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Lagebericht 2025/26

voestalpine Standortservice GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2026 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

BERICHT zum GESCHÄFTSJAHR vom 1.4.2025 – 31.3.2026 gem. UGB

voestalpine Standortservice GmbH

Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
ISTIST
in 1.000 EUR2024/252025/26
EBIT6.612,06.964,9
EBITDA7.444,77.973,9
Cashflow aus dem operativen
Bereich5.019,66.801,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit-2.319,7-2.301,6
Cashflow aus
Finanzierungsaktivitäten-2.700,2-4.500,0
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
ISTIST
in%2024/252025/26
ROCE258,0%329,3%
Eigenmittelquote28,3%29,5%
Gearing-166,5%-159,5%
Durchschnittliches Capital Employed (ROCE)2.563,22.115,1

Definitionen

Capital Employed

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und kurzfristiges, nicht finanzielles Vermögen abzüglich kurzfristiges, nicht finanzielles Fremdkapital

EBIT

Earnings before Interest and Taxes

Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen

Cashflow aus dem operativen Bereich

Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder

Finanzierungstätigkeit beeinflusst

Nettofinanzverschuldung

Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen

Gearing

Nettofinanzverschuldung / Eigenkapital

ROCE

Return on Capital Employed

EBIT / Durchschnittliches Capital Employed; die Rendite auf das eingesetzte verzinsliche Kapital

Eigenmittelquote

Eigenkapital / Bilanzsumme

1. KAPITAL- UND ANTEILSRECHTE

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 150.000,00 und ist zur Gänze einbezahlt.

2. MARKT- UND UMSATZENTWICKLUNG

Die voestalpine Standortservice GmbH ist vorwiegend Infrastrukturdienstleisterin für die Steel Division und Konzernunternehmen am Standort Linz und in folgenden Bereichen tätig:

• Facility Management • Liegenschafts- und Verkehrsmanagement • Unternehmenssicherheit • Betriebsmedizin

Als divisionale Infrastrukturdienstleisterin ist die voestalpine Standortservice GmbH von kurzfristigen Marktschwankungen nur eingeschränkt betroffen, da mit den Kund:innen der Steel Division längerfristige Service Level Vereinbarungen bestehen. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurde ein Umsatz von 76,2 Mio. EUR (Vorjahr 75,4 Mio. EUR) erzielt, wobei der Bereich Facility Management mit einem Umsatz von 35,9 Mio. EUR (Vorjahr 36,4 Mio. EUR) rund 47% (Vorjahr 48%) am Gesamtumsatz ausweist. Im Bereich Liegenschafts- und Verkehrsmanagement wurde ein Umsatz von 9,8 Mio. EUR (Vorjahr 9,3 Mio. EUR) erreicht, der Bereich Unternehmenssicherheit erzielte 20,4 Mio. EUR (Vorjahr 20,0 Mio. EUR), der Bereich Betriebsmedizin 10,1 Mio. EUR (Vorjahr 9,6 Mio. EUR).

Vom Gesamtumsatz von 76,2 Mio. EUR wurden mit 72,2 Mio. EUR (Vorjahr 71,4 Mio. EUR) rund 95% (Vorjahr 95%) mit verbundenen Unternehmen erzielt. Die größte Einzelkundin ist die voestalpine Stahl GmbH.

Nach Regionen betrachtet wird der Umsatz beinahe zur Gänze in Osterreich erzielt.

3. ERTRAGSLAGE

Die voestalpine Standortservice GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2025/26 bei einem Umsatz von 76,2 Mio.EUR (Vorjahr 75,4 Mio. EUR) ein EBITDA von 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 7,4 Mio. EUR), sowie einen Betriebserfolg (EBIT) von 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 6,6 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,2 Mio. EUR).

Weitere Kennzahlen siehe „voestalpine Standortservice GmbH Kennzahlen“.

4. RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagementsystem ist in der voestalpine-Gruppe langjährig implementiert und in Form einer allgemeinen, konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert.

Risikomanagement - so wie es in der voestalpine Standortservice GmbH angewendet wird - dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Unternehmen dar.

Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess, der mehrfach jährlich und konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, IT-Risiken und Finanzrisiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein webbasiertes IT-System.

Hervorzuheben sind insbesondere Maßnahmen in folgenden Bereichen:

Risiken aus dem Finanzbereich – Liquiditätsrisiko, Bonitätsrisiko und Zinsrisiko – wird durch den Einsatz entsprechender Instrumente entgegengewirkt.

Im Detail werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:

Liquiditätsrisiko

Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko ist durch die Umsatzstruktur - 95% Umsatzanteil mit verbundenen Unternehmen- als äußerst gering einzustufen. Die Entwicklung der übrigen Außenstände wird auf Basis von Monatsberichten bewertet.

Zinsrisiko

Eine Zinsrisikobeurteilung erfolgt in der Muttergesellschaft voestalpine AG.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen werden, obwohl das Unternehmen nicht direkt in den betroffenen Regionen engagiert ist, laufend beobachtet. Die Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaftslage können aber dazu führen, dass globale Lieferketten unterbrochen werden. Längerfristige Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen, den Cashflow bzw. die Rentabilität sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar.

