Inhaltsverzeichnis
Beilage II.
vom
01. Jänner 2024 bis zum 31. Dezember 2024
| Inhalt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Wirtschaftlicher Rahmen und Lage des Unternehmens | .. 3 | |||||
| 1.1 | Gesamtwirtschaftlicher Rahmen. | .. 3 | |||||
| 1.2 | Energiewirtschaftliches Umfeld . | .. 4 | |||||
| 1.3 | Positionierung des Unternehmens und Lage des Unternehmens im wirtschaftlichen | ||||||
| Umfeld . | .. 4 | ||||||
| 1.4 | Geschäftsfelder . | .. 6 | |||||
| 1.4.1 | Netze . | .. 6 | |||||
| 1.4.1.1 | Stromnetz . | .. 6 | |||||
| 1.4.1.2 | Gasnetz . | .. 6 | |||||
| 1.4.2 | Energie/Energiedienstleistungen . | .. 7 | |||||
| 1.4.2.1 | Energieaufbringung Strom und Erdgas . | .. 7 | |||||
| 1.4.2.2 | Stromerzeugung . | .. 9 | |||||
| 1.4.2.3 | Energievertrieb Strom und Erdgas. | .. 9 | |||||
| 1.4.2.4 | Vertriebskoordination . | ..10 | |||||
| 1.4.2.5 | Elektromobilität . | ..10 | |||||
| 1.4.2.6 | PV-Gemeinschaftsanlagen . | ..10 | |||||
| 1.4.2.7 | Solar Graz. | ..11 | |||||
| 1.4.3 | Wärme . | ..11 | |||||
| 1.4.3.1 | Fernwärmeerzeugung/Aufbringung . | .. 11 | |||||
| 1.4.3.2 | Fernwärmenetz. | ..14 | |||||
| 1.4.3.3 | Fernwärme – Wartung/Energieeffizienz . | ..15 | |||||
| 1.4.3.4 | „Wärmepumpe PLUS“ . | ..15 | |||||
| 1.4.3.5 | WDS Wärmedirektservice der Energie Graz GmbH. | ..15 | |||||
| 1.4.4 | Licht. | ..16 | |||||
| 1.5 | Zweigniederlassungen . | ..16 | |||||
| 1.6 | Geschäftsergebnis, Ertragslage. | ..16 | |||||
| 1.7 | Finanzlage . | ..17 | |||||
| 1.8 | Vermögenslage. | ..18 | |||||
| 2 | Voraussichtliche Entwicklung. | .. 18 | |||||
| 3 | Risikomanagement . | .. 18 | |||||
| 3.1 | Krisenmanagement Erdgasversorgung. | ..19 | |||||
| 3.2 | Risikostrategie. | ..19 | |||||
| 3.3 | Risikoprofil der Energie Graz . | ..20 | |||||
| 3.4 | Projekt-Risikomanagement . | ..22 | |||||
| 3.5 | Gesamtbeurteilung der Risikolage. | ..22 | |||||
| 4 | Forschung | und | Entwicklung, | Innovationsmanagement | und | neue | |
| Energiedienstleistungen. | .. 22 | ||||||
| 4.1 | Projekte und innovative Vorhaben. | ..23 | |||||
| 4.1.1 | Unser Eigenstrom – PV-Gemeinschaftsanlagen . | ..23 | |||||
| 4.1.2 | Photovoltaik Masterplan Haus Graz . | ..23 | |||||
| 4.1.3 | Elektromobilität – automatisiertes Laden. | .. 23 | |||||
| 4.2 | Innovationsmanagement . | ..24 | |||||
| 4.3 | Digitalisierung . | ..24 | |||||
| 5 | Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener | ||||||
| Anteile . | .. 24 | ||||||
| 6 | Internes prozessbezogenes Kontrollsystem (IKS) . | .. 25 | |||||
| 7 | Nachhaltigkeit . | .. 26 | |||||
| 7.1 | Nachhaltigkeitsberichterstattung. | ..26 | |||||
| 7.2 | Nachhaltigkeitsstrategie . | ..27 | |||||
| 7.3 | Umgesetzte Maßnahmen im Geschäftsjahr 2024 . | ..28 | ||
|---|---|---|---|---|
| 7.3.1 | Aktivitäten im Bereich Ökologie . | ..28 | ||
| 7.3.2 | Aktivitäten im Bereich Soziales . | ..29 | ||
| 7.3.3 | Aktivitäten im Bereich Unternehmensführung . | ..30 | ||
| 8 | Mitarbeiter:innen . | .. 30 | ||
1 Wirtschaftlicher Rahmen und Lage des Unternehmens
1.1 Gesamtwirtschaftlicher Rahmen1
Die österreichische Wirtschaft befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation. Die Industrie steht vor vielfältigen Herausforderungen. Die schwache internationale Konjunktur, der Strukturwandel in der europäischen Automobilindustrie und die hohen Energie- und Lohnkosten setzen den exponierten Branchen stark zu und haben 2024 zu einem Rückgang der Exporte geführt. Die Investitionen leiden unter hohen Finanzierungskosten und negativen Absatzerwartungen. Die Wohnbauinvestitionen sind zwei Jahre in Folge geschrumpft.
Gleichzeitig ist die Verunsicherung der Konsument:innen weiterhin sehr hoch, sodass der private Konsum trotz starker Reallohnzuwächse gesunken ist, während es zu einem starken Anstieg der Sparquote kam. Das reale BIP wird 2024 daher um 0,9 % sinken, der zweite Rückgang in Folge (2023: -0,8 %). Für das Jahr 2025 wird dementsprechend mit einer nur schwachen Erholung des realen BIP um 0,8 % gerechnet. Erst für die Jahre 2026 und 2027 wird mit einer stärkeren, zyklischen Erholung gerechnet. Das BIP-Wachstum wird sich auf 1,6% bzw. 1,3% beschleunigen.
Die österreichische HVPI-Inflation hat sich im Jahr 2024 mit 2,9 % gegenüber 2023 (7,7 %) um mehr als die Hälfte verringert. Dies ist vor allem auf die rückläufigen Energiepreise, aber auch auf eine geringe Inflation bei unverarbeiteten Nahrungsmitteln und von Industriegütern ohne Energie zurückzuführen. Die Dienstleistungsinflation blieb im Jahr 2024 aufgrund der dynamischen Lohnentwicklung hoch (5,7 %). Die Inflation wird in den Folgejahren 2025 bis 2027 deutlich auf 2,4 %, 2,2 % bzw. 2,0 % zurückgehen.
Anfang 2025 verhindern das Auslaufen energiepolitischer Maßnahmen und die nach der Aussetzung der Gebührenanpassung im Jahr 2024 wieder steigenden Gebühren einen stärkeren Rückgang der Inflation. Der Inflationsunterschied zum Euroraum reduziert sich jedoch deutlich und wird bis zum Jahr 2027 verschwinden.
¹ Auszug aus der Gesamtwirtschaftlichen Prognose der OeNB für Österreich 2024 bis 2027, Dezember 2024
1.2 Energiewirtschaftliches Umfeld
Seit dem Jahr der Energiekrise 2022 ist das extreme Energiemarktpreisniveau wieder deutlich gesunken, die Gasspeicher sind zudem wieder fast vollständig gefüllt, die Preise bleiben dennoch deutlich über Vorkrisenniveau. Im 4. Quartal 2024 ist aufgrund der Unsicherheit der Gasdurchleitung durch die Ukraine sowie aufgrund des russischen Gaslieferstopps betreffend OMV wieder ein Preisanstieg zu verzeichnen. Der zunächst umgesetzte Gaslieferstopp der OMV-Mengen und die mit Jahreswechsel gänzliche Unterbrechung der Gasdurchleitung durch die Ukraine haben nun zu einer rd. 20%igen Erhöhung des Spotpreises im Jänner auf rd. 50 EUR/MWh geführt. Die weitere Marktentwicklung ist schwer prognostizierbar und wesentlich von den weiteren politischen Ereignissen abhängig.
Aufgrund der geänderten Marktgegebenheiten wurden Preissenkungen bei Strom (ab 1.8.2024) und Erdgas (ab 1.7.2024) durchgeführt. Auf Basis des Preisprüfungsverfahrens des Landes Steiermark wurden per 1.10.2024 auch die Fernwärmepreise der Energie Graz um rd. 20 % reduziert. Zur Linderung von sozialen Härtefällen steht zudem ein von der Energie Graz in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz und Caritas eingerichteter Härtefallfonds im Rahmen der Initiative „Energie gegen Armut" zur Verfügung. Dieser könnte, mit dem Auslaufen der Krisenmaßnahmen des Bundes Ende des Jahres 2024 (Strompreisbremse, Herabsetzung Elektrizitäts- und Erdgasabgabe), verstärkt in Anspruch genommen werden.
