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Lagebericht 2024/25

Wirtgen Österreich GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Okt. 2025 · Eingereicht am 30. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1. 1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2025 ist als herausfordernd zu bewerten. Aufgrund der schwierigen Marktsituation und der eingebrochenen Auftragslage unserer Kunden speziell im Tiefbau liegt der Umsatz unter dem Vorjahresniveau. Die Ertragslage ist jedoch relativ zum Umsatz gestiegen, in erster Linie durch den Fokus auf das Ersatz- und Verschleißteilgeschäft. Marktanteile konnten im Jahr 2025 für die Marke KLEEMANN, HAMM und VÖGELE ausgebaut werden, bei der Marke WIRTGEN konnten wir die Marktanteile halten.

1.2. Geschäftslage

Die Konsolidierung und der Eigenkapitalaufbau des Unternehmens wurden weiter vorangetrieben. Bei den Investitionen ist der Umbau des Verwaltungsgebäudes zu erwähnen, die Investitionssumme für das Geschäftsjahr beläuft sich auf 179.154 EUR. Die Bevorratung des Ersatzteillagers samt Maschinenlager wurde den Anforderungen des Marktes angepasst.

1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren (in TEUR)

Die finanziellen Leistungsindikatoren wurden entsprechend der Empfehlung des Fachsenats für Betriebswirtschaft und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder berechnet, wobei bei der Ermittlung der Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität das Kapital zum Anfang des Geschäftsjahres herangezogen wird.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
20252024
1.3.1 Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatzerlöse31.59935.129
Ergebnis vor Zinsen und Steuern1.7471.850
Eigenkapitalrentabilität19,55%20.52%
Gesamtkapitalrentabilität13,68%15,56%
Umsatzrentabilität5,53%5,27%

1.3.2 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Nettoverschuldungn/an/a
Nettoumlaufvermögen7.6467.748
Eigenkapitalquote63,55%77,74%
Nettoverschuldungsgradn/an/a
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
1.3.3 Cash-Flow-Kennzahlen
Flüssige Mittel312148
Veränderung der Liquiden Mittel164-1.937
Cash Flow aus dem operativen Bereich1.705-334
Cash Flow aus Investitionstätigkeiten-141-103
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeiten-1.400-1.500

Die Eigenkapitalrentabilität ist auf Grund des steigenden Ertrages, und den damit verbunden leicht steigenden Wareneinsatz, Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, etwas gesunken.

Die Gesamtkapitalrentabilität ist aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme, leicht rückläufig.

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme in Verbindung mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten zu einer wesentlichen Verschlechterung geführt. Im Jahr 2026 sollte eine Verbesserung der Eigenkapitalquote möglich sein.

Die Nettoverschuldung und der Nettoverschuldungsgrad sind im Geschäftsjahr 2024/2025 nicht berechenbar, da der Nettoverschuldungswert einen negativen Wert ausweisen würde. Daher wurden diese Positionen mit n/a im Lagebericht ausgewiesen.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten beläuft sich aufgrund der durchgeführten Investitionen vor allem im Bereich der Gebäude und Fahrzeuge TEUR -141.

Die Gesellschaft ist aufgrund der weiteren positiven Entwicklung jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

2.1. Prognose

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 ist als negativ zu bewerten. Der Auftragsbestand bewegt sich im Jahresvergleich unter Vorjahresniveau. Durch die schwache Auftragslage im Hochbau und die noch nicht klare Projektlage im Tiefbau ist die Investitionsbereitschaft gebremst. In Summe wird mit einem geringeren Umsatz gerechnet. Aufgrund der angespannten Wettbewerbssituation wird auch mit einem relativ zum Umsatz sinkenden Ertrag gerechnet.

2.2. Vorgänge nach dem Geschäftsjahr

Nach dem Jahresabschluss 2025 befindet sich die Auftragslage unter Vorjahresniveau. Ereignisse, die uns betreffen, liegen nach dem Bilanzstichtag nicht vor.

