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Lagebericht 2025

A.ö. Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

JAH KR ERZIO

Analyse des Geschäftsverlaufes 2025

Im Jahr 2025 wurde die Zusammenarbeit zwischen dem Konvent der Elisabethinen Klagenfurt und der Ordensprovinz Barmherzige Brüder Europa Mitte (Namensänderung ab 1.8.2025 der Osterreichischen Provinz des Ordens der Barmherzigen Brüder) gemäß bestehendem Kooperationsvertrag fortgeführt. Ende des Jahres wurden jene Maßnahmen aus dem Kooperationsvertrag angestoßen, die per 31.12. zur Abtretung des Geschäftsanteiles des Konvents der Elisabethinen führten. Diese Abtretung ist mit 21.1.2026 im Firmenbuch eingetragen.

Ab 2025 gilt im LKF-Modell eine einheitliche Abrechnungsmethodik für ambulante und stationäre Behandlungen. Neu sind auch Vorhaltekosten als fixer Bestandteil des Kernbereichs. Dadurch decken die LKF-Punkte künftig nur noch 70 % der Endkosten, die restlichen 30 % werden über Vorhaltekosten abgegolten.

Die LKF-Planung mit 3,83 % Marktanteil wurde in der Zwischenabrechnung 2025 mit 3,75 % nicht erreicht. Dies bedeutet eine Erlösminderung von rund € 182.000 im Bereich LKF 2025. Die Erlöse „Vorhaltekosten 2025 - Neu“ werden gegenüber den budgetierten Werten um rund € 216.000 überschritten.

Zu den Leistungszahlen ist festzuhalten, dass das Ausgangsniveau (Vergleichsjahr 2019 siehe unten) vor Pandemie auch im Berichtsjahr noch nicht erreicht ist. Dies gilt für die Kennzahlen: stationären Aufnahmen, Anzahl der Operationen, Eingriffe Tagesklinik. Für das vorliegende Geschäftsjahr lagen durchgehend keine Kapazitätseinschränkungen aufgrund von Sanierungsmaßnahmen vor. Jedoch ist unser Medizinischer Direktor und langjähriger Abteilungsleiter der Internen Abteilung mit Mitte des Jahres schwer erkrankt, was die Forcierung zur Rückkehr zu den Patientenzahlen vor den Einschränkungen behinderte. Durch das veränderte LKF- Modell im Berichtsjahr ist ein 1:1 Vergleich der LKF-Anteile im Vergleich zu den Vorjahren nicht möglich.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
20252024202320222019
Belagstage42.05740.00441.56838.31944.423
Anzahl der Aufnahmen7.2107.2087.2376.4617.592
Anzahl der Operationen2.5962.6652.6832.6882.989
LKF-Punkte stationärer Anteil in %4,42%4,41%4,13%4,30%
LKF-Punkte Gesamt Anteil in %3,75%
Eingriffe Tagesklinik1.2911.1451.0881.0971.148

Anfang August 2025 wurde die Hausleitung kurzfristig zur RSG-Kärnten 2030 Präsentation beim Kärntner-Gesundheitsfonds einberufen, ohne im Vorfeld in Planungsgespräche miteinbezogen worden zu sein. Dieser RSG wurde am 24. November 2025 von der Landes-Zielsteuerungskommission beschlossen und als Kärntner Verordnung am 23.12.2025 von der Gesundheitsplanung GmbH als RSG 2030 kundgemacht.