Das Unternehmen ist mit einem hohen Kostenanstieg bei Personal, Material und Bauleistungen konfrontiert, der eine längerfristige Erhöhung des Investitions- und Instandhaltungsbudgets, zur Gewährleistung des hohen Versorgungsstandards und zur Erreichung der Ausbauziele, erforderlich macht. Der Großteil der 2024 geplanten Investitionsvorhaben der Energie Graz konnte, unter Einhaltung des genehmigten Budgets, umgesetzt werden.
1.3 Positionierung des Unternehmens und Lage des Unternehmens im wirtschaftlichen Umfeld
Die Energie Graz gestaltet als kommunaler Energiedienstleister einen wesentlichen Teil der Infrastruktur in der steirischen Landeshauptstadt Graz. Das Unternehmen versorgt Kund:innen mit Strom, Erdgas und Fernwärme sowie weiteren energiebezogenen Dienstleistungen. Als nachhaltiger Energiedienstleister forciert
das Unternehmen den regionalen Infrastrukturausbau und die Nutzung von neuen umweltfreundlichen Technologien, wie etwa Elektromobilität oder Photovoltaik.
Mit aller Energie für ein nachhaltiges und lebenswertes Graz! Dies ist die Vision der Energie Graz. Die Energie Graz übernimmt Verantwortung für eine nachhaltige Energiewende in Graz und entwickelt dafür zukunftsorientierte Energielösungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der Transformation zu einer hocheffizienten, dekarbonisierten Fernwärmeerzeugung. Für diese Transformation wurde in Abstimmung mit der Energie Steiermark Wärme GmbH ein Dekarbonisierungsplan erstellt, der den Anteil an grüner Wärme im Jahr 2030 mit über 60 % ausweist und insbesondere die Kriterien der qualitätsgesicherten Fernwärme mit 80 % ab dem Jahr 2035 dauerhaft sicherstellen soll. Der Dekarbonisierungsplan wurde als verbindliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Fernwärmesystems im Großraum Graz festlegt. Auch der Gemeinderat hat dem Dekarbonisierungsplan am 13. Juni 2024 seine Zustimmung erteilt. Schwerpunktprojekte sind unter anderem die Errichtung des Energiewerks Graz, die Energetische Klärschlammverwertungsanlage in Gössendorf und ein Tiefengeothermieprojekt in Kooperation mit Energie Steiermark und OMV.
Um die Kund:innen mit möglichst regionaler erneuerbarer Energie zu versorgen, wird auch weiterhin in dezentrale, nachhaltige Erzeugungsanlagen investiert werden. Mit geplanten Investitionen von über 150 Mio. € in den nächsten fünf Jahren, vorwiegend in die Wärme- und Strominfrastruktur (das Energiewerk und die Klärschlammverwertungsanlage stellen darüberhinausgehende Investitionen dar), wird weiterhin eine Energiebereitstellung mit höchster Versorgungssicherheit gewährleistet. Mit dem Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur unterstützt die Energie Graz zudem die Verbreitung der Elektromobilität in Graz.
Das Kundenservice war in den letzten Geschäftsjahren durch die Umsetzung der notwendigen Preisanpassungen extremen Anforderungen ausgesetzt. Die Kundenanfragen sind auch durch die zahlreichen neuen gesetzlichen Vorgaben (Energiebonus, Strompreisbremse, CO2-Steuer, Energiegemeinschaften) erheblich angestiegen. Eine Entspannung dieser Situation wird auch 2025 nicht gegeben sein.
Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Energie Graz eine Betriebsleistung aus den Geschäftsbereichen Strom, Gas, Fernwärme und Licht von ca. 358 Mio. €. Das Investitionsbudget für das Jahr 2025 ist mit rd. 35 Mio. € angesetzt.
1.4 Geschäftsfelder
1.4.1 Netze
1.4.1.1 Stromnetz
Als unabhängiger Netzbetreiber führt die Stromnetz Graz GmbH, gemäß den gesetzlichen Vorgaben, ihre Funktionen in der Elektrizitätsversorgung uneingeschränkt aus. Die Stromnetz Graz verfolgt eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung, die auf eine hohe Versorgungssicherheit im Verteilernetz abzielt. Um diese zu gewährleisten, werden kontinuierlich Maßnahmen ergriffen, die die Stabilität des Netzes bei Integration der erneuerbaren Energien verbessern. Dazu zählen der fortlaufende Ausbau und die Modernisierung von Netzkomponenten, die effiziente Steuerung und Überwachung des Stromnetzes, die regelmäßige Wartung und Instandhaltung sowie die laufende Schulung des Personals.
Angesichts steigender Anforderungen an Netz- und Informationssicherheit werden zusätzlich Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und regelmäßige Audits durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2024 wurden fortschreitend alternde Kabelsysteme erneuert, was zur langfristigen Stabilität und Leistungsfähigkeit des Verteilernetzes beiträgt.
Die Umsetzung der zumeist im Vorjahr geplanten Projekte verlief planmäßig. Das mehrjährige investitionsintensive Projekt „Smart Meter" wurde Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2024 wurden speziell die IT-Systeme weiterentwickelt, um den gestiegenen Anforderungen der Energiegemeinschaften zu genügen. Ab dem 2. Halbjahr wurde der weitere Umbau der im Versorgungsnetz noch verbliebenen analogen Messgeräte gestartet. Ziel ist es bis Ende 2027 über 99 % Smart Meter im Netz installiert zu haben.
1.4.1.2 Gasnetz
Die Ereignisse der letzten Jahre haben sehr deutlich vor Augen geführt, welche zentrale Rolle eine funktionierende Gasversorgung in unserer modernen
Gesellschaft spielt. Aufgrund des Ausfalls der Gasversorgung über die Ukraine ist es von besonderer Bedeutung, dass Österreich auf eine großflächige Gasinfrastruktur sowie hohe Gasspeicherkapazitäten zurückgreifen kann. Durch die frühzeitige Gasbevorratung der Speicher lag der Füllstand zu Beginn der Heizsaison 2024/25 bei rund 90 %.
Mit den wachsenden Ansprüchen in der Umwelt- und Klimaschutzpolitik können Grüne Gase und Wasserstoff eine tragende Säule für eine erneuerbare Zukunft darstellen. Unter dem Titel „Zukunft Grünes Gas" werden von der österreichischen Gaswirtschaft Akzente gesetzt, um „Grünes Gas" als einen im Inland herstellbaren und somit weitgehend importunabhängigen, nachhaltigen Energieträger zu positionieren.
Infolge der weitreichenden Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Graz waren im Berichtsjahr mehrere Leitungsadaptierungen notwendig, vor allem die Gasleitungsarbeiten für die Innenstadtentlastung und in der Puchstraße. Zudem wurden Gasleitungserneuerungen im übergeordneten Mitteldrucknetz in der Petersgasse, am Waltendorfergürtel sowie in Kalsdorf umgesetzt.
1.4.2 Energie/Energiedienstleistungen
1.4.2.1 Energieaufbringung Strom und Erdgas
Die Preisschwankungen auf den Energiemärkten sind seit Anfang 2023 wieder deutlich zurückgegangen und es hat sich 2024 eine leichte Normalisierung bei den Energiepreisen eingestellt.
An der Strombörse kam es kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine zu einem Allzeithoch von rd. 300 EUR/MWh für das Lieferjahr 2025 (Phelix AT Base Cal 25), Ende 2024 liegt das Preisniveau bei rd. 100 EUR/MWh für das Lieferjahr 2025.
Das weiterhin hohe Preisniveau begründet sich insbesondere durch Unsicherheiten am Markt (Ukraine und im Naher Osten) und den damit einhergehenden Risikoaufschlägen.
250 200 150
Cal 25 AT Base Spot VTP Cal 25 -CEGHEDI
Abbildung 1: Energiepreisentwicklung (EEX, EPEX 2024)
Die Liefer- und Abnahmestrukturen für Erdgas haben sich in der EU seit Beginn des russischen Angriffskrieges stark verändert. Ein wesentlicher Schritt zur Gewährleistung der österreichischen Versorgungssicherheit war die Einführung der strategischen Gasreserve im Umfang von insgesamt 20 TWh. Neben dieser strategischen Gasreserve wurden zusätzliche Erdgasmengen von Unternehmen - gemäß Energielenkungsgesetz §26a sowie für geschützte Kund:innen It. Gaswirtschaftsgesetz – eingespeichert.
Gasspeicherstand Österreich
1 8 8 icherstand 2024 Speic Mittel 2018-2023
Abbildung 2: Speicherstand Entwicklung im Vergleich (AGSI 2024)
Während die Gaspreise für das Jahresprodukt 2025 Mitte des Jahres 2022 auf rd. 130 EUR/MWh stiegen, kam es insbesondere durch das Erreichen von Gasspeicherfüllständen von annähernd 100 %, Verbrauchseinsparungen bei Industrie und Haushalten sowie durch einen milden Winter 2023/2024 zu einem kontinuierlichen Rückgang der Gaspreise auf ein Niveau von rund 30 EUR/MWh zu Jahresbeginn 2024. Seitdem stieg der Preis primär aufgrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten wieder auf rd. 45 EUR/MWh im Dezember 2024 bzw. auf rd. 50 EUR/MWh Anfang Jänner 2025 an.
