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Lagebericht 2024/25

Mona Naturprodukte GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 04. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

MONA Naturprodukte GmbH

vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

Inhaltsverzeichnis

1 Lagebericht 2025

1.1Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die MONA Gruppe hat sich auf die Produktion von haltbaren, gentechnikfreien, pflanzlichen, milchalternativen Produkten spezialisiert. Die MONA Gruppe befindet sich unter den TOP 5 der europäischen Non Dairy Produzenten. Das im Jahr 2009 erworbene Unternehmen „MONA Sojaland GmbH" in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) wurde bereits im Laufe des Jahres 2010 voll in die österreichische Gruppe integriert. MONA verfügt somit über insgesamt zwei Produktionsstandorte -MONA OBERWART PRODUKTIONS GMBH mit Sitz in Oberwart und MONA Sojaland GmbH mit Sitz in Schwerin. Die für den Vertrieb zuständige Mona Naturprodukte GmbH hat ihren Hauptsitz in Wien.

Die Mona Premium Brand JOYA hat im pflanzlichen Frischebereich eine führende Marktstellung in Zentral-, Osteuropa und Osterreich erreicht. Für die JOYA-Produkte werden ausschließlich österreichische Soja-Bohnen aus Vertragsanbau verarbeitet. Angebaut werden diese primär im Burgenland und in Oberösterreich. Die garantierte Herkunft und Gentechnikfreiheit sind die Kernmerkmale der Marke JOYA und ihrer Produkte (Soja-Drinks, Sojagurts, Tofu, etc.). JOYA ist bereits in rd. 30 Ländern auf dem Markt, wobei der Schwerpunkt derzeit in Mittel- und Westeuropa liegt. Neben JOYA erzeugt MONA auch Private Label Produkte (Eigenmarken des Einzelhandels) für die größten europäischen Handelsketten. Hier werden für den Kunden maßgeschneiderte Lösungen angeboten.

Die Hain-Celestial-Group, Inc. (NASDAQ: HAIN), ein führendes Unternehmen für Bio-und Naturprodukte mit Geschäftstätigkeit in Nordamerika, Europa und Indien, erwarb im Juli 2015 durch eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Hain Celestial Europe (Lima NV) die Mona-Gruppe („Mona") zu 100%.

2025 war, wie das Vorjahr, geprägt vom Trend weg von Soja hin zu Hafer, Reis und Mandelprodukten. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen leichten Umsatzrückgang. Das Gesamtergebnis war jedoch höher, da Kostenreduktionsmaßnahmen u. diverse Effizienzsteigerungsprojekte greifen.

An den Verpackungsformaten wurden keine Änderungen vorgenommen. Die größte Herausforderung stellten dabei die kontinuierliche Kapazitätserhöhung und die Steigerung der Effizienz dar. Es musste ein unterbrechungsfreier Anstieg in der Produktions- und Logistikkette gewährleistet werden.

Der Mitarbeiterstand blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beträgt am 30.6.2025 109 Mitarbeiter. In dieser Zahl werden freie Mitarbeiter, Praktikanten und Mitarbeiter in Karenz nicht berücksichtigt.

Seitens der Gesellschaft wird eine Zweigniederlassung per Adresse Molkereistr. 8, 7400 Oberwart, betrieben.

1.2 Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren

1.2.1 Allgemeine betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2024/252023/24
TEURTEUR
Umsatzerlöse125.719132.851
Betriebsleistung126.930133.185
Betriebsleistung pro Dienstnehmer1.1641.222
Materialeinsatz108.195113.524
von Betriebsleistung in %85,285,2
Personalaufwand7.5638.010
von Betriebsleistung in %6,06,0
Durchschnittlicher Beschäftigtenstand109109
Personalaufwand pro Dienstnehmer6973
Betriebserfolg3.8851.011
von Betriebsleistung in %3,10,8
Jahresüberschuss3.5011.500
Eigenkapitalrentabilität in %11,23,2
Gesamtkapitalrentabilität in %8,52,3
Umsatzrentabilität in %3,60.9
Betrieblicher Cash Flow3.463-426
vom Umsatz in %2,8-0,3
Bilanzsumme55.26852.004
Anlagevermögen1.9152.157
Anlageinvestitionen281273
Abschreibungen500504
Investitionsdeckung56,254,2
Eigenkapital42.38038.879
vom Gesamtkapital in %76,774.8
Working Capital40.89137.172

Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.132 (-5,4%) verringert. Die Rentabilität des Eigenkapitals, des Gesamtkapitals und des Umsatzes hat sich positiv entwickelt. Die Eigenkapitalquote konnte auf 76,7 % (Vorjahr 74,8 %) erhöht werden.

1.2.2 Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)

Berechnung der Eigenmittelquote nach § 23 URG

(Untergrenze gemäß URG: 8 Yo)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
EUR
Summe Eigenkapital (§ 224 (3) A UGB)42.380.271,72
= bereinigtes Eigenkapital42.380.271,72
Gesamtkapital (§ 224 (3) UGB)55.268.404,40
= bereinigtes Vermögen55.268.404,40
bereinigtes Eigenkapital
Eigenmittelquote:bereinigtes Vermögen76,7 %

Der Anstieg des Bilanzgewinnes trägt entsprechend zur Steigerung der Eigenmittelquotebei. Die Eigenmittelquote liegt deutlich über der gesetzlich geforderten Untergrenze.

Berechnung der fiktiven Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG (Obergrenze

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
gemäß URG: 15 Jahre)
Jahresüberschuss3.501.088,77
- Gewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen46.231,22
+ Verluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen13.660,63
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen499.659,08
+/- Veränderung der langfristigen Rückstellungen1.007,00
Mittelüberschuss3.969.184,26
+ Rückstellungen (§ 224 (3) B UGB)4.964.010,33
+ Verbindlichkeiten (§ 224 (3) C UGB)7.924.122,35
- Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (§ 224 (2) B IV UGB)753.614,25
Effektivverschuldung12.134.518,43
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
FiktiveEffektivverschuldung 3,1 Jahre
Schuldentilgungsdauer:Mittelüberschuss

Da die bestehenden Verbindlichkeiten primär und größtenteils aus Verbindlichkeiten der Lieferungenund Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, ist ein Reorganisationsbedarf nicht gegeben. Die fiktive Schuldentilgungsdauer liegt deutlich unter der gesetzlich definierten Obergrenze von 15Jahren.

1.2.3 Vermögenslage

Aus den Bilanzen der letzten beiden Geschäftsjahre leitet sich die nachstehende Übersicht ab. Dabei wurden Forderungen und Schulden, die später als nach einem Jahr fällig sind, als langfristig, alleübrigen Forderungen und Schulden als kurzfristig angesehen. Das Verhältnis der einzelnen Posten zur Bilanzsumme wird in Prozentzahlen dargestellt. Etwaige Abweichungen zu den Bilanzen der letzten beiden Geschäftsjahre sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
30.6.202530.6.2024Veränderung
TEUR%TEUR%TEUR%
Vorräte12.82623,210.95321,11.87317,1
Kundenforderungen15.24327,616.56431,9-1.321-8,0
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen22.43540,616.21931,26.21638,3
Flüssige Mittel7541,43.8627,4-3.108-80,5
Übriges kurzfristiges Umlaufvermögen1.9633,62.1424,1-179-8,4
UMLAUFVERMÖGEN KURZFRISTIG53.22196,349.47095,63.4817,0
Rückstellungen4.4068,04.8669,4-460-9,5
Lieferantenverbindlichkeiten2.3144,22.3704,6-56-2,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen5.4079,83.7617,21.64643,8
Übriges kurzfristiges Fremdkapital2030,41.5713,0-1.368-87,1
FREMDKAPITAL KURZFRISTIG12.33022,312.56824,2-238-1,9
NETTO-UMLAUFVERMÖGEN (WORKING
CAPITAL)40.89174,037.17271,53.71910,0
Immaterielle Vermögensgegenstände5040,95471,1-43-7,9
Sachanlagen1.4102,61.6093,1-199-12,4
Finanzanlagen10,010,000,0
ANLAGEVERMÖGEN1.9153,52.1574,1-242-11,2
Übriges langfristiges Umlaufvermögen1320,21070,22523,4
UMLAUFVERMÖGEN LANGFRISTIG1320,21070,22523,4
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen2790,52780,50,4
Rückstellungen für Jubiläumsgelder2790,52790,500,0
FREMDKAPITAL LANGFRISTIG5581,05571,110,2
REINVERMÖGEN42.38076,738.87974,83.5019,0
BILANZSUMME55.268 100,052.004 1100,03.2646,3

