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Lagebericht 2025

PIG Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

2 0 2 5

der

PIG Austria GmbH

( Stampiglie)

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

1.1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich:

Das Wirtschaftsjahr 2025 war geprägt von Handelskonflikten, schwankendem Wachstum, hartnäckiger Inflation und steigender Staatverschuldung in vielen Regionen. Keines dieser Probieme hat sich mit dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Die Weltwirtschaft habe sich zwar als widerstandsfähig erwiesen, bleibe aber anfällig, heißt es seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Man erwartet, dass sich das weltweite Wachstum von 3,2 % im Jahr 2025 auf 2,9 % im Jahr 2026 leicht abschwächen wird.

Im Euro-Raum verhäit sich die Konjunktur mit einer erwarteten Expansion von 1,4 % in 2025 robust und zeigt sich in den Folgejahren moderat steigend. Die europäische Exportwirtschaft gerät aber zunehmend durch den Wettbewerb mit China unter Druck, deren Regierung auf die Förderung von Hochtechnologie setzt. China exportiert vermehrt Produkte mit höherem Technologiegehalt und drängt damit in klassische Marktsegmente etablierter Volkswirtschaften. Dies setzt auch österreichischen Unternehmen, direkt oder indirekt über die Wertschöpfungsketten europäischer und vor allem deutscher Unternehmen, zu. Ferner belasten die US-Zollpolitik sowie der starke Euro die positive Entwicklung. Im Euro-Raum erwies sich der Arbeitsmarkt als robust und verlangsamte sich die Inflation im Jahresverlauf 2025, anders als in Osterreich, deutlich auf rund 2 %. Es wird für den Euro-Raum eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) erwartet. Das Konjunkturwachstum bei Österreichs wichtigstem Wirtschaftspartner Deutschland dürfte sich aufgrund des Fiskalpakets ebenfalls auf 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) beschleunigen. Die Industrieschwäche in Deutschland hält jedoch an.

Der öffentliche Haushalt Österreichs steht unter großem Konsolidierungszwang. Das gesamtstaatliche Defizit laut Maastricht-Definition liegt im Jahr 2025 bei 4,6 % des BIP. Durch die nötigen (sub-)nationalen Budgetmaßnahmen soll sich der Finanzierungssaldo bis zum Jahr 2027 auf rund 4 % verringern; die BIP-Schuldenquote wird daher weiter steigen und 2027 eine Höhe von 84,9 % erreichen.

Die in der zweiten Jahreshälfte 2025 beobachtete Konjunkturaufhellung der österreichischen Wirtschaft verfestigt sich voraussichtlich in den Jahren 2026 und 2027. Für die nächsten Jahre wird nach der längeren Rezession ein moderater Wachstumspfad von 1,2 % (2026) sowie 1,4 % (2027) erwartet. Die Stärke der Erholung wird maßgeblich von der Entwicklung der Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Effekte der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionsbereitschaft wirken, zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem Abflauen der Sparneigung beitragen und dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen.

Der Arbeitsmarkt stagnierte 2025, wird aber ab 2026 wieder stärker wachsen, wodurch die Arbeitslosigkeit sinken sollte. Zurückzuführen ist dieser Trend unter anderem auf die demografische Entwicklung, welche zu einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung führt. Dies wird allerdings durch die steigende Erwerbsbeteiligung ausgeglichen, insbesondere aufgrund der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen sowie der Reform der Korridorpension ab 2026. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt 2025 bei 7,4 % (Dezember 2025: 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet) und verringert sich kontinuierlich in den Folgejahren auf 7,3 % (2026) bzw. 7,0 % (2027).

