Inhaltsverzeichnis
1. Erläuterung des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses sowie der Lage des Unternehmens:
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Fertigung und Montage von Fernwärmeübergabestationen und Regelungen für Nah- und Fernwärmenetze und die Planung von Biomasseheizwerken und Fernwärmenetzen.
Im Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 31.12.2025 (Vergleich Vorjahr 9 Monate Rumpfwirtschaftsjahr) bewegte sich der Fernwärmemarkt in einem anspruchsvollen, zugleich aber richtungsweisenden Umfeld. Politische Diskussionen, wirtschaftliche Unsicherheiten und die weiterhin erhöhte Inflation führten dazu, dass Investitionen sorgfältig geplant und strategisch priorisiert wurden. Verzögerungen in einzelnen Gesetzgebungsverfahren sowie eine zurückhaltende Förderkulisse sorgten temporär für eine gewisse Abwartehaltung im Markt.
Insbesondere im privatwirtschaftlichen Bereich war eine verhaltene Nachfrage nach Fernwärmlösungen zu beobachten. Unternehmen reagierten darauf mit vorausschauendem Kostenmanagement und einer gewissen Zurückhaltung bei Investitionen. Diese Phase wurde jedoch vielerorts genutzt, um Prozesse zu optimieren, Projekte weiterzuentwickeln und sich strategisch auf die kommenden Marktimpulse vorzubereiten.
Sehr erfreulich zeigte sich weiterhin die Entwicklung im kommunalen Bereich. Städte und Gemeinde verfolgen ihre Klimaziele konsequent und treiben Transformation hin zu nachhaltigen Wärmelösungen aktiv voran. Die Umstellung von fossilen Energieträgern auf Fernwärme bleibt ein zentrales Element der kommunalen Wärmeplanung und verleiht dem Markt eine stabile und belastbare Grundlage.
Neue Förderprogramme, zunehmende gesetzliche Klarheit sowie eine anziehende Bautätigkeit im öffentlichen und privaten Sektor schaffen verbesserte Rahmenbedingungen und stärken das Investitionsklima spürbar.
Der Fernwärmemarkt bleibt damit ein zukunftsorientiertes und strategisch bedeutendes Wachstumsfeld mit großem Potential im Rahmen der Energiewende.
Der Rohertrag der aqotec GmbH betrug im Berichtszeitraum 41,6 % und stieggegenüber dem Vergleichszeitraum 12/2024 um 0,8 %-Punkte (12/2024: 40,8 %). Der Personalaufwand stieg von 23,9 % im Jahr 12/2024 auf 27,5 % im Jahr 12/2025 an.
Die Ergebnissituation lässt sich wie folgt darstellen:
| 12/2025 (TEURO) | 12/2024 (TEURO) | |
|---|---|---|
| Rohertrag | 12.638 | 10.506 |
| EBT | 1.081 | 1.353 |
2. Finanzielle Leistungsindikatoren:
Die Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft zeigt folgendes Bild (Zahlenangaben jeweils in TEURO):
2.1. Kennzahlen zur Ertragslage
a) Ergebnis vor Zinsen und Steuern
b) Eigenkapitalrentabilität
| Lfd. Jahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 1.081 | 1.353 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 99 | 132 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 1.180 | 1.485 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.081 | 1.353 |
| Eigenkapital | 10.944 | 10.090 |
| Eigenkapitalrentabilität | 9,88% | 13,41% |
Das Eigenkapital des laufenden Jahres berechnet sich aus dem durchschnittlichen Eigenkapital zum 1.1.2025 und zum 31.12.2025. Das Eigenkapital der Vorjahres berechnet sich aus dem Eigenkapital zum 1.4.2024 und zum 31.12.2024.
c) Gesamtkapitalrentabilität
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 1.180 | 1.485 |
|---|---|---|
| Gesamtkapital | 17.680 | 19.307 |
| Gesamtkapitalrentabilität | 6,67 % | 7,69 % |
Das Gesamtkapital des laufenden Jahres berechnet sich aus dem durchschnittlichen Gesamtkapital zum 1.1.2025 und zum 31.12.2025. Das Gesamtkapital des Vorjahres ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gesamtkapital zum 1.4.2024 und zum 31.12.2024.