Die schwer abschätzbaren Entwicklungen bei den Absatzmengen und Preisen führten zu erhöhten Marktrisiken. Durch eine professionelle und langfristige Bewirtschaftung des Aufbringungsportfolios konnten Marktrisiken infolge volatiler Preisentwicklungen auf den nationalen und internationalen Energiemärkten möglichst geringgehalten werden.
1.4.2.2 Stromerzeugung
Im Jahr 2024 lag die Stromaufbringung der Energie Graz bei rd. 591 GWh, davon stammten rd. 23,6 GWh aus eigenen Erzeugungsanlagen. Der mengenmäßig größte Anteil der Eigenerzeugung stammt aus dem Strombezugsrecht Murkraftwerk Graz-Puntigam sowie von Photovoltaikanlagen. Der Ausbau an erneuerbarer Stromerzeugung erfolgte im Jahr 2024 mit 10 weiteren PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 1.600 kWp. Ab 2025 wird die Energie Graz im Rahmen eines langfristigen Power-Purchasing-Agreements (PPA) rd. 16 GWh jährlich aus einer PV-Großanlage beziehen.
1.4.2.3 Energievertrieb Strom und Erdgas
Nach der Entspannung auf den Energiemärkten im Jahr 2023 und ersten Preissenkungen und Rabatten, konnte im Jahr 2024 jeweils eine weitere Preissenkung im Bereich Strom (per 01.08.) und im Bereich Erdgas (per 01.07.) durchgeführt werden. Aufgrund der stabileren Situation an den Großhandelsmärkten wurde Mitte des Jahres das Neukunden-Produktportfolio im Bereich Strom erneut angepasst.
Neben der laufenden Ausrichtung der Vertriebstätigkeiten auf das vorherrschende Marktgeschehen stellten vor allem die Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben (u.a. gesetzliche Stromund Gaskennzeichnung, Novellierung
Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz sowie EU-ETS II) besondere Herausforderungen im Jahr 2024 dar.
Kundenorientierung und Usability-Verbesserungen im Kundenservice bildeten auch in diesem Jahr einen Handlungsschwerpunkt. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet das mehrjährige Projekt „KIT“, dabei handelt es sich um die Umsetzung eines Kundeninformationssystems im Unternehmen.
1.4.2.4 Vertriebskoordination
Die Vertriebskoordination zielt darauf ab, die Vertriebsabteilungen besser miteinander zu vernetzen und so Synergien zu schaffen. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden die Produkte und Dienstleistungen erfasst und daraus Fachbereich übergreifende Use Cases entwickelt. Die prozessuale Abwicklung erfolgt über MS Dynamics.
Die Vertriebskoordination erstreckt sich über die gesamte Energie Graz und wird durch ein regelmäßiges Reporting an die Geschäftsführung transparent gemacht. Dies sorgt für eine nachhaltige Optimierung der Vertriebsprozesse.
1.4.2.5 Elektromobilität
Gegenwärtig betreibt die Energie Graz rund 210 Ladepunkte für E-Autos, E- Carsharing (tim) und E-Taxis in Graz. Derzeit können die Kund:innen der Energie Graz, aufgrund der Kooperation und Roamingvereinbarungen mit vielen weiteren Betreibern, bei rund 14.000 Ladepunkten in ganz Österreich laden.
Im Jahr 2024 hat die Energie Graz neue Standorte am Schönaugürtel errichtet, sowie HOFER- und INTERSPAR-Märkte mit 19 Ladepunkten ausgestattet. Zusätzlich wurden für das Carsharing von tim sieben Standorte mit weiteren Ladestationen versehen.
Mit September wurden die bisherigen Tarife (öffentliches Laden, eTaxis und Direktbezahlung) auf einen kWh-basierenden Ladetarif umgestellt. Mit dem neuen Tarif „charge:public“ für das öffentliche Laden werden künftig nur zwei übersichtliche Preise für AC (langsames Laden) und DC (schnelles Laden), und vor allem ohne monatliche Grundgebühr, angeboten.
1.4.2.6 PV-Gemeinschaftsanlagen
Die Akquisition von PV-Gemeinschaftsanlagen und Ladelösungen im Wohnbau gestaltete sich aufgrund des Rückgangs von Neubauprojekten im Raum Graz als
herausfordernd. Die unterjährige Verlagerung des Vertriebsfokus auf Bestandsobjekte führte zu vertrieblichem Erfolg, welche in der Realisierung von Projekten in der Neubaugasse, Münzgrabenstraße, Oeverseegasse, Fröhlichgasse & Reininghausstraße mündete.
1.4.2.7 Solar Graz
Die Solar Graz konzentriert sich auf den Vertrieb von regional erzeugtem Naturstrom. Die geänderte Marktpreissituation ermöglichte per August eine Preissenkung für Bestandskunden und auch der Neukundentarif konnte Mitte des Jahres gesenkt werden.
1.4.3 Wärme
1.4.3.1 Fernwärmeerzeugung/Aufbringung
Die Absicherung der erforderlichen Wärmeleistung sowie die mengenmäßig überwiegende Fernwärmeaufbringung im Großraum Graz wird im Rahmen eines Wärmebezugsvertrags mit der Energie Steiermark Wärme GmbH bereitgestellt. Ende 2024 wurde mit der Energie Steiermark Wärme GmbH ein neuer Wärmeliefervertrag, gültig ab 1.1.2026, abgeschlossen. Dieser ersetzt den bisherigen Vertrag aus dem Jahr 1980. Darin geregelt ist die Bereitstellung von Wärmeerzeugungskapazitäten im Umfang von 400 MW, wofür auch ein monatlicher Grundpreis seitens der Energie Graz geleistet wird. Der Arbeitspreis resultiert aus einer kostenbasierten Verrechnung und beinhaltet im Wesentlichen die variablen Erzeugungskosten.
Zur notwendigen weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme wurde ein verbindlicher Dekarbonisierungsplan in Abstimmung mit der Energie Steiermark und der Holding Graz erarbeitet und sowohl im Aufsichtsrat der Energie Graz am 8. Mai 2024 als auch im Gemeinderat der Stadt Graz am 13. Juni 2024 beschlossen. In diesem verbindlichen Dekarbonisierungsplan ist detailliert dargelegt, mit welchen Maßnahmen und Investitionen die geforderten ökologischen Ziele zukünftig verfolgt und die Einhaltung dieser Ziele sichergestellt werden.
Bei der Erstellung dieses Dekarbonisierungsplanes wurden externe Experten wie AFRY Management Consulting Austria GmbH, GeoShere Austria und Enexsa Energy Expert Software Applications GmbH beigezogen. Dieser verbindliche
Dekarbonisierungsplan wurde sowohl dem Bundesministerium für Klimaschutz, Sektion Klima und Energie im Juni 2024 als auch dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15 im Juli 2024 vorgestellt, jeweils mit positiven Rückmeldungen.
Die Energie Graz hat in den letzten Jahren, ergänzend zur Wärmeaufbringung über die Energie Steiermark, ökologische Wärmeerzeugungsprojekte in guter Abstimmung mit den Eigentümern entwickelt und umgesetzt. Über diese Projekte konnten rund 360 GWh in das Grazer Fernwärmenetz eingespeist werden, was einen Anteil von rund 32 % vom Grazer Netz bedeutet. Konkret liegt bei diesen Projekten folgender Status vor:
• Industrielle Abwärme Sappi:
Mit der bestehenden Auskopplungsanlage werden aktuell rund 22% des Fernwärmebedarfs in Graz gedeckt. Mit der Betreiberfirma Bioenergie Fernwärme BWS GmbH wurde im Mai 2021 eine Zusatzvereinbarung für die Wärmepreise 2021 bis 2025 samt einer Ausweitung der jährlichen Planmenge von 150 GWh/a auf rund 190 GWh/a abgeschlossen. Zu Jahresbeginn 2024 wurde eine gesonderte Vereinbarung über eine Wärmeeinspeisung von 240 GWh im Jahr 2024 getroffen.
• Abwärmenutzungsanlage beim Stahl- und Walzwerk Marienhütte:
Bei der Hochtemperaturanlage werden stetig betriebliche Verbesserungen umgesetzt, um trotz der Energieeffizienzmaßnahmen des Industrieunternehmens weiterhin hohe Mengen an industrieller Abwärme nutzen zu können. Bei den industriellen Groß-Wärmepumpen für die Nutzung von Niedertemperatur- Abwärme der Marienhütte musste im Jahr 2024 ein Rückgang der Wärmeproduktion hingenommen werden, daein umfangreiches Wartungsprogramm an den Anlagen durchzuführen war und Schäden an den Zuleitungskabeln zu beheben waren.