Die wirtschaftliche Situation in der Region und das Konkurrenzumfeld für die PIG Austria GmbH:

Das Marktumfeld der PIG Austria GmbH ist geprägt von den langfristigen Tendenzen des Schweinemarktes, dessen Volatilität beim Preis charakteristisch ist. Die Preisentwicklungen für Mastschweine (Abb.1), Ferkel (Abb. 2) und Jungsauen (Abb. 3), die in den folgenden Graphiken dargestellt sind, charakterisieren diese Entwicklung. Neben den sich langsam ändernden Faktoren Angebot (Schweinebestand und Produktivität der Betriebe) und Nachfrage (Konsumgewohnheiten) gibt es externe Faktoren auf den Weltmärkten, welche die Preisentwicklung beeinflussen. So hat z.B. die weltweite Seuchensituation v.a. bei der Afrikanischen Schweinepest, der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, verbunden mit volatilen Futtermittel und Energiepreisen in den letzten Jahren zu nachhaltigen Auswirkungen am Schweinemarkt geführt. Zusätzlich beeinflussen Handelsverträge, die aktuell unberechenbare Zollpolitik der USA und die Wechselkurse den Weltmarktpreis.

Durch die genannten Umstände, die unsicheren politischen Rahmenbedingungen (hinsichtlich Tierschutz- und Umweltauflagen) verändern sich die Schweinebestände in der EU nur wenig. Der Gesamtschweinebestand hat im EU Raum im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr 0,5% weiter abgenommen. Die steigenden Mastschweinebestände und wieder steigende Schlachtungszahlen in den Monaten 1-5 2026 zeigen aber einen Produktionszuwachs an. (Quelle: Eustat – Pigmeat-Dashboard). Die Produktivitätssteigerung in ganz Europa ist auf die Steigerung der biologischen Leistungen, bedingt durch Zuchtfortschritt und Verbesserungen im Managment zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 2026 ist ein weiterer Preisrückgang infolge der rückläufigen Nachfrage und der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produzenten am Weltmarkt zu verzeichnen. Zusätzlich werden die Exportmöglichkeiten europäischer Produzenten am Weltmarkt durch das Seuchengeschehen eingeschränkt. (ASP in Spanien). Dies führt seit dem Frühjahr des Jahres 2026 zu einer tiefen Preiskrise am gesamten Schweinemarkt (siehe Abbildungen1-3).

Abbildung 1: Entwicklung der Mastschweinepreise in Osterreich 2020-2026 (Notierung Ö-Börse)

2,70

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
1,20
2026:€1,65
1.10
గ్రత్థ◦6Ք००
Noch

Abbildung 2: Entwicklung der Ferkelpreise in Österreich 2020-2026 (Notierung VLV in €/kg)

4,40 4.20 ,0 3,80 6

•

2,20 6 40 1,20 20: €2,63 €3,81 G =2021:€2,27 =2025: €3,22 2022:€2,60 =2026: €2,86 =2023:€3,75 N O S P D D D S S E S P W D E L S S Woche

Abbildung 3: Entwicklung der Jungsauenpreise in Osterreich 2020-2026 (Notierung PIG Austria)

4,40

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4

:€2,63 =2021:€2,27 2025: €3,22 =2022:€2,60 2026: €2,86 = 2023:€3,75

O N O S D E N D S S S I S S P O R D S Woche

Durch die steigende Inflation und die nachhaltige Kritik an der Schweinehaltung in Zusammenhang mit Tier- und Umweltschutz sowie Klimawandel ist weiterhin mit einem generell rückläufigen Schweinefleischkonsum zu rechnen.

Marktumfeld

Für die Geschäftsentwicklung der PIG Austria GmbH ist das Marktumfeld in der Zuchtsauenhaltung entscheidend. Zuchtsauenhalter brauchen für ihre Remontierung Jungsauen und Eber sowie Sperma für eine erfolgreiche Produktion. In Tabelle 1 ist der Gesamtschweinebestand und in Abbildung 4 ist die Entwicklung der Sauenbestände in Osterreich dargestellt. Der langfristig kontinuierlich sinkende Trend beim Sauenbestand in allen Bundesländern hat sich auch bei der Viehzählung im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr weiter fortgesetzt. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der politischen Rahmenbedingungen im Bereich Umwelt- und Tierschutz kaum zusätzliche Investitionen in die Schweinehaltung zu registrieren.

