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Lagebericht 2024/25

Rohrer Beteiligungs und Verwaltungs GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 22. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsjahr 2024/2025

Datum und JOnterschrift Geschäftsführung

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2024/2025 kam es zu einem merklichen Umsatzrückgang, der sich gedämpft, auch im Ergebnis zeigt. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Situation, begründet sich dies auch darin, dass bei den Auftraggebern nur kleinere bis mittlere Shut-Down-Projekte plangemäß abzuwickeln waren.

Die Aufgabengebiete der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH sind unverändert als Mutterunternehmen der Rohrer-Group und die Bereitstellung von Personalressourcen innerhalb der Unternehmensgruppe, um den Spitzenbedarf im Projektgeschäft in den einzelnen Unternehmen abzudecken. Weitere Aufgaben für die gesamte Unternehmensgruppe sind, die Umsetzung der strategischen Ausrichtung in den einzelnen Unternehmen sicherzustellen und erforderlichen Entwicklungstätigkeiten voranzutreiben.

Operative Tätigkeiten für die Unternehmensgruppe bzw. einzelne Unternehmen sind

• Planung • Marketing und Verkauf • Controlling • Kostenrechnung • Investitionsplanung • Zahlungsverkehr / Cash-Management • Rechtsvertretung • IT / Programmierung • buchhalterische Konsolidierung aller Unternehmen der Rohrer-Unternehmensgruppe • zentrales Sekretariat

Für die österreichischen Unternehmen werden auch die

• Buchhaltung • Bilanzbuchhaltung • Personalverrechnung

bereitgestellt.

Aufgrund

der zurückhaltenden Investitionstätigkeit in der Industrie und der Minimierung von Instandhaltungstätigkeiten, werden die Akquisitionsbestrebungen intensiviert.

Trotzdem gibt es unverändert die Herausforderung, ausreichend qualifiziertes, leistungsorientiertes Personal, welches auch europaweit flexibel einsetzbar ist, zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Persönliche Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Flexibilität stellen die zentralen Erfolgsfaktoren dar.

Eine weitere Herausforderung ist die zunehmende Tendenz bei den Auftraggebern Abstellungen zusammenzuziehen und zu konzentrieren. Dies führt zu weiteren kurzfristigen Steigerungen des Spitzenbedarfs an Personal, Equipment und Material und somit zu einer weiteren Volatilität der gesamten Geschäftstätigkeit.

Neben einem hohen Grad der Arbeitssicherheit, der von vielen Auftraggebern gefordert wird, steigert sich das Interesse an nachhaltigem Handeln, welches zunehmend von den Kunden bewertet wird.

In der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH ist auch die zentrale IT-Abteilung angesiedelt. Sicherheitskonzepte wurden weiterentwickelt und genießen einen hohen Standard, auch vor dem Hintergrund der engen Vernetzung mit den Auftraggebern. Neue Technologien werden getestet und eingeführt, hier vor allem die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz.

Eine Aufgabe des Unternehmens stellt auch die interne Kommunikation und Vernetzung der Führungskräfte dar, um Ressourcen optimal zu nutzen und das Leistungsportfolio gesamtheitlich am Markt zu platzieren.

Die Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH ist bei nachfolgenden Unternehmungen Gesellschafter:

• Johann Rohrer GmbH mit Sitz in A-8712 Niklasdorf zu 100 % • Juri GmbH mit Sitz in A-8712 Niklasdorf zu 99 % • Johann Rohrer GmbH mit Sitz in D-76751 in Jockgrim zu 100 % • Rohrer Industrieservice GmbH mit Sitz in D-63128 Dietzenbach zu 100 % sowie deren 100-prozentige Tochterunternehmen die Stefan Fietzek GmbH und BoTec GmbH • Rohrer Services GmbH mit Sitz in D-45699 Herten zu 100 % • Wolfgang Heinisch Industrie- und Instandhaltungsservice GmbH mit Sitz in D-93326 Abensberg zu 100 % • Rohrer Immobilienverwaltungs GmbH mit Sitz in D-76751 Jockgrim zu 100 % • Coto Reinigungstechnik GmbH mit Sitz in D-52477 Alsdorf zu 100 % • WK-Klimatechnik GmbH mit Sitz in D-93326 Abensberg zu 100 % • IIG Industrieisolierung GmbH mit Sitz in D-45891 Gelsenkirchen zu 100 % • Rohrer Suisse AG mit Sitz in CH-4573 Lohn-Ammannsegg zu 100% • Rohrer Servicii Industriale S.R.L. mit Sitz in RO-107059 Prahova zu 100 % sowie deren 100- prozentiges Tochterunternehmen die Rohrer Oil & Gas Services S.R.L. mit Sitz in RO-107059 Prahova und Rohrer Depots Management SRL mit Sitz in RO-400264 Cluj-Napoca • Rohrer Oilfield Services S.R.L. mit Sitz in RO-107059 Prahova zu 99 % • Johann Rohrer Netherlands B.V. mit Sitz in NL-3251 ND Stellendam zu 100 % • Rohrer BV mit Sitz in B-2030 Antwerpen zu 99 % • Rohrer France S.A.R.L. mit Sitz in F-76140 Le Petit-Quevilly zu 100 % • Johann Rohrer Sp.2.0.0. mit Sitz in 40-857 Katowice zu 100 % - in Liquidation • Rohrer Marokko mit Sitz in MA-Casablanca zu 15 %

