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Lagebericht 2024/25

Bergbahn Scheffau am Wilden Kaiser Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.

Original-PDF

Stichtag 31. Okt. 2025 · Eingereicht am 01. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

BERGBAHN SCHEFFAU AM WILDEN KAISER GESELLSCHAFT M. B. H. & CO KG 6351 Scheffau, Schwarzach 2

L A G E B E R I CH T

für das Geschäftsjahr 2024/25 gem. § 243 UGB

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2024/25 erhöhten sich die Umsatzerlöse von € 18.568.900,44 auf € 19.261.864,23. Die Wintersaison startete planmäßig am 7. Dezember 2024. Der spåte Termin der Betriebsbewilligung für die neue Eibergbahn verhinderte einen früheren Start, die Wetterbedingungen hätten es zugelassen. Bei der Eibergbahn handelt es sich um die aktuell leistungsstärkste Sesselbahn der Welt mit einer Förderleistung von 4570 Personen pro Stunde. Die Schneeverhältnisse beim Winterstart waren hervorragend, danach war die Saison von kaltem und schönem Wetter geprägt, was zu sehr guten Pistenbedingungen führte.

Der Jahresüberschuss im Geschāftsjahr 2024/2025 beträgt € 4.549.223,95 (VJ: € 5.026.775,06).

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern betragen laut Jahresabschluss € 28.400.990,97 (VJ € 26.184,557,79). Vom Jahresüberschuss wird eine Gewinnrücklage in Höhe von € 1.049.223,95 gebildet und somit beträgt der den Gesellschaftern zuzurechnende Gewinn € 3.500.000,00 (VJ € 4.000.000,00). Diese Rücklage dient der Absicherung der bestehenden Verrechnungskonten sowie dem gezielten Aufbau von Liquidität zur Finanzierung künftiger Investitionsvorhaben. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen İm Bereich der Beschneiungsanlage sowie der geplante Neubau einer 10er-Gondelbahn als Zubringerbahn.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten konnten erneut um die Tilgung der KaiserLodge reduziert werden, sodass nur mehr eine Rate in Höhe von € 1.512.697,79, offen ist.

Die Investitionen in das Sachanlagevermõgen betrugen insgesamt €6.297.214,81 und setzen sich wie folgt

zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
8SB Eibergbahn€3.965.685,23
Pistengeräte, Fahrzeuge€ 1.049.915,34
Schneeerzeuger, Beschneiungsanlage im Bau€ 1.101.424,14
Kassensysteme, KaiserWelt, Parkplatze168.076,82
sonstige Betriebsausstattunge12.113,28
Gesamt€ 6.297.214,81

In der Wintersaison wurden bis zu 115 (VJ 108) Bedienstete beschäftigt; ganzjâhrig waren 41 (VJ 40) Mitarbeiter im Vollzeitäquivalent im Betrieb tätig.

Die Lage der Gesellschaft kann als geordnet bezeichnet werden.

I1. Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewisshelten,

denen das Unternehmen ausgesetzt ist

Die Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung befinden sich in einem guten und ordnungsgemäßen Zustand.

Nach dem stark volatilen Verlauf der vergangenen Jahre haben sich die Energiepreise zwischenzeitlich stabilisiert, verbleiben jedoch weiterhin auf einem deutlich erhõhten Niveau im Vergleich zu früheren Perioden. Durch die Gründung einer Energiegemeinschaft besteht die Möglichkeit, die erzeugte elektrische Energie unternehmensintern zu verschieben und effizienter zu nutzen. Dadurch kann der Eigenverbrauch gesteigert und der Bedarf von externen Energiebezügen reduziert werden. Die aktuelle weltpolitische Lage wird sich bestimmt nicht positiv auf die Energiepreise auswirken.

