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Lagebericht 2025

SIBA System Integration Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Bericht über den Geschäftsverlauf

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Die Firma SIBADie Firma SIBA System Integration GmbH ist seit vielen Jahren im
Bereich der Automatisierung bzw. Verbesserung von betriebsinternen
Logistiksystemen tätig. Der Umfang reicht von der Konzeptionierung
über die Planung bis hin zur Produktion und Installation entsprechender
Anlagen.
Der Fokus eigener Produkte liegt dabei bei
- Regalbediengeräten (RBG) bzw. automatischen Kleinteilelagern
(AKL)
- Akku-Kanal-Fahrzeugen (AKF)
- Elektro-Tragbahn-Systemen (ETB)
sowie der für die innerbetriebliche Logistik erforderlichen Hard- und
Softwarekomponenten.
Das Unternehmen agiert im Einzelfall auch als Generalunternehmer für
Logistikprojekte.
Seit Bestehen des Unternehmens wurden viele Projekte für namhafte
Kunden in Europa, den USA, Russland und China abgewickelt.

Die wirtschaftliche Situation hat sich - nach zwei schwachen Jahren, in denen einzelne Volkswirtschaften wie Österreich und Deutschland sogar eine Rezession zu verzeichnen hatten - im Jahr 2025 wieder etwas erholt. Maßgeblich hierfür war, dass die durch Nachfrageüberhänge ausgelöste Inflation wieder eingebremst werden konnte. Viele der geopolitischen Konflikte haben sich allerdings auch im Jahr 2025 unvermindert fortgesetzt, durch den Amtsantritt eines neuen Präsidenten in den USA, der das hohe Handelsbilanzdefizit seines Landes durch die Verhängung von Importzöllen bekämpfen möchte, kehrte zusätzliche Unsicherheit auf den internationalen Märkten ein.

Hinzu kommt, dass es in Europa nach wie vor sehr viele ungelöste strukturelle Probleme gibt, die durch die neuen Störungen im transatlantischen Verhältnis zu den USA verstärkt zu Tage treten.

Österreichs Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2025 - erstmals seit zwei Jahren - (voraussichtlich) wieder leicht gestiegen (nach vorläufigen Angaben der Statistik Austria um rund 0,6%). Für das Jahr 2026 wurde zunächst mit einer weiteren Steigerung (um 1,2%) gerechnet.

Negativ entwickelte sich der Arbeitsmarkt - die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2025 weiter auf 7,4% gestiegen (Vorjahr 7,0%) - als auch die allgemeine Preisentwicklung (Inflation), welche in der Jahresbetrachtung von 3,0% auf 3,5% gestiegen ist.

Auch im benachbarten Deutschland ergab sich für 2025 ein leichter Zuwachs beim BIP (+ 0,2% nach zuvor zwei Jahren mit Rückgängen). Hier wurden durch das Investitionsprogramm der Regierung auch für die nächste Zeit zusätzliche Investitionen erwartet. Die meisten anderen Länder der EU waren bereits in den Jahren zuvor vergleichsweise besser durch die Krise gekommen, in der Eurozone betrug das Wachstum im Jahr 2025 rund 1,4%, in der gesamten EU (EU 27) sogar 1,6%.

Ursprünglich war für 2026 eine Fortsetzung des Wachstumstrends prognostiziert, für Österreich wurde mit einem Plus von 1,2% gerechnet, damit hätte man über jener der Eurozone (+ 1,0%) und jener Deutschlands (+ 0,8%) gelegen. Insbesondere durch den Ende Februar 2026 begonnenen Angriff von Israel und den USA auf den Iran, über dessen Ende nach wie vor keine Aussagen getroffen werden können, wurde diese positiven Aussichten zuletzt vermehrt verworfen.

Unternehmensentwicklung im

Geschäftsjahr 2025

Ungeachtet des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnte die SIBA System Integration GmbH Umsatz und Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr erhöhen.

Durch den Abschluss einiger langfristiger Projekte konnte der fakturierte Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 44 % gesteigert werden. Auch die Betriebsleistung ist leicht gestiegen.

Die Gewinnrealisierung bei längerfristigen Projekten, aber auch bessere Margen bei aktuellen Aufträgen führten zu einer deutlichen Erhöhung des Rohergebnis (+ 35 % gegenüber dem Vorjahr). Da auch die übrigen Kosten (Personal, Gemeinkosten) sich nur unwesentlich erhöht haben, konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden.

Wesentlich für die zukünftige Geschäftsentwicklung ist der massive Ausbau der Kapazitäten im Bereich der Fertigungsanlagen im Jahr 2023, gleichzeitig hat sich auch die zur Verfügung stehende (Produktions-) Fläche mehr als verdoppelt.

