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Lagebericht 2025

GATX Rail Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 15. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2025 konnte die Entwicklung des Vorjahres fortsetzen, die Auslastung der Wagen blieb durchschnittlich leicht erhöht bei 94,9%. Durch den weiteren Ankauf von Neubauwagen konnte die Flotte im laufenden Jahr erneut anwachsen. Derzeit gibt es durch den Ukraine Krieg keine wesentlichen Verzögerungen mehr bei der Lieferung von bestellten Wagen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird gegenwärtig als stabil betrachtet. Die Gesellschaft und ihre Beteiligungen haben erneut ein akzeptables operatives Ergebnis erreichen können.

Die Tochtergesellschaft GATX Rail Poland Sp.z o.o., Warschau, verzeichnete eine ähnliche Entwicklung.

Die budgetierten Unternehmensergebnisse konnten nicht ganz erreicht werden, bei den Mieterlösen gab es einen respektablen Anstieg. Die Aufwendungen fielen 2025 erheblich niedriger aus.

Zweigniederlassungen

Es existieren keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die eigene Wagenflotte stieg auf 8.320 (Vorjahr: 8.130) Waggons, wobei 50 Wagen altersbedingt verschrottet wurden. Die Auslastung erreichte zum Jahresende 94,18 % (Vorjahr: 94,8 %).

Die Umsatzerlöse sind im Jahresvergleich von T€ 102.714 um T€ 8.411 auf T€ 111.125 gestiegen. Das Geschäft mit Drittkunden sowie die konzerninterne Vermietung sind gestiegen, ebenso wie die Erlöse aus Weiterverrechnungen.

Die Gesellschaft erwirtschaftete die Mieterlöse mit 77 (Vorjahr: 77) Kunden in 12 (Vorjahr: 13) mittel- und osteuropäischen Ländern.

Der Aufwand für bezogene Leistungen für Wartung, Instandhaltung und den Betrieb der Kesselwagen ist von T€ 21.562 um T€ 3.563 auf T€ 17.999 gesunken. Die Frequenz der Instandhaltungen sowie die Anzahl der Regelprüfungen war im Wesentlichen dafür verantwortlich.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde beläuft sich auf 1.315 T€.

Der Mietaufwand stieg im Berichtsjahr von T€ 26.298 um T€ 2.151 auf T€ 28.449. Gleichzeitig wurden durch angemietete Wagen im Berichtsjahr um T€ 2.819 höhere Mieterlöse erzielt.

Der Abschreibungsaufwand sankaufgrund der Neubauwagen auf T€ 17.038 (Vorjahr:

T€ 21.555) aufgrund der Anpassung der Abschreibungsdauer.

Der Personalaufwand ist von T€ 7.801 um T€ 79 auf T€ 7.722 gesunken, resultierend aus Änderungen im Personalstand.

Basierend auf den oben genannten Faktoren stieg das Betriebsergebnis von T€ 18.368 auf T€ 31.992.

Das Finanzergebnis erhöhte sich auf T€ -13.912. Die Veränderung ist im Wesentlichen durch Zinsenertrag T€ 2.241und Zinsaufwendungen T€ 16.153.

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2025 u.a. durch das Jahresergebnis von T€ 112.660 auf T€ 128.265 gestiegen. Da sich die Bilanzsumme von T€ 720.144 auf T€ 646.330 verändert hat, ergibt sich nun eine Eigenkapitalquote von 19,85% zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 15,64%).

Die vereinfachte Ermittlung des Cash-Flows aus dem Betriebsergebnis von T€ 31.992 (Vorjahr: T€ 18.368) unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von T€ 17.038 (Vorjahr: T€ 21.555) ergibt für das Geschäftsjahr T€ 49.030 (Vorjahr: T€ 39.923).

Arbeitnehmerbelange

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von 66 im Jahr 2024 verringerte sich zum Jahr 2025 auf 62. GATX stellt allen Mitarbeitern ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm zur Verfügung.

Die Gesellschaft bietet den Arbeitnehmern ab einer Betriebszugehörigkeit von 2 Jahren die Teilnahme an einer betrieblichen Altersvorsorge an, wobei die Arbeitnehmer und die Gesellschaft dafür Beiträge leisten. Es werden flexible Arbeitszeiten einschließlich Home Office, Gesundheitsvorsorge mit kostenlosen Impfungen, Essenszuschuss so wie ein Jobticket angeboten.

Umweltbelange

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird zukünftig von der deutschen Gesellschaft erstellt werden.