2.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
a) Nettoverschuldung
| Verzinsliches Fremdkapital | 3.182 | 3.386 |
|---|---|---|
| - flüssige Mittel | -4.932 | -3.997 |
| Nettoverschuldung | -1.750 | -611 |
b) Nettoumlaufvermögen
| Umlaufvermögen (inkl. ARA) | 15.438 | 17.647 |
|---|---|---|
| - langfristiges Umlaufvermögen | 0 | -41 |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 15.438 | 17.606 |
| - kurzfristiges Fremdkapital | -1.854 | -4.900 |
| Nettoumlaufvermögen | 13.584 | 12.706 |
c) Eigenmittelquote
| Eigenkapital | 11.379 | 10.508 |
|---|---|---|
| Gesamtkapital | 16.542 | 18.817 |
| Eigenmittelquote | 68,79 % | 55,84 % |
Die Basis zur Berechnung der Eigenmittelquote bilden das Eigenkapital und Gesamtkapital jeweils zu Ende des Geschäftsjahres.
d) Nettoverschuldungsgrad
| Nettoverschuldung | -1.750 | -611 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 11.379 | 10.508 |
| Nettoverschuldungsgrad | -15,38 % | -5,81 % |
Die Basis zur Berechnung des Nettoverschuldungsgrads bildet das Eigenkapital jeweils zu Ende des Geschäftsjahres.
3. Cash-flow-Kennzahlen
12/2025
| 1. Ergebnis vor Steuern | |
|---|---|
| 1.081 | |
| 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf VGG des Investitionsbereichs | 421 |
| 3. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von VGG | -26 |
| 4. Erträge Wertpapiere, Zinsaufwand/-ertrag | 35 35 |
| 5. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge, soweit nicht | |
| Posten 7-9 | q 0 |
| 6.Geldfluss aus dem Ergebnis | 1.511 |
| 7. Zu-/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
| sowie anderer Aktiva | 3.133 |
| 8. Ab-/Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom | |
| Einkommen | -536 |
| 9. Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |
| sowie anderer Passiva | -1.220 |
| 10. Nettogeldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 2.888 |
| 11. Zahlungen für Ertragssteuern | ||
|---|---|---|
| -199 | ||
| 12. Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| 2.689 | ||
| 13. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 54 | |
| 14. Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestition | 0 | |
| 15. Anlagenzugänge lt. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -383 | |
| 16. Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen | 0 | |
| 17. Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 64 | |
| 18. Investitionszuschüsse | -16 | |
| 19. Nettogeldfluss aus Investitionstätigkeit | -281 | |
| 20. Auszahlungen zur Bedienung des Eigenkapitals | 0 | |
| 21. Veränderung der Forderungen gegenüber Gesellschaftern | -1.168 | |
| 22. Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -99 | |
| 23. Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | -206 | |
| 24. Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.473 | |
| 25. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Z 12+19+24) | 935 | |
| 26. wechselkursbedingte und sonst. Wertänderungen des | ||
| Finanzmittelbestands | 0 | |
| 27. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | ||
| 3.997 | ||
| 28. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 4.932 |
4. Tochterunternehmen/ Zweigniederlassung:
Die aqotec Consulting GmbH, D-85521 Hohenbrunn, ist ein 100% - Tochterunternehmen der aqotec GmbH.
Des Weiteren wird eine Zweigniederlassung in Südtirol, Italien, betrieben.
5. Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:
Im Geschäftsjahr 2026 setzt die Gesellschaft ihren erfolgreichen und stabilen Wachstumskurs konsequent fort. Auf Basis der im Vorjahr abgeschlossenen langfristigen Rahmenverträge für
Übergabestationen in Europa konnte die Marktposition nicht nur gesichert, sondern weiter verstärkt werden. Der strategische Einkauf wird weiterhin in enger Zusammenarbeit mit Viessmann Invest optimiert, um verlässliche Lieferketten sicherzustellen und gleichzeitig attraktive sowie wettbewerbsfähige Beschaffungsbedingungen zu realisieren.
