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Lagebericht 2025

LVA GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

Die nachfolgenden Ausführungen der Geschäftsführung sind eine Ergänzung zu den im Anhang enthaltenen Darstellungen hinsichtlich der LVA GmbH.

I. Geschäftsverlauf

1. Allgemein

Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Im Geschäftsjahr 2025 sind die Umsatzerlöse der LVA GmbH um ca. 3,8 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 gestiegen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LVA GmbH im Geschäftsjahr 2025 (im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024) wird nachfolgend noch detailliert dargestellt.

2. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2025 hat es bei der LVA GmbH keine Kapitalerhöhung und keine Gesellschafterzuschüsse gegeben.

Das Vermögen der Gesellschaft ist aus der Bilanz ersichtlich und besteht zu rund 82% aus Anlagevermögen (iW Sachanlagen) und zu rund 18% iW aus Umlaufvermögen. Das Umlaufvermögen besteht vor allem aus Vorräten und Forderungen.

Die Finanzierung des Vermögens erfolgt zu 65% durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital und zu rund 35% durch kurzfristiges Fremdkapital.

3. Finanzlage - Geldflussrechnung

Aus der betrieblichen Tätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen Cash-flow von TEUR 906 (Vorjahr: TEUR 953) erwirtschaftet. Dieser Cash-flow wurde mit TEUR 487 zur Finanzierung der Investitionen, mit TEUR 465 zur Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und mit TEUR 46 zum Abbau der liquiden Mittel verwendet.

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist mit TEUR 1.519 negativ (Vorjahr: TEUR Minus TEUR 1.552). Konzernintern besteht mit der Konzernobergesellschaft Concsio Holding GmbH ein gruppenweites Cash-Pooling. Auf Basis der für 2026 erstellten Liquiditätsplanung bzw der erwarteten Cash-Flows sowie gegebenenfalls unter kurzfristiger Finanzierung aus dem Cash-Pooling ist die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert anzusehen.

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt rund 40 % (Vorjahr: rund 38 %), die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt rund 8 Jahre (Vorjahr: rund 7 Jahre). Beträgt die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfs infolge des Uberschreitens bzw. Unterschreitens der genannten Grenzen nicht gegeben ist.

4. Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von TEUR 110 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 268) erzielt. Das EBIT beträgt TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 405).

Die Geschäftsführung wird den Gesellschaftern – wie in den Vorjahren – den Vorschlag unterbreiten, den Bilanzgewinn zur Gänze auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Forschung und Entwicklung

Die LVA GmbH ist als privat geführtes Dienstleistungsunternehmen in einem hohen Maße von Forschung und Entwicklung abhängig, weil sich sämtliche von der LVA GmbH angebotenen Dienstleistungen nach den Erfordernissen des Marktes und nach den speziellen Kundenbedürfnissen richten.

Einerseits betrifft dies die Weiterentwicklung der bestehenden Methoden und Verfahren und andererseits die Entwicklung und Etablierung neuer Methoden, Verfahren oder sonstiger Dienstleistungen (zB im Geschäftsbereich „Zertifizierung“).

Die Finanzierung von Forschung und Entwicklung erfolgt sowohl durch Eigen- als auch durch Fremdkapital. Zudem versucht die LVA GmbH durch geeignete Förderungen zusätzliches Kapital für Forschung und Entwicklung aufzutreiben.

6. Risikomanagement

Die LVA GmbH unterliegt insbesondere folgenden Risiken:

(a) Risiko von Umsatzrückgängen:

Die LVA GmbH ist als privates Dienstleistungsunternehmen insbesondere von der freiwilligen Beauftragung durch Kunden abhängig. Dies gilt für sämtliche Geschäftsbereiche der LVA GmbH.

Die Kundenstruktur ist breit aufgestellt und es handelt sich um namhafte Unternehmungen mit stabilen Umsatzentwicklungen. Die LVA GmbH pflegt enge Partnerschaften mit den Kunden und arbeitet mit den Kunden gemeinsam an Dienstleistungen die auf eine langfristigen und kontinuierliche Basis ausgerichtet sind. Wo möglich werden Verträge mehrjährig vereinbart, zusätzliche Stabilität kommt durch kundenspezifische Serviceangebote und Vernetzung der Kommunikation über kundenspezifische Schnittstellen.

Die Geschäftsführung der LVA GmbH prüft und kontrolliert die aktuelle Auftragslage regelmäßig durch interne Reporting-Tools.

(b) Kalkulationsrisiko:

Das Kalkulationsrisiko wird regelmäßig und systematisch durch eine entsprechende Kostenrechnung in den einzelnen Geschäftsbereichen überwacht.

Die bestehende Gleitzeitregelung soll zudem sicherstellen, dass die Mitarbeiter der LVA GmbH ihre Arbeit abhängig von der Auftragslage flexibel und effizient erfüllen können.

(c) Risiko von Zahlungsausfällen bei Kunden:

Um das Risiko von Zahlungsausfâllen zu minimieren, ist zum Beispiel vorgesehen, dass Neukunden Dienstleistungen nur nach Zahlung einer Akontozahlung erhalten. Dies gilt grundsätzlich auch für bestehende Kunden, die die vereinbarten Zahlungsfristen nicht einhalten.

Weiters wurde das bestehende Forderungsmanagement der LVA GmbH derart gestaltet, dass Kunden offene und fällige Zahlungen innerhalb einer angemessenen Frist leisten. Die Geschäftsführung wird zudem regelmäßig über die offenen und fälligen Kundenforderungen informiert.

Die LVA GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung der oben genannten Risiken verwendet.

7. Zweigniederlassung

Die LVA verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Il. Voraussichtliche Entwicklung der LVA GmbH

Die Gesellschaft erwartet im künftigen Planungszeitraum erhöhten Druck auf die Topline- Ergebnisse. Einsparungen von Kunden im Qualitätsbereich wird die Gesellschaft Zug um Zug mit Erhöhung von Effizienz begegnen, um das künftige Ergebnis weiterhin abzusichern. Insbesondere Maßnahmen entstehen durch die Organisationsänderung des Kunden Hofer. Während sich der Kostendruck im Personal und Rohstoffbereich stabilisiert hat, entstehen durch die Konflikte im Iran Erwartungen auf Erhöhungen im Energiekostenbereich.

Die Investitionen im Bereich der Pharma Mikrobiologie und der Untersuchungen zur Geflügelhygiene stoßen bei den Zielkunden auf positives Interesse, so dass weiteres Umsatzwachstum in diesen Bereichen erwartet wird.

Nach Investition der Conscio Group in den Kauf von zwei Labors in Norditalien wird die Planung zur schrittweisen Erschließung dieser im Lebensmittelbereich sehr attraktiven Region erarbeitet. Im Rahmen der Porfolioerweiterung der neugekauften Labors wird auch das Angebot der LVA einbezogen, um weiteres Wachstumspotenzial zu generieren.

Klosterneuburg, am 18. September 2026

Geschäftsführer: Mag. Philip Siegel

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