← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2024

"Ring" International Holding AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 06. Nov. 2025

Inhaltsverzeichnis

"Ring" International Holding AG Alserbachstraße 14-16, Palais Liechtenstein 1090 Wien, Österreich

1. Marktumfeld bzw. Lage der Tochtergesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr

Stationery

Der Bereich der Hebelbuchmechaniken hat in Europa die Transformation volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen auch in ihrem Businessmodell registriert. Marktseitig bestehen im Bereich der Hebelbuchmechaniken Schutzmaßnahmen seitens der Europäischen Kommission gegen gedumpte Importe vorrangig aus China, sowie einigen weiteren asiatischen Ländern, die in der Vergangenheit zur Umgehung von gegen China gerichteten Maßnahmen genutzt wurden.

Das Marktbild im Bereich der Hebelmechaniken ist mit der von der Europäischen Kommission publizierten Entscheidung „Durchführungsverordnung (EU) 2025/100“ vom 20. Januar 2025 zur Verlängerung der bereits bestehenden Anti-Dumping Maßnahmen um weitere 5 Jahre stabil und der damit einhergehende adäquate Schutz vor unlauteren Wettbewerbsstrategien ist daher weiterhin gegeben.

Dem dennoch zu konstatierenden, retardierenden Momentum in der Umsatzentwicklung von Hebelbuchmechaniken wird durch die nachhaltige Bearbeitung weiterer Businesssegmente entgegengesteuert. Hierzu zählt neben dem Bereich der Automobilzulieferindustrie auch das immer erfolgreicher werdende Segment „Wasserstoff", mit dem das Unternehmen an der weltweit wachsenden Bedeutung von H2 als Energiequelle und -transportmittel partizipiert. Daneben sind auch die Umsätze im Segment der allgemeinen Metallverarbeitung stabil.

Die gesamtwirtschaftlichen weltweiten Rahmenbedingungen waren auch im Jahr 2024 noch geprägt von den Folgen der Ukrainekrise. Der Geschäftsverlauf der Division wurde durch die hohe Inflation und die hohen Energiepreise beeinflusst. Aufgrund der weltwirtschaftlichen Entwicklung war auch die Nachfrage bzw. der Umsatz hinter den ursprünglichen Erwartungen. Zur Sicherung der Produktion wurde die Supply Chain intensiv überwacht, um Verzögerungen oder Ausfälle bei Lieferanten frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren zu können. Der Konzern konnte den Umsatz und insbesondere das Ergebnis wieder stabilisieren, sodass die negativen

Gesamtauswirkungen auf den Konzern minimiert werden konnten und insgesamt ein erfreuliches Ergebnis erzielt werden konnte.

Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2023 wurden drei Gesellschaften der Stationery Gruppe – Koloman Handler Magyaroszàg Kft., File Sp. z.0.0., "Ring Alliance" Ringbuchtechnik GmbH – aus strategischen Gründen im Rahmen eines Management-Buy-outs veräußert. Weiters wurde die Finanzierung der Sparte im vorangegangenen Jahr überarbeitet und mit einem neuen, langfristigen Konzept mit dem bestehenden Bankenkonsortium aufgesetzt.

Flexible Metallkomponenten

Die „BOA-Gruppe“ mit Hauptsitz in Deutschland und Produktionsstätten in Europa, China und den USA hat sich auch im laufenden Geschäftsjahr positiv entwickelt. Die BOA-Gruppe zählt zu den weltweit führenden Herstellern von flexiblen Metallkomponenten und beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. Sie bedient internationale Kunden aus den Bereichen Automotive, Industrie und Aerospace.

BOA ist in ihren kundenbezogenen Märkten „Light Vehicle", „Heavy Vehicle“ und „Industrie“ durch die Absatzpotentiale ihrer Kunden determiniert. Der allgemeine Trend zu (reinen) Elektro-Automobilen unterstützt nicht das derzeitige Geschäftsmodell der BOA, wobei jedoch der derzeit zu konstatierende Trend, Verbrennermotoren auch über das Jahr 2035 in der EU zuzulassen, positiv auf die BOA wirkt. Weiterhin haben sowohl hybride Antriebe sowie der Trend zur Gewichtsreduktion („Leichtmetallbau") eine unterstützende Wirkung auf den Geschäftsverlauf der BOA. Das Geschäftsfeld „Industrie“ ist diversifiziert aufgestellt, sodass Trends in einzelnen Kundensegmenten besser ausbalanciert werden können. Insbesondere die wachsende Bedeutung der weltweiten Kommunikation, verbunden mit einem Mehrbedarf an Satelliten, unterstützt den Teilbereich „Aerospace“ in seinem Wachstum wesentlich.

