Inhaltsverzeichnis
SIMPEX Import Export GmbH Lagebericht
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Die SIMPEX Import Export GmbH ist eine Import- und Export-Gesellschaft, die für alle operativ tätigen Gesellschaften der SPAR Österreich-Gruppe NonFood2-Waren unter Ausschaltung von Distributoren und Großhändler bei größtmöglicher Mengenbündelung beschafft und verteilt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Nettoumsätze in Höhe von € 96,5 Mio. (VJ € 87,2 Mio.) erzielt, dies bedeutet eine relative Umsatzerhöhung zum Vorjahr in Höhe von 10,69 %. Der im Vergleich zum Vorjahr höheren Rohspanne stehen höhere Kosten gegenüber, sodass sich insgesamt ein Betriebserfolg von € 0,0 Mio. (VJ € 1,1 Mio.) ergibt. Unter Berücksichtigung des Finanzerfolges beträgt das Ergebnis nach Steuern € -0,7 Mio. (VJ € 0,7 Mio.). Die Reduktion des Ergebnisses resultiert aus höheren IT-Entwicklungskosten, die einmalig mit dem Umzug in das neue Lager entstanden.
Der mit Ende des Wirtschaftsjahres ausgewiesene Warenvorrat in Höhe von € 20,7 Mio. wird zu wesentlichen Teilen über die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen finanziert.
Das Anlagevermögen der Gesellschaft veränderte sich von € 5,24 Mio. auf € 5,10 Mio. auf Grund der ordentlichen Abschreibungen in Höhe von € 1,10 Mio., getätigten Investitionen in fremde Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von € 1,12 Mio. und Abgängen in Höhe von € 0,16 Mio.
Zur laufenden Absicherung der erforderlichen Kapitalisierung ist die SIMPEX Import Export GmbH über einen Ergebnisabführungsvertrag in die SPAR Österreichischen Warenhandels- Aktiengesellschaft eingegliedert.
SIMPEX als Einheit mit einem hohen Anteil an Artikeln aus außereuropäischer Produktion, hat zusätzlich eine risikobasierte Lieferkettenanalyse aufgebaut, die insbesondere Menschenrechte sowie Umwelteinflüsse berücksichtigt. Von allen Lieferanten mit Produktionsstätten in Ländern, in denen ein hohes Risiko für die Verletzungen von Umwelt- und Menschenrechten besteht, werden Nachweise für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards verlangt. Damit ist die Basis für mögliche weitere Verpflichtungen durch eine EU-Lieferketten-Gesetzgebung gelegt, die je nach Anforderungen der CSDDD weiter ausgebaut werden kann.
Die Gesellschaft betreibt eine Zweigniederlassung als Lager/Verwaltung in Fischamend, Österreich. Die Gesellschaft führt keinerlei Forschung und Entwicklung durch.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Die in den letzten Jahren stattgefundene Änderung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen führten zu allgemeinen Preissteigerungen, welche weiterhin eine allgemeine und nachhaltige Auswirkung auf die Betriebs- bzw. Standortkosten haben und durch entsprechende Umsätze zu decken sind.
Im Jahr 2026 wird eine positive, kontinuierliche Entwicklung der Gesellschaft gesehen.
Grundsätze des Finanzrisikomanagements
Die Gesellschaft ist in den Konzern der HOLDAG Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, einbezogen. Das Finanzrisikomanagement wird für die Gesellschaft durch die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft durchgeführt. Die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft als Leitgesellschaft des HOLDAG-Konzerns und der SPAR Gruppe Österreich unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Bonität, der Zinssätze, der Wechselkurse und der sonstigen Marktpreise sowie der Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern. Daneben spielen vor allem auch Liquiditätsrisiken eine wesentliche Rolle.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, alle Finanzrisiken zu begrenzen und systematisch zu steuern. Zu diesem Zweck werden je nach Einschätzung des Risikos derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt oder andere geeignete Maßnahmen ergriffen. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich als Sicherungsinstrumente genutzt.
Der operative und strategische Handlungsrahmen für das Finanzrisikomanagement wird zumindest jährlich vom Vorstand festgelegt bzw. aktualisiert und laufend überwacht. Das operative Finanzrisikomanagement obliegt dem Bereich Konzernfinanzen und den Finanzbereichen der operativen Einheiten der SPAR Gruppe Österreich.