2.3. Entwicklung der Beschaffungsseite

Für die Beschaffungsseite kann vor dem Hintergrund globaler Marktunsicherheiten und inflationsbedingter Effekte eine weitere Volatilität der Preise nicht ausgeschlossen werden.

2.4. Personalentwicklung

Die Personalplanung wurde in Summe auf einem konstanten Niveau gehalten. Für die Bundesländer Tirol/Vorarlberg wird aktuell ein Servicetechniker gesucht.

3. Risikoberichterstattung

Die Wirtgen Österreich GmbH verfügt über ein der Größe und Komplexität des Unternehmens angemessenes Risikomanagementsystem (RMS). Das RMS umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Aggregation und Überwachung wesentlicher Risiken durch die Geschäftsführung und der leitenden Angestellten im Ein- und Verkauf. Das Unternehmen ist im Wesentlichen folgenden Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt:

3.1. Konjunktur- und Marktrisiken

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist eng mit dem öffentlichen Infrastrukturbudget verknüpft. Straßenbaumaschinen werden fast ausschließlich für öffentlich finanzierte oder beauftragte Projekte eingesetzt. Die Nachfrage von Straßenbaumaschinen seitens der Bauunternehmen ist daher unmittelbar von den Bauprojekten auf Österreichs Straßen abhängig. Ein Rückgang der staatlichen Investitionsmittel – etwa durch Budgetkonsolidierungsmaßnahmen, politische Prioritätenverschiebungen oder eine konjunkturelle Rezession – würde die Nachfrage der Bauunternehmen unmittelbar und spürbar beeinträchtigen.

Gegenmaßnahmen der Gesellschaft:

- - Laufendes Monitoring der ASFINAG-Investitionsprogramme, Bundesfinanzrahmengesetze und Länderbudgets Ausbau des konjunkturunabhängigeren Servicegeschäfts (Wartung, Instandsetzung, Ersatzteile)

3.2. Preis- und Kostenrisiken

Als Handelsunternehmen ist die Gesellschaft in vollem Umfang den Beschaffungspreisen ihrer Lieferanten ausgesetzt. Preiserhöhungen der Hersteller – verursacht durch gestiegene Rohstoffkosten (Stahl, Elektronik), Energiekosten- oder Produktionskostensteigerungen – können die Einkaufspreise signifikant erhöhen. Dies kann sich potenziell belastend auf die Marge auswirken.

3.3. Wettbewerbsrisiken

Der Handel mit (Straßen-)Baumaschinen steht weiterhin im intensiven Wettbewerb. Daraus ergibt sich das Risiko eines zunehmenden Preisdrucks und potenzieller Marktanteilsverluste.

Zur Abfederung dieser Risiken setzt das Unternehmen auf seine Positionierung als spezialisiertes Fachhandelsunternehmen, mit hoher Produkt- und Beratungsqualität sowie einem breiten Sortiment.

3.4. Personalrisiken

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft beruht in außerordentlichem Maß auf dem spezifischen technischen Know-how und den persönlichen Kundenbeziehungen des Vertriebspersonals sowie der Servicetechniker. Dafür ist ein technisch hochqualifiziertes Personal notwendig. Es besteht das Risiko der Fluktuation sowie das am Markt nicht ausreichend Fachpersonal verfügbar ist.

Die Gesellschaft versucht mittels attraktiver Vergütungsmodelle, wettbewerbsfähiger Arbeitszeitmodelle und einem modernen Arbeitsumfeld gegenzusteuern.

3.5. Ausfall- und Debitorenrisiken

Es besteht das Risiko, dass es zu Zahlungsausfällen kommt und dadurch ein finanzieller Schaden entsteht.

Das im Haus erfolgreich praktizierte System, Ausfall- und Debitorenrisiken genau zu bewerten, wird auch in Zukunft beibehalten, um eventuelle Zahlungsausfälle nach Möglichkeit zu vermeiden.

4. Finanzinstrumente, Risikomanagementziele

Die bisherigen Finanzinstrumente der Wirtgen Österreich GmbH sind nach wie vor gültig, wozu insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören.

5. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.

Steyrermühl, am 10.03.2026

Martin Friedl

Beilage IV/4

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