Die gesamtwirtschaftlichen weltweiten Rahmenbedingungen waren im Jahr 2024 massiv geprägt durch die Ukrainekrise und in weiterer Folge durch hohe Inflationsraten und Zinsentwicklungen. Auch hier wurde die Supply Chain zeitnah und intensiv überwacht, so dass keine wesentlichen Verzögerungen oder Ausfälle der Lieferkette zu verzeichnen waren. Insbesondere durch ein materielles Wachstum der Industrie-Sparte, konnte der Konzern den Umsatz verbessern und das Ergebnis im Jahr 2024 auf bereits hohem Niveau stabil halten.

Weiters wurde die Finanzierung der Sparte im vorangegangenen Jahr überarbeitet und mit einem neuen, langfristigen Konzept mit dem bestehenden Bankenkonsortium aufgesetzt.

Inhaltsstoffe für die Medizin- und Konsumgüterindustrie

Diese Sparte fokussiert sich auf den industriellen Anbau sowie die Verarbeitung von in verschiedenen Medizinprodukten und Konsumgütern verwendeten Pflanzen. Hierbei ist zu konstatieren, dass eine dem Grunde nach sehr

attraktive Marktdynamik auf einen materiellen Regulierungsfokus trifft, wodurch sich gegenläufige, kommerzielle Entwicklungen ergeben.

Es ist daher Aufgabe der "Ring" International Holding AG das Chancen-Risiko- Profil in dieser Division einer kritischen Evaluierung zuzuführen um darauf aufbauend dann ganzheitliche Lösungsoptionen zu eruieren. Vor diesem Hintergrund hat die "Ring" International Holding AG die bereits im Jahr 2024 beschlossenen, strategische Adaptionen ihres Businessmodells im Jahr 2025 dann auch stringent umgesetzt. Dies impliziert die Beendigung der Aktivitäten im Bereich CBD (Europa) sowie im medizinischen Bereich (Kanada).

Die "Ring" International Holding AG wird daher die von der Regierung erteilte Lizenz im Rahmen des niederländischen „Wietexperiments“ als Fokus ihrer Aktivitäten im Bereich „Konsumgüterindustrie" betrachten. Diese Aktivitäten haben sich hervorragend entwickelt und tragen bereits nachhaltig positiv zum Unternehmensergebnis bei. Die weitere Genesis dieses Unternehmensteils wird zu einem strategischen Fokus der "Ring" International Holding AG im Ablauf der planbaren Zukunft werden.

Quick-Service Restaurants

Die "Ring" International Holding AG hat sich entschieden, den Bereich „Quick Service Restaurants" als vierte strategische Säule der Unternehmensstrategie aufzubauen. Insbesondere die geringe Volatilität und damit die Stabilität in der volkswirtschaftlichen Nachfrage nach „Essen“ und die Einbeziehung weltweit anerkannter und erfolgreicher Manager in das Ring-Team sind die Fundamente dieser Division.

Im Dezember 2020 konnte in einem ersten Schritt die Burger King Gruppe in Skandinavien mit ihren Tochtergesellschaften in Norwegen, Schweden und Dänemark erworben werden, diese betreiben derzeit ca. 150 eigene Geschäfte und zusätzlich ca. 130 Sub-Franchisee Stores. Nachdem die Entwicklung in den „Corona-Jahren" in den einzelnen Ländern unterschiedlich, insgesamt aber nicht völlig zufriedenstellend war, hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die wirtschaftliche Potenz von „Burger King Skandinavien“ materiell verbessert. Auch konnte in diesem Zusammenhang die aus 2020 resultierende und Ende 2024 auslaufende Finanzierung dieses Unternehmensteils erfolgreich neu strukturiert und um weitere 4 Jahre ausgedehnt werden.

