Inhaltsverzeichnis
L A G E B E R I C H T 2 0 2 5
der
HAKA Küche GmbH
Hackl-Str. 1 4050 Traun
1. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE
1.1. Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren
Erläuterungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Geschäftstätigkeit Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Küchenhersteller im Jahr 2025 sind weiterhin herausfordernd. Der gesamte (minimale) Zuwachs des Marktes kam aus dem Sanierungs- und Modernisierungsbereich. Der Wohnungsneubau schrumpfte weiterhin gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund restriktiver Richtlinien bei der Kreditvergabe sowie dem steigenden Zinsniveau war Osterreich unter den am stärksten betroffenen Ländern in Europa.
Geschäftsentwicklung
Entwicklung des Betriebsergebnisses
Die Entwicklung des Betriebsergebnisses im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild (in TEUR):
| GJ 2024 | GJ 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis | -4.115 | +3.595 | +7.710 |
Die Umsatzerlöse gingen von TEUR 23.446 auf TEUR 19.487 (-16,9 %) zurück. Das Betriebsergebnis 2025 (GuV Z 8) ist maßigeblich durch Sondereffekte aus dem Sanierungsverfahren geprägt: Es enthält den einmaligen, nicht zahlungswirksamen Sanierungsgewinn von TEUR 10.902 (Schuldnachlass aus dem bestätigten Sanierungsplan sowie Forderungsverzicht der Muttergesellschaft). Ohne den Sanierungsgewinn beträgt das Betriebsergebnis TEUR -7.307.
Belastet wurde das Ergebnis insbesondere durch den Buchwertabgang des Firmenwerts Villeroy & Boch nach Aufgabe dieses Geschäftsfeldes mit Ende 2025 (TEUR 2.858), Sonderkosten für ausgeschiedene Mitarbeiter (TEUR 2.522) sowie Rechts- und Verfahrenskosten (TEUR 877).
Geschäftsbetrieb
HAKA vertreibt seine Produkte als Qualitätshersteller primär über den Fachhandel und im Direktvertrieb. Im Bereich des Handels sind ausschließlich Tischler, Küchenfachgeschäfte sowie kleine bis mittlere Möbelstudios die Zielkunden, welche von kompetenten Außendienstmitarbeitern betreut werden. Der Direktvertrieb erfolgt über den Schauraum in Traun. Dieser kann aber auch von den Händlerkunden als Schau- und Verkaufsraum genutzt werden, weil hier aufgrund der Ausstellungsfläche eine größere Produktpalette gezeigt werden kann.
Als Exportmärkte werden weiterhin in erster Linie die deutschsprachigen und an Osterreich angrenzende Länder forciert.
Geschäftsführung und Mitarbeiter
Der durchschnittliche Personalstand verringerte sich im Jahr 2025 von 196 auf 138 Mitarbeiter (87 Arbeiter, 51 Angestellte).
Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr
Mit Beschluss vom 18.8.2025 wurde über das Vermögen des Unternehmens ein
Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Mit Beschluss vom 23.12.2025 wurde der Sanierungsplan mit einer Gesamtquote von 33 % angenommen; die Quoten sind wie folgt zu leisten:
5% binnen 4 Wochen
12,5% binnen 1 Jahr
15,5% binnen 2 Jahren
Die Barquote von 5 % wurde am 02.01.2026 bezahlt. Die offenen Quotenverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.442.591,53; das Ende der Zahlungsfrist ist der 28.11.2027. Aus dem Sanierungsverfahren resultiert ein Sanierungsgewinn von TEUR 10.902. Das Geschäftsfeld Villeroy & Boch wurde mit Ende 2025 aufgegeben; der zugehörige Firmenwert wurde zur Gänze ausgebucht.
1.2. Bericht über Zweigniederlassungen
Im Geschäftsjahr 2025 wurde im Zuge des Sanierungsverfahrens die Zweigniederlassung in Wien geschlossen. Das Werk in Mondsee wurde im März 2026 verkauft und mit 30.06.2026 geschlossen (siehe Punkt 1.4). Die Produktion erfolgt seither ausschließlich am Standort Traun.
