Inhaltsverzeichnis
| Unternehmensdaten | |
|---|---|
| Gründung der Brau Union International GmbH | 25. November 1998 |
| Umwandlung der Brau Union International GmbH | |
| in die Brau Union International GmbH & Co | 16. Oktober 2002 |
| Umbenennung der Brau Union International GmbH & Co | |
| in die Heineken CEE Export GmbH & Co KG | 22. März 2011 |
| Umbenennung der Heineken CEE Export GmbH & Co KG | |
| in die Brau Union Export GmbH & Co KG | 25. Juli 2015 |
| Geschäftsjahr: | 1. Jänner bis 31. Dezember |
| Kommanditeinlage: | 3,5 Mio € |
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Umsatz in € (einschl. Nebenerlöse) | 15.053.204 | 15.452.303 |
| Bilanzsumme in € | 13.795.136 | 13.226.996 |
| Eigenmittelquote in % | 40,0 | 40,4 |
| Investitionen in € | 51.096 | 69.032 |
| Normalabschreibungen in € | 61.621 | 51.871 |
| Umsatz je Beschäftigten in € | 1.254.434 | 1.404.755 |
| Durchschnittlicher Belegschaftsstand | 12 | 11 |
| Personalaufwand in € | 921.665 | 997.170 |
| Operativer Cash Flow in € | 2.325.938 | 2.232.760 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit in € | 58.253 | 88.779 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in € | -2.422.204 | -1.623.877 |
| Ergebnis vor Steuern in € | 2.567.595 | 2.422.204 |
Allgemeines
Das Jahr 2025 war für die Brau Union Export GmbH & Co KG ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Trotz teilweise schwieriger Bedingungen auf einigen Exportmärkten konnte der Volumenrückgang im Vergleich zum Vorjahr geringgehalten werden. Eine Kombination aus Preiserhöhungen, mehrheitlich gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Einkaufspreisen sowie diversen Kosteneinsparungen trug wesentlich zum soliden Ergebnis vor Steuern bei.
Die in Italien, dem Hauptabsatzmarkt der Brau Union Export GmbH & Co KG, abgesetzten Volumen sanken im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 6 %.
Im deutschen Markt war es möglich, die abgesetzten Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 9 % zu steigern.
In den anderen Exportmärkten der Brau Union Export GmbH & Co KG wurde ein Volumenrückgang in Höhe von 15 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.
Insgesamt verzeichnete die Brau Union Export GmbH & Co KG im Jahr 2025 einen Volumenrückgang von 4,2%. im Vergleich zu 2024.
Den Investitionen von 51 T€ (Vorjahr: 69 T€) stehen Buchwertabgänge von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) und Abschreibungen in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 52 T€) gegenüber. Der Buchwert des Anlagevermögens sank um 11 T€ auf 103 T€.
Der Gesamtbetrag der Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 388 T€ auf 8.271 T€.
Das Finanzergebnis in Höhe von 109 T€ (Vorjahr: 158 T€) stammt mit 109 T€ (Vorjahr: 158 T€) aus Zinserträgen.
Der Jahresgewinn nach Ergebnisabführung erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 180 T€ und beträgt 2.024 T€.
Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen ist im Bereich Forschung und Entwicklung zurzeit nicht tätig.
Wesentliche Risken und Ungewissheiten
Das maximale gesamte Ausfallsrisiko beträgt 13.693 T€ (Vorjahr: 13.114 T€) und bezieht sich auf alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Das tatsächliche Ausfallsrisiko wird allerdings von der Gesellschaft als grundsätzlich gering eingeschätzt. Wesentliche Zinsänderungsrisiken sind für Finanzinstrumente nicht gegeben, da es sich ausschließlich um kurzfristige bzw. nicht verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen handelt.
Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine belasten die europäischen Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft weiterhin. Zukünftige negative Auswirkungen auf den bereits gut entwickelten Exportmarkt Ukraine sind denkbar und nicht unwahrscheinlich. Der Krieg in Israel und Gaza bringt weiterhin ein negatives Entwicklungspotential für den Exportmarkt Israel mit sich. Aufgrund dieser Konflikte besteht die Möglichkeit, dass bestimmte Annahmen und Schätzungen künftig geändert werden müssen. Israel und die Ukraine stellen jedoch eher untergeordnete Exportmärkte dar, weshalb mögliche Volumenverluste als gut verkraftbar eingeschätzt werden können.
Aufgrund der Wichtigkeit des Exportmarkts Italien für die Brau Union Export GmbH & Co KG besteht eine Abhängigkeit von der Wirtschaftslage in Italien. Eine sich schlechter als erwartet entwickelnde Wirtschaftslage und eine damit verbundene sinkende Kaufkraft in Italien kann einen Volumenrückgang zur Folge haben und sich somit negativ auf das Ergebnis der Gesellschaft auswirken.
Die Erhöhung des Pfands auf Mehrweg-Glasflaschen mit 02.02.2025 von 0,09 EUR auf 0,2 EUR brutto pro Flasche in Österreich führte zu teils deutlichen Pfandwertdifferenzen im Vergleich zur Pfandhöhe in den Exportmärkten der Brau Union Export GmbH & Co KG, was ein Risiko für das Exportgeschäft der Gesellschaft darstellen kann.
Die Einführung des Einwegpfandsystems mit 01.01.2025 in Österreich sorgt für Ungewissheit, ob exportorientierte inländische Kunden weiterhin Dosen-Artikel von der Brau Union Export GmbH & Co KG beziehen werden, um diese zu exportieren. Um Einwegpfand als Exporteur von der EWP Recycling Pfand Österreich gGmbH rückerstattet zu bekommen, hat ein Exporteur im Zuge der Export Regelung der EWP bürokratische Hürden zu bewältigen. Wird zur Vermeidung dieser Hürden auf den Kauf von Dosen-Artikeln im Inland verzichtet, kann das einen Volumenrückgang für die Gesellschaft zur Folge haben.
Aufgrund der möglichen zukünftigen Einführung von Einwegpfandsystemen in weiteren Exportmärkten der Brau Union Export GmbH & Co KG kann sich, im Falle ungünstiger regulatorischer Rahmenbedingungen, ein Risiko für das Exportgeschäft der Gesellschaft in den jeweiligen Ländern ergeben.
Die Auswirkungen des fortlaufenden Klimawandels könnten zu steigenden Rohstoffpreisen und somit zu höheren Einkaufspreisen von Bier führen. Aus derzeitiger Sicht besteht für die solide Liquiditätsund Ertragssituation der Brau Union Export GmbH & Co KG jedoch keine Gefahr.
Im Geschäftsjahr 2026 wird die Brau Union Export GmbH & Co KG den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf das bestehende Geschäft legen und dieses weiter vorantreiben.
In Italien werden die Geschäftsbeziehungen zu den Kunden und die Zusammenarbeit mit den Sales Agents vor Ort intensiviert, um den italienischen Markt noch besser bedienen zu können.
Zugleich wird eine Vertiefung der Kundenbeziehungen in den anderen Exportmärkten angestrebt, deren Bedeutung für den Unternehmenserfolg voraussichtlich weiter steigen wird. Hierbei soll ein besonderer Fokus auf Exportmärkte in geographischer Nähe zu Österreich gelegt werden. Eine geographische Erweiterung des bestehenden Absatzgebietes ist derzeit von untergeordneter Bedeutung.
Linz, am 17. April 2026
Die Geschäftsführung der
Brau Union Export GmbH
Signiert von
— 4A370F068CA1414... Viktor Gillhofer
Signiert von: Sabine, PVOSA 10. June 2020 18.50 MESZ – BA219FBF487A437... Sabine Prosszer