Der Absatz von Wohnungsstationen bewegt sich weiterhin auf einem soliden und verlässlichen Niveau. Im Bereich der firmeneigenen Regelungstechnik und Visualisierung ist eine gezielte und zukunftsorientierte Erweiterung des Produktsortiments geplant. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Systeme werden marktgerechte, innovative Produktlösungen ergänzt, um die technische Leistungsfähigkeit weiter auszubauen und den Mehrwert für Kunden nachhaltig zu steigern.
Ein bedeutender Meilenstein ist die geplante Einführung eines neuen Warenwirtschaftsprogramms, das in enger Zusammenarbeit mit Viessmann in den kommenden zwei Jahren umgesetzt wird. Dieses Projekt schafft die Grundlage für noch effizientere Prozesse in Lager, Logistik und Auftragsabwicklung und stärkt zugleich die langfristige Flexibilität, Transparenz und Ertragskraft des Unternehmens.
Der aktuelle Auftragsbestand sowie der Stand halbfertiger Projekte bewegen sich auf einem erfreulichen Niveau und bieten eine verlässliche Basis für die weitere Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einer leicht steigenden Umsatzentwicklung gerechnet – getragen von einer soliden Marktposition, optimierten Strukturen und einer klaren strategischen Ausrichtung.
6. Forschung und Entwicklung:
Im Geschäftsjahr 2025 lag ein besonderer Fokus auf der konsequenten Weiterentwicklung innovativer Produktlösungen in den Bereichen Warmwasserbereitung, Fernwärmeübergabestationen, Visualisierung und Regelungstechnik. Ziel war es, bestehende Technologien gezielt zu optimieren und zugleich neue, zukunftsorientierte, sowie kostengünstige Lösungen zu entwickeln, die den steigenden Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nutzerkomfort in besonderem Maße gerecht werden.
Um den Schutz des unternehmenseigenen Know-hows sowie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wird auf eine detaillierte Darstellung der laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte bewusst verzichtet.
7. Risikobericht
Die Preisgestaltung der aqotec GmbH orientiert sich weiterhin an den bewährtenMarktmechanismen von Angebot und Nachfrage. Steigende Lohnkosten machen punktuelle Anpassungen erforderlich, die jedoch durch transparente Kommunikation sowie vertraglich geregelte Preisanpassungsklauseln sachgerecht und partnerschaftlich umgesetzt werden können.
Die strategische Beteiligung der Viessmann Invest wirkt sich nachhaltig positiv auf die Beschaffungssituation aus. Durch optimierte Einkaufsstrukturen und verbesserte Konditionen wird die
Kostenbasis gestärkt, was langfristig zur Stabilisierung der Preisstruktur und zur weiteren Festigung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.
Rund 50 % des Jahresumsatzes entfallen auf bestehende Lieferverträge mit Stadtwerken und Energieversorgern. Diese langfristig angelegten Partnerschaften – insbesondere im kommunalen Bereich – gewährleisten eine verlässliche Planbarkeit und unterstreichen zugleich das hohe Vertrauen in Qualität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der aqotec GmbH.
Etwa 80 % der Projekte werden für öffentliche Auftraggebern wie Gemeinden oder kommunalen Energieversorgern realisiert. Diese stabile Kundengruppe bietet kontinuierliche Absatzmöglichkeiten und sorgt aufgrund ihrer soliden Bonität für ein hohes Maß an Zahlungssicherheit.
Ergänzend schützt eine umfassende Kundenausfallsversicherung das Unternehmen wirksam vor finanziellen Risiken und trägt dazu bei, die wirtschaftliche Stabilität auch in einem herausfordernden Marktumfeld dauerhaft zu sichern.
Es kommen keine derivativen Finanzinstrumente zur Anwendung.
Weißenkirchen im Attergau, am 17. April 2026
Christian Plainer