Tabelle 1: Schweinebestand in Österreich 2024 und 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Kategorie1.12.20241.12.2025Veränderung %
Ferkel und JS <50kg1.242.0001.222.000-1,6
Mastschweine
>50kg1.088.0001.058.000-2,8
Zuchtschweine
(E+S)204.000199.000-2,5
Schweinebestand
gesamt2.534.0002.479.000-2.2%
Schweinehalter16.60015.800-4,7%

Abbildung 4: Entwicklung des Zuchtsauenbestandes in Osterreich von 2003-2025 (Quelle: Statistik Austria)

Summe Zuchtsauen in AT 2025: 196.000 (-5.500 Stück, -2,5%)

1.1.2. Geschäftsentwicklung

1.1.2.1. Entwicklung des Gesamtumsatzes

Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
GJ 2025GJ 2024Veränderung
Produktionserlöse4.548.828,844.913.465,95-7,4%
Handelswarenerlöse12.500.151,4214.191.911,35- 11,9%
incl. Zucht
Nebenerlöse Rest30.773,7236.056,38- 14,7%
Gesamtumsatz17.079.753,9819.141.433,68-10,8%

Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes und der derzeitigen wirtschaftlichen Lage war der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025 rückläufig.

Absatzlage und Marktaussichten

Im Vergleich zum Jahr 2024 mussten 2025 rückläufige Produktionsmengen in der Besamung hingenommen werden. Auch im Zuchttierbereich haben die rückläufigen Bestandszahlen und das schwierigere Marktumfeld zu einem Rückgang bei der Remontierung und Bestandsabbau bei den Betrieben geführt. Für das Jahr 2026 wird sich diese Entwicklung voraussichtlich fortsetzen.

1.1.3. Geschäftsführung und Mitarbeiter

Seit 11.09.2019 führt Dr. Peter Knapp die Geschäfte der PIG Austria GmbH, die im Geschäftsjahr 2019 durch verschiedene Umgründungsvorgänge umfirmiert und erweitert wurde. Herr Dr. Knapp führte bereits zuvor jahrzehntelang als erfahrener Geschäftsführer durch seine Fachexpertise den im Geschäftsjahr 2019 eingebrachten Betrieb des Vereins Schweinezuchtverband und Besamung Oberösterreich.

Der Personalstand der PIG Austria GmbH liegt per 31.12.2025 bei 53 Dienstnehmern, davon 14 Arbeiter und 39 Angestellte. Die Frauenquote beträgt 52%,der Anteil von Teilzeitbeschäftigten liegt bei 43%. Der Mitarbeiterstand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um einen erhöht.

1.1.4. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr

Im 6. Geschäftsjahr 2025 sind nach dem operativen Start des Unternehmens unter dem neuen Namen PIG Austria GmbH am 1.12.2019 keine besonderen Ereignisse festzuhalten.

1.1.4.1. Struktur des Unternehmens

Die Unternehmensstruktur ist in der folgenden Abbildung 5 dargestellt.

Abbildung 5: Die Unternehmensstruktur seit der Umgründung im Jahr 2019:

Schweinezucht Österreich NEU

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
PIG Austria
eGenGmbHte
Genetik
00 % EigentümerDie GmbH als operativesDie Marke des
nkl, Stimmrecht sindUnternehmen betreibt Zucht,österreichweiten
die OsteichischenBesamung und ZubehörhandelZuchtprogrammes
hweiinezüchter

Bericht über Betriebsstätten

Der Sitz und die Zentrale der PIG Austria GmbH sind in Steinhaus bei Wels. Neben der dortigen Besamungsstation gehören die Standorte in Hohenwarth und Gleisdorf sowie ein Büro für die Zucht in Streitdorf zum Unternehmen (siehe Abbildung 6). Für die Mitglieder und Kunden in Kärnten und Tirol gibt es wie bisher eine Anlaufstelle in der dortigen Landwirtschaftskammer.