Neben der Absicherung eigener Risiken (siehe dazu nachstehend) schließt die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft regelmäßig Derivate mit Banken zur Währungs- und Zinsrisikoabsicherung für verbundene Unternehmen ab und reicht diese Derivate in der Folge an verbundene Unternehmen weiter.
Währungsrisiken
Die geschäftlichen Aktivitäten der SIMPEX Import Export GmbH werden in Euro abgewickelt. Währungsrisiken resultieren somit ausschließlich aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten (insbesondere Einkäufen und Verkäufen von Waren und Dienstleistungen) in Fremdwährung. Zur Umwandlung von in Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Schulden, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen werden vor allem Zins-/Währungsswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Das Transaktionsrisiko der Zahlungsströme in Fremdwährung wird laufend beobachtet. Mindestens monatlich werden die Nettoposition und die Sensitivität in der jeweiligen Fremdwährung berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.
Zinsänderungsrisiken
Die Zinsänderungsrisiken der SPAR Gruppe Österreich resultieren im Wesentlichen aus langfristigen verzinslichen Finanzierungsmaßnahmen (insbesondere Anleiheemissionen und Bankkrediten). Der Bereich Konzernfinanzen legt zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken regelmäßig die Zusammensetzung aus fest und variabel verzinslichen finanziellen Vermögenswerten und Schulden fest.
Offene Zinsänderungsrisiken werden gesichert, soweit sie die Cash-Flows oder die Fair Values der SPAR Österreich Gruppe wesentlich beeinflussen. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Finanzposition setzt der Bereich Konzernfinanzen vor allem Zinsswaps und Zinsoptionen ein, um die Zinsausstattung entsprechend anzupassen. Die Zinsdifferenz zwischen Sicherungsgeschäften und Grundgeschäften (Kredite) wird als Korrektur des Zinsaufwandes verbucht. Die SIMPEX Import Export GmbH war auf Grund natürlicher Risikoausgleiche und vorgenommener Sicherungsmaßnahmen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag Zinsänderungsrisiken von nur untergeordneter Bedeutung ausgesetzt, die im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten resultieren (Cash Flow-Risiko).
Sonstige Marktpreisrisiken
Die SIMPEX Import Export GmbH ist neben Währungs- und Zinsänderungsrisiken auch anderen Preisrisiken ausgesetzt (etwa Energie- und Rohstoffpreisrisiken).
Rohstoffpreisrisiken entstehen an unterschiedlichen Stellen in der Wertschöpfungskette. Die SIMPEX Import Export GmbH kauft beispielsweise Textilien bzw. Hartware im asiatischen Raum. Die sonstigen Marktpreisrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Ausfallrisiken (Kredit- bzw. Bonitätsrisiken)
Die SIMPEX Import Export GmbH hat keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen außerhalb der SPAR Gruppe Österreich bzw. des HOLDAG-Konzerns. Es bestehen keine Ausfallrisiken aus Darlehen von verbundenen Unternehmen der SPAR Gruppe Österreich bzw. des HOLDAG- Konzerns. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.
Das Ausfallrisiko für Forderungen ist für die SIMPEX Import Export GmbH gering, da es kaum Forderungen aus dem operativen Geschäft gibt bzw. die Forderungen großteils gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die SIMPEX Import Export GmbH ist aus diesen Gründen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Ausfallrisiken ausgesetzt.
Liquiditätsrisiken
Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements der SPAR Österreichische Warenhandels- Aktiengesellschaft ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität aller Konzerngesellschaften (und somit auch die der SIMPEX Import Export GmbH) sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien vorgehalten. Diese ungenützten Kreditlinien haben meist eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten und werden laufend prolongiert.
Das operative Liquiditätsmanagement umfasst auch ein effektives Cash-Pooling mit den verbundenen Unternehmen in Österreich. Durch den konzerninternen Finanzausgleich wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen der SPAR Gruppe Österreich angestrebt. Das Cash Pooling ermöglicht die Nutzung der Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften.
Die SIMPEX Import Export GmbH ist auf Grund der Liquiditätsreserven innerhalb der SPAR- Gruppe Osterreich nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt.
Salzburg, am 27. April 2026
Die Geschäftsführung:
Mag Johanres Holzleitner
Franz Brunthale
Marig