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Lagebericht 2025

Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

SOZIALE EINRICHTUNGEN DER BARMHERZIGEN SCHWESTERN ZAMS BETRIEBS GMBH

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Beschreibung des Unternehmens, Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf

Tätigkeitsbereiche des Unternehmens

Das Unternehmen betreibt zwei Alten- und Pflegeheime sowie zwei Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen mit insgesamt 327 Betten. Zu den Alten- und Pflegeheimen gehören das Haus zum Guten Hirten in Hall und das Jesuheim in Lochau. Reha-Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind das Netzwerk St. Josef in Mils bei Hall in Tirol und der Marienhof in Maria Saal in Kärnten.

Entwicklung Ergebnis vor Steuern

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
TEUR202520242023
Ergebnis vor Steuern-760-1.005179

Das negative Ergebnis vor Steuern im Jahr 2025 ist wie in den Vorjahren auf gestiegene Personal- und Sachaufwendungen zurückzuführen, die erfolgten Tariferhöhungen konnten die Mehraufwendungen jedoch nicht vollständig kompensieren. Zusätzlich wurde eine für Juli 2025 geplante wesentliche Anderung der Tarifstruktur seitens des Landes Vorarlberg nicht realisiert, sodass trotz Ausweitung des Wohnangebotes auf das sanierte Altgebäude im Jesuheim Lochau keine Kostendeckung erreicht werden konnte.

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Auslastung

Im Geschäftsjahr 2025 konnten alle Häuser eine Erhöhung der Anzahl der Pflegetage im Vergleich zum Vorjahr erreichen, die budgetierte Auslastung wurde im Haus zum Guten Hirten in Hall überschritten, in den übrigen Betriebsstätten knapp nicht erreicht.

Bericht über die Zweigniederlassungen

Die „Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH“ betreibt keine Zweigniederlassungen, jedoch folgende Standorte:

Alten- und Pflegeheime:

- Jesuheim, Lochau in Vorarlberg - Haus zum Guten Hirten, Hall in Tirol

Reha-Einrichtungen für Menschen mit Behinderung:

- Marienhof, Maria Saal in Kärnten - Netzwerk St. Josef, Mils bei Hall in Tirol

Die angeführten Häuser verfügten zum Stichtag 31.12.2025 über insgesamt 327 Heimplätze.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Heimplätze
Mils135
Hall71
Lochau81
Maria Saal40
Gesamt327

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1.3. Leistungsindikatoren

1.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 7,47 % gestiegen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
202520242023
Korr. Beschäftigte357,1342,72334,94
Umsatzerlöse33.01530.72028.286
Umsatzerlöse pro korr. Beschäftigtem92,4589,6084,50

Eigenka pitalquote

Die Eigenkapitalquote beträgt nach 15,6 % im Vorjahr nunmehr 13,5 %.

Fiktive Schuldentilgungsdauer

Die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt mehr als 15 Jahre.

Cash-Flow

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEUR202520242023
Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis1.0493761.252
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit-926506-282
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit356-2.447-5.314
Netto-Geldfluss aus Finanzierungsaktivitäten2996702.813

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Entwicklung Anzahl Bewohner*innen / Auslastung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
202520242023
Durchschnittliche Anzahl Bewohner297,3291,2295,4
Anzahl Betten327329329
Auslastung90,9%88,5%89,8%

1.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Qualitätsmanagement

2025 fokussierten sich die Alten- und Pflegeheime auf Maßnahmen rund um die Personenzentrierung. Neben strategischen Überlegungen in Zusammenhang mit den Dislozierungsprozessen in Tirol standen in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohner* innen im Mittelpunkt.

Die Informationskultur wird systematisch analysiert, schrittweise modernisiert und harmonisiert sowie Personalentwicklungsinstrumente konsequent umgesetzt. Die interne Organisationsentwicklung in allen Betriebsstätten wird auf Basis des QM-Systems E-Qalin fortgeführt und gepflegt. Das Haus zum Guten Hirten erlangte 2025 das Nationale Qualitätszertifikat, ein Gütesiegel des österreichischen Sozialministeriums für besondere Lebensqualität in Alten- und Pflegeheimen.

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Personalentwicklung

Auf Grundlage der Unternehmenskultur, der Werte, der Grundsätze sowie der Leitbilder wurde im Jahr 2025 schwerpunktmäßig daran gearbeitet, die Bereiche Personalbindung und -führung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu optimieren.

Zur Sicherstellung einer hohen fachlichen Qualität sowie zur Unterstützung der Mitarbeitenden bei den steigenden Anforderungen im Pflege- und Behindertenbereich wurde ein gezieltes Angebot an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Supervisionen und die Begleitung durch Arbeitspsycholog*innen bereitgestellt. Dadurch werden die fachlichen und persönlichen Kompetenzen kontinuierlich gestärkt und potenziellen Belastungen beziehungsweise Überforderungssituationen präventiv entgegengewirkt. Darüber hinaus werden flexible Arbeitszeitmodelle sowie Kinderbetreuungsangebote bereitgestellt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Diese Maßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit, zur langfristigen Bindung qualifizierter Fachkräfte und zur nachhaltigen Sicherung der Betreuungsqualität.

Auch in den kommenden Jahren sollen die Sozialen Einrichtungen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden und sich von anderen Anbietern abheben.