Die Investitionen der PIG Austria GmbH betrugen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt EUR 1.096.000,-, Die Investitionen im Sachanlagenbereich betrafen im Wesentlichen die Investitionen in Genetik (Eber), Maschinen und Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Erweiterung der PV Anlage mit Batteriespeicher sowie IT.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde im Bereich Labortechnik auf allen drei Standorten auf die aktuell modernste Spermaanalysetechnologie (CASA – Computer Assisted Semen Analysis) umgerüstet. Dadurch wurden neue Maßstäbe im Bereich Qualitätssicherung gesetzt. Die Spermaqualität wird laufend durch ein externes Institut (IFN-Schönow) auditiert. Im Bereich Genetik wurde durch den Ankauf neuer Linien ein breiteres Eberangebot für die Kunden geschaffen. Mit der Einführung der neuen Eberlinie „Rocket" im Herbst 2024 wurden neue Maßstäbe hinsichtlich Wachstum gesetzt. Der Erflog der Linie wurde im Jahr 2025 bestätigt.

Abbildung 6: Standorte der PIG Austria GmbH

Kl nfurt

1.1.5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich im Jahr 2025 auf EUR 6.149.534,77.

1.1.5.1. Eigenkapital

Das buchmäßige Eigenkapital verminderte sich im Jahr 2025 aufgrund des Jahresergebnisses auf EUR 3.342.157,35. Der Eigenkapitalanteil1 beträgt 56,7 % des Gesamtkapitals.

1.1.5.2. Fremdkapital

An Positionen des Fremdkapitals wurden zum 31.12.2025 insgesamt EUR 2.663.974,96 ausgewiesen. Dies entspricht 43,3 % des Gesamtkapitals.

1.1.6. Ertragslage

Das Betriebsergebnis2 in Relation zur Betriebsleistung3 beträgt im Jahr 2025 - 1,5%. Der diesbezügliche Vorjahreswert lag bei - 0,2%.

Das im Jahr 2025 erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern (EvS) in der Höhe von EUR -247.416,65 verminderte sich gegenüber dem Vorjahr.

1.1.7. Finanzlage

Der Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit betrug für das Geschäftsjahr 2025 TEUR 123, aus der Investitionstätigkeit TEUR -936 und aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 560. Daraus ergibt sich die zahlungswirksame Verminderung des Finanzmittelbestandes von TEUR -254.

Die Finanzierungsstruktur ist geordnet. Die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG liegt bei 5,4 Jahren.

1.1.8. Umweltbelange

Die PIG Austria GmbH setzt als Unternehmen im agrarischen Umfeld im Bereich Energieversorgung auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Der Standort Steinhaus wird mit einem Energie Contracting Vertrag mit einer Hackschnitzelheizung, die von Landwirten aus der Region betrieben wird, versorgt. Zusätzlich existiert eine Warmwassersolaranlage sowie eine PV Anlage. In Hohenwarth und Gleisdorf wird die Wärme mit einer Pelletsheizung erzeugt. Für alle Standorte ist eine Erweiterung bzw. Neuanschaffung einer PV Anlage mitentsprechenden Batteriespeichern in Umsetzung mit Fertigstellung bis Herbst 2026. Der gesamte Fuhrpark wird mittelfristig auf E-Fahrzeuge umgestellt. Erste E-Nutzfahrzeuge mit entsprechender Reichweite wurden zu Beginn des Jahres 2026 angeschafft. Die positiven Erfahrungen führen zur Fortsetzung dieser Strategie. Ziel ist die gesamte Produktion und Logistik auf regionale, nachhaltige und erneuerbare Energieträger umzustellen und damit eine Dekarbonisierung für diesen Produktionsbereich zu erreichen.