I1. Bekanntgabe finanzieller Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
2024/252023/24
EURTEUR
Eigenmittelquote
Eigenkapital20.014.096,6719.465
Gesamtkapital55.487.165,1856.471
Eigenmittelquote in Prozent36,134,5
Schuldentilqungsdauer
bilanzielles Fremdkapital32.139.703,0531.265
Mittelüberschuss8.309.639,598.217
Schuldentilgungsdauer in Jahren3,93,8
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2024/252023/24
in EURin TEUR
Ergebnis vor Steuern 1 4.576.255,875.062
2 Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
aa +Abschreibungen (ohne Finanzanlagen)4.280.733,623.572
ab +Abschreibungen auf Finanzanlagen und
sonstige Finanzinvestitionen0,000
a) + /- Abschreibungen/Zuschreibungen zum Anlagevermôgen
und Finanzinvestitionen4.280.733,623.572
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (ohne
ba -Finanzanlagen)-397.778,41-278
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (ohne
bb +Finanzanlagen)0,000
b) + /- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegen-
ständen des Investitionsbereiches-397.778,41-278
c) + /- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge-4.135,09-7
da + /- Vorrăte15.756,6014
db + /- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen-38.465,11-6
dc + /- Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen-520.819,200
dc + /- sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände566.294,82-429
dd + /- aktive Rechnungsabgrenzungen177.767,80-57
d) + /- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva200.534,91-478
ea + /- Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen-46.834,428
eb + /- sonstige Rückstellungen134.550,65-208
e) + /- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen87.716,23-200
fa+ /- erhaltene Anzahlungen0,000
fb+ /- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen-2.747.466,222.707
fo+ /- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen-46.887,834
fd+ /- sonstige Verbindlichkeiten273.209,78-36
fe+ /- passive Rechnungsabgrenzungsposten185.300,00383
f)+ /- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva-2.335.844,273.058
3 Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit6.407.482,8610.729
4+ /- Netto-Geldfluss aus außerordentlichen Posten0,000
a) +Steuern vom Einkommen und Ertrag-27.031,92-35
5-Zahlungen für Ertragsteuern-27.031,92-35
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 66.380.450,9410.694
a) +Erträge aus Anlagenabgang397.778,41278
b) -Verluste aus Anlagenabgang0,000
c) +Abgänge It. Anlagenspiegel zu Buchwerten211.913,2538
Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 7609.691,66316
Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstige Finanzinvestitionen 80,00117
a) +Zugang It. Anlagenspiegel6.297.214,818.829
9 -Auszahlungen für Anlagenzugang
(ohne Finanzanlagen)-6.297.214,81-8.829
a) +Zugang It. Anlagenspiegel1.053,0937
10 -Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige
Finanzinvestitionen-1.053,09-37
11 Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkelt-5.688.576,24-8.433
12 -Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals-1.783.566,82-1.380
a) kurzfristige Bankkredite: Saldoerhõhung0,000
b) langfristige Bankkredite: Saldoerhöhung0,000
13 +Einzahlungen aus der Begebung der
Aufnahme von Finanzkrediten0,000
a) - langfristige Bankkredite: Verminderung durch Tilgung-1.525.246,01-1.520,00
b) - kurzfristige Bankkredite: Saldoverminderung0,000
14 -Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und
Finanzkrediten-1.525.246,01-1.520
15 Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit--3.308.812,83-2.900
16+ /- zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes (Z6 +11+15)-2.616.938,13-639
17+Finanzmittelbestand am Beginn der Periode5.041.963,995.681
18 Finanzmittelbestand am Ende der Periode2.425.025,865.042

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die Wintersaison 2025/26 konnte dank einer ausgeprägten Kaltfront bereits am 29. und 30. November mit einem Wochenendbetrieb eröffnet werden. Die im Vorfeld getätigten Investitionen in die Erhöhung der Pumpleistung für die technische Beschneiung erwiesen sich als äußerst zielführend und ermöglichten einen frühzeitigen sowie qualitativ hochwertigen Saisonstart.

Die sehr guten Pistenverhältnisse sowie eine Sonderaktion mit kostenfreiem Ticket für alle Kinder und Jugendlichen führten zu hohen Besucherzahlen. Insbesondere am ersten Sonntag konnten bereits über 3.000 Gäste begrüßt werden. Das durchgehend winterliche Wetter sowie die günstige Lage der Weihnachtsferien sorgten im weiteren Saisonverlauf für deutliche Zuwachsraten.