Diese Investitionen stehen auch in Zusammenhang mit einer anhaltend erfreulichen Auftragslage. Entsprechend betrug der Auftragswert der zum 31.12.2025 offenen Projekte rund EUR 23,2 Mio.

Kennzahlen zur Ertragslage

Umsatz

Der Nettoumsatz betrug im Geschäftsjahr 2025 rund EUR 29.470.000. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 43 %. Dabei ist der Umsatz im Inland im Vergleich zum Vorjahr auf die Hälfte gesunken (auf rund EUR 1,8 Mio.), beim Auslandsumsatz war ein Zuwachs von rund 62 % (auf rund 27,6 Mio., jeweils vor Erlösschmälerungen) zu verzeichnen.

Umsatzentwicklung (vor Erlösschmälerungen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
(Darstellung in EUR 1.000)202520242023
Erlöse Inland1.8483.6055.223
Erlöse Ausland27.62117.07514.115
29.47020.68019.338

Ergebnis Im Vergleich zum Vorjahr konnte die relative Marge wesentlich gesteigert werden (gemessen an der Betriebsleistung). Das Rohergebnis - in absoluten Werten - lag um rund TEUR 2.710 über dem Vorjahreswert.

Das Betriebsergebnis (EBIT) war mit EUR 4.333 um rund EUR 2.348 höher als im Vorjahr.

Ertragsentwicklung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
(Darstellung in EUR 1.000)202520242023
Rohertrag10.4927.7825.127
EBITDA4.6792.300896
EBIT4.3331.985561
Ergebnis vor Steuern4.3331.920509

Nach dem Abzug der Steuern weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresgewinn von rund EUR 3.331.600 aus.

Entwicklung der

Ertragskraft

Über eine Laufzeit von vier Jahren zeigen Umsatz (Betriebsleistung) und Ertragskraft (EBIT in % der Betriebsleistung) folgendes Bild:

Betriebsleistung und Ertragskraft

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
018,0% 1
16,0%
o
14,0%
12,0%
10,0%
8,0%Z
6.0%
4,0%
2,0%S
0.0%

Ertragskraft

Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität wird im vorliegenden Fall – aufgrund der großen Bedeutung der Bestandveränderungen – als Verhältnis zwischen EBIT und Betriebsleistung gerechnet:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
202520242023
Umsatzrentabilität in %17,58,12,9

Kapitalrentabilität

Die Kapitalrentabilität drückt aus, wie effizient das Kapital im Unternehmen eingesetzt wird. Die Eigenkapitalrentabilität (“Return on equity") wird dazu als Verhältnis zwischen EBT und Eigenkapital, die Gesamtkapitalrentabilität (“Return on Investment") als Verhältnis zwischen EBIT und Gesamtkapital berechnet:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
202520242023
Eigenkapitalrentabilität in %59,342,016,4
Gesamtkapitalrentabilität in %32,913,24,7

Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Nettoverschuldung Aufgrund des Überschusses der flüssigen Mittel über das verzinsliche Fremdkapital lag in den letzten 3 Jahren keine Nettoverschuldung vor.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Die Entwicklung des Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen, als Working Capital
Saldo zwischendemkurzfristigenUmlaufvermögenunddem
kurzfristigen Fremdkapital, ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt:
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
(Darstellung in EUR 1.000)202520242023
Kurzfristig gebundene
Vermögenswerte11.19112.9629.644
Kurzfristiges Fremdkapital- 4.584- 9.012- 7.120
6.6073.9502.524

URG-Kennzahlen Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital gemäß § 23 URG und die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 Abs. 1 URG entwickelten sich in den letzten drei Jahren folgendermaßen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
202520242023
Eigenmittelquote in %55,430,426,1
Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahrenn.A.n.A.1,6

Cash-Flow-Kennzahlen

Netto-Geldfluss

Die im Folgenden dargestellten Teilergebnisse wurden entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 36 zur Geldflussrechnung (UGB) berechnet.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Netto-Geldfluss (in 1.000 EUR)202520242023
aus der betrieblichen Tätigkeit5913.5831.863
aus Investitionstätigkeit- 158-60- 1.029
aus Finanzierungstätigkeit- 828- 361173

Entwicklung Investitionen

und Cash-Flow

Im Geschäftsjahr 2025 wurden EUR 222.400 in das Anlagevermögen (inkl. geringwertiger Vermögensgegenstände) investiert. Diesen Investitionen steht ein Cash-Flow (aus dem betrieblichen Ergebnis) in Höhe von EUR 4.712.600 gegenüber.

