnet.
Nach erfolgreicher Adaptierung der Kostenstruktur liegt nun der volle Fokus auf der Umsatz- und Absatzentwicklung. Herausfordernd stellt sich hier das Konsumverhalten in der Gastronomie und somit die wirtschaftliche Entwicklung der Gastronomie dar. Aufgrund von marktseitigen Schritten wie insbesondere Portfoliomanagement und Neukundenakquise wird von einer positiven Entwicklung ausgegangen.
Bludenz, am 28. März 2025
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG
Dkfm, Alexander KINZL
Jürgen BALDAUF