Die Forderungen gegenüber Kunden sind gegenüber dem Vorjahr um -8 %gesunken. Inden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist der Cash Pooling Saldo bei der KBCBank enthalten.

Das Übrige kurzfristige Umlaufvermögen hat sich von TEUR 2.142 auf TEUR 1.963 verringert.

Die Rückstellungen sind insgesamt um EUR 459.087,86 gesunken. Insbesondere die Rückstellungenfür Bonifikationen sind von TEUR 927 auf TEUR 618, die Rückstellungen für Prämie sind von TEUR406auf TEUR 0 und die Rückstellungen Verkaufsmarketing von TEUR 1.329 auf TEUR 752 gesunken. Dagensind die Rückstellungen für die Körperschaftsteuer von TEUR 264 auf TEUR 1.109 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sind von TEUR 2.370 auf TEUR 2.314 leicht gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 43,8% gestiegen. Dies hängt immer mit dem jeweiligen wöchentlichen Zahlungslauf zusammen.

An Anlagevermögen wurden Anschaffungen iHv TEUR 281 getätigt. Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 500. Es gab Anlagenabgänge mit einem Buchwert von TEUR 23.

Das Reinvermögen (ohne Berücksichtigung von latenten Steuern) setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
30.6.202530.6.2024Veränderung
TEUR%TEUR%TEUR %
Engefordertes und eingezahltes StarmiGspital500,1500,100,0
Kapitalrücklagen9001.69001,700,0
Gew innrücklagen50.050,000,0
Bilanzgewinn41.42575,0 37.92472,93.5019,2
42.38076,7 38.87974,83.5019,0

1.2.4 Finanzlage

Zur Darstellung der

Finanzlage dient die nachstehende Geldflussrechnung

gegliedert nach

Aktivitätsbereichen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
2024/252023/24
TEURTEUR
Ergebnis vor Steuern4.5331.212
Uberleitung auf den Netto-Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Investitionsbereiches500504
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des
Investitionsbereiches-32-78
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva-244949
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen ausgenommen für Ertragsteuern-1.304938
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva222-4.178
Netto-Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit3.675-653
- Zahlungen für Ertragsteuern-212227
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit3.463-426
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)55196
+ Einzahlung aus der Tilgung von Krediten an verbundene Unternehmen
(Cash-Pooling)01.499
Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)-281-273
Auszahlungen aus der Gewährung von Krediten an verbundene Unternehmen
(Cash-Pooling)-6.3450
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit-6.5711.422
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMETTELBESTANDES-3.108996
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode3.8622.866
Finanzmittelbestand am Ende der Periode7543.862

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 4.881 auf TEUR 3.576 gesunken.

Aus den Mitteln des Cash Pooling wurden sowohl der laufende Betriebsmittelbedarf als auch alle Investitionen abgedeckt. Weitere Fremdmittelkredite bei Banken und Kreditinstituten werden nicht mehr benötigt.

Die Forderungen aus dem Cash Pooling sind um TEUR 6.345 stark gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 129 leicht gesunken.

1.2.5 Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Zusammenfassungen und Saldierungen die folgende Ertragsübersicht abgeleitet:

Geschäftsjahre haben

wir nach

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
2024/252023/24Veränderung
TEUR%TEUR%TEUR%
Umsatzerlöse125.71999,0132.85199,7-7.132-5,4
Sonstige betriebliche Erträge1.2111,03340,3877262,6
BETRIEBSLEISTUNG126.930 100,0 133.185 100,0-6.255-4,7
Handelswareneinsatz-108.195 -85,2 -113.524 -85,25.329-4,7
Personalaufwand-7.563-6,0-8.010-6,0447-5,6
Abschreibungen-500-0,4-504-0,44-0,8
Steuern (ohne Ertragsteuern)-140,0-150,01-6,7
Sonstiger betrieblicher Aufw and-6.773-5,3-10.121-7,63.348-33,1
BETRIEBSERFOLG3.8853,11.0110,8 2.874,3284,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge6800,52010,2479238,3
Zinsen und ähnliche Aufw endungen-320,000,0-32
FINANZERFOLG6480,52010,2447222,4
ERGEBNIS VOR STEUERN4.5333,61.2120,93.321274,0
Steuern vom Enkommen und vom Ertrag-1.032-0,82880,2-1.320-458,3
ERGEBNIS NACH STEUERN =3.5012,81.5001,12.001133,4
JAHRESÜBERSCHUSS

Die Umsätze sind um 5,4 % zurück gegangen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um262,6% gestiegen. Dies hängt hauptsächlich mit den Auflösungen von Rückstellungen imGeschäftsjahr 2024/2025 zusammen.

Der Handelswareneinsatz ist um TEUR 5.329 zurück gegangen. Der erhöhte Personalaufwandist auf die Kollektivvertragserhöhung zurückzuführen.

Die Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen iHv TEUR 3.347 sind ein wesentlicher Faktor, die zu einem höheren Betriebserfolg, verglichen mit dem Vorjahr geführt hat.

1.3 Bericht über die nicht finanziellen Leistungsindikatoren

1.3.1 Standortentwicklung

Der Firmenstandort in der Schottengasse 10/2. Stock, 1010 Wien hat sich als Vertriebsniederlassung bewährt. Hauptsitzder

Wir haben Workday als Human Research Managementtool eingeführt und mit diesemTool wirdin Zukunft das Performance MGMT der einzelnen Mitarbeiter abgewickelt. Dadurch ist esauch gewährleistet, dass dies konzernweit dargestellt wird.

Darüber hinaus werden im Workday auch die Ausbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter verwaltet.

Wir bieten nach wie vor ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier an beiden Standorten (Wien u. Oberwart) an.

Der Fuhrpark wird mehrheitlich mittelfristig auf E-Autos umgestellt.

1.4 Bericht über die Risiken des Unternehmens

Wie jedes Unternehmen ist auch die Gesellschaft mit verschiedenen Risiken konfrontiert. Dabei kann es sich um allgemeine operative Risiken als auch um spezielle finanzielle Risiken handeln.

Das Risikomanagement untersteht direkt der Geschäftsleitung und ist gekennzeichnet durch klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit sowie risiko-bewusstes Verhalten. Die Aufgaben des Teams umfassen:

• Die Festlegung von Zielen auf Basis der Unternehmensstrategie. • Die Ausarbeitung von Geschäfts- und Investitionsplänen für neue Projekte. • Die Identifikation sowie Steuerung von Risiken und das Risiko-Monitoring.

1.4.1 Beschaffungsrisiken

Als Abfüller landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist die Gesellschaft Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache in Witterungseinflüssen haben können.

Um diese Beschaffungsrisiken zu begrenzen, werden Lieferantenverträge mit einer Vielzahl von Zulieferern abgeschlossen bzw. laufend neue Einkaufsmärkte erschlossen.

1.4.2 Ertragsorientierte Risiken

Die Absatzmärkte werden durch Spezialisten vor Ort laufend beobachtet, sodass mögliche Anderungen des Konsumverhaltens bzw. des Marktes frühzeitig erfasst und entsprechende Maßnahmen umgehend eingeleitet werden können.

1.4.3 Währungsrisiko

Ein Währungsrisiko liegt nur in sehr geringem Umfang vor, da im Wesentlichen alle Zu- und Verkäufe in EURO getätigt werden.

Derivative Finanzinstrumente wurden, so wie im Vorjahr, nicht eingesetzt.

1.4.4 Preisänderungsrisiko

Das Preisänderungsrisiko liegt v.a. in der Form der Beschaffungsrisiken vor, die Ihre Ursache in Witterungseinflüssen haben können.

Um diese Beschaffungsrisiken zu begrenzen, werden Lieferantenverträge mit einer Vielzahl von Zulieferern

abgeschlossen bzw. laufend neue Einkaufsmärkte erschlossen.

1.4.5 Ausfallsrisiko

Das Ausfallsrisiko in der Produktion wird durch starkes Augenmerk auf vorsorgliche Wartungen inklusive externe Wartungsverträge begrenzt. In allen Werks-Standorten der Mona sowie bei Partnern werden strategische Reservekapazitäten vorgehalten, um im Notfall einspringen zu können. Des Weiteren besteht eine Forderungsausfallversicherung, um etwaige Zahlungsausfälle bei Kunden abzufedern.

1.4.6 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird durch genaue Cashflowplanung und das angewandte konzernweite Cash Pooling frühzeitig minimiert. Des Weiteren besteht eine Forderungsausfallversicherung.

1.4.7 Ukraine Krieg

Der Ausbruch des Ukraine Kriegs sowie der Sanktionen gegenüber Russland, hat auf unsere Unternehmensgruppe keine direkten negativen Auswirkungen. Als indirekte Auswirkungen sind die steigenden Energie- und Rohstoffpreise in Europa zu nennen. Das Ausmaß und die Dauer der aktuellen wirtschaftlichen Situation sind aus heutiger Sicht nicht verlässlich abschätzbar.

1.5. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung stellt das wesentliche Standbein zukünftigen Wettbewerbsvorteils dar. Die MONA Gruppe hat wie in den Vorjahren die Labortechnik sowie den Mitarbeiterstand in diesem Bereich bereits erheblich erweitert.

Der Schwerpunkt der Forschung der MONA besteht darin aus pflanzlichen Rohstoffen mit physikalischen Prozessen standardisierte und gesundheitsfördernde Produkte zu erzeugen. Dabei setzt MONA neben eigenen Forschern stark auf Kooperationen mit Partnern.

2 Ausblick

Die MONA-Gruppe, bisher bereits Nr. 1 der österreichischen Produzenten von pflanzlichen Milchalternativen, verfolgt international die Strategie, unter die „Top Drei" Anbieter von pflanzlichen Nahrungsmitteln in Europa aufzusteigen. Gentechnikfreiheit und die europäische Herkunft der Sojabohnen sind selbstverständlich oberstes Gebot bei der Soja-Produktion. Alle MONA-Produkte sind reine „Europäer". Die Sojabohnen kommen zum überwiegenden Teil aus Osterreich, der Reis aus Italien und der Hafer aus Deutschland, Schweden und Finnland, wo weltweit die besten Haferkörner gedeihen.

Die Expansion in den Märkten Deutschland, Polen, Skandinavien und Baltikum, Belgien und Niederlande sowie UK soll auch im Geschäftsjahr 25/26 fortgesetzt werden.

Dennoch bestehen Risiken aufgrund einer sich abzeichnenden konjunkturellen Abschwächung. Wir gehen davon aus, dass wir durch unsere vorausschauende Einkaufspolitik, durch die stabile Kundenbasis und laufende Effizienzsteigerungen in allen Unternehmensbereichen, künftigen Herausforderungen gewachsen sein werden.

Wien, am 28. Oktober 2025

Die Geschäftsführung

Dr. Wolfgang GOLDENITSCH

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