1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren
| Vermögenslage | |
|---|---|
| 31.12.2025 | |
| TEUR | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | |
| Vorräte | |
| 1.517 | |
| Lieferforderungen | 1.808 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 9 |
| sonstige Forderungen | 310 |
| flüssige Mittel | 1.090 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 84 |
| Aktive latente Steuern | |
| 0 | |
| 4.819 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | |
| kurzfristige Rückstellungen | 403 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |
|---|---|
| 2.605 | |
| erhaltene Anzahlungen | |
| 0 | |
| Lieferverbindlichkeiten | |
| 1.144 | |
| sonstige und nachrangige Verbindlichkeiten | |
| 1.394 | |
| 5.546 | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | |
| -727 | |
| Anlagevermögen | |
| Immaterielles Vermögen | |
| 22 | |
| Sachanlagen | |
| 2.814 | |
| 2.836 | |
| langfristiges Fremdkapital | |
| langfristige Rückstellungen | |
| 218 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |
| 189 | |
| sonstige und nachrangige Verbindlichkeiten | |
| 5.301 | |
| Investitionszuschüsse | |
| 84 | |
| 5.793 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | |
| -3.685 | |
| Stammkapital | |
| 36 | |
| Kapitalrücklagen | |
| 366 | |
| Bilanzverlust | |
| -4.087 | |
| Summe Eigenkapital | |
| -3.685 | |
| Summe Fremdkapital | |
| 11.339 | |
| Bilanzsumme | 7.655 |
Erläuterung und Datenquelle: Werte aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2025 (Bilanz, Rückstellungsspiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Kurzfristige Rückstellungen: sonstige Rückstellungen ohne Jubiläumsgeldrückstellung (Laufzeit bis ein Jahr); langfristige Rückstellungen: Abfertigungsrückstellung (TEUR 111), Jubiläumsgeldrückstellung (TEUR 42) und Rückstellung für latente Steuern (TEUR 66). Die sonstigen und nachrangigen Verbindlichkeiten enthalten kurzfristig das verzinsliche nachrangige Darlehen Gerhard Hackl (TEUR 200) und langfristig das Nachrangdarlehen der Karl Hackl GmbH (TEUR 3.487). Die Investitionszuschüsse (TEUR 84) werden dem langfristigen Fremdkapital zugeordnet und sind im Eigenkapital nicht enthalten.
Finanzlage
- Liquidität und Verschuldungsgrad
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Liquidität | 0,20 | 0,01 |
| Verschuldungsgrad in % | -307,7 | -276.8 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung (TEUR) | 6.169 | 14.007 |
| Eigenkapitalquote in % | -48,1 | -56,6 |
| Nettoverschuldungsgrad in % | -167,4 | -204,8 |
Definition, Berechnung und Datenquelle der Kennzahlen zur Finanzlage (Jahresabschluss
zum 31.12.2025 und 31.12.2024):
Liquidität (Liquidität 1. Grades) = flüssige Mittel / kurzfristiges Fremdkapital (Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und kurzfristige Rückstellungen); 2025: TEUR 1.090 / (TEUR 5.143 + TEUR 403) = 0,20 (Vorjahr: TEUR 44 / (TEUR 5.997 + TEUR 744) = 0,01). Verschuldungsgrad =Fremdkapital (Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Investitionszuschüsse) / Eigenkapital x 100; 2025: TEUR 11.339 / TEUR -3.685 = -307,7 % (Vorjahr: TEUR 18.935 / TEUR -6.841 = -276,8 %).
Nettoverschuldung = verzinsliches Fremdkapital (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 2.794, nachrangige Darlehen TEUR 3.687, Mietkaufverbindlichkeiten TEUR 624, Abfertigungsrückstellung TEUR 111, Jubiläumsgeldrückstellung TEUR 42) abzüglich flüssiger Mittel TEUR 1.090 = TEUR 6.169 (Vorjahr: TEUR 2.629 + 8.966 + 859 + 1.511 + 86 - 44 = TEUR 14.007).
Eigenkapitalquote = Eigenkapital (ohne Investitionszuschüsse) / Gesamtkapital x 100; 2025: TEUR -3.685 / TEUR 7.655 = -48,1 % (Vorjahr: TEUR -6.841 / TEUR 12.094 = -56,6 %). Nettoverschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverschuldung / Eigenkapital x 100; 2025: TEUR 6.169 / TEUR -3.685 = -167,4 % (Vorjahr: TEUR 14.007 / TEUR -6.841 = -204,8 %). Aufgrund des negativen Eigenkapitals sind Verschuldungsgrad, Eigenkapitalquote und Nettoverschuldungsgrad nur eingeschränkt aussagekräftig. Die Nettoverschuldung hat sich durch den Forderungsverzicht der Muttergesellschaft im Rahmen des Sanierungsverfahrens um rund die Hälfte verringert.