• Energiemodell Graz Reininghaus:
Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Anlage „Restabwärmenutzung Marienhütte" wurde das Energiemodell Reininghaus von Fernwärme- auf Nahwärmeversorgung umgeschaltet. Seit 15.11.2021 wird somit der neue Stadtteil Reininghaus auf Niedertemperaturniveau versorgt. Um die Nutzung der Abwärme verbessern zu können und Lastspitzen noch besser ausgleichen zu können, wurde 2024 der Wärmespeicher von 600 m3 auf 1.200 m3 erweitert. Mit Ende 2024 sind 27
Anlagen mit einem Verrechnungswertanschluss von über 10 Megawatt über das Niedertemperaturnetz versorgt.
• Wärmeeinspeisung aus KWK-Anlagen
Im Jahr 2024 konnte die Energie Graz gesonderte Wärmebezugsvereinbarungen mit Energie Steiermark Wärme GmbH für KWK-Wärme aus der Gasturbinenanlage in Thondorf und mit Verbund Thermal Power für KWK-Wärme aus Mellach abschließen. Damit konnte in Q4/2024 rund 156 GWh an KWK-Wärme zusätzlich in das Grazer Fernwärmesystem eingespeist werden. Der Anteil an „Grüner Wärme" konnte damit im Jahr 2024 auf 56 % angehoben werden.
• Solares Speicherprojekt Helios:
Die Anlage ist, seit Inbetriebnahme vom 3. Bauabschnitt im Jahr 2022, mit einer Kollektorfläche von 6.000 m2 in Betrieb und liefert eine jährliche Wärmemenge von rd. 3,5 GWh.
• Wärme aus Tiefengeothermie:
Gemeinsam mit der Energie Steiermark und der OMV wurden Verhandlungen über die Erzeugung und Nutzung von tiefer, geothermischer Wärme für den Ballungsraum Graz geführt. Im Dezember 2024 wurden in allen beteiligten Unternehmen und im Grazer Gemeinderat positive Gremialbeschlüsse über dieses Projekt gefasst. Beginnend ab 2031 soll geothermische Wärme, über mehrere Jahre ansteigend auf 500 - 600 GWh/a und mit einer Leistung von bis zu 150 MW, in das Grazer Fernwärmenetz eingespeist werden.
• Energiewerk Graz und Energetische Klärschlammverwertung Gössendorf
Die Projektarbeiten am Energiewerk Graz und am Projekt EKV Gössendorf wurden im Jahr 2024 plankonform fortgeführt. Die UVP-Verfahren wurden mit Einreichung der Projektunterlagen beim Land Steiermark im ersten Halbjahr begonnen. Im Juli wurde im Gemeinderat der Stadt Graz der Planungsbeschluss zu den Projekten gefasst.
Mit dem Energiewerk Graz sollen ab 2029 rd. 9.000 LKW-Fahrten und 15.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Mit der Anlage können die Reststoffe von rd. 450.000 Steirer:innen verwertet werden sowie rd. 23.000 Wohnungen mit Fernwärme und rd. 15.000 Wohnungen mit Strom versorgt werden. Dank des lokalwirtschaftlichen Kreislaufwirtschaftsansatzes bei diesem Projekt ist zudem auf
der abfall- als auch energiewirtschaftlichen Seite erhöhte Preisstabilität für die Versorgung der Bürger:innen gegeben.
Mit der Anlage der energetischen Klärschlammverwertung Gössendorf können ab 2029 rd. 1.000 LKW-Fahrten und 10.000 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden. Mit der Anlage können Entsorgungssicherheit für rd. 450.000 Steirer:innen gewährleistet und rd. 7.000 Wohnungen mit Wärme versorgt werden. Die Anlage ermöglicht die nachgelagerte Phosphorrückgewinnung aus den eingesetzten kommunalen Klärschlämmen, ein besonders wichtiger Aspekt für eine nachhaltige, heimische Landwirtschaft und ein weiterer kreislaufwirtschaftlicher Beitrag.
1.4.3.2 Fernwärmenetz
Im Jahr 2024 wurden rund 6,3 Trassenkilometer Fernwärmeleitungen gebaut und rund 340 Baustellen abgewickelt. Knapp 130 Anschlüsse mit einem Gesamtanschlusswert von ca. 15 MW konnten an die Fernwärme angeschlossen werden. Mit rund 3.000 neu angeschlossenen Wohnungen im Geschäftsjahr 2024 sind mit Jahresende nun mehr als 91.000 Wohnungen in Graz mit Fernwärme versorgt.
2024 erfolgte u.a. die Fortsetzung des Ausbaus für das Ausbaugebiet Straßgang Süd, der Ausbau in den Gebieten Lortzinggasse/Petrifelderstraße, Schillerplatz/Plüdemanngasse, Berthold-Linder-Weg, Plabutscherstraße/Waagner- Biro-Straße, Bergstraße und Weingartenweg sowie Ringschlussleitungen im Bereich Kalvariengürtel, Gradnerstraße und Zinzendorfgasse.
Besonders herausfordernd waren die umfassenden Neubau- und Umbaumaßnahmen an Fernwärmeanlagen im Zuge des städtischen Infrastrukturprojektes „Innenstadtentflechtung Graz Linien", Sanierung der „Puchstraße“ und Sanierung der „Fröhlichgasse“.
Weiters wurden Umlegungs- und Erneuerungsmaßnahmen an der Fernwärme- Hauptleitung, insbesondere in den Bereichen Lessingstraße/Technikerstraße, Oeverseegasse und Brockmanngasse (1. Teil) im Jahr 2024 begonnen und Großteils abgeschlossen. Im Rahmen der Instandhaltung wurden neben den jährlichen Wartungen von Schachtbauwerken und Armaturen auch größere Sanierungsprojekte abgewickelt. Aufgrund zwischenzeitlich sehr hoher Netznachspeisemengen wurde ein Programm zur Ortung von Schadensfällen und
deren Behebung durchgeführt. Unter anderem wurden Netzselektionsmaßnahmen und eine flächendeckende Befliegung des gesamten Grazer Fernwärmegebietes durchgeführt, um Schwachstellen oder Schadensfälle detektieren zu können.
1.4.3.3 Fernwärme – Wartung/Energieeffizienz
Im Bereich der Fernwärme-Kundenanlagen werden laufend Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt (Verbrauchsdatenanalyse, Optimierung der Fernwärme-Anlage, Wartung & Betreuung). So konnten im Berichtsjahr über 53 Fernwärme-Heizzentralen, mit einem Verrechnungsanschlusswert von rund 4,2 MW, in das Wartungs- und Servicemanagement der Energie Graz übernommen werden.
1.4.3.4 „Wärmepumpe PLUS*
Im Jahr 2022 wurde das Produktportfolio der Energie Graz um das Produkt „Wärmepumpe PLUS“ erweitert. Dieses Produkt bietet eine umweltfreundliche und wirtschaftlich attraktive Alternative für den Austausch von ÖI- und Gasheizungen in Ein- und Zweifamilienwohnhäusern, bei denen ein Fernwärmeanschluss nicht realisierbar oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe bildet das zentrale Modul und kann individuell je nach Kundenwunsch durch Photovoltaikanlagen, E-Ladestationen oder Batteriespeicher ergänzt werden. Die operative Umsetzung erfolgt weiterhin in Kooperation mit der E1 Wärme und Energie GmbH.
1.4.3.5 WDS Wärmedirektservice der Energie Graz GmbH
Die WDS hat als Kompetenzzentrum für die Projektierung zukunftsweisender Energieversorgungskonzepte für die Energie Graz im Geschäftsjahr 2024 über 47 Einzelprojekte bearbeitet. Neben der Forcierung des eigenen Wärmegeschäftes lag der Fokus des Unternehmens in den Bereichen Anlagenkonzeption, Planung, Ausschreibung und Errichtung alternativer Energieerzeugungsanlagen. Hervorzuheben sind die Aktivitäten im Rahmen der Projekte energetische Klärschlammverwertung und PV Masterplan Haus Graz.
Die energetische Klärschlammverwertung bildet die Vorstufe für eine zukünftig notwendige Phosphorrückgewinnung und nutzt zudem die Restwärme des gereinigten Abwassers für die Einspeisung in das Fernwärmenetz (ca. 56 GWh/a). Der PV Masterplan Haus Graz umfasst die Planung/Errichtung von PV-Anlagen mit
rd. 30 MWp. Im Jahr 2024 wurden für die ersten Projekte (rd. 2 MWp) die Genehmigungs- und Ausschreibungsplanung durchgeführt. Die Errichtung dieser Anlagen beginnt im 1. Quartal 2025.
Im Auftrag der Energie Graz wurde für die Erweiterung der Mittelschule und Polytechnischen Schule in der „Smart Cityn das Energiekonzept mit lokaler Erdwärme, bodennaher Kühlung, elektrosolarer Stromerzeugung und Fernwärme im Detail geplant und ausgeschrieben. Die Umsetzung beginnt im 1. Quartal 2025. Im elektrosolaren Bereich ist die Umsetzung der PV-Mieterstromanlagen Feuerwache Süd, Oeverseegasse, Münzgrabenstraße, Fröhlichgasse und Neubaugasse mit insgesamt ca. 210 kWp anzuführen.