Für die Gesellschaft sieht das Ergebnis zusammengefasst in einer Matrix wie folgt aus.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
AbteilungRSG 2025RSG 2030
70
Innere Medizin80(ab 1.1.2027)
Chirurgie TK (tagesklinisch)4(ab 1.7.2027)
ORTR (Orthopadie und Traumatologie)3328
ORTR TK22
|BST (ICU bzw. IMCU)44
AG/R (Akutgeriatrie und Remobilisation)2424 (Abt)
Systemisierte Betten147 (161)128
AmbBP AG/R + Interne66+2
Summe Krankenanstalt153 (167)136
15
Oberleitungsbetten (Abt. 5)
(ab 1.1.2027)
Summe am Standort153151

Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

Festzuhalten ist, dass der am 30.6.2025 eingereichte Rechnungsabschluss 2024 vom Amt der Kärntner Landesregierung Abt. 5 mit Schreiben vom 25.11.2025, wie vorgelegt und beantragt genehmigt wurde.

Die Genehmigung des Voranschlages für das Wirtschaftsjahr 2025 langte am 27.03.2025 im Elisabethinen Krankenhaus ein und wurde der Betriebsführung zu Grunde gelegt. Dieser vom Land Kärnten genehmigte kamerale Voranschlag kann im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nicht eingehalten, dies bedeutet, dass in Summe €18.691.600,- an Betriebsabgangsdeckung zu veranschlagen waren. Im Rahmen dieses kameralen Rechnungsabschlusses sind auch die laufenden Investitionen und Instandhaltungs- bzw. Baumaßnahmen, die teilweise zusätzlich durch Investitionszuschüsse des KGF gefördert wurden, enthalten.

Im vorliegenden Geschäftsjahr konnte der Neubau Haupteingang/Postnarkose NEU inklusive Entsiegelung baulich fertiggestellt werden. Die neuen Gebäudeteile mit den 3 Geschossen (Untergeschoss, Erdgeschoss und erster Stock) werden mit den entsprechenden Betriebsbewilligungsbescheiden im zweiten Quartal des Folgejahres für die Patienten und Besucher eröffnet werden. Das Projekt wurde bereits mit der „klimaaktiv“-Urkunde in Bronze vom BMK für die Umsetzung energieeffizienter und klimafreundlicher Maßnahmen ausgezeichnet. Die klimaaktiv Bronze-Urkunde bestätigt, dass wir ökologische und bautechnische Standards bei unserem Gebäude im Fokus haben.

Kollektivvertrag

Der neue Teil-Kollektivvertrag für die im Rahmen der Interessensgemeinschaft der christlichen Krankenhäuser Kärntens zusammengefassten Standorte wurde mit einem Konsens vom 16. Mai 2024 abgeschlossen. Die wesentlichsten Themen sind die Anrechnung von Vordienstzeiten, Umziehzeiten, bezahlte Pause, Jubiläumsgelder sowie Zusatzurlaubstag. Die Mehraufwendungen im Personalaufwand durch die Umsetzung des neuen Kollektivvertrages im vorliegenden Geschäftsjahr sind nur zum Teil durch zusätzlich ausgeschüttete Mittel vom KGF im LKF-Topf im Berichtsjahr finanziert.

Gärten der Salutogenese

Für die Umsetzung der neu revitalisierten Außenraumgestaltungen ab dem Berichtsjahr 2022 - der Blick aus den Patientenzimmern - als auch der Eingangsbereich Haupteingang Neu hat sich merklich verändert. Für dieses umfassende Konzept hat die Gesellschaft im Berichtsjahr eine Reihe von Auszeichnungen erhalten. Von der Kärntner Wirtschaft, der FH Kärnten und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz gemeinsam mit der Gesundheit Osterreich GmbH. Diese externen Anerkennungen bestätigen die Bedeutung unserer Bemühungen betreffend innovative Gestaltung unserer Außenanlagen und unterstreichen unseren Auftrag im Bereich umgesetzter Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Top Arbeitgeber

Besonders gefreut hat uns, dass wir im Berichtsjahr zu den beliebtesten und attraktivsten Arbeitgebern in Kärnten zählen. Bei einer Studie des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF Austria) in Kooperation mit der Kronen Zeitung wurde das Krankenhaus als einer der Top-Arbeitgeber in der Region gekürt. Zum zweiten Mal hat das Institut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF Austria) die öffentliche Reputation österreichischer Unternehmen in einer mehrstufigen Studie untersucht. Die Kronen Zeitung ist Medienpartner dieser umfassenden Analyse, die im April 2025 durchgeführt wurde. Ziel war es, die Arbeitgeberqualität anhand verschiedener Kriterien zu bewerten und die besten Unternehmen zu identifizieren.