Umweltbelange werden insofern berücksichtigt, als die Gesellschaft als Eigentümerin der Kesselwagen für deren Instandhaltung sorgt.Geänderte Vorschriftenlagen für Kesselwagen im Gefahrgutbereich werden, sofern erforderlich, durch Adaptierungen der Geschäftsprozesse zeitnah umgesetzt. Der aus Sicht des Umweltschutzes sorgsame Betrieb der Kesselwagen obliegtden Kunden und frachtführenden Bahnen.Es werden weiterhin laufend LL-Sohlen für die Minderung der Lauf- und Bremsgeräusche getauscht.

2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für 2026 erwartet die österreichische Gesellschaft ein ähnlich positives Ergebnis wie im Jahr 2025.

Die Gesellschaft und ihre Beteiligungen haben die europäischen Industrieanforderungen zur Instandhaltung von Eisenbahnwaggons umgesetzt, wobei die GATX Rail Germany GmbH die führende Rolle übernimmt (Entity in Charge of Maintenance, ISO 9001:2008). Die Weiterentwicklung und Erfüllung dieser Richtlinien ist eine laufende Aufgabe und erfordert entsprechende Ressourcen.

Die Bestellfunktion für die Gruppe nimmt die GATX Rail Germany GmbH wahr.

Das Geschäftsjahr 2026 hat positiv begonnen. Die Marktlage hat sich trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine stabil entwickelt, es wird mit einem mittleren Investitionsvolumen wie im Jahr 2025 gerechnet. Damit wird weiterhin der Nachfrage der Kunden nach neuen und innovativem Wagenmaterial nachgekommen. Die Gesellschaft verfolgt eine konsequente Diversifikation der Flotte über alle relevanten Marktsegmente hinweg, um Marktrisiken zu streuen und die Ertragsbasis zu verbreitern. Als Unternehmen unterstützen und treiben wir innovative Lösungen kontinuierlich voran, dazu zählen beispielsweise innovative Wagendesigns, Telematiklösungen sowie die Beteiligung an europäischen Projekten im Zusammenhang mit der digitalen automatischen Kupplung (DAC). Durch die Vermietung der Neubauwagen des laufenden Jahres und des Vorjahres wird erneut mit steigenden Umsätzen aus Miete gerechnet. Die Lage in der Ukraine beeinflusst das Geschäft der GATX Rail Austria GmbH unwesentlich. Auch der Krieg in der Golfregion hat bisher keine Auswirkungen gezeigt.

Die Geschäftsführung erstellt jährlich sowie bei Änderungen der Planungsannahmen unterjährig Geschäftspläne um die Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen auf Kosten- und Erlösstrukturen zu prognostizieren. Alle, zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses realistisch erwarteten Annahmen haben für die Gesellschaft mit einem Planungshorizont von drei Jahren eine stabile Vermögens-/Finanz- und Ertragslage bestätigt.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Gesetzliche Vorschriften erfordern, dass im Rahmen des Lageberichtes auch wesentliche Risiken und Ungewissheiten denen das Unternehmen ausgesetzt ist, beschrieben werden. Ohne aus der Abfolge der folgenden Faktoren eine Gewichtung abzuleiten, sind folgende Risikoaspekte zu berücksichtigen:

- Aufgrund der relativ langen Lebensdauer der Wagenflotte und nur beschränkt verfügbarer Laufzeiten für Finanzierungen, ist die Gesellschaft verpflichtet, fallweise Anschlussfinanzierungen sicher zu stellen. In dem Ausmaß in dem GATX Rail Austria GmbH zum Zeitpunkt der Notwendigkeit von Anschlussfinanzierungen diese von ihren Geschäftsbanken oder ihren Gesellschaftern nicht oder nicht zu attraktiven Bedingungen zur Verfügung stehen, kann dies als Geschäftsrisiko gewertet werden. Die Gesellschaft verfolgt eine proaktive Informationspolitik gegenüber ihren Geschäftsbanken.