Investitionen und Cash-Flow aus dem Ergebnis entwickelten sich in den vergangenen drei Jahren wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Cash-flow (in 1.000 EUR)202520242023
Investitionen222991.208
Cash-flow aus dem Ergebnis4.7132.294834
Selbstfinanzierungsgrad in %2.119,12.313,170,2

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
AllgemeinDie Leistungsfähigkeit des Unternehmens beruht auf dem Prinzip der
Nachhaltigkeit des Handelns. Mit diesem Ansatz sollte die langfristige
Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt werden.
Produkte von SIBA tragen aufgrund ihrer Effizienz dazu bei,
Ressourcen, Umwelt und Klima zu schonen.
MitarbeiterEine der wesentlichsten Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg
sind leistungsfähige Mitarbeiter. Aus diesem Grund wird laufend in die
Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitsplatzsicherung investiert.
UmweltDer Energiebedarf wird am freien Markt gedeckt, das Unternehmen
verfügt derzeit noch über keine eigenen Energieerzeugungsanlagen.

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Die konsequente Weiterentwicklung des Produktportfolios ist ein wesentliches Element künftiger Unternehmenserfolge. Entsprechend planmäßig erfolgt die Umsetzung neuer Entwicklungsprojekte.

Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die Gesellschaft verfügt über keine weiteren Niederlassungen.

Risiken des Unternehmens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
Das Unternehmen ist als aktiver Marktteilnehmer der aktuellen Allgemeines Risiko
wirtschaftlichen Entwicklung ausgesetzt.
Durch ein alle betrieblichen Abläufe dokumentierendes ERP-System
und der eingehenden Auswertung dieser Daten wird ein frühzeitiges
Erkennen von Fehlentwicklungen gewährleistet.
Dieses System wird durch eine Jahresplanung, die den aktuellen
Erkenntnissen angepasst wird, ergänzt. Anhand einer monatlichen
detaillierten Berichterstattung wird die Einhaltung der gesteckten Ziele
überwacht.
Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der damit Marktrisiko
verbundenen restriktiven Kreditvergabe besteht das Risiko, dass von
Kundengeplante Investitionenhinausgezögert werdenbzw.
unterbleiben.
Aufgrund der oftmals langfristigen Fertigungszeiten besteht das Risiko, Preisrisiko
dasszwischenzeitlichePreisänderungenim Material-und
Personalbereich zu einer Schmälerung von Deckungsbeiträgen führen.
Soweit das Unternehmen diese Preissteigerungen nicht ohnehin
aufgrund entsprechender Vertragsklauseln übertragen kann, wird
diesemRisiko durchvorzeitigeMaterialbeschaffungbzw.
Lagerbewirtschaftung entgegengetreten.
Die Eigenkapitalausstattung mit einem Finanzielle RisikenAnteil von 55,4 % am
Gesamtvermögen gewährleistet eine stabile Finanzierungstruktur des
Unternehmens. Zudem werden laufend ausreichend ungenutzte
Kreditlinien vorgehalten, die zur Aufbringung zusätzlicher liquider Mittel
verwendet werden können. Dadurch sollte auch die Möglichkeit
gegeben sein, zu jeder Zeit die erforderlichen Finanzmittel zur
fristgerechtenBegleichungeingegangenerVerbindlichkeiten
aufbringen zu können. Dadurch kann das Liquiditätsrisiko als sehr
gering betrachtet werden.
Der möglichen kurzfristigen Zinsänderungen ausgesetzte Anteil an Zinsänderungsrisiko
Bankkrediten liegt bei knapp über 7 % der Bilanzsumme. Mögliche
Zinsschwankungen sollten damit keinen wesentlichen Einfluss auf das
Geschäftsergebnis haben.
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
WährungsrisikoAlle wesentlichen Ein- und Verkäufe erfolgen in EURO. Hilfsweise wird
bei Verkäufen in Fremdwährungen (USD) eine aktive Kursabsicherung
geprüft.
KreditrisikoFür mögliche Forderungsausfälle wurde durch Wertberichtigungen im
Jahresabschluss ausreichend vorgesorgt. Größere Forderungsausfälle
werden durch Anzahlungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien
und Akkreditive) verhindert.
FinanzinstrumenteDieGesellschaftarbeitetderzeitmitkeinenderivativen
Finanzinstrumenten.
Geopolitische
Konflikte
Von den aktuellen geopolitischen Krisen (Kriege in der Ukraine und im
Iran) ist das Unternehmen nur indirekt - im Bereich volatiler Rohstoff-
und Energiepreise - betroffen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Entwicklung des Unternehmens wird über ein zeitnah geführtes Rechnungswesen laufend verfolgt und mit den wirtschaftlichen und finanziellen Plänen des Unternehmens abgeglichen. Die Organisation des Unternehmens ist den Betriebsabläufen angepasst, die Kompetenzen der Mitarbeiter sind ausreichend klar definiert.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Der aktuelle Auftragsstand deutet darauf hin, dass auch im Jahr 2026 mit einer insgesamt positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen ist.

n ng Alffed Altmann Geschäftsführer

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