Erwartungsgemäß konnte die Johann Rohrer GmbH Österreich bei Umsatz und Ertrag nicht an die besonders erfolgreichen letzten Jahre anschließen, bedingt durch die Periodizität der Stillstände bei den wichtigsten Auftraggebern und das allgemeine Wirtschaftsklima mit zurückhaltender Investitionsfreudigkeit.

Sehr positiv zu betrachten ist, dass die Turnaround-Abteilung mittelfristig auf eine sehr gute Auftragslage verweisen kann.

Erfreulich ist auch, dass die Akquisitionsbestrebungen zur Verlängerung von Rahmenverträgen wie etwa bei der Linz AG oder den Wiener Linien, aber auch zu interessanten Projektaufträgen, z.B. bei Sappi oder der VOEST kam. Insgesamt ist das Leistungs- und Kundenportfolio im Wesentlichen unverändert geblieben.

Der Bereich Bau konnte seine Tätigkeiten auf den Chemiepark Linz ausweiten.

Der Gerüstbau unter den Marken Dietz musste aufgrund des stagnierenden Fertigteilhausgeschäftes Einbußen hinnehmen die nur zum Teil kompensiert werden konnten, die Marke TOP-Gerüstbau konnte sich weiter profilieren und kann mittlerweile auch auf Rahmenverträge, wie etwa mit Evonik, verweisen.

Mit einem sehr umfassenden Leistungsangebot und starker lokaler Verankerung konnte die Juri GmbH sowohl Umsatz als auch Ertrag leicht steigern. Die geschäftlichen Rahmenverbindungen sind ähnlich zu den Vorjahren.

Die Johann Rohrer GmbH Deutschland konnte zwar spürbar den Umsatz steigern, musste aber Ertragseinbußen hinnehmen.

Die Basis der langfristigen Absicherung des Unternehmens ist durch Rahmenverträge sichergestellt. So konnte etwa der Rahmenvertrag mit Shell für Reinigungsaktivitäten bis 2027 verlängert werden, mit Sabic wurde der Gerüstbau bis 2028 fixiert, in Neustadt wurde ein Rahmenvertag für Rohrbau fixiert.

Wesentliche Stammkunden sind weiters die Raffinerie Heide, BP, Exxon, Bayernoil oder die BASF.

Besondere Projekte wie das sparten- und unternehmensübergreifende Projekt bei der Kali & Salz AG konnte erfolgreich abgeschlossen werden, die Tanklagersanierung/Rückbau bei Nynas Hamburg ist großteils erledigt und wird bis Ende 2025 abgeschlossen werden.

Erfreuliche Tendenzen gibt es auch bei der Automatisierungstechnik, ein Referenzprojekt stellt der Flughafen

Frankfurt dar.

Chancen bieten Investitionsprojekte zur Energiewende bzw. Klimaneutralität, so konnte mittlerweile ein

Rahmenvertrag für Reinigungsarbeiten mit UPM Biochemicals in Leuna abgeschlossen werden.

Die Rohrer Industrieservice GmbH konnte sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sehr gut positionieren und kann auf eine Umsatzsteigerung, bei guter Ertragslage, verweisen. Neben der zeitgemäßen Werkstattinfrastruktur sind vor allem auch die Automatisierungs- und Elektrotechniktätigkeiten im Industriepark Höchst zentrale Erfolgsfaktoren.

Die Stefan Fietzek GmbH, als Tochterunternehmen der Rohrer Industrieservice GmbH, unterstützt unverändert Auftraggeber bei Stillstandsplanungen.

Mit Jahresbeginn 2025 wurde das Unternehmen BoTec erworben und als 100-prozentige Tochter in die Rohrer- Unternehmensgruppe eingegliedert. Das Dienstleistungsportfolio erweiterte sich daher mit Bolt Tensioning Montage/Drehmoment-Montage.