Ebenfalls im Dezember 2020 konnte die Ring Gruppe eine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber der „Popeyes" Marke erzielen und hat im Geschäftsjahr 2022 weitere Popeyes Märkte in Großbritannien eröffnet. Hierbei handelt es sich um ein Quick-Service-Konzept, das Hühnerfleisch als zentralen Produktbestandteil enthält. Bis Ende 2024 wurden bereits ca. 80 Märkte eröffnet, die über den Erwartungen performen. Manche Geschäfte in England zählen heute zu den weltweit stärksten Popeyes-Stores. Es ist besonders zu betonen, dass Popeyes seinen im Jahr 2020 publizierten Unternehmensplan - trotz „Corona“ und „Ukraine-Krise“ – nahezu 1:1 umsetzen konnte. Im Jahr 2023 wurde die Expansionsgeschwindigkeit durch die Hereinnahme eines Co- Investors unterstützt, der zum Ende des Jahres 2024 auch Mehrheits-

eigentümer an dieser Sparte wurde. Der Gewinn aus dem Anteilsverkauf wird im Jahr 2024 im Ergebnis der "Ring" International Holding AG verbucht.

Im arabischen Raum wurde der Bereich Quick-Service in Abu Dhabi und Dubai erfolgreich implementiert und erweitert. Der Konzern betreibt dort neben ca. 40 Popeyes Geschäften inzwischen auch drei unter der Marke „Sisi" eigens entwickelte Restaurants, die in Dubai und Rijad betrieben werden und ist daneben auch Franchisenehmer von German-Döner-Kebap, einer stark wachsenden QSR-Kette im Value Segment. Aufgrund geopolitischer Spannungen stehen diverse, US-amerikanische Ketten unter besonderen Druck in den sozialen Medien diverser arabischer Länder. Die unternehmerischen Reaktionen dieser Ketten beeinflussen derzeit die operative Performance von Popeyes negativ. "Ring" International Holding AG erwartet, dass sich dieses Momentum im Ablauf der nächsten 1-2 Jahre wieder abschwächen wird und damit der Division den Weg zur ursprünglich geplanten Rentabilität ermöglicht.

2. Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 28 Mio. (VJ: EUR -2,4 Mio.) und damit einem Bilanzgewinn von EUR 105,7 Mio. (VJ: EUR 83,7 Mio.) erzielt. Das Eigenkapital beträgt EUR 135,5 Mio. (VJ: EUR 103,4 Mio.) und damit rund 69 % (VJ: 50 %) der Bilanzsumme. Im Geschäftsjahr wurde aus dem vorhandenen Bilanzgewinn die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von insgesamt EUR 6,9 Mio. beschlossen (VJ: EUR 2 Mio.).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Eigenmittelquote nach § 23 URG:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242023
Eigenkapitalquote gemäß § 23 URG69%50%

Gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 URG liegt somit kein Reorganisationsbedarf vor.

Netto-Geldfluss:

Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnerisch EUR -42,3 Mio. (VJ: EUR -3,8 Mio.). Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -12,4 Mio. (VJ: EUR 4,5 Mio.) ergibt sich hauptsächlich aus der Entwicklung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie aus Kapitalzuschüssen. Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt in Summe EUR 23,8 Mio. (VJ: EUR 35 Mio.). Dieser ergibt sich insbesondere aus der Aufnahme eines Genussrechts, Veränderungen der Finanzierungsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen und Kreditinstituten sowie aus erfolgten Gewinnausschüttungen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die "Ring" International Holding AG beschäftigte zum 31. Dezember 2024 durchschnittlich 2 Arbeiter (VJ: 2) und 19 Angestellte (VJ: 20).

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen der im Konzern beschäftigten Personen werden laufend durchgeführt. Neben der fachlichen Qualifikation wird auch die persönliche Weiterentwicklung gefördert.

Ein wesentliches Ziel und Bestandteil des Personalmanagements ist es, das Wissen nicht nur kontinuierlich weiterzuentwickeln, sondern dies auch bei Ausscheiden eines Mitarbeiters für das Unternehmen zu erhalten. Besonders kritisch ist der Verlust an personenspezifischem Wissen und wertvollen Erfahrungen. Dieses Wissen im Konzern zu erhalten ist eine essenzielle Aufgabe. Um dies zu erreichen, wird im Rahmen des ökonomisch Sinnvollen für Beschäftigte eine Vertretung ausgebildet, die z.B. auch im Krankheitsfall aushelfen kann.

