Inhaltsverzeichnis
1. Wirtschaftsbericht
1.1. Überblick
Die Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) ist eine gemeinnützige Kapitalgesellschaft. Die Gebarung ist von einer vielschichtigen und intensiven Zusammenarbeit mit diversen öffentlichen Finanzierungsquellen geprägt, da die möglichen Eigenleistungen der betreuten Personen bei weitem nicht für ein angestrebtes ausgeglichenes Betriebsergebnis ausreichend sind. Dies führt dazu, dass die wesentlichsten Tarife neben einer unternehmensinternen Willensbildung auch der öffentlichen Genehmigung bedürfen. Die dabei festgelegte Tarifhöhe deckt teilweise die Erfordernisse für eine ausgeglichene Gebarung nicht ab.
1.2. Geschäftsverlauf
Analyse Geschäftsentwicklung:
In der Vergangenheit für eine Geschäftsentwicklung sehr hinderlichen Faktoren Inflation bzw. vor allem auch Energiekosten entwickelten sich im Verlauf des Jahres 2024 in Richtung Normalität.
Hinderlich für eine positive Geschäftsentwicklung war jedoch die Personalsituation insbesondere im Bereich Pflege.
Es wurden hier viele Gegenmaßnahmen ergriffen, unter anderem die verstärkte Akquisition von Pflegekräften aus dem Ausland und als mittelfristige Option die Einführung der Lehre zur Pflegeassistenz.
Dabei ist es sogar gelungen, einen nicht unerheblichen Teil der gesperrten Heimplätze wieder zu aktivieren. Dies hat in Summe jedoch sehr viel Geld gekostet, andererseits aber eine zumindest vorübergehende Trendwende bewirkt, die der notwendigen Versorgung der pflegebedürftigen Bevölkerung zugutekommt.
Im Bereich der Kinderkrippen hat das massive Wachstum, dass zu hohen Anlaufkosten in den einzelnen Einrichtungen führte, zu einem hohen Zuschussbedarf geführt.
Im Bereich der Notschlafstellen Alexihaus und Herberge führen schwankende Auslastungen und teilweise uneinbringliche Forderungen gegenüber Klienten zu erheblichen Abgängen.
In qualitativer Hinsicht konnten die sich laufend erweiternden Ausgaben, beispielsweise im Bereich der Essensversorgung von Kindern und älteren Menschen, gut erfüllt werden.
Insgesamt sind unsere Kalkulationen bzw. die uns auferlegten Tarife ohne jeglichem Wagniszuschlag maximal auf ein Nullergebnis gerichtet. Jede noch so kleine Störung der Abläufe schlägt sich unmittelbar mit negativem Einfluss auf das Betriebsergebnis nieder.
Es wurden Investitionen in Höhe von € 2.960.845,23 getätigt.
1.3.
Lage der Gesellschaft
| Ertragslage | ||
|---|---|---|
| 2024 | 2023 | |
| Umsatzerlöse | ||
| - Aufwendungen f. Material und Bruttoergebnis vom Umsatz | ||
| in TSD € | 69.777 | 60.351 |
| bezogene Herstellleistungen | ||
| = Bruttoergebnis vom Umsatz | ||
| Ergebnis vor Steuern | ||
| + Zinsen und ahnliche Aufwendung Ergebnis vor Zinsen (EBIT) | ||
| -84 | -67 | |
| in TSD € gem. § 231 (2) Z 15 | ||
| = Ergebnis vor Zinsen | ||
| Ergebnis vor Zinsen | ||
| Umsatzrentabilität (%) | -0,10% | -0.09% |
| Umsatzerlöse | ||
| Durchschnittliches | ||
| Eigenkapital per 01.01, und 31.12. Eigenkapital | 3.069 | 3.055 |
| Durchschnittliche EBIT | ||
| Eigenkapitalrentabilität auf Ф Eigenkapital Basis EBIT (%) | -2,74% | -2,19% |
| Durchschnittliches | ||
| Ф Gesamtkapital per 01.01. und 31.12. Gesamtkapital | 22.866 | 21.695 |
| Durchschnittliche EBIT | ||
| Gesamtkapitalrentabilität auf | -0.37% | -0,31% |
| Ф Gesamtkapital Basis EBIT (%) |
Vermögens- und Finanzlage
| 2024 | 2023 | 2022 | ||
|---|---|---|---|---|
| verzinsliches Fremdkapital | ||||
| Nettoverschuldung in TSD € | - flüssige Mittel | 17.206 | 15.727 | 12.590 |
| = Nettoverschuldung | ||||
| Umlaufvermögen | ||||
| - langfristiges Umlaufvermögen | ||||
| Netto-Umiaufvermögen in | ||||
| TSD € | = kurzfristiges Umlaufvermögen | 1.494 | 5.694 | 748 |
| - kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| = Nettoumlaufvermögen | ||||
| Eigenkapital | ||||
| Eigenkapitalanteil in % | Gesamtkapital abzgl. Investitionszuschüsse | 13,54% | 14,35% | 14,98% |
| Nettoverschuldung | ||||
| Nettoverschuldungsgrad | Eigenkapital | 5,59 | 5,14 | 4,13 |
Geldflussrechnung
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.676 | -390 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2.747 | -1.802 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 |
| Anfangsbestand Geld und Geldanlagen | 2.524 | 4.717 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.676 | -390 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2.747 | -1.802 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 |
| Endbestand Geld und Geldanlagen | 2.453 | 2.525 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.676 | -390 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2.747 | -1.802 |
| Free Cashflow | -71 | -2.192 |
1.4.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
Zum Stichtag 31.12.2024 waren bei der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH 1472 Personen beschäftigt. Weitere 9 Personen sind als städtische Vertragsbedienstete anlässlich der Einbringung diverser städtischer Aktivitäten in die Innsbrucker Soziale Dienste GmbH bzw. deren Rechtsvorgänger zur Dienstleistung zugewiesen worden. Im Vergleich dazu betrug am 31.12.2023 die Anzahl der bei der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH beschäftigten Personen 1457, weitere 11 waren zugewiesene städtische Dienstnehmer. In vollen Stellen entspricht dies
| • | zum 31.12.2024 | 1.196 | Vollzeitstellen |
|---|---|---|---|
| und | |||
| • | zum 31.12.2023 | 1.164 | Vollzeitstellen. |
| (Karenzierte Mitarbeiter und Zivildiener sowie Praktikanten sind in dieser | |||
| Aufstellung nicht berücksichtigt.) | |||
Unsere Mitarbeiter haben die gestellten Aufgaben weitestgehend sehr gut erledigt und es darf an dieser Stelle für den Einsatz im Jahr 2024 Dank und Anerkennung ausgesprochen werden.
Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat verlief harmonisch und erfolgreich und es konnten die auftauchenden Probleme einer Lösung zugeführt werden.
2.
Risikobericht
2.1.
Allgemeines:
Die in der Analyse zur Geschäftsentwicklung getroffenen Aussagen implizieren auch die wesentlichsten Risken für die kurzfristige Entwicklung.
Der inländische Arbeitsmarkt ist insbesondere im Bereich der Pflegekräfte trotz aller Bemühungen der Ausbildungseinrichtungen völlig ausgetrocknet. Das Unternehmen behilft sich immer wieder mit der Akquisition von ausländischen Pflegekräften, was jedoch auch einen gewissen finanziellen Aufwand verursacht. Große Hoffnung wird auch wie erwähnt in den Lehrberuf Pflegeassistenz gesetzt.
Insgesamt muss jedoch danach getrachtet werden, die Schließung von Bettenkapazitäten nicht noch weiter voranschreiten zu lassen. Im Jahr 2024 konnte sogar eine nicht unerhebliche Anzahl von Heimplätzen reaktiviert werden. Eine gänzliche bzw. weitgehende Wiederherstellung einer vollständigen Belegung ergibt sich aus der Übernahme von vielen pflegebedürftigen BewohnerInnen der Seniorenresidenz. Allerdings stehen in den nächsten Jahren sehr viele Pensionierungen an und allein das Halten des Ist-Standes stellt eine riesige Herausforderung dar.
Weiterhin ungenügend ist die Fördersituation bei den Kinderkrippen.
2.2. Eigenkapitalausstattung: Durch die im Jahr 2013 getroffene Neufassung des §6 Gesellschaftsvertrages und der damit einhergehenden Verlustabdeckung durch die Eigentümerin ist die Eigenkapitalausstattung als stabil zu bezeichnen.
2.3.
Internes Kontrollsystem und Risikomanagement:
| Hinsichtlich des internen Kontrollsystems wurde im Verlaufe des Jahres danach |
|---|
| getrachtet, Schwachstellen laufend zu beseitigen. |
| Insbesondere wurden auch die Empfehlungen des Wirtschaftsprüfers aus den |
| vergangenen Prüfungen umgesetzt bzw. deren Umsetzung vorbereitet. |
| Der Revisionsbereich wird von internem Personal abgedeckt. Die Aufbauarbeit für eine |
| eigene Stabsstelle konnte 2024 erfolgreich gestartet werden. |
Auch im Bereich der IT Sicherheit werden laufend Verbesserungen erzielt.
3. Prognosebericht
3.1.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:
Die im Risikobericht beschriebene Situation lässt auch für die Zukunft große wirtschaftliche Herausforderungen erwarten. Wachstum ist aus heutiger Sicht im Bereich der Kinderkrippen zu erwarten. Im Pflegebereich wird aufgrund der zu erwartenden personellen Verschärfungen und erhöhten Nachfrage die große Herausforderung darin liegen, die vorhandenen Ressourcen immer noch treffsicherer und zielgerichteter zum Einsatz zu bringen.
3.2.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Trotz laufend erzielter Verbesserungen in den letzten Jahren sind nach wie vor die Rahmenbedingungen nicht gegeben, um ausgeglichene Jahresabschlüsse zu erzielen. Die angeführten Probleme verschärfen diese Tatsache.
Nach wie vor sehr schleppend erfolgt die Abwicklung der Ersatzansprüche der Personalkosten nach dem Epidemiegesetz, die dem Unternehmen in beträchtlicher Höhe zustehen.
3.3.
Forschung und Entwicklung
Bezüglich Forschung und Entwicklung ist die Gesellschaft nicht tätig.
3.4.
Zweighiederlassungen Es hestehe veigniederlassungen.
BRUCK
ISO - Innsbrygger Sozige Gienste GmbH Senating inng ther Ingrain Testi s fax W. 7100
Innsbruck, am 05.06.2025