Steuerliche Spendenabzugsfähigkeit

Seit 25. Juni 2025 ist die Gesellschaft in der Liste der begünstigten Einrichtungen mit der Reg.-Nr. beim Finanzamt: SO-30590 aufgenommen. Mit der steuerlich absetzbaren Spende ermöglichen Spender Projekte, die über die medizinische Grundversorgung hinausgehen und die Aufenthaltsqualität unserer Patient:innen verbessern.

Proanose

Wie in der Vergangenheit ist es auch weiterhin sehr schwierig für die folgenden zwei bis drei Geschäftsjahre eine Prognose des Ergebnisverlaufes abzugeben, zumal es auch für die Folgejahre 2026 das Risiko besteht, „Infektionswellen in Anlehnung an die Pandemie“ als öffentlicher Gesundheitsdienstleister abwickeln zu müssen, was Auswirkungen auf die „normal übliche" Leistungserbringung der Gesellschaft hat (Kapazitätsbeschränkungen räumlicher oder personeller Art).

Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Planbarkeit betreffend Einfluss Pandemie und damit verbundene Kostensteigerungen/Lieferschwierigkeiten mit dem Ukraine- Russland-Konflikt und den damit verbundenen Prognosen betreffend Energiepreise verschlechtert. Die Gesellschaft profitiert weiter vom mehrjährig abgeschlossenen Stromliefervertrag und von der hauseigenen Photovoltaik-Anlage. Eine Erweiterung

dieser ist aus diesen Gründen in der Zukunft angedacht. Der Ukraine-Russland- Konflikt belastet das Unternehmen durch gestörte Lieferketten, höhere Kosten und wirtschaftliche Unsicherheit, denen mit Effizienz, vorausschauender Planung und Risikomanagement begegnet wird.

Voranschlag 2026

Der Voranschlag für das Jahr 2026 wurde mit Schreiben, ausgestellt am 09.04.2026, genehmigt. Die vom Land Kärnten genehmigte Steigerungsrate des Betriebsabganges beträgt im Vergleich zum Vorjahr 9,79 %.

Vorgänge nach dem Geschäftsjahr

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses wurden keine - außer den in diesem Lagebericht an anderen Stellen angeführten - Entwicklungen festgestellt, die das dargelegte Bild der Geschäftslage zum 31. Dezember 2025 beeinträchtigen würden.

Forschung und Entwicklung - Nachhaltigkeit - Externe Qualitätsüberprüfungen Das Kooperationsprojekt zwischen dem EKH und der FH Kärnten, die „Temporäre Lernstation - Nursing Training Unit Extended“, wurde im März/April 2025 bereits zum fünften Mal durchgeführt Diese Initiative soll dazu beitragen den Personalbedarf in der Pflege weitgehend durch die anschließenden Bewerbungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu decken.

Im Mai 2025 hat sich die Gesellschaft zum vierten Mal einer äußerst erfolgreichen pcc- KTQ Re-Zertifizierung unterworfen. Mit dem erreichten Ergebnis von über 90 % gehört die Gesellschaft zu den zehn besten Akutkrankenhäusern in Osterreich und Deutschland (im gesamten KTQ-Verfahren).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
KategorleBepunktung 2018Bepunktung 2022Bepunktung 2025
1. Patientenorientierung77,5%80,6 %91,2 %
2. Mitarbeiterorientierung83,8 %84,8 %92,9 %
3. Sicherheit - Risikomanagement79,5 %84,4 %93,9 %
4. Informations- und Kommunikationswesen88,9 %92,2 %88,9 %
5. Untemehmensführung84,8 %89,4 %88,4 %
6. Qualitätsmanagement81,0 %79,4 %84,9 %
7. Seelsorge im kirchlich Krankenhaus87,5 %88,9 %90,3 %
8. Verantwortung gegenüber der Gesellschaft77,8 %83,3 %94,4 %
9. Trägerverantwortung87,5 %87,5 %88,9 %
Gesamt81,7 %84,5 %90,6 %