Die Ergebnisse der Rohrer Services GmbH haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert, da die Haupttätigkeit die Personalbereitstellung für den Gerüstbau ist, besteht hier eine hohe Abhängigkeit von der Unternehmensgruppe.

Die Wolfgang Heinisch Industrie- und Instandhaltungsservice GmbH konnte zwar eine Umsatzsteigerung erreichen, das Ergebnis fällt aber zurück. Das Leistungsspektrum ist unverändert Rohrleitungsbau, ein wesentlicher Kunde ist Bayernoil, Planung und Vorfertigung für kleinere Projekte.

Die Geschäftstätigkeiten der Rohrer Immobilienverwaltungs GmbH konnten konstant weiter geführt werden.

Die Coto Reinigungstechnik GmbH unterstützt die Stillstandstruppe Reinigung der Johann Rohrer GmbH – Deutschland. Aufgrund der gesamtheitlichen Entwicklungen kam es auch bei Coto zu Rückgängen im entsprechenden Rahmen.

Der IIG-Unternehmensgruppe stellt das drittgrößte Unternehmen innerhalt der Rohrer-Gruppe dar. In der IIG gelang es sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis und die Rentabilität signifikant zu steigern. Die strategische Ausrichtung, internationale Rahmenverträge zu lukrieren und die bei diesen Kunden anfallenden Projekte abzuwickeln, soll erfolgreich fortgeführt werden. Vor allem in Norddeutschland werden zunehmend Synergien mit dem Gerüstbau genutzt, der mittlerweile direkt von der IIG angeboten wird.

Das Unternehmen ging vollständig in das Eigentum der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH über.

Die WK-Klimatechnik GmbH konnte erfolgreich in die Unternehmensgruppe eingegliedert werden. Neben der Ausstattung von Zuggarnituren mit Klimaanlagen gehören Serviceaktivitäten bei Kälteanlagen in den Bayernoil- Raffinerien zu den Hauptaufgaben.

Die Rohrer Suisse AG konnte ihre Marktpräsenz, bei ähnlicher Ertragslage, erhöhen. Die Schwerpunkte liegen im Fassadengerüstbau sowie in der Industrie – mit dem Stahlwerk Gerlafingen besteht ein Rahmenvertrag. Die positiven Referenzen ermöglichen Verhandlungen mit weiteren Industriekunden. Der Eventgerüstbau, der von der Niederlassung Péry-La Heutte gesteuert wird, entspricht nicht vollständig den Erwartungen.

Durch einen Asset-Deal mit der Firma PAL Solutions GmbH wurde die Geschäftstätigkeit um die Sparte Traggerüstbau erweitert. Die Marke darf künftig verwendet werden.

Die Aktivitäten bei der Rohrer Servicii Industriale S.R.L. sind rückläufig, ein Grund hierfür ist auch, dass bisher

Gerüstbauer nach Frankreich entsandt wurden.

Generell ist die Basis der Geschäftstätigkeit der Gerüstbau, Rahmenverträge gibt es etwa mit der Petrom oder mit der Firma Egger, auch Offshore werden Kleinaufträge abgewickelt. Als neues Marktsegment konnte der Schiffsbau aufgebaut werden.

Tätigkeiten im Depotbereich, d.h. Ladetätigkeiten mit Benzin und Diesel bei Kesselwaggons und LKW’s werden von der Rohrer Depots Management S.R.L., die aus der R&R Oil Services-R.O.S. S.R.L. hervorgegangen ist, abgewickelt.

Der Rahmenvertrag für den „Fluid Transport“ welcher von Rohrer Oil & Gas Services S.R.L. bedient wird, läuft Ende 2025 aus und steht vor einer Neuausschreibung.

Das Projekt „Abandonment“ - Verschließen von Bohrlöchern - soll umfassend neu ausgeschrieben werden, da mittelfristig, aufgrund gesetzlicher Vorgaben, hoher Handlungsbedarf besteht.

In Holland konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Basis der Aktivitäten sind Rahmenverträge für Industriereinigung mit Uniper und Koole. In weiterer Folge werden Shut-Down-Projekte, ebenfalls in der Sparte Reinigung, abgewickelt.

Auch in Belgien konnten die positiven Tendenzen fortgesetzt werden. Rahmenverträge für Reinigung bestehen mit der BASF und mit Evonik, welche in weiterer Folge die Basis Turnaround-Projekte bilden.

