← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Roth Energie GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf bzw. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Wie schon die Vorjahre war auch das Jahr 2025 von schwankender Nachfrage und volatilen Marktpreisen geprägt, die durch die differenzierte Ausführung der Zielerreichung der Kraftstoffverordnung und des Embargos auf russische Erdölprodukte noch verstärkt wurden. Trotz dieser schwierigen externen Bedingungen konnte die Gesellschaft die Kunden zum größten Teil erfolgreich und sicher versorgen. Die erhöhte Inflation sorgte allerdings auch für einen Anstieg der operativen Kosten.

Resultierend aus diesen Faktoren und trotz des allgemein gesunkenen Produkt-Preisniveaus betrugen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr TEUR 129.421 (2024: TEUR 142.905).

Analyse der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren

Erfolgskennzahlen

Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis vor Steuern von TEUR – 1.864 (2024: TEUR - 55). Nach einem komplizierten Vorjahr konnten die Absatzmengen auf ähnlichem Niveau gehalten werden, die Margensituation war jedoch starkem Druck ausgesetzt und so konnte dieses Ergebnis erzielt werden.

Vermögenskennzahlen

Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) hat sich im Jahr 2025 mit TEUR - 277 gegenüber 2024 (TEUR 720) vermindert. Das Sachanlagevermögen (einschließlich der immateriellen Vermögensgegenstände) ist im Jahr 2025 aufgrund von Investitionen iHv TEUR 331 unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung von TEUR 1.101 auf TEUR 5.749 gesunken.

Das Reinvermögen der Gesellschaft ist von 2024 um den Jahresverlust und Investitionszuschüssen von TEUR 1.919 im Jahr 2025 auf TEUR 4.281 gesunken.

Liquiditäts- und Cashflow-Kennzahlen

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (Betrieblicher Cashflow) hat sich ergebnisbedingt und durch die Reduktion der Kundenforderungen vermindert und belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf TEUR 3.473 (2024: TEUR 4.608).

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit mit TEUR -30 (2024: TEUR -1.479) resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen für Anlagenzugänge mit TEUR -331 (2024: TEUR -1.925) und Einzahlungen aus Anlagenabgängen mit TEUR 301 (2024: TEUR 446). In weiterer Folge beträgt der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 0 (2024: TEUR 0). Die sich dadurch ergebenden zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestandes belaufen sich in Summe auf TEUR 3.443 und ergeben somit einen Finanzmittelbestand am Ende der Periode von TEUR 6.908 (2024: TEUR 3.465).

Zusammenfassend kann die Vermögens- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft aufgrund des positiven Cash-Flows im abgelaufenen Geschäftsjahr und der Ertragsaussichten in den Folgejahren als positiv beurteilt werden.

Informationen über Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die Roth Energie GmbH beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 69 Personen (ohne Geschäftsführung), davon 44 Angestellte und 25 Arbeiter. Als 100%iges Tochterunternehmen der MOL Austria Handels GmbH orientiert sich das Unternehmen an den einschlägigen Richtlinien des MOL-Konzerns wie beispielsweise Mitarbeiterführung, -schutz und -entwicklung sowie an allen einschlägigen gesetzlichen und sozialrechtlichen österreichischen Bestimmungen. Im Mittelpunkt steht der Grundsatz der fairen Behandlung und der Wertschätzung aller Mitarbeiter als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren des Unternehmens. Insbesondere die Grundsätze der fairen Mitarbeiterrekrutierung, Chancengleichheit in Bezug auf Nationalität (Beschäftigte aus 6 Nationen), Geschlecht und Alter, leistungsorientierte Entlohnung (63 % Frauenanteil in der Führungsebene), Schutz und Schadensprävention, Weiterentwicklung von sozialen und professionellen Kompetenzen und Fähigkeiten sowie fairer Behandlung stehen dabei im Vordergrund.

Auch im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE) ist die Roth Energie GmbH voll in die Richtlinien und die SD & HSE-Politik der MOL-Gruppe eingebunden. Im Mittelpunkt stehen dabei ein schonender und verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt im Sinne des „Sustainable Development“ (siehe dazu auch MOL-Group „Sustainable Development Report“) und eine sorgfältige und gewissenhafte Durchführung der operativen Tätigkeiten. Konkrete Anwendung findet dies in der Modernisierung unserer Tankwagenflotte und der Installation von Photovoltaik-Systemen mit gleichzeitiger Nutzung von Stromspeicheranlagen an Automatentankstellen. Im Rahmen der HSE Politik werden von der MOL-Gruppe ausgehend, spezifische Leistungsindikatoren wie Unfallhäufigkeit (z.B. Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle), Menge gefährlicher Abfälle, etc. vorgegeben und im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens überprüft und rückgemeldet. Besondere Vorkommnisse werden an die Gruppe und einschlägige lokale Informationssysteme gemeldet, analysiert und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet und umgesetzt.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Haupttätigkeit der Gesellschaft wird auch weiterhin im Heizöl- und Treibstoffhandel im Endkundensegment mit einem entsprechend großen Fuhrpark sowohl für den Eigenhandel als auch Frächtertätigkeit liegen. Der Hauptlieferant bleibt nach wie vor der MOL-Konzern.