5. INVESTITIONEN

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2025/26 auf 1.507 TEUR (Vorjahr 1.716 TEUR). Auf immaterielle Vermögensgegenstände entfallen 400 TEUR (Vorjahr 36 TEUR), auf das Sachanlagevermögen 1.107 TEUR (Vorjahr 1.680 TEUR). Zu den größten Zugängen bei der Werkssicherung zählt die Software für die Vorfallsdatenbank und die Zutrittssysteme bei den Werkseinfahrten A und B. Für das neue Rüstlöschfahrzeug wurde das Fahrgestell erworben.

6. ORGANISATION

Die Gesellschaft wird in Form einer Prozessorganisation bestehend aus den Kerngeschäftsbereichen Facility Management, Liegenschaftsund Verkehrsmanagement, Unternehmenssicherheit und Betriebsmedizin, sowie dem unterstützenden Bereich kaufmännische Prozesse und Systeme geführt. In Anwendung des Organisationsmodells der Steel Division werden die divisionalen Shared Services Einkauf, Materialwirtschaft, Finanz, Integrierte Management Systeme und Personal durch die voestalpine Standortservice in Anspruch genommen.

7. MITARBEITER:INNEN

Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 beschäftigte die voestalpine Standortservice GmbH 290 Mitarbeiter:innen (ohne Lehrlinge) (Vorjahr 289 Mitarbeiter:innen).

8. UMWELT

Das umfassende Bemühen um eine stetige Umweltverbesserung und damit die weitere Anhebung der bereits sehr hohen Umweltstandards der voestalpine Gruppe spiegeln sich in den konsequent umgesetzten Umweltprojekten wider. Die Gesellschaft ist nach ISO 14001 und EMAS zertifiziert.

9. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Gesellschaft entfaltet aufgrund Ihres Unternehmensgegenstandes im Bereich Forschung und Entwicklung keine Aktivitäten.

10. AUSBLICK

Die voestalpine Standortservice GmbH blickt auf ein sowohl umsatz- als auch ergebnismäßig außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Auch im kommenden Geschäftsjahr erwarten wir in sämtlichen Geschäftsfeldern eine anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Dienstleistungen.

Gleichzeitig ist von Belastungen auf der Kostenseite auszugehen, insbesondere infolge erwarteter Steigerungen der Energiekosten. Daher rechnen wir mit einem Ergebnisniveau unter dem Rekordergebnis der Vorperiode. Die Kosten für Dienstleistungen im Bau- und Instandhaltungsbereich werden voraussichtlich leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Vor diesem Hintergrund gehen wir bereichsübergreifend von maßvollen Preisanpassungen sowie insgesamt von einer weiterhin positiven Ertragsentwicklung aus.

Im Geschäftsfeld Facility Management liegt der Fokus auf der Sanierung bestehender Gebäude und deren Infrastruktur. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist dabei die technische Ertüchtigung der Klimaanlagen, um die kühltechnische Leistungsfähigkeit der Bestandsgebäude nachhaltig sicherzustellen.

Die Aktivitäten im Liegenschafts- und Verkehrsmanagement sind weiterhin maßgeblich durch das Programm TransMet geprägt. Die Finalisierung der Maßnahmen in der Verkehrsinfrastruktur steht im Fokus und ist ein wichtiger Bestandteil für die Inbetriebnahme der neuen Stahlerzeugungsroute. Aber auch nach dem Start liegt das Augenmerk auf Weiterentwicklung der Straßeninfrastruktur mit Schwerpunkt Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen. Daher werden die ersten Verbesserungsmaßnahmen, vor allem für den einspurigen Verkehr, weitergeführt. Der erarbeitete Grobplan wird in den nächsten Geschäftsjahren konsequent verfolgt, um final bestmögliche Klarheit im Straßenverkehr, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eines Industriestandorts, herstellen zu können.

Das laufende Geschäftsjahr im Bereich Betriebsmedizin ist von der Finalisierung der neuen System-IT-Landschaft geprägt. Mit dem go-live im Herbst 2026 wird das veraltete System abgelöst, auch datentechnisch, mit Rücksicht auf die hohen Anforderungen des Datenschutzes in diesem Bereich.

Im Bereich Unternehmenssicherheit stehen Optimierungen im Zutrittsmanagement im Vordergrund, um den intensiven Projekttätigkeiten am Standort Rechnung zu tragen. Darüber hinaus wird die Kontrolltätigkeit im Verkehrsbereich weiter ausgebaut, um das hohe Niveau der Verkehrssicherheit am Standort langfristig zu sichern. Die Betriebsfeuerwehr setzt weiterhin einen Schwerpunkt auf die brandschutztechnische Begleitung der laufenden und geplanten Bauprojekte.

Zur wirksamen Absicherung gegenüber konjunkturellen Risiken richtet die Gesellschaft ihren Fokus verstärkt auf die Optimierung interner Prozesse. Zu diesem Zweck wurde ein bereichsübergreifendes Operational-Excellence-Programm initiiert, das auf eine nachhaltige Weiterentwicklung der Kernprozesse abzielt.

Aus heutiger Sicht erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf mit stabilen Umsätzen und einer im Mehrjahresvergleich soliden Ergebnisentwicklung.

Linz, am 12. Mai 2026

Die Geschäftsführung

Leopold Hochmuth

Wolfgang Sandner

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