Inhaltsverzeichnis
1. Entwicklung im Geschäftsjahr
Das abgelaufene Jahr war sehr fordernd, ereignisreich und geprägt von wirtschaftlichen und politischen Krisen. Die für 2025 prognostizierte wirtschaftliche Erholung war somit deutlich abgeschwächt.
Das Wirtschaftswachstum in Österreich lag mit +0,6% hinter jenem in der Eurozone (+1,4%) und der EU (+1,5%).1 Gründe für die Konjunkturflaute sind vor allem die schwache Auslandsnachfrage, eine hartnäckige Industrierezession sowie anhaltende Unsicherheit im geopolitischen und handelspolitischen Umfeld.
Somit war das Geschäftsjahr 2025 das dritte Jahr in Folