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Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
Im Jahr 2025 erzielte die Admonter Holzindustrie AG einen Umsatz in der Höhe von MEUR 61,860. Mit + 24,13% ist dies ein weiterer wichtiger Schritt in die Stabilisierung des Unternehmens. Die Gründe für dieses Wachstum, die nicht der allgemeinen Wirtschaftslage entspricht, liegen im Ausbau einzelner „weißer Flecken“ in den Exportmärkten, sowie in einer verstärkten Bearbeitung des Projektgeschäftes.
Das Ergebnis vor Steuern von MEUR -0,806 (MEUR VJ: -2,239) widerspiegelt die schwierige Situation am Bau. Einerseits sieht sich die Branche mit großen Kostensteigerungen, vor allem im Personal- und Energiebereich, konfrontiert, andererseits hat sich der Preisdruck am Markt im Jahr 2025 weiter verschärft.
Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei MEUR -0,289 (VJ: MEUR -1,118). Die Personaltangente hat sich von 25,57 % dBL im Vorjahr auf 21,90 % verringert. Die erzielten Umsatzsteigerungen und damit einhergehende Fixkostendegression ist neben Produktivitätssteigerungen für diese Verbesserung der Personaltangente verantwortlich.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 wurden nur nötige Ersatzinvestitionen in der Höhe von insgesamt MEUR 1,020 getätigt.
Die Eigenmittelquote des Unternehmens liegt bei 41,76% (VJ: 44,94%). Der Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit i%dU liegt bei -0,79 % im Vergleich zu -5,8% im Vorjahr. Für die Veränderung verantwortlich ist ein mit der Umsatzsteigerung verbundener Anstieg der Forderungen und Vorräte.
Beschreibung der wesentlichen Risiken (ohne Risiken im Bereich Finanzierungsinstrumente):
Die Bauwirtschaft in unseren Hauptmärkten schwächelt weiterhin, die wirtschaftlichen Aussichten bleiben herausfordernd. Vor allem der seit 2023 rückläufige Wohnungs- und Eigenheimbau erholt sich nur langsam.
Steigende Kosten, vor allem im Personalbereich und im Rohstoffbereich, gefährden zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Parkettgeschäft. Auf Grund des enormen Preisdruckes am Markt und der stetig steigenden Kosten und Bürokratie geht die Schere zu Lasten der Admonter Holzindustrie AG immer weiter auf. Die Belastungen für die österreichische Industrie werden immer größer.
Die Auftragslage für das Jahr 2026 ist gut. Der Iran Krieg stellt uns vor neue große Herausforderungen. Steigende Treibstoff- und Energiepreise führen zu einem erneuten Anstieg der Inflation und gefährden somit nach einer langen Rezession die leichte Erholung der europäischen Wirtschaft.
Die Ausfallsrisiken im Bereich Forderungen werden sehr eng monitort. Ein großer Teil wird ohnedies über Einkaufsverbände mit Zentralregulierung und Delkredereübernahme fakturiert. Neukunden erhalten Ware nur gegen Vorauskasse oder Bankgarantien in entsprechender Höhe. Die übrigen Kunden werden permanent überwacht. Die Liquidität bzw. Fremdwährungen stellen kein Risiko dar – die gesamte Exportabwicklung wird in Euro fakturiert, der Einkauf aus Drittländern erfolgt ebenfalls in Euro.
Finanzielle Leistungsindikatoren:
Die Umsatzrentabilität (EBT/Umsatz) liegt im Jahr 2025 bei -1,3 % (VJ -4,5 %). Der Return on Investment ROI (EBT/Gesamtkapital) liegt im Jahr 2025 bei -2,3% (VJ -6,3%).
Die Sachanlagenintensität beträgt im Berichtsjahr 48,7 % (VJ bei 55,7%), die Vorratsintensität liegt bei 33,1 % (VJ bei 28,6 %) Der Verschuldungsgrad liegt bei 58,2%% (VJ 55,0%).
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:
Die Admonter Holzindustrie AG hat sich bei der Herstellung und Vermarktung von Naturholzprodukten seit jeher dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet - unabhängig von den jeweils vorherrschenden politischen Schwerpunkten.