Unternehmenskommunikation

Auf Grundlage der in den Vorjahren erarbeiteten Kommunikationsstrategie und des darin enthaltenen Maßnahmenplans wurden im Geschäftsjahr 2025 weitere Vorhaben erfolgreich umgesetzt. Neben der häuserübergreifenden Mitarbeiterzeitung „Die Louise” tragen insbesondere der Newsletter der Personalabteilung sowie der professionelle Internet- und Intranetauftritt dazu bei, komplexe und dynamische Informationen zeitnah und zielgruppengerecht zu vermitteln.

Der bereits erarbeitete Kommunikationsansatz zur Begleitung des Dislozierungsprozesses wurde auch im Jahr 2025 konsequent fortgeführt und an die aktuellen Entwicklungen angepasst.

Im Rahmen der Kommunikationsstrategie werden auch weiterhin Maßnahmen umgesetzt, die zu einem professionellen internen und externen Auftritt der Sozialen Einrichtungen beitragen. Damit wird die transparente Kommunikation mit Mitarbeitenden, Klient* innen, Angehörigen sowie weiteren Anspruchsgruppen nachhaltig gestärkt.

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2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens 2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Geschäftsverlauf ist durch die Nachwirkungen der Inflation 2025 und den damit verbundenen Gehaltssteigerungen geprägt. Die Energiekosten zeigen derzeit eine rückläufige Tendenz, die Kosten für Lebensmittel, Verbrauchsgüter und bezogene Leistungen sind allerdings weiterhin erhöht.

Netzwerk St. Josef

Es ist das Ziel der Geschäftsführung, die Dislozierung des Netzwerk St. Josef mit Synergien durch das Haus zum Guten Hirten kostenschonend zu bewerkstelligen und mit den neuen Tagsätzen des Transparenzprozesses die zukünftigen Strukturen in den kleinen Wohngruppen kostendeckend zu schaffen. Im Herbst 2025 erfolgte die Baubewilligung für 3 neue Wohnblöcke auf dem Gelände des Netzwerks. Es werden 6 Wohneinheiten à 6 Plätze für die Klient* innen des Netzwerks angemietet. Die Finanzierung der Wohneinheiten erfolgt über die gemeinnützige Privatstiftung der Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul in Zams. Die Baufertigstellung und der Bezug der Wohneinheiten sind für Ende 2027 vorgesehen. Damit wird der Dislozierungsprozess im Netzwerk St. Josef abgeschlossen sein.

Jesuheim

Nach Fertigstellung des Hauses Pfänder im Jahr 2024 wurden in der 1. Jahreshälfte 2025 die Bestandsgeschosse EG und 1. OG des Hauses Bodensee saniert, damit die geplante Kapazität von 106 Plätzen, abhängig von der Personalsituation, schrittweise erreicht werden kann. Bis zum Ende des Jahres 2025 standen 81 Betten zur Verfügung. Die Erhöhung der Anzahl der Bewohner* innen bei gleichzeitig schwieriger Personalmarktlage und dem knappen finanziellen Rahmen werden die kommenden Jahre prägen.

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2.2. Projekte

Wirtschaftliche Ziele

In Gesprächen mit dem Land Vorarlberg wurde die für Juli 2025 geplante Erhöhung der Tagsätze mit 01.01.2026 umgesetzt. Auf Basis der bereits übermittelten Berechnungen des Landes erscheint eine kostendeckende Führung des Jesuheims bei Vollauslastung zumindest möglich.

Für den Standort Mils ist eine weitere dislozierte Tagesstruktur für 15 Klient* innen umgesetzt. Eine weitere Wohngruppe mit 6 Klient* innen in Schwaz ging Mitte 2025 in Betrieb. Im Dezember 2025 wurde in Wattens eine Wohngemeinschaft für 6 Personen mit Autismus eröffnet. Im ersten Schritt wurden 3 Klienten aufgenommen. Für das Jahr 2026 ist die stufenweise Aufnahme von weiteren 3 Klient* innen geplant. Für diese WG wurde eine eigene Tarifregelung mit dem Land Tirol vereinbart, welche sich jeweils nach der Anzahl der aufgenommenen Klient*innen richtet.

2.3. Strategie / Entwicklung

Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen, deren Grundhaltung und Werte sich am barmherzigen Handeln des Heiligen Vinzenz von Paul orientieren, werden sich die Sozialen Einrichtungen weiterentwickeln. Wirtschaftlichkeit und behutsamer Umgang mit den zur Verfügung stehenden Strukturen sind die Basis für weitere nachhaltige und unternehmerische Schritte.

2.4. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als ein wesentliches Risiko muss der Fachkräftemangel bezeichnet werden. Hiervon hängt die Auslastung der Häuser, einhergehend mit der Erlösentwicklung, ab.

RITA S CHRISTI

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Der Personalsektor bleibt weiterhin sehr angespannt. Hier stehen die Bemühungen um Personalakquise und das Binden von Mitarbeiter* innen an die Einrichtungen im Vordergrund.

Wesentlich ist auch die Anpassung der Tarife an die laufenden Kostensteigerungen.

Inwieweit Kürzungen der Tagsätze aufgrund der wirtschaftlich angespannten Budgetlage des Bundes bzw, der Länder auf den Sozialbereich einwirken werden, kann derzeit nicht vorhergesehen werden.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die "Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH" betreibt keine Forschungsabteilung.

Seestond Greenbiller, 15.04.1964

Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler

Geschäftsführer

1508 1812

Wolfgang Tripp, Misc

Beschäfts führer

Zams, 29.05.2026

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