In Frankreich gab es Umstrukturierungen, auch die Akquisitionsaktivitäten werden ausgeweitet. Potential bietet etwa das Atomprogramm. Ein Rahmenvertrag mit Agrofert für Gerüstbau und Isolierung besteht unverändert, die Abrufe entsprechen aber nicht den Erwartungen.

Die Johann Rohrer Sp.z.0.0. befindet sich in Liquidation und führt keine operativen Tätigkeiten mehr aus.

Die Liquidation des Unternehmens Rohrer Norway AS ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen.

Die Rohrer-Impera s.r.o. wurde im Oktober 2024 verkauft.

In Marokko finden keine operativen Tätigkeiten statt.

Neben der Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit aller Verträge, liegt ein wesentlicher Fokus darin, große langfristige Rahmenverträge abzuschließen, die für Kontinuität sorgen.

Potentiale, vor allem für den Gerüstbau, werden in Projekten zur Erreichung der Klimaziele gesehen, etwa Investitionen im Rahmen von Green Steel.

1.2 Bericht über die Zweigniederlassungen Das Head Office der Unternehmensgruppe in Niklasdorf ist eine Betriebsstätte der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, die in Wien firmiert.

Die Umsatzerlöse betrugen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 40.656 (Vorjahr TEUR 38.010). Das EBIT der Gesellschaft betrug TEUR 7.881 (Vorjahr TEUR 6.387) bei einem EBITDA von TEUR 8.918 (Vorjahr TEUR 7.496). Die Eigenkapitalquote betrug im Wirtschaftsjahr 83,91% (Vorjahr 86,52%).

Der ROE betrug zum Stichtag 13,15% (Vorjahr: 3,28%) und korrespondierend dazu lag der ROI bei 11,19% (Vorjahr: 2,85%). Die Gesamtkapitalrentabilität betrug 11,26% (Vorjahr 2,90%).

Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit betrug im laufenden Geschäftsjahr TEUR 233, der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -13.490, der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 2.106.

Neben KPI’s für die Unternehmensführung haben diese sich auch in der gesamten Unternehmensgruppe als Vertragsbestandteil, vor allem bei den Rahmenverträgen, etabliert. Vor allem die Unfallhäufigkeit stellt einen grundlegenden Parameter für die Teilnahme an Ausschreibungen bzw. für die Auftragserteilung dar. Weitere gängige Leistungsindikatoren werden im Subunternehmeranteil, der Reaktionszeit, der Termintreue, den unmittelbar vor Ort und insgesamt vorhandenen Ressourcen aber auch in den finanziellen Kennzahlen des Unternehmens gefunden. Ein zertifiziertes, integriertes Managementsystem wird als ebenso selbstverständlich betrachtet, wie der Aufbau einer eigenen Infrastruktur bei Standorten mit umfangreichem Leistungsangebot. Kennzahlen zu Sustainability und Nachhaltigkeit werden zunehmend wichtiger. Diesbezüglich wird die Unternehmensgruppe bzw, die Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH als Mutterunternehmen für den gesamten Konzern, auf die Berichterstattung gemäß EU-Vorgaben vorbereitet.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
1.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.4Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag
Auch nach dem Abschlussstichtag konnten wichtige Rahmenverträge abgeschlossen werden, etwa ein
Rahmenkontrakt mit RWE, OMV-Burghausen oder Sappi.
Auch das Projektgeschäft konnte erfolgreich weitergeführt werden, etwa der Turnaround bei BP in Rotterdam
oder bei RWE Kraftwerk Weisweiler. Turnaround-Aufträge gibt es bis in das vierte Quartal 2026.
Weitere vielversprechende Kontrakte, sowohl für Rahmenvereinbarungen wie für Projekte, sind in der
Verhandlungsphase. Einen wesentlichen Aspekt bildet dabei die Platzierung des vorhandenen Gerüstmaterials
am Markt.
Der Spardruck in der Industrie aber auch bei kommunalen Organisationen bzw. deren ausgelagerten
Unternehmen hat massiv zugenommen. Es kommt zu Vertragsnachverhandlungen und zur Verschiebung von
bereits fixierten Projekten bzw. Aufträgen.

Im September 2025 wurde das Unternehmen Prema Service in die Unternehmensgruppe eingegliedert. Die Erfahrungen des Unternehmens in der Erdöl- und Gasindustrie führt neben einer Erweiterung der Dienstleistungspalette auch zu weiteren internationalen Zugängen.

Die Johann Rohrer GmbH Deutschland erweiterte ihr Leistungsangebot um die Sparte Korrosionsschutz. Ein Asset-Deal mit dem Unternehmen Öz-Ko Korrosionsschutz UG & Co. KG stellt hierfür die Ausgangslage dar. Die Rohrer Catering Services S.R.L. und Rohrer Emergency Services S.R.L. wurden im Juni 2025 liquidiert.