1.4.4 Licht
Die Energie Graz ist im Auftrag der Landeshauptstadt Graz und mehreren Umlandgemeinden für die Entwicklung, Planung und Ausführung der öffentlichen Straßenbeleuchtung als Partnerunternehmen tätig. Es werden rd. 43.000 Lichtpunkte (davon rd. 11.500 in den Umlandgemeinden), rd. 17.450 Masten sowie rd. 1.500 km Straßen im und rund ums Grazer Stadtgebiet gewartet und betreut, Der Schwerpunkt 2024 lag in der Umsetzung der Projekte in der Volksgartenstraße, in der Waltendorfer Hauptstraße bei der Innenstadtentlastung sowie in den Bezirken St. Leonhard, Gries, Gösting und Mariatrost. In den Umlandgemeinden erfolgten größere Umbauten auf LED in den Gemeinden Premstätten, Seiersberg und St. Nikolai im Sausal.
1.5 Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
1.6 Geschäftsergebnis, Ertragslage
Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2022, das von den extremen Preisanstiegen der Energiekrise geprägt war, haben sich im Laufe des Jahres 2023 die Energiegroßhandelsmärkte wieder stabilisiert. Verbessert hat sich dadurch wieder die Ertragslage des Unternehmens, ein operatives Ergebnis auf Planniveau konnte 2023 erreicht werden. Aufgrund außerordentlicher Aufwendungen im Bereich der Fernwärme und einer verordneten Fernwärmepreissenkung von rd. 20 % ist das operative Ergebnis im Jahr 2024 unter den Erwartungen geblieben. Infolge eines
verbesserten Finanzergebnisses konnte dennoch ein unversteuertes Ergebnis auf Planniveau im Jahr 2024 erreicht werden.
Das EBIT, ermittelt analog dem Fachgutachten des Fachsenats für Betriebswirtschaft und Organisation vom 27.11.2007, beträgt ca. 26,6 Mio. € (VJ: 28,7 Mio. €), das EBITDA ca. 47,0 Mio. € (VJ: 49,1 Mio. €). Die Gesamtkapitalrentabilität, berechnet als Prozentanteil des EBIT am Gesamtkapital, ergibt ca. 6,6 % (VJ: 7,3 %), die Umsatzrentabilität als Kennzahl für den Anteil des EBIT an den Umsatzerlösen ca. 7,2 % (VJ: 7,1 %), wobei die Umsatzerlöse im Jahr 2024 ca. 367,6 Mio. € (VJ: 402,3 Mio. €) betragen. Die Eigenkapitalrentabilität, berechnet als Prozentanteil des Jahresüberschusses am durchschnittlichen Eigenkapital (inkl. Baukostenzuschüssen und Investitionszuschüssen), ergibt ca. 18,9 % (VJ: 23,7 %).
1.7 Finanzlage
Der Cash-Flow aus dem ordentlichen Ergebnis beträgt bei einem Jahresüberschuss von ca. 17,4 Mio. € (VJ: 22,2 Mio. €) nach Hinzurechnung der Abschreibung von ca. 21,9 Mio. € (VJ: 21,8 Mio. €) und sonstigen Veränderungen ca. 34,4 Mio. € (VJ: 39,5 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Änderungen aus den kurzfristigen Rückstellungen, Forderungen und Verbindlichkeiten beläuft sich der Cash-Flow aus dem operativen Bereich auf ca. 19,7 Mio. € (VJ: 38,2 Mio. €). Nach einem Cash- Flow aus der Investitionstätigkeit von ca. -31,9 Mio. € (VJ: -25,0 Mio. €) und aus der Finanzierungstätigkeit von ca. -21,2 Mio. € (VJ: 3,3 Mio. €) ergibt sich eine Veränderung der liquiden Mittel in Höhe von ca. -33,4 Mio. € (VJ: 16,5 Mio. €), welche bei einem Anfangsbestand von ca. 34,8 Mio. € (VJ: 18,3 Mio. €) einen Endbestand von liquiden Mitteln in Höhe von ca. 1,4 Mio. € per 31.12.2024 bedingt.
Der Verschuldungsgrad als Prozentsatz des Fremdkapitals am Gesamtkapital beläuft sich per 31.12.2024 auf ca. 72,2 % (VJ: 74,4 %).2 Das Working Capital (Nettoumlaufvermögen), der Saldo der kurzfristigen Aktiva mit den kurzfristigen Passiva, beträgt ca. -70,5 Mio. € (VJ: -51,5 Mio. €). Die Working Capital Ratio, berechnet als Prozentsatz der kurzfristigen Aktiva (Umlaufvermögen) von den kurzfristigen Passiva (kurzfristige Fremdmittel), ergibt ca. 44,5 % (VJ: 57,7 %).
² Die Baukostenzuschüsse und Investitionszuschüsse werden dem Eigenkapital zugerechnet.
Die Nettoverschuldung macht per 31.12.2024 ca. 92,4 Mio. € (VJ: 81,5 Mio. €)3 aus, bei einer Eigenkapitalquote (inkl. Baukosten- und Investitionszuschüssen) von ca. 27,8 % (VJ: 25,6 %).
Die Energie Graz tätigt selbst keinerlei Handel an Börsen, dieser wird indirekt über den Vertragspartner Energie Steiermark umgesetzt. Sicherheitsleistungen, die für die Durchführung von Handelstätigkeiten zu hinterlegen sind, werden vom Vertragspartner gänzlich geleistet. Somit ergeben sich für die Energie Graz daraus auch keine Liquiditätsrisiken.
1.8 Vermögenslage
Die Anlagenintensität per 31.12.2024, berechnet als Prozentanteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen, ergibt ca. 84,8 % (VJ: 82,2 %). Im Geschäftsjahr 2024 betrugen die gesamten Investitionen ca. 36,7 Mio. € (VJ: 32,9 Mio. €).
2 Voraussichtliche Entwicklung
Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Energie Graz eine Betriebsleistung aus den Geschäftsbereichen Strom, Gas, Fernwärme und Licht, unter Berücksichtigung der jeweiligen Mengen- und Preisprognosen, von ca. 358,1 Mio. €. Das Investitionsbudget für das Jahr 2025 ist mit rd. 34,6 Mio. € angesetzt.
Es wird für die beiden Folgejahre aufgrund der 20%igen Senkung des Fernwärmepreises im Herbst 2024 ein etwas niedrigeres operatives Ergebnis als im Jahr 2024 erwartet.
3 Risikomanagement
Als Betreiber einer systemkritischen Infrastruktur trägt das Unternehmen eine besondere Verantwortung. Mittels etabliertem Risikomanagement und einem proaktiven Krisenmanagement wird im Anlassfall besonderen Herausforderungen begegnet.
3 Die Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung von Nichtkreditinstituten werden dem verzinslichen Fremdkapital zugerechnet.
3.1 Krisenmanagement Erdgasversorgung
Infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde im ersten Quartal 2022 der Krisenstab „Gaskrise“ aktiviert. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte regelmäßig eine Beurteilung der aktuellen Lage sowie ein Austausch und Abstimmungen mit Vorlieferanten und Branchenverbänden. Im Rahmen des Gaskrisenstabes wurde laufend die Versorgungssituation von Strom, Gas und Fernwärme beurteilt und gegebenenfalls entsprechende Vorkehrungen getroffen. Vertreter der Energie Graz nehmen an Abstimmungen mit u.a. Regulierungsbehörden und Ministerien teil. Weiters erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Krisenstab der Stadt Graz.
Seit dem Beginn des Ukrainekrieges wurden seitens Bundesregierung und der Gaswirtschaft umfassende Maßnahmen zur Sicherstellung der österreichischen Gasversorgung, wie z.B. die auch weiterhin zur Verfügung stehende strategische Gasreserve (20 TWh) und die zusätzliche Einspeicherung von Gas für geschützte Gas- und Fernwärmekund:innen, gesetzt. Aktuell sind die Gasspeicher in Österreich und auch in Europa gut gefüllt. Die Versorger sind gut aufgestellt, um ihre Kund:innen auch ohne Gasfluss über die Ukraine gut versorgen zu können.
Die Energie Graz hat die verordneten Vorsorgemaßnahmen für ihre Kund:innen in Abstimmung mit der Energie Steiermark im vollen Umfang umgesetzt, wobei in diesem Zusammenhang Gas aus nicht russischen Quellen für geschützte Kund:innen eingespeichert wurde.
3.2 Risikostrategie
Die Energie Graz ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen. Daher verfügt die Energie Graz über ein integriertes Risikomanagement, welches sich sowohl mit den Risiken aus dem eigenen Handeln als auch mit den Risiken aus dem Marktumfeld befasst.
Strategische Zielsetzung ist es, das Risikobewusstsein auf allen Unternehmensebenen, über die reine Pflichtumsetzung zur Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus, stetig zu erhöhen. Dabei dient das Risikomanagementsystem der Schaffung von Transparenz zur Vermeidung von Risiken sowie der effizienten Steuerung der Risikopositionen.
Risikoaspekte werden in strategische Entscheidungen sowie in die Beurteilung von Projekten ganz bewusst und systematisch miteinbezogen. Risiko wird als mögliche wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Energie Graz definiert.
3.3 Risikoprofil der Energie Graz
Das Risikoprofil der Energie Graz ist neben den branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten vor allem durch rechtliche, regulatorische und politische Veränderungen im Wettbewerbsumfeld geprägt. Diese betreffen die mittelfristige Entwicklung des Gesamtunternehmens und werden mit einem strukturierten Strategieprozess und den daraus abgeleiteten Geschäftsfeldstrategien gesteuert.
Marktrisiken
Schwer abschätzbare Entwicklungen bei den Marktpreisen und Absatzmengen können zu Marktrisiken im Bereich Strom und Erdgas führen. Durch eine professionelle und langfristige Bewirtschaftung des Aufbringungsportfolios konnten Marktrisiken infolge volatiler Preisentwicklungen auf den nationalen und internationalen Energiemärkten möglichst geringgehalten und kurzfristige Auswirkungen von Energiepreissteigerungen für die Kund:innen reduzieren werden. Laufendes Marktmonitoring und zusätzliche Preisabsicherungen wirken den Beschaffungsrisiken entgegen. Die Energie Graz selbst tätigt keinerlei Handel an den Energiebörsen.
Im Bereich der Fernwärme besteht das Risiko, dass einer durch die Preisbehörde vorgegebenen Senkung der Absatzpreise eine Senkung der Bezugskosten im nicht selben Ausmaß gegenübersteht. Durch Kommunikation und Verhandlungen mit Preisbehörde und Vorlieferanten wird versucht dieses Risiko zu minimieren.
Dem Risiko der Forderungsausfälle wird durch zeitnahes Monitoring, genaue Beobachtung der Außenstände sowie ein straffes Mahn- und Inkassowesen begegnet.
Betriebsrisiken
Im Energie- und Netzgeschäft ist die Energie Graz zahlreichen operativen Risiken in Bezug auf Anlagen und Netze ausgesetzt. Dem Risiko des Auftretens von Defekten und Schäden bei technischen Anlagen und Netzen begegnet die Energie
Graz mit wirtschaftlich effizienten Investitions- und Instandhaltungsprogrammen sowie genau geregelten Wartungs- und Qualitätskontrollen. Zusätzlich werden Risiken über entsprechende Versicherungen minimiert.
Supportprozess-Risiken
Die Geschäftstätigkeit der Energie Graz wird maßgeblich durch moderne Informations- und Kommunikationssysteme unterstützt. Dabei ergeben sich Risiken im Bereich von Datenschutz und Informationssicherheit. Verstöße gegen interne und externe Compliance-Regelungen stellen ebenfalls Risiken dar.
Mögliche negative Auswirkungen einzelner technischer Services, Leitsysteme oder Office-IT-Services werden im Rahmen der Business-Impact-Analysen hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit bewertet. Im Zuge des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) werden Risiken periodisch einer Bewertung unterzogen, notwendige Gegenmaßnahmen identifiziert, laufend technische (Security Checks) und organisatorische Maßnahmen durchgeführt und Mitarbeiter:innen in Bezug auf den Schutz von persönlichen Daten geschult.
Finanzrisiken
Schwankungen von Marktzinsen sowie von Wertpapierkursen haben auch Einfluss auf das Ergebnis der Energie Graz. Die Finanzierung erfolgt etwa zu einem Viertel über Darlehensverträge mit variabler Zinsvereinbarung, der überwiegende Teil ist mehrjährig festverzinslich.
Mittels Gesellschafterdarlehen verfügt die Gesellschaft über ausreichend adäquate eigenkapitalähnliche Mittel. Der darüberhinausgehende Finanzierungsbedarf ist längerfristig, mehrjährig strukturiert, um Liquiditätsrisiken für die Gesellschaft auf ein Minimum zu begrenzen. Dem Zinsänderungsrisiko der variablen Darlehensverträge wird durch regelmäßige Finanzierungsanalysen begegnet. Es besteht kein Kursrisiko, da Fremdfinanzierungen ausschließlich in Euro erfolgen. Die grundlegende Festlegung von Risikominimierungsstrategien in den zuvor genannten Bereichen erfolgt in der internen Richtlinie „Liquiditätsmanagement”.
Das Wertpapierdepot der Energie Graz dient der gesetzlich vorgeschriebenen, langfristigen Veranlagung zur Deckung von Sozialkapitalrückstellungen. Mithilfe der „Anlagerichtlinie für die gesetzlich erforderliche Wertpapierdeckung von Pensionsverbindlichkeitenn sind die Arbeitsprozesse entsprechend transparent
dokumentiert. Die Deckung erfolgt sehr risikoavers. Diese besteht überwiegend aus Staatsanleihen im zentraleuropäischen Raum.
Umfeldrisiken
Politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie Veränderungen des regulatorischen Umfelds nehmen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Energie Graz. Diese Einflussfaktoren werden laufend beobachtet, um frühzeitig und adäquat darauf reagieren zu können. Durch die ständige und aktive Mitwirkung in den Gremien von Interessensvertretungen und Fachverbänden sowie über eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden werden Ungewissheiten minimiert und es wird versucht, bestmöglich Einfluss auf diese Rahmenbedingungen zu nehmen.
3.4 Projekt-Risikomanagement
Die Energie Graz setzt eine Vielzahl an Investitionsprojekten um. Der Erfolg solcher Großprojekte wird maßgeblich davon mitbestimmt, die relevanten Unsicherheiten und Risiken in Zusammenarbeit mit den jeweiligen fachzuständigen Experten frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten. Zudem schafft das Projekt-Risikomanagement durch die einheitliche Dokumentation und Präzisierung der wesentlichen Chancen und Risiken eine verbesserte Grundlage zur Entscheidungsfindung. Die Einbindung des Risikomanagements ist ab bestimmten Wertgrenzen verpflichtend.
3.5 Gesamtbeurteilung der Risikolage
Gegenwärtig sind weder für das Geschäftsjahr 2024 noch für die Mittelfristbetrachtung Risiken zu erkennen, die isoliert oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen für die Energie Graz haben könnten, Zur Abwendung gegenwärtiger Risikoszenarien wurden ausreichend Vorkehrungen getroffen.
4 Forschung und Entwicklung, Innovationsmanagement und neue Energiedienstleistungen
Bei Forschung und Entwicklung steht der anwendungsorientierte Ansatz bei der Energie Graz im Vordergrund. Durch das Setzen von Themenschwerpunkten und
inhaltlichen Impulsen sollen die Unternehmens- und Innovationskultur der Energie Graz fortentwickelt werden, mit dem Ziel, Produkte und Dienstleistungen stetig zu verbessern und zu erweitern.
4.1 Projekte und innovative Vorhaben
4.1.1 Unser Eigenstrom – PV-Gemeinschaftsanlagen
Mit „Unser Eigenstrom", dem Mieterstrommodell der Energie Graz, wird bereits ein deutliches Zeichen zur Energiewende gesetzt. Der selbst erzeugte Strom vom Dach kommt den Bewohner:innen direkt vor Ort zugute.
Bis Ende 2024 hat die Energie Graz 65 Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen auf Wohnanlagen errichtet. Diese Anlagen erreichen gemeinsam eine Gesamtleistung von etwa 1.600 kWp. Mit dem innovativen Modell „Unser Eigenstrom" können nun zukünftig rund 2.300 Bewohner:innen Solarstrom direkt vom eigenen Dach nutzen und so aktiv zur Energiewende beitragen.
4.1.2 Photovoltaik Masterplan Haus Graz
Der Photovoltaik-Masterplan Haus Graz ist ein Kernprojekt des Klimaschutzplans der Stadt Graz. Ziel ist, rund 40% des Strombedarfs von Holding Graz, ihren Beteiligungen und der Stadtverwaltung nachhaltig durch Photovoltaik-Anlagen zu decken. Grundlage des Vorhabens ist eine im Januar 2024 abgeschlossene Machbarkeitsstudie der Energie Graz.
Die Umsetzung begann Ende 2024 mit dem Bau der ersten Anlagen, um CO2- Emissionen zu senken und die Energieautarkie der Stadt zu stärken. Parallel werden weitere Flächen geprüft, um die ambitionierten Ziele des Masterplans langfristig zu erreichen. Die Energie Graz und die WDS spielen eine zentrale Rolle in der Projektkoordination, Planung und Umsetzung der Anlagen.
4.1.3 Elektromobilität – automatisiertes Laden
Im Rahmen des dreijährigen anwendungsorientierten Forschungsprojekts „AC/DC - Automatic & Dynamic Charging" hat die Energie Graz den Laderoboter auf dem eigenen Betriebsgelände mit vier umgerüsteten Fahrzeugen getestet. Das Projekt wurde im September 2024 abgeschlossen. Im Projekt eTaxi 2.0 wurde, neben den bisherigen Ladepads am Schillerplatz, ein weiterer HPC-Lader in der Eggenberger Straße mit erstmals 300 kW installiert und getestet.