Für das Jahr 2026 erwarten wir aufgrund der weiterhin anhaltenden Spannungen am Markt, der aktuellen Preissituation in Rotterdam und der volatilen Warenverfügbarkeit Umsatzerlöse von etwa MEUR 131.

Die eingeführten Maßnahmen in den Substitutionsverpflichtungen bzw. die CO2 Abgabe tragen zu weiteren Preiserhöhungen bei.

Basierend auf den laufenden Kostenoptimierungen und erhöhtem Fokus auf Margengenerierung erwarten wir für die kommenden Jahre trotz der erwähnten Unsicherheiten solide Unternehmensergebnisse.

Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Einmarsches in die Ukraine, der am 24. Februar 2022 begann, können die MOL-Gruppe beeinträchtigen. Das Management untersucht und bewertet kontinuierlich die möglichen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Situation, die internationalen Sanktionen und andere mögliche Einschränkungen in der Lieferkette und den Geschäftsaktivitäten. Die MOL-Gruppe hat Entscheidungen in ihrer Kreditpolitik getroffen, um das Risiko zu minimieren.

Das Risiko der MOL-Gruppe gegenüber der Ukraine ist nicht wesentlich.

Das Raffineriegeschäft der MOL-Gruppe ist für einen großen Anteil dem physischen Fluss des Rohöls durch das Transportsystem in Russland und der Ukraine ausgesetzt. Der physische Fluss des Rohöls aus Russland wurde aufgrund von Kriegsschäden an der ukrainischen Energieinfrastruktur zeitweise unterbrochen. Es gibt jedoch eine alternative Lieferroute vom Mittelmeer über Kroatien, über die die Raffinerien der MOL-Gruppe in Ungarn und der Slowakei mit Rohölladungen auf dem Seeweg versorgt werden können. Die Europäische Union hat ein Teilembargo für russische Rohölimporte ab dem 5. Dezember 2022 und für Importe russischer Erdölprodukte ab dem 5. Februar 2023 verhängt. Gleichzeitig wurde ein Verbot der Ausfuhr von aus russischem Rohöl gewonnenen Erdölerzeugnissen verhängt. Die Verordnungen erlauben jedoch, die weitere Einfuhr von russischem Rohöl über Pipelines nach Ungarn und in die Slowakei, sowie die weitere Ausfuhr von aus russischem Rohöl gewonnenen Erdölerzeugnissen aus Ungarn und der Slowakei auf unbestimmte Zeit, solange der prozentuale Anteil der Ausfuhren den prozentualen Anteil des Rohöls nicht-russischen Ursprungs nicht übersteigt, wenn es mit russischem Rohöl gemischt wird („mass balance principle“).

Das Management der MOL-Gruppe ergreift Maßnahmen, um das Risiko einer möglichen Unterbrechung der Rohölversorgung zu bewältigen, einschließlich der Erwägung, alternative Lieferwege mit ausreichender Kapazität zu nutzen.

3. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird in unserem Unternehmen nicht betrieben, da es sich um eine reine Handelsgesellschaft handelt.

4. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2025 hat die Gesellschaft Zweigniederlassungen betrieben.

5. Verwendung von Finanzinstrumenten sowie Risikomanagement

Alle Geschäfte mit Lieferanten und Kunden werden in EUR-Währung getätigt und auch alle Finanzierungsaktivitäten werden ausschließlich in EUR-Währung abgewickelt - somit ist das Währungsrisiko nahezu ausgeschlossen. Im Jahr 2025 wurden zur Preisabsicherung marktübliche Finanzinstrumente verwendet, aber keine spekulativen Transaktionen getätigt.

Preisänderungsrisiken bestehen ausschließlich aufgrund der Abhängigkeit von den Marktpreisen der Erdölprodukte, wobei diesem Risiko durch entsprechend marktkonforme Einkaufspreisregelungsmechanismen entgegengesteuert wird.

Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine wesentlichen Ausfalls- und Liquiditätsrisiken. Das Unternehmen ist durch Versicherungen bezüglich genereller Unternehmens- und Produkthaftpflicht sowie Umweltschäden ausreichend abgedeckt.

Das Ausfallrisiko wird durch Besicherungen (Garantien, Kreditversicherung) sowie der Anwendung der MOL internen Kreditrisiko-Richtlinien minimiert und fortlaufend analysiert. Diese bereits umgesetzten Richtlinien umfassen Prozesse unter anderem für die Bonitätsprüfung von Neukunden, für die laufende Bonitätsprüfung von bestehenden Kunden (beides unter Nutzung professioneller Anbieter vom Markt), für die Kreditlimit-Gewährung und der Überprüfung deren Einhaltung, sowie für das Außenstands-Management und das Berichtswesen.

Seiersberg-Pirka, am 27. Februar 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Signiert von:Im
Datum27

Imre OROSZ eh Geschäftsführer

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.