Beim mit Abstand mengenmäßig am meisten eingesetzten Rohstoff, dem Holz, wird dem durch die konsequente Anwendung des PEFC-Systems inklusive externer Auditierung Rechnung getragen. In Kombination mit einem internen Risikomanagement wird somit unter noch vertretbarem Aufwand sichergestellt, dass möglichst nur Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern bezogen wird. Konsequenterweise war die Admonter Holzindustrie im Jahr 2017 auch der erste österreichische Parketthersteller, welcher mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurde. Dieses im deutschsprachigen Raum bedeutende Gütesiegel zeichnet ausschließlich Produkte und Dienstleistungen aus, die nach aktuellem Stand der Wissenschaft schadstofffrei sind und unter höchsten Umweltstandards hergestellt werden. Die gängigen Marktzulassungen im EU-Raum werden durch die laufende Fremdüberwachung und Probennahme von TÜVprofiCert bedient, bzw. weitere emissionsrelevante nationale Zulassungen aus dieser abgeleitet.
Ein Meilenstein war bereits im Jahr 2016 die erstmalige Berechnung und Erstellung einer unternehmensweiten, produktübergreifenden EPD (Environmental Product Declaration) gemäß ISO 14025 und EN 15804, welche vom international anerkannten Programmhalter „Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU)“ veröffentlicht wurde. Diese EPD wird seither regelmäßig aktualisiert und verfeinert. Obwohl eine solche EPD bis dato noch nicht gesetzlich verpflichtend ist, stellt sie zunehmend ein Verkaufsargument bzw. Ausschreibungskriterium im Objektgeschäft dar. So bauen beispielsweise internationale Gebäudebewertungssysteme wie LEED auf die im Zuge des LCA (Life Cycle Assessment) erhobenen spezifischen Daten, wie den Primärenergieeinsatz und das CO₂-Äquivalent, in deren Zertifizierung auf.
Um privaten Kunden den Zugang zu Wohnbauförderungen mit Nachhaltigkeitskriterien zu erleichtern und die Anforderungen kommunaler Projekte erfüllen zu können, ist ein breites Portfolio der Produkte der Admonter Holzindustrie AG nach vorheriger eingehender externer Prüfung auf den spezifischen Plattformen „baubook.at“ und „Sentinel“ gelistet.
Es wird weiterhin der Ansatz einer möglichst kaskadischen Nutzung von Holz verfolgt. Sämtliche in der Produktion anfallende Holznebenprodukte welche keine stoffliche Nutzung erlauben, werden im Haus thermoenergetisch verwertet und dienen der Bereitstellung von Prozess- und Fernwärme, bzw. decken physikalisch einen Teil des elektrischen Energiebedarfs.
Die Admonter Holzindustrie AG beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 203 Dienstnehmer (146 Arbeiter und 57 Angestellte).
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:
Mit Gesamtlösungen für Raumkonzepte aus Naturholz auf Boden, Wand und Decke, abgestimmt auf gleiche Holzarten, Farben, Oberflächen und Strukturen, verfolgt Admonter weiterhin eine klare Strategie.
Der Ausbau der vertrieblichen Aktivitäten in den Hauptmärkten in Zentraleuropa und ausgesuchten Fokusmärkten außerhalb Europas steht auch weiterhin im Fokus. Begleitet durch Rationalisierungsmaßnahmen und Verbesserungen im Bereich der Materialausbeute soll die Wettbewerbsfähigkeit der Admonter Holzindustrie AG weiter gesteigert werden.
Bereich Forschung und Entwicklung – Produktinnovation:
Die Admonter Holzindustrie AG wird weiterhin versuchen, die Positionierung im hochwertigen Bodensegment zu festigen und weiterhin laufend Produktneuheiten am Markt zu positionieren. Die Forcierung des Produktsortiments in Richtung gesamtheitliche Lösungen für Boden-, Wand-, und Treppenelemente steht weiterhin im Mittelpunkt künftiger Produktinnovationen.
Verwendung von Finanzinstrumenten:
Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.
Zweigniederlassungen:
Die Admonter Holzindustrie AG ist am Standort Admont tätig und unterhält eine Mehrheitsbeteiligung der Tochterunternehmung Querschnitt GmbH mit Sitz in Salzburg.
Admont, 10.04.2026
Admonter Holzindustrie AG
Der
Mag. bemut Klausner