4.2 Innovationsmanagement
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Innovationspotenzial der Mitarbeiter:innen bzw. dem Ideenmanagement im Sinne eines betrieblichen Vorschlagswesens. Das Programm „IdeenReich" bietet damit allen Mitarbeiter: innen die Möglichkeit, ihre Ideen unkompliziert einzubringen und damit die Energie Graz gemeinsam und kontinuierlich zu verbessern. Mittlerweile wurden mehr als 240 Ideen eingereicht, beurteilt und teilweise auch erfolgreich umgesetzt.
4.3 Digitalisierung
Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet weiterhin zügig voran. Online-Meetings und Telearbeit sind aus der laufenden Arbeitsorganisation nicht mehr wegzudenken und wird auch weiterhin im Arbeitsablauf eine große Rolle im Unternehmen spielen.
Die im Rahmen der Ideenwerkstatt „Digital Excellence“ ausgewählten Projekte werden konsequent umgesetzt. Ebenso wurde ein weiterer, wichtiger Schritt bei der digitalen Signatur unternommen - die vorhandene Umgebung wurde erweitert, sodass nun auch Kund:innen in diese digitalen Prozesse miteingebunden werden können.
Einen Schwerpunkt bilden aktuell der Abschluss der unternehmensweit eingeleiteten Digitalisierungsmaßnahmen „Workforcemanagement", „E2E- Bauprozess“ und „Kunden-IT-Solution.
Zusätzlich wurde ein umfassendes Upgrade des Geoinformationssystems realisiert. Diese Projekte werden zu einer deutlichen Effizienz- und Qualitätsverbesserung führen.
5 Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile
Mitte 2024 wurde der Rechtsformwechsel der Energie Graz GmbH & Ko KG in eine GmbH vollzogen, Dies erfolgte mittels Einbringung der Kommanditanteile der Gesellschaft in die entsprechende Komplementär-GmbH. Durch diese Form der Einbringung kam es auch zur Vereinigung aller Mitunternehmeranteile in der Hand der übernehmenden Gesellschaft. Damit war der Tatbestand der Anwachsung
gemäß § 142 UGB erfüllt, sodass unternehmensrechtlich Gesamtrechtsnachfolge vorliegt.
Eine analoge Vorgehensweise erfolgte auch bei der Stromnetz Graz GmbH & Co KG und ihrer Komplementärgesellschaft (Tochtergesellschaften der Energie Graz GmbH & Co KG bzw, nunmehr Energie Graz GmbH).
Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine weiteren Veränderungen von Beteiligungsanteilen.
6 Internes prozessbezogenes Kontrollsystem (IKS)
Das IKS der Energie Graz stellt sicher, dass relevante Geschäftsprozesse und deren wesentliche Risiken erfasst sind und durch entsprechende Kontrollen minimiert werden.
Die Grundlage des internen Kontrollsystems (IKS) der Energie Graz bildet die konzernweit gültige Richtlinie zu den Mindeststandards für das interne Kontrollsystem, welche eine einheitliche Umsetzung von IKS-Standards in den einzelnen Geschäftsprozessen sowie eine zuverlässige Begegnung mit identifizierten Risiken ermöglicht. Es soll gewährleistet werden, dass sich Führungskräfte und Mitarbeiter:innen der Bedeutung von IKS-Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern und somit zur Abwendung von Schäden bewusst sind.
Mit diesem internen, prozessbezogenen Kontrollsystem verfügt die Energie Graz über eine strukturierte Kontrolle der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeiten und die Einhaltung der für den Konzern wesentlichen Vorschriften.
Im Zuge des Geschäftsprozessmanagements wird die Geschäftstätigkeit der Energie Graz mit Hilfe des Geschäftsprozessmanagement-Werkzeugs ADONIS abgebildet. Aus der Vielzahl an Prozessen wurden mit Hilfe der in den IKS- Richtlinien definierten Kriterien (z.B. hohes Risiko, gesetzliche Vorgaben, Komplexität, etc.) IKS-relevante Prozesse identifiziert. Für diese Prozesse wurden im Programm ADONIS Risiken erfasst und die dazugehörenden Kontrollen dokumentiert. Die Risiken werden anhand der beiden Kennzahlen Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet. Das Geschäftsprozessmanagement der Energie Graz entwickelt sich ständig weiter und wird um neue Prozesse erweitert. Diese neuen Prozesse werden auf ihre IKS-Relevanz geprüft,
und bei Bedarf werden für diese Prozesse Risiko- und Kontrollkataloge erfasst. Darüber hinaus sind Prozesse zumindest einmal pro Jahr auf Aktualität zu prüfen. Das Rechnungswesen, mit der darin integrierten Finanzbuchhaltung, wird von der Holding Graz zentral als Dienstleister durchgeführt. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird sichergestellt, dass die gesetzlichen Vorgaben – die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Eintragung in die Bücher und sonstige Aufzeichnungen – erfüllt werden. Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Regeln und Richtlinien, welche jegliches damit in Zusammenhang stehende Risiko vermeiden sollen.
7 Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der Energie Graz. Mit der Vision „Mit aller Energie für ein nachhaltiges und lebenswertes Graz!" richtet das Unternehmen seine Aktivitäten konsequent auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Anforderungen der Energiewende aus. Die gesetzlichen Vorgaben, der gesellschaftliche Wandel und die Herausforderungen des Klimawandels bestimmen die strategische Ausrichtung. Als kommunaler Energiedienstleister trägt die Energie Graz eine besondere Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung der Stadt Graz.
Gleichzeitig ist die Energie Graz aktiver Teil des Klimaschutzplans der Stadt Graz, der das Ziel einer klimaneutralen Stadt bis 2040 verfolgt. Die Maßnahmen und Strategien des Unternehmens orientieren sich an dieser Zielsetzung und berücksichtigen die Anforderungen der kommunalen und (über)regionalen Klimapolitik.
7.1 Nachhaltigkeitsberichterstattung
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil europäischer und nationaler Politik, der in umfassenden Regelwerken wie dem Europäischen Green Deal und der Fit-for- 55-Initiative verankert ist. Diese Programme zielen darauf ab, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, die Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren und nachhaltige Investitionen zu fördern. Sie bilden den Rahmen für zahlreiche rechtliche Vorgaben, die Unternehmen wie die Energie Graz betreffen. Die daraus resultierenden Richtlinien und Standards setzen nicht nur verbindliche
Anforderungen, sondern schaffen auch eine Grundlage für strategische Ausrichtungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Es gibt gesetzliche Rahmenbedingungen, wie Unternehmenihre Nachhaltigkeitsverpflichtungen umsetzen und berichten müssen. Wesentliche Regelungen dazu umfassen:
• Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD):
Die CSRD verpflichtet Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2025 zur Erstellung einer prüffähigen Nachhaltigkeitsberichterstattung, die eng mit der unternehmerischen Strategie verknüpft ist.
• Europäische Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS):
Die ESRS konkretisieren die Berichterstattungsvorgaben der CSRD und definieren einheitliche Standards für die Offenlegung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Daten.
• Taxonomie-Verordnung:
Diese Verordnung dient der Bewertung wirtschaftlicher Aktivitäten hinsichtlich ihres Beitrags zu Umweltzielen der EU. Sie bildet eine Grundlage für Investitionsentscheidungen und dient als Maßstab für nachhaltiges Wirtschaften.
Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben arbeitet die Energie Graz im Rahmen eines unternehmensweiten ESG-Projekts an der Entwicklung ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung. Aktuell werden die Grundlagen für eine prüffähige Berichterstattung gelegt, die den Anforderungen der CSRD entspricht. Ein interner Probebericht über das Geschäftsjahr 2024 bereitet die verpflichtende Berichterstattung ab 2025 vor.
7.2 Nachhaltigkeitsstrategie
Parallel zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird die bestehende Nachhaltigkeitsstrategie an die aktuellen Herausforderungen sowie gesetzlichen Vorgaben, insbesondere der CSRD und ESRS, angepasst. Ziel der Uberarbeitung ist es, die langfristige Ausrichtung des Unternehmens auf ökologische, soziale und wirtschaftliche Zielsetzungen neu zu definieren und die zentralen Themenfelder systematisch in die Unternehmensplanung zu integrieren.
Die Überarbeitung erfolgt im Rahmen des unternehmensweiten ESG-Projekts. Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist der Transitionsplan, der strategische Ziele und Maßnahmen zur Dekarbonisierung und Klimaneutralität festlegt. Die Ergebnisse und Leitlinien des Transitionsplans werden direkt in die strategische Ausrichtung integriert und ergänzen die Zielsetzungen im Bereich Klimaschutz und Energiewende.
Nach Abschluss der Überarbeitung wird die Nachhaltigkeitsstrategie, einschließlich des Transitionsplans, eine zentrale Grundlage für zukünftige Maßnahmen und Entscheidungen darstellen und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens langfristig sichern.