- Kapitalflussrechnung
| 2025 | |
|---|---|
| TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 3.240 |
| Uberleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | |
| Sanierungsgewinn (nicht zahlungswirksamer Schuldnachlass It. Sanierungsplan und | |
| Forderungsverzicht Muttergesellschaft) | -10.902 |
| Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs | 2.780 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie auf | |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 952 |
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | -116 |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | -4.045 |
| Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer | |
| Aktiva | 1.553 |
| Abnahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Einkommen | -1.736 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | |
| (bereinigt um den Schuldnachlass) | 3.499 |
| 3.316 | |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | -730 |
| Zahlungen für Steuern vom Einkommen | |
| Steuern vom Einkommen (Steuerumlage laufendes Jahr) | 9 |
| Abnahme der Forderung aus Steuerumlage gegenüber dem Gruppenträger | 125 |
| Veränderung der Steuerrückstellungen (ohne latente Steuern) | -48 |
| 86 |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -644 |
|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 108 |
| Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -60 |
| Investitionszuschüsse | 1 |
| 49 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | |
| Aufnahme/Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 165 |
| Tilgung Mietkaufverbindlichkeiten | -235 |
| Finanzierung Karl Hackl GmbH (Veränderung Nachrangdarlehen, bereinigt um | |
| Forderungsverzicht) | 1.511 |
| Aufnahme nachrangiges Darlehen Gerhard Hackl | 200 |
| 1.641 | |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 1.045 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 44 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.090 |
Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt (Finanzmittelfonds: flüssige Mittel). Der Sanierungsgewinn von TEUR 10.902 ist nicht zahlungswirksam und wird in der Uberleitung gesondert eliminiert; entsprechend ist die Veränderung der Verbindlichkeiten um den Schuldnachlass gegenüber Lieferanten und sonstigen Gläubigern (TEUR 3.911) und die Veränderung des Nachrangdarlehens um den Forderungsverzicht der Muttergesellschaft (TEUR 6.991) bereinigt. Rundungsdifferenzen sind möglich.
| Ertragslage | |
|---|---|
| Rohertrag I (Betriebsleistung abzüglich Materialaufwand) | 10.912 |
| Personalaufwand | |
| Löhne | |
| 3.500 | |
| Gehälter | 5.387 |
| soziale Aufwendungen | 943 |
| davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | -838 |
| Abgaben und Pflichtbeiträge | 1.727 |
| 9.830 | |
| Rohertrag II | 1.082 |
| sonstige betriebliche Erträge (davon Sanierungsgewinn TEUR 10.902) | 11.414 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 7.950 |
| Finanzerträge | |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 4.560 |
| Abschreibungen | 952 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 3.608 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 369 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 3.240 |
| Steuern vom Einkommen |
|---|
| 84 |
| Jahresüberschuss |
| 3.156 |
Rohertrag | = Umsatzerlöse (TEUR 19.487) zuzüglich/abzüglich Bestandsveränderung (TEUR -297) abzüglich Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (TEUR 8.278) = TEUR 10.912. Rohertrag II = Rohertrag I abzüglich Personalaufwand (TEUR 9.830) = TEUR 1.082. EBITDA, EBIT und EBT sind maßgeblich durch den Sanierungsgewinn (TEUR 10.902) beeinflusst; bereinigt um diesen beträgt das Ergebnis vor Steuern TEUR -7.662.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 11).
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 11) | 3.239.807,83 | -4.500.153,99 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. | ||
| Abs 3 Z 14 UGB | 368.637,42 | 465.115,96 |
| = Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 3.608.445,25 | -4.035.038,03 |
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 11) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und | |||||||||
| Z 11) x 100 / Eigenkapital zum 01.01. (ohne | n. a. | n. a. | |||||||
| Investitionszuschüsse) | |||||||||
| Aufgrund | des | negativen | Eigenkapitals | zu | Beginn | der | Geschäftsjahre | ist | die |
| Eigenkapitalrentabilität nicht aussagekräftig und wird daher nicht angegeben (n. a.). | |||||||||
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 01.01.2025 | 29,8% | -27,9% |
1.4. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Im März 2026 wurde das Werk in Mondsee verkauft; der Standort wurde mit 30.06.2026 geschlossen. Die Produktion findet seither wieder nur am Standort in Traun statt. Aus dem Abgang des Anlagevermögens am Standort Mondsee entstand im Geschäftsjahr 2026 ein Buchwertverlust von rd. EUR 266.000.
2. BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
HAKA wird dem schwierigen Marktumfeld mit Kosteneinsparungsmaßnahmen und schlanken Verwaltungsstrukturen begegnen. Nach der Schließung des Werks in Mondsee wurde die Belegschaft auf rund 90 Mitarbeiter geschrumpft. Die Mitarbeiteranzahl wird in den Folgejahren jedenfalls unter 100 bleiben. Eine Personalaufstockung wird nur im Vertriebsbereich erfolgen.
Weiters wird intensiv das Sortiment im Bereich Wohnen beworben und etwaige Umsatzrückläufe im Bereich Küche aufzufangen.
Wesentliche Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung
Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Der Beurteilung der Geschäftsführung liegt die aktuelle Unternehmensplanung für die Jahre 2026 bis 2028 (Plan-GuV und Finanzplanung auf Monatsbasis) zugrunde; auf dieser Grundlage wird von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Voraussetzung dafür ist, dass die geplante Auftrags-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung – insbesondere die geplanten Umsatzsteigerungen 2027 und 2028 sowie die Senkung der Materialeinsatzquote auf rund 38 % bis 39 % – tatsächlich eintritt und die vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt werden können. Weiters setzt die Fortführung voraus, dass die Quotenzahlungen aus dem Sanierungsplan (12,5 % und 15,5 %, Ende der Zahlungsfrist 28.11.2027) fristgerecht geleistet werden können und der Betriebsmittelrahmen der Raiffeisenbank von EUR 2,5 Mio. über den 31.12.2026 hinaus zur Verfügung steht.
Treten diese Entwicklungen nicht wie geplant ein, besteht eine wesentliche Unsicherheit im Hinblick auf die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft.
Das bilanzielle Eigenkapital ist zum 31.12.2025 mit TEUR -3.685 negativ. Auf Grundlage der Unternehmensplanung 2026 bis 2028 geht die Geschäftsführung von einer positiven Fortbestehensprognose aus; eine Uberschuldung im Sinne des Insolvenzrechts liegt daher nicht vor.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Konjunktur im privaten und gewerblichen Wohnbau ist weiterhin schwach, und bei langlebigen Wirtschaftsgütern besteht Konsumzurückhaltung. Operativ zeigt sich dennoch eine positive Entwicklung: Der Auftragseingang lag von Jänner bis August 2026 mit 19.587 Schränken um 7,37 % über dem Vorjahreszeitraum (18.243 Schränke). Zudem steigt der Auftragswert pro Projekt, unter anderem weil Kunden im Zuge des Küchenkaufs auch Wohnmöbel erwerben. Die Erreichung der geplanten Umsatzsteigerungen 2027 und 2028 bleibt dennoch ein wesentliches Risiko.
Ein wesentliches Risiko besteht in der Entwicklung des Materialeinsatzes. Für 2027 und 2028 ist eine Materialeinsatzquote von rund 38,8 % geplant. In den Monaten Jänner bis August 2026 lag die Quote bei 41,6 % und damit unter dem Planwert für diesen Zeitraum von 42,2 %; in den Monaten Juli und August 2026 lag sie deutlich unter dem Durchschnitt des ersten Halbjahres. Wird die Zielquote nicht erreicht, erhöht sich der Materialaufwand entsprechend; die Entwicklung wird laufend überwacht.
Die Planung sieht keine wesentlichen Investitionen vor. Der Maschinenpark wurde überwiegend in den Jahren 2021 bis 2024 angeschafft (Abnutzungsgrad der Maschinen zum 31.12.2025 rd. 32 %).
2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein. Die originären Finanzinstrumente umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, nachrangige Gesellschafterdarlehen, Mietkaufverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Ausfallsrisiko: Dem Ausfallsrisiko bei Forderungen wird durch laufende Bonitätsüberwachung sowie durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiko: Die Liquidität wird auf Basis einer monatlichen Finanzplanung gesteuert; wesentliche Bedeutung haben der Betriebsmittelrahmen der Raiffeisenbank sowie die fristgerechte Leistung der Sanierungsplanquoten. Zinsänderungsrisiko: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend variabel verzinst, sodass ein Anstieg des Zinsniveaus den Zinsaufwand erhöht. Währungsrisiken bestehen aufgrund der überwiegenden Abwicklung in Euro nur in untergeordnetem Ausmaß.
3. BERICHT ÜBER DIE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Im Jahr 2025 wurden keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gesetzt.
Traun, am S. S. 50 76
Fertigyng des Geschäftsführers