- Die Kessel- bzw. Güterwagen können durch veränderte Kundenbedürfnisse, Änderungen in gesetzlichen Vorschriften oder durch konkurrierende Transportlösungen an Wert verlieren. Die Gesellschaft überwacht die Verhältnismäßigkeit zwischen Marktwerten und Buchwerten der Kesselwagenflotte regelmäßig. - Neue verbindliche Vorschriften insbesondere für die Instandhaltung von Kesselund Güterwagen können schwer planbare Mehrbelastungen auslösen. Üblicherweise werden derartige Mehrkosten durch steigende Mietpreise an Kunden weiterverrechnet. Aufgrund fixer Vertragslaufzeiten und Mietpreise kann jedoch die Umsetzung von Preiserhöhungen nur zeitverzögert erfolgen. In dem Ausmaß in dem nur eine verzögerte Weiterleitung erhöhter Betriebskosten möglich ist, entsteht für die Gesellschaft eine vorübergehende Belastung der Ertragslage. Das Transportmittel „Schiene“ ist für großvolumige Transportströme allerdings konkurrenzlos günstig und daher langfristig als bestandssicher anzusehen. - Die Gesellschaft bildet Wertberichtigungen für drohende Forderungsausfälle die zum Zeitpunkt der Wertberichtigung der Geschäftsführung angemessen erscheinen. Veränderungen in der Bonitätslage einzelner Kunden können jedoch dazu führen, dass Forderungsausfälle eintreten, die über die bereits gebildeten Wertberichtigungen hinausgehen. - Aufgrund der im Verhältnis zur Lebensdauer der Wagen kürzeren Laufzeiten der Vermietverträge ist die Gesellschaft verpflichtet, regelmäßig Anschlussmieter für ihre Wagen zu finden. Das Auslastungsrisiko, somit das Risiko einen möglichst hohen Anteil der Wagenflotte im vermieteten Bestand zu halten, stellt ein zentrales Geschäftsrisiko des Unternehmens dar.

- Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen in den Märkten der Gesellschaft, die Entwicklung kriegerischer Konflikte oder terroristische Bedrohungen können auch auf den Geschäftserfolg der Gesellschaft Auswirkungen haben. - Die Gesellschaft ist gegen Risiken aus dem Betrieb von Kessel- und Güterwagen durch Versicherungen im branchenüblichen Ausmaß gedeckt. Es kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass Ansprüche gegen die Gesellschaft geltend gemacht werden, die durch existierende Versicherungsverträge nicht gedeckt sind. Aufgrund des hohen Anteils der Fixkosten können die Kosten für die Vorhaltung nicht vermieteter Flottenbestände einen wesentlichen Risikofaktor bilden.

Finanzielle Risiken (Finanzinstrumente)

Wesentliche Finanzinstrumente im Sinne des Gesetzes liegen in Form von Beteiligungen, Ausleihungen an Konzernuntemehmen, Kon zemforderungen und -verbindlichkeiten und Bankkrediten vor. Die wirtschaftliche Entwicklung der (indirekten) Beteiligungen an der GATX Rail Poland Sp.z o.o. (Warschau) war unter den gegebenen Rahmenbedingungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine, stabil. Daraus ergeben sich keine wesentlichen Risiken. Die Konzernforderungen und -verbindlichkeiten werden hinsichtlich Höhe, Laufzeit und Verzinsung laufend abgestimmt. Weder für die Konzernforderungen und -verbindlichkeiten noch für die variablen Bankkredite bestehen aus heutiger Sicht signifikante Preisänderungs-, Liquiditäts-, Ausfall- oder Cash-Flow-Risiken.

Der Liquiditätsplan sieht folgende Punke vor:

- - Derzeit sind für 2026 keine neuen Schulden geplant. Die verbleibenden Darlehen an GATX Rail Poland in Höhe von 95 Mio. EUR werden voraussichtlich fortgeführt. Die endgültige Entscheidung darüber wird jedoch erst kurz vor dem Fälligkeitstermin (Dezember 2026) getroffen. - Die mögliche Rückzahlung des verbleibenden Darlehens von GATX Railcar Leasing in Höhe von 300.000 EUR wird ebenfalls kurz vor dessen Fälligkeit (Dezember 2026) geprüft. - Revolving Credit Facility: Das derzeitige flexible Finanzierungsniveau bleibt mindestens bis Dezember 2026 bestehen.

Zum 31. Dezember 2025 hat die Gesellschaft, wie im Vorjahr, keine derivativen Sicherungsgeschäfte eingesetzt.

3. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung werden in der Gesellschaft nicht betrieben.

Wien, am 30. März 2026

Digitally signed by Robert Jacek Głowacki Date: 2026.03.30 10:58:20 CEST Jacek Glowacki

Digitally signed by Clemens Aschl Date: 2026.03.30 12:10:28 CEST Clemens Aschl

Digitally signed by Jörg Stefan Nowaczyk Date: 2026.03.30 16:10:00 CEST

Jörg Stefan Nowaczyk

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