7.3 Umgesetzte Maßnahmen im Geschäftsjahr 2024
7.3.1 Aktivitäten im Bereich Ökologie
Im Geschäftsjahr 2024 lag der Schwerpunkt im Bereich Okologie auf der Umsetzung von Initiativen zur Dekarbonisierung und zur Anpassung an den Klimawandel. Die größten Hebel dafür bieten die drei Kerngeschäftsfelder Fernwärme, Strom und Erdgas. Ergänzend dazu wurden auch neue Dienstleistungen in den Bereichen E-Mobilität und erneuerbare Energieerzeugung weiterentwickelt. Konkrete Maßnahmen dazu sind:
• Ein zentraler Fokus lag auf der Dekarbonisierung der Fernwärme. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Nutzung industrieller Abwärme wurden durch Projekte wie die Speichererweiterung Power Tower im Energiemodell Reininghaus oder die Erweiterung der Abwärmenutzung aus der Papierfabrik Sappi vorangetrieben. Parallel dazu wurden die Planungsarbeiten für das Energiewerk Graz und die energetische Klärschlammverwertung intensiviert, während Verhandlungen zur Realisierung des geplanten Geothermieprojekts fortgesetzt wurden. Diese Vorhaben bilden die Grundlage für die Umsetzung des verbindlichen Dekarbonisierungsplans der Fernwärme. • Im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung wurden zusätzliche Mieterstrommodelle umgesetzt. Mit dem Angebot „Unser Eigenstrom" konnten weitere Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen errichtet werden, die es Bewohner:innen von Mehrparteienhäusern ermöglichen, direkt von lokal erzeugter Solarenergie zu profitieren.
• Auch die E-Mobilität wurde weiter ausgebaut. Über die Hälfte der Fahrzeugflotte ist bereits elektrisch betrieben, die vollständige Umstellung der PKWs auf emissionsfreie Antriebe erfolgt schrittweise im Einklang mit dem Grazer Klimaschutzplan. Zusätzlich wurde ein elektrisch betriebener Steiger angeschafft, um die Emissionen im Nutzfahrzeugbereich weiter zu reduzieren. • Neben diesen Maßnahmen zur Dekarbonisierung wurden auch Fortschritte in der Abfallwirtschaft erzielt. Die Mülltrennung wurde durch verbesserte Systeme und gezielte Kommunikationsmaßnahmen optimiert.
Zur Anpassung an den Klimawandel wurden Maßnahmen ergriffen, um die Energieinfrastruktur widerstandsfähiger zu machen. Die kontinuierliche Modernisierung der Fernwärmenetze steigert deren Energieeffizienz und Belastbarkeit gegenüber Extremwetterereignissen. Im Strombereich sorgt der Ausbau der Netzinfrastruktur zusammen mit der Installation von Smart Meter und Fernwirksystemen für eine bessere Integration erneuerbarer Energien und eine zuverlässigere Uberwachung. Im Gasnetz gewährleisten regelmäßige Wartungsarbeiten und die Vorbereitung auf die Beimischung erneuerbarer Gase eine nachhaltige und zukunftssichere Versorgung.
7.3.2 Aktivitäten im Bereich Soziales
Im Geschäftsjahr 2024 lagen die Schwerpunkte im Bereich Soziales auf der Stärkung des gesellschaftlichen Beitrags sowie der Verknüpfung von sozialer Verantwortung mit Nachhaltigkeitszielen. Neben der Unterstützung einkommensschwacher Haushalte stand die aktive Teilnahme am Klima-Pakt #bindabei im Fokus. Die konkreten Maßnahmen im Überblick:
• Die Initiative „Energie gegen Armut" richtete sich an Haushalte mit finanziellen Engpässen. • Mit einem bereitgestellten Härtefallfonds konnten notwendige Kosten, wie Heizkosten, übernommen werden. Private Spenden wurden verdoppelt, wodurch nachhaltige Hilfsmaßnahmen, wie der Austausch ineffizienter Geräte und die Sicherung der Stromversorgung, ermöglicht wurden. • Mitarbeiter:innen-Mobilität: Das jährliche Angebot des kostenlosen Klimatickets Steiermark wurde fortgesetzt, ergänzt durch ein Pilotprojekt zur Privatnutzung von Firmenfahrzeugen, das nachhaltige Mobilitätslösungen
stärkt. Zudem wurde eine Mobilitätserhebung durchgeführt, um zukünftige Maßnahmen gezielt zu entwickeln und die Attraktivität sanfter Mobilität zu steigern.
7.3.3 Aktivitäten im Bereich Unternehmensführung
Im Geschäftsjahr 2024 lag der Schwerpunkt im Bereich Unternehmensführung auf der Förderung nachhaltiger Betriebsabläufe und der konsequenten Umsetzung gesetzlicher Anforderungen. Ziel war es, die Umweltleistung weiter zu verbessern und Prozesse effizienter sowie ressourcenschonender zu gestalten. Nachfolgend sind konkrete Maßnahmen dazu angeführt.
• Im Rahmen des Klima-Pakts #bindabei, einer Initiative der Stadt Graz, engagieren sich Unternehmen und Organisationen für die Reduktion von CO2- Emissionen und die Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen. Durch diese Beteiligung wird ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Stadt und zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung geleistet. • ÖKOPROFIT-Programm: Daran wird seit 20 Jahren zur Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung teilgenommen. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt auf der Erweiterung der Wärmespeicherkapazitäten und der Elektrifizierung des Fuhrparks. • Im Rahmen des Energieaudits, das gemäß den Vorgaben des aktualisierten Bundes-Energieeffizienzgesetzes (EEffG) durchgeführt wurde, konnten interne Einsparpotenziale identifiziert und weitere Optimierungen im Energieverbrauch erreicht werden. Ergänzend wurden Beratungsangebote bereitgestellt, um Kund:innen bei der Identifikation und Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen zu unterstützen. Diese Aktivitäten fördern eine nachhaltige und effiziente Energienutzung.
8 Mitarbeiter:innen
Am 31. Dezember 2024 waren in der Energie Graz 332 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Damit ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2023 um 7 Mitarbeiter:innen gestiegen. Der annähernd stabile Personalstand bildet die laufend realisierten Effizienzsteigerungen sowie gezielte Neuaufnahmen im Rahmen der definierten Wachstumsfelder planmäßig ab.
Ein besonderes Augenmerk wird im Rahmen einer vorausschauenden Personalarbeit auf die Pensionierungswelle von Mitarbeiter:innen gerichtet, die im Unternehmen bereits eingesetzt hat und sich in den kommenden Jahren in fast allen Organisationseinheiten weiter verstärken wird.
Durch zeitnahe Nachbesetzung von Vakanzen und interne Qualifizierung von Mitarbeiter:innen werden jene Schlüsselkompetenzen im Unternehmen bewahrt, die ein nachhaltiges unternehmerisches Wachstum der Geschäftsfelder erst ermöglichen. Vor diesem Hintergrund bildete im Jahr 2024 das Recruiting neuer Mitarbeiter:innen, einhergehend mit der weiteren Profilierung der Arbeitgebermarke, einen wesentlichen Schwerpunkt in der Personalarbeit. Hierbei wird bewusst auf authentisches Bild- und Videomaterial gesetzt, um dem facettenreichen Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen einen unmittelbaren Ausdruck zu verleihen, Dieses wird gezielt über ein breites Spektrum an Medienkanälen gestreut, welches weit über traditionelle Jobportale hinausreicht.
Damit werden insbesondere auch „passiv" Arbeitssuchende adressiert und die Vielfalt und Attraktivität der Karrieremöglichkeiten möglichst anschaulich und lebendig vermittelt. Auf Basis dieser Recruiting- und Employer Branding Strategie konnten im Jahr 2024 insgesamt 53 neue Mitarbeiter:innen (inkl. überlassener Arbeitskräfte) für die Energie Graz gewonnen werden.
Im Jahr 2024 wurden auch wieder zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen umgesetzt. Neben der Inanspruchnahme individueller Aus- und Weiterbildungsangebote standen die Weiterentwicklung der Führungs- und Digitalkompetenzen insbesondere für Meister: innen sowie Angebote zur Förderung der Resilienz für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte im Fokus.
Die im letzten Jahr gestartete Initiative „Frauen mit Energie" wurde im Jahr 2024 fortgeführt. Im Rahmen von Workshops wurden interne Leitlinien erarbeitet und anschaulich kommuniziert, um eine genderinklusive und wertschätzende bilaterale Kommunikation in der täglichen Zusammenarbeit als unternehmensweites Selbstverständnis zu manifestieren. Die Initiative wird in den nächsten Jahren insbesondere auch mit der langfristigen Zielsetzung, Frauen vermehrt für technische Aufgabenbereiche und Führungspositionen zu gewinnen, eine Fortsetzung finden.
Graz, am 30. Jänner 2025
Die Geschäftsführer:
Boris Papousek Boris Papousek, 31.01.2025 08:48 DI Boris PAPOUSEK
An
Wemor Ressl, 30.01.2026 18:27
MMag. Werner RESSI