Die Fokussierung auf den konkreten Nutzen, den jeder einzelne Kunde durch Kontrahierung mit Unternehmen der Ring-Gruppe für sich generieren soll, ist integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Durch eine wertorientierte Preispolitik wird die Kundenbindung intensiviert und durch ständige Kommunikation innerhalb der Unternehmensgruppe evaluiert.

5. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

6. Bereich Forschung und Entwicklung

In der Stationery-Division ist der Bereich F&E von geringer Bedeutung. Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich beschränken sich auf die kontinuierliche Reduktion von Rohmaterialeinsätzen zur Steigerung der Materialeffizienz und Kostenoptimierung sowie die fokussierte Entwicklung einzelner Produktinnovationen.

Im Segment der flexiblen Metallkomponenten ist der Bereich F&E integrierter Bestandteil der Unternehmensstrategie, wobei der Fokus einerseits auf kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen innerhalb der Optimierung der Herstellprozesse liegt („Prozessinnovation"); zusätzlich wird gemeinsam mit den Kunden ein Schwerpunkt auf die Entwicklung von individuellen und auf den jeweiligen Kundenbedarf ausgerichteten neuartigen Produkten gelegt („Produktinnovation").

In Geschäftsfeld „Medizin- und Konsumgüterindustrie“ wird ein Schwerpunkt der F&E Tätigkeiten auf die Verbreiterung des Produktportfolios gelegt.

7. Risikomanagement

Die Gesellschaft beachtet im Rahmen des Risikomanagements – neben den jeder wirtschaftlichen Tätigkeit inhärenten Risiken – insbesondere die aus einer Konzentration auf der Einkaufsseite erwachsenen Gefahren. Durch entsprechende Vertragsgestaltungen begegnet die Gesellschaft diesen Risiken. Zusätzlich wurde die Risikovorsorge durch den Abschluss einer Kundenkreditversicherung erhöht.

Das Zinsrisiko der Gesellschaft wird als moderat eingestuft. Zum Bilanzstichtag übersteigen die zinsbringenden Anlagen der Gesellschaft die zinstragenden Verbindlichkeiten um rund EUR 11,1 Mio. (VJ: EUR -8,6 Mio.). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen zur Hälfte einem fixen Zinssatz.

Den Risiken aus dem Bereich der Beteiligungsverwaltung wird durch den Einsatz entsprechender Instrumente wie einer exakten Finanzplanung, einer monatlichen zeitnahen Beurteilung der Monatsergebnisse inklusive der Feststellung von Planabweichungen und der Ergreifung entsprechender Gegensteuerungsmaßnahmen begegnet. Dazu hat die "Ring" International Holding AG ein Beteiligungscontrolling eingerichtet, dass bei der Steuerung der betrieblichen Ergebnisse maßgebend mitwirkt und die Werthaltigkeit der Beteiligungen ermittelt. Die Tochtergesellschaften werden zudem sehr eng geführt und sind stark in den Konzern integriert. Es gibt zum Beispiel einige zentralisiert übernommene Funktionen in der Holding, wie z.B. Treasury, Versicherungen, Kreditversicherung, usw. Regelmäßige Management- Meetings dienen dem Informationsaustausch und die Konzernrichtlinien, sowie die Geschäftsordnungen sehen bestimmte Informationspflichten und zustimmungspflichtige Geschäfte vor.

Währungsrisiken resultieren einerseits indirekt aus der EUR-USD-Parität, da sich hierdurch die komparativen Wettbewerbsvorteile von Produktionsstätten in unterschiedlichen Kontinenten verschieben. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer austarierten Strategie im Rahmen eines abgestimmten makeor-buy Ansatzes, wobei jedoch die Effekte, die Europa generell in seiner wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit treffen, auch bei der Ring Gruppe zu konstatieren sind. Ein langfristig schwacher Dollar wird die weitere Unternehmensentwicklung daher nicht unterstützen. In einer analogen Betrachtung behindern zur Stärke tendierende CEE-Währungen einen stärkeren Ertragszuwachs im Stationery Segment. Im Segment der flexiblen Metallkomponenten resultieren Währungsrisiken aus dem US-Dollar, dem chinesischen Renminbi und der rumänischen Lei. Durch den Erwerb der Burger King Gruppe in Skandinavien wird auch die Entwicklung dieser Währungen, insbesondere der norwegischen Krone, in die Analysen hinsichtlich ihrer Bedeutung für die weitere Genesis der Unternehmensgruppe miteinbezogen. Risiken werden analysiert und gegebenenfalls mit Finanzderivaten abgesichert.