Wettertechnisch war der Winter insgesamt sehr günstig, auch wenn nur geringe Mengen an Naturschnee fielen. Eine wetterbedingte Einschränkung war lediglich während der bayerischen Winterferien – einer der wichtigsten Saisonphasen – zu verzeichnen, als eine Schlechtwetterfront zu Beeinträchtigungen führte. Die Gästezahlen steigen seit der Pandemie kontinuierlich an, was eine insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung darstellt. Lediglich im März war ein Rückgang zu beobachten. Dieser Monat entwickelt sich in den vergangenen Jahren schwächer als die übrigen Saisonmonate, weshalb künftig ein besonderes Augenmerk auf entsprechende Maßnahmen zur Frequenzsteigerung gelegt wird.

Eine abschließende Abrechnung seitens der SkiWelt liegt derzeit noch nicht vor. Die bisherigen Zwischenabrechnungen deuten jedoch auf ein ausgezeichnetes Saisonergebnis hin. Die Ausgleichszahlungen entwickeln sich weiterhin positiv, da ein zunehmender Anteil der Gäste die Tickets über den Onlineshop erwirbt und diese Umsätze im Rahmen der Verbundabrechnung verteilt werden.

V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Konzession der 4 EUB Brandstadl (Baujahr 1984) ist bis zum Jahr 2029 aufrecht. Im Anschluss daran ist eine Generalrevision vorgeschrieben. Eine durch Ziviltechniker durchgeführte Analyse der besonders kritischen Anlagenteile zeigt, dass für eine umfassende technische Ertüchtigung mit sehr hohen Investitionskosten zu rechnen wäre. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erscheint eine entsprechende Sanierung nicht vertretbar. Die aktuelle Entwicklung der Gästezahlen sowie die Auslastungssituation in Spitzenzeiten verdeutlichen, dass die bestehende 8 EUB die erforderliche Förderleistung dann teilweise nicht mehr ausreichend abdecken kann. Zur Sicherstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur und zur Gewährleistung eines qualitativ hochwertigen Gästeerlebnisses ist daher eine Erhöhung der Förderkapazität erforderlich.

Da die bestehende Trasse der 4 EUB für eine zukunftsorientierte Lösung nicht geeignet ist, wird angestrebt, die 8 EUB durch eine moderne 10 EUB zu ersetzen. Die Konzession der 4 EUB Brandstadl kann voraussichtlich mit einer Ausnahmegenehmigung bis 2030 verlängert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Fertigstellung der neuen 10er-Gondelbahn vorgesehen, um einen lückenlosen Betrieb sicherzustellen. Die Investitionskosten für dieses Vorhaben belaufen sich nach derzeitiger Grobschätzung auf über EUR 40 Mio.

Der Sommerbetrieb entwickelt sich weiterhin konstant auf einem guten Niveau. Sowohl die Region als auch das Angebot am Berg erfreuen sich einer hohen Nachfrage und großer Beliebtheit bei den Gästen.

Skifahren bzw. Wintersport ist nach wie vor populär und den klimatischen Herausforderungen wird durch gezielte Maßnahmen, insbesondere im Bereich der technischen Beschneiung wirksam begegnet Nach dem pandemiebedingten Rückgang ist eine kontinuierliche und nachhaltige Erholung der Gästezahlen zu verzeichnen.

Investitionen zur Steigerung der Betriebseffizienz unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen, insbesondere Photovoltaik und der Einbindung in eine Energiegemeinschaft, stehen weiterhin im Fokus. Parallel dazu werden die Beschneiungsanlage sowie die Pistengeräte kontinuierlich modernisiert und leistungsseitig optimiert. Für die langfristige Entwicklung des Unternehmens ist die Schaffung eines zusätzlichen Wasserreservoirs sowie die sukzessive Erneuerung und Modernisierung der Liftanlagen vorgesehen, um den Betrieb nachhaltig abzusichern und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

VI. Bericht über Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten / Zweigniederlassungen

Wird im branchenüblichen Ausmaß betrieben. Zweigniederlassungen werden keine unterhalten.

Scheffau, am 16. April 2026

Christine Haselsberger e.h. Geschäftsführerin

Isberger e.h. Geschäftsführer

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