Das Managementsystem wurde erweitert, die Johann Rohrer GmbH Osterreich wurde gemäß ISO 37001 – Antikorruptionsmanagement und ISO 37301 – Compliance-Management, zertifiziert.

Für die Johann Rohrer GmbH Deutschland und die Johann Rohrer GmbH Österreich ist die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 für Herbst 2025 fixiert.

In der IT werden wesentliche Projekte zur Prozessoptimierung, Datensicherheit und Nutzung neuer Technologien weiterverfolgt.

2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
2.1Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Spardruck aus der Industrie wird auch auf die Rohrer-Unternehmensgrupp durchschlagen. Dem gegenüber stehen Potentiale durch Investitionen in Neuanlagen für die Herstellung nachhaltiger Produkte wie Green Steel, Sustainable Aviation Fuel oder elektrischen Strom.

Eine grundlegende Kontinuität ist durch die Rahmenverträge gegeben. Turnarounds sind aufgrund gesetzlicher Vorgaben von den Auftraggebern durchzuführen.

Die Konsolidierung unrentabler Standorte wird weiter vorangetrieben.

Insgesamt hat die Rohrer-Unternehmensgruppe ein sehr umfangreiches Know-How und ein sehr breites Dienstleistungs- und Kundenportfolio aufgebaut. Dieses wird als tragfähige Basis für ein weiteres stabiles, sicheres Wachstum, welches vor allem im europäischen Wirtschaftsraum gesehen wird, betrachtet.

2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die meisten Kunden sind internationale, börsennotierte Konzerne - die allgemeine wirtschaftliche Stimmungslage spiegelt sich hier sehr rasch wider und wird an die Partnerfirmen übertragen. Neben der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt die Personalrekrutierung eine zentrale Herausforderung. Es gibt einen weiterhin zunehmenden Mangel an Fachpersonal, andererseits sinken Leistungs- und Reisebereitschaft sowie Flexibilität.

Langfristige Rahmenverträge sichern zwar Kontinuität, bilden aber nicht immer die unmittelbare, wirtschaftliche Situation ab. Nachverhandlungen gestalten sich teilweise langwierig.

Hohe Aufmerksamkeit erfährt das Thema Datensicherheit, da hier die Bedrohungslage ständig zunimmt

Die Profitabilität leidet auch unter einem zunehmenden internen Organisationsaufwand, der sich neben gesetzlichen Anforderungen auch auf Informationsbedarf für die Auftraggeber bezieht.

Die Eigentümerstruktur der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH ist unverändert Eigentümer- und familiengeführt, dies sichert zwar ein hohes Maß an Flexibilität und kurze Reaktionszeiten, birgt aber auch Ausfallrisiken.

Mit einem systematischen Risikomanagement soll den Ungewissheiten entgegengewirkt werden.

3

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Entwicklungsprojekte werden unverändert innerhalb der Rohrer-Unternehmensgruppe von der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH abgewickelt und finanziert. Die Entwicklungsergebnisse werden den Tochterunternehmen zur Verfügung gestellt.

Im aktuellen Geschäftsjahr gab es einige Weiterentwicklungen der bestehenden Systeme, die aus den praktischen Erfahrungen resultieren.

4

Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile

Die Besitz- und Beteiligungsverhältnisse an der Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH blieben auch im Geschäftsjahr 2024/2025 unverändert.

5

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementprozess im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

In der gesamten Unternehmensgruppe werden sämtliche operativen und damit verrechenbaren Leistungen konsequent und zeitnah im ERP-System erfasst.

Das ERP-System ist unternehmensspezifisch, weil teilweise kundenspezifische Schnittstellen erforderlich sind.

Die eigene IT-Abteilung sorgt für notwendige Adaptierungen.

Die SAP-Lösung für Einkauf, Lagerwirtschaft und Controlling wird aufgrund der praktischen Anwendungen kontinuierlich weiterentwickelt und damit Prozesse optimiert.

Der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen wird ständig verbessert.

Das integrierte Managementsystem beinhaltet auch ein systematisches Risikomanagement, eine Erweiterung der Betrachtungen erfolgte durch die konkreteren Bewertungen in Bezug auf Compliance und Antikorruption.

Die Unternehmensstruktur und eine flache Hierarchie ermöglichen ein rasches Handeln und Reagieren auf Entwicklungen, die nicht den Vorstellungen entsprechen. Falls zweckdienlich werden interne Revisionsaudits veranlasst.

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