Generell ist zudem auf den Rohstoffmärkten in den letzten Jahren eine deutlich gestiegene Volatilität zu konstatieren, die sich in den konkreten Bezugsbedingungen niederschlägt und eine langfristige Margenplanung erschwert.

Weiterhin führen auch Entwicklungen innerhalb der Kundensegmente zu einer verstärkten Konzentration innerhalb des Kundenportfolios mit der Konsequenz entstehender Klumpenrisiken, denen die Gesellschaft durch verstärkte Diversifikations-Bemühungen zu begegnen versucht.

8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Bereich Quick Service Restaurants Burger King wurde die bestehende Finanzierung am 4. März 2025 durch eine neue Finanzierungslinie ersetzt. Daneben wurden im Bereich der Inhaltsstoffe für die Medizin- und Konsumgüterindustrie die Aktivitäten in Osterreich und Kanada im Jahr 2025 verkauft.

9. Ausblick

Das Risiko einer globalen rückläufigen konjunkturellen Entwicklung, die insbesondere bedingt durch die Situation in der Ukraine hervorgerufen wird, ist noch gegeben. Zur Abschwächung dieser Entwicklung haben zahlreiche Staaten Konjunkturmaßnahmen beschlossen, deren Zielgenauigkeit bzw. Effizienz jedoch noch nicht verlässlich gemessen werden kann. Auch wenn in Anerkennung der hohen Volatilität auf allen Märkten (Währungen, Rohstoffe etc.) jeder Ausblick mit angemessener Vorsicht zu bewerten ist, sieht die Gesellschaft aus derzeitiger Sicht, die durch die Ukrainekrise verursachten, geopolitischen und geowirtschaftlichen Entwicklungen als nicht herausragend wesentlich für das Ergebnis des Ring-Konzerns in 2025.

Insbesondere die Lage am Rohstoffmarkt wird die weitere Genesis der Tochterunternehmen der "Ring" International Holding AG im Jahre 2025 bestimmen. Es ist zu erwarten, dass die Aspekte generelle Verfügbarkeit von Rohstoffen und deren Preisentwicklung einen Effekt auf verschiedene Branchen haben wird, wobei deren Dauer derzeit nicht mit einer hohen Verlässlichkeit abgeschätzt werden kann. Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Gegenbewegung im Ablauf der planbaren Zukunft auszugehen.

Ein wesentlicher Fokus des Geschäftsjahres 2025 liegt sowohl auf der weiteren Integration des Aufbaus der Segmente Medizin- und Konsumgütermaterialien bzw. Quick-Service Restaurants.

Der Ausblick auf 2025 ist dem Grund nach positiv, wird jedoch durch die wachsende Volatilität in den politischen Entscheidungsfindungen, die seit dem November 2024 zu konstatieren sind, beeinflusst. Die Divisionen Stationery und BOA werden diese Entwicklung in ihrer Unternehmensperformance bedingt wiederspiegeln. Der Bereich Medizin- und Konsumgüter kann durch eine neue Aktivität in den Niederlanden ein positives Momentum erzeugen, während die Bereiche Osterreich und Kanada erfolgreich verkauft werden konnten. In Skandinavien werden erhebliche Maßnahmen gesetzt, die Wirtschaftlichkeit noch weiter zu verbessern, sowohl durch die Abgabe von Geschäftslokalen, die

keinen positiven Wertbeitrag generieren, als auch durch die weitere Optimierung aller Kostenpositionen und ein weiterhin verbessertes Umsatzmomentum. Es wird erwartet, dass Großbritannien die besonders positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fortsetzen wird, wobei ein zunehmender Wettbewerb derzeit zu konstatieren ist. Der arabische Raum soll vor dem Hintergrund des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes optimiert werden, wobei der Konzern hierbei alle strategischen Optionen einer operativen Überprüfung unterziehen wird.

Won, 6. 10. 2025

Dkfm, Ralph-kéo Lanckohr, LL.M.

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.