NestorGold

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt hat sich als attraktive Arbeitgebermarke positioniert und wurde im Oktober des Berichtsjahres vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz mit dem NESTOR991b Gütesiegel ausgezeichnet. Es wird an Unternehmen und Organisationen verliehen, deren gesamte Organisationsstruktur generationen- und alternsgerecht gestaltet ist und in denen die Potentiale und Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen jeden Alters und in allen Lebensphasen berücksichtigt werden.

Nachhaltige Mobilität - CFE-Zertifizierung

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr die „Cycle Friendly Employer“ (CFE)-Zertifizierung absolviert und wird als fahrradfreundlicher Arbeitgeber mit SILBER ausgezeichnet. Das Stadtkrankenhaus in der Kärntner Landeshauptstadt ist stolz darauf, das erste

Unternehmen in Kärnten zu sein, welches dieses wichtige Audit im Sinne einer nachhaltigen Mobilität in der Stadt „positiv" abgeschlossen hat, und das zweite Krankenhaus in ganz Osterreich zu sein, welches dieses Siegel gemäß EU weitem Standard erhält.

Ausblick Folgejahr

„Best Practice" in der Geriatrie

Die Ambulante Geriatrische Remobilisation wurde von der Osterreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie mit dem "Best Practice Zertifikat" ausgezeichnet. Das Mobile REMOB-Team des EKH bringt geriatrische Expertise dorthin, wo sie gebraucht wird: nach Hause – für mehr Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter. Mobilität zurückgeben und Selbstständigkeit bewahren steht dabei im Vordergrund. Diese Anerkennung unterstreicht die hohe Qualität und Vorbildwirkung eines Versorgungsmodells, das seit über einem Jahrzehnt neue Maßstäbe in der mobilen geriatrischen Betreuung setzt.

Wundzentrum Re-Zertifizierung bis 2028

Das Wundzentrum am Elisabethinen-Krankenhaus wird erfolgreich im Feber des Folgejahres durch die European Wound Management Association (EWMA) rezertifiziert und ist damit weiterhin das einzige Wundzentrum in Osterreich mit dieser international anerkannten Auszeichnung.

Regionales Living-Lab-Pilotprojekt - Interreg-Central-Europe-Projekts RehAllianCE Ziel des Pilotprojekts war die Bewertung digitaler Lösungen für die ambulante Rehabilitation, insbesondere für ältere Patient:innen, die physiotherapeutische Unterstützung außerhalb klinischer Einrichtungen benötigen. Untersucht wurde das Potenzial digitaler Technologien zur Unterstützung der häuslichen Rehabilitation sowie zur Verbesserung der Zugänglichkeit, der Therapieadhärenz und der Versorgungskontinuität. Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigen, dass digital unterstützte Rehabilitation eine wirksame Ergänzung zu traditionellen physiotherapeutischen Leistungen darstellen kann.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Elisabethinen Krankenhaus seine erfolgreiche Position als regionaler, hochprofessioneller Gesundheitsdienstleister in den festgelegten Schwerpunktbereichen fortsetzen. Auch die Kooperationen mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit und dem Klinikum Klagenfurt am Wörthersee (Zentrale Notfallaufnahme) konnten erfolgreich weitergeführt werden.

Mag. Mighael Steiner, MAS Geschåffsführer

Klagenfurt a.W., am 04.Mai 2026

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