1.1.9. Arbeitnehmerbelange

Die Arbeitnehmersituation ist durch Stabilität und geringe Fluktuation geprägt. Dadurch kann das Potential erfahrener und spezialisierter Mitarbeiter gut genutzt werden. Durch die Umgründung konnten positive Synergieeffekte durch die Spezialisierung und den überregionalen Einsatz einzelner Fachkräfte erzielt werden. Die durch Pensionierungen frei werdenden Aufgabengebiete werden umgeschichtet oder bei Bedarf entsprechend nachbesetzt.

1 Der Eigenkapitalanteil wird wie folgt ermittelt:

(Eigenkapital + Investitionszuschüsse) / Bilanzsumme 31.12.2025 x 100

² Betriebsergebnis It. GuV

3 Betriebsleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung

Die Prognosefähigkeit der PIG Austria GmbH ist aufgrund nicht einschätzbarer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die den Schweinemarkt im Allgemeinen beeinflussen, wesentlich beeinträchtigt.

Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung der PIG Austria GmbH ist das Vertrauen der finanzierenden Banken gewährleistet, sodass die Liquidität gesichert ist.

Infolge des schwierigen Umfeldes am Schweinemarkt ist mittelfristig mit einer rückläufigen Nachfrage bei Zuchttieren zu rechen. Die Belieferung neuer Kunden im Bereich Besamung einerseits kann durch den Ausstieg von Kunden, welche die Schweineproduktion beenden, voraussichtlich mittelfristig nicht kompensiert werden. Der intensive Wettbewerb mit internationalen Zuchtunternehmen, verschärft den Wettbewerb zusätzlich.

Aus diesem Grund wird eine intensive Zusammenarbeit mit dem Schweinezuchtverband Baden-Württemberg – German Genetic angestrebt. Diese Kooperation wird sowohl einen züchterischen Nutzen als auch strategische Vorteile bringen.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als ein wesentliches Risiko für die Entwicklung am Schweinemarkt ist die Seuchengefahr in Europa zu sehen. Das überraschende Auftreten der Maul- und Klauenseuche in Deutschland und Ungarn im Jahr 2025 hat diese Risiken deutlich vor Augen geführt. Die Gefahr der weiteren Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest in Europa ist ein latentes Risiko für die gesamte Branche.

Finanzielle Schäden infolge von Krankheiten im Tierbestand, seuchenbedingten Liefersperren, etc, sind im Rahmen einer Ertragsschadenversicherung gedeckt. Das Seuchenrisiko ist zusätzlich durch die Zusammenführung der 3 Produktionsstandorte in einem Unternehmen minimiert, da nicht mit einer gleichzeitigen Sperre aller Standorte zu rechnen ist.

Aktuelle Risiken sind die durch den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten sowie durch die Weltpolitik (Zolldiskussionen) verursachten, unkalkulierbaren Rohstoffkostenentwicklungen v.a. bei Futter und Energie.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

3.1. Beschäftigte Mitarbeiter

Im Bereich Forschung und Entwicklung waren 2025 insgesamt etwa 1,5 Mitarbeiter tätig (Vorjahr: 1 Mitarbeiter). Die Aufgaben im Forschungsbereich wurden durch die Ubernahme der Zuchtleitung von Dr. Peter Knapp und dem Assistenten der Zuchtleitung DI Martin Bauer wahrgenommen. Es besteht eine Zusammenarbeit im Rahmen von Forschungsprojekten mit der Universität für Bodenkultur und mit dem Institut für die Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere (IFN) in Schönow bei Berlin, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, sowie mit der Tierärztlichen Hochschule in Hannover.

3.2. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2025 ca. € 13.000,- aufgewendet.

3.3. Globalziele

Folgende Globalziele werden im Rahmen der Forschung und Entwicklung verfolgt:

- - Weiterentwicklung des Zuchtprogrammes im Sinne von Nachhaltigkeit, verbessertes Tierwohl und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Mitglieds- und Kundenbetriebe. Optimierung der Prozesse und Steigerung der Produktivität an den Besamungsstationen.

3.4. Laufende und geplante Forschungsprogramme

3.4.1. Internationaler Forschungsverbund – FBF und European Forum of Farm animal Breeders - EFFAB

PIG Austria ist Mitglied im internationalen Forschungsverbund FBF - Förderverein Bioökonomieforschung. Dieser Forschungsverbund unterstützt Projekte in den Bereichen Genom und Reproduktion beim Schwein. Der Geschäftsführer Herr Dr. Knapp ist im Vorstand und in den Fachgremien des FBF vertreten.

Weiters ist PIG Austria Mitglied im European Forum of Farm animal Breeders einer europäischen Interessensgemeinschaft von Tierzuchtorganisationen und Forschungseinrichtungen in diesem Fachbereich. Europäische Gesetzesinitiativen oder Forschungsförderungsprogramme, die den Sektor betreffen, werden über diese Plattform beobachtet und den Mitgliedern kommuniziert.

3.4.2. Folgende Forschungsprogramme werden zur Zeit umgesetzt:

Im Rahmen des vom BMLUK geförderten Projekts OptiZucht - Entwicklung, Erfassung, Validierung und züchterische Optimierung ausgewählter funktionaler Merkmale bei Muttersauen und Ferkel in Osterreich, wurden neue Fitness- und Verhaltensmerkmale von Sau und Ferkel, gemeinsam mit Züchterlnnen, Mitarbeiterlnnen von Zuchtverbänden sowie Wissenschaftlerlnnen definiert und durch die Züchterlnnen auf ihren Zuchtbetrieben erfasst. Das erfolgreiche Projekt hat zu zahlreichen Publikationen geführt.

Aufbauend auf diesem Projekt sind weitere Forschungsfragen von DI Bauer in Zusammenarbeit mit den oben genannten Partnern bearbeitet worden. Herr DI Bauer vergibt und betreut in diesem Zusammenhang laufend Fragestellungen im Rahmen von Diplomarbeiten und vorwissenschaftlichen Arbeiten an einschlägigen Hoch- und Mittelschulen.

Neues Forschungsprojekt

Im Jahr 2025 ist ein umfangreiches Forschungsprojekt mit dem Titel „Kl-gestützte Phänotypisierung, Früherkennung und genetische Analyse von Verhaltensauffälligkeiten in der Ferkelaufzucht“ beim BMLUK eingereicht und im Frühjahr 2026 genehmigt worden. Damit wird ein weiterer Meilenstein in der Merkmalserfassung und Digitalisierung der Zuchtarbeit im Sinne der Verbesserung des Tierwohls gesetzt. Die PIG Austria hat die Leitung des 3 jährigen Forschungsprogramms in Zusammenarbeit mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Univ. f. Bodenkultur und der österreichischen Schweineprüfanstalt in Streitdorf.

3.4.3. Folgende Forschungsprogramme sind geplant:

Mit der Neuausrichtung der Österreichischen Schweineprüfanstalt Streitdorf, an der die PIG

Austria beteiligt ist, wird aktuell an der Intensivierung der Forschungs- und Versuchstätigkeit in dieser Einrichtung gearbeitet. Die weiteren Entscheidungen hängen von den Finanzierungsmöglichkeiten seitens der öffentlichen Hand und der Bereitschaft für Investitionen seitens Eigentümer (Landwirtschaftskammern) sowie der Marktpartner ab.

Steinhaus, am 02.09.2026

|PI Austria GryibH Waldstraße 4. 1841 Steinhaus Risoried. Uwimpigat Datum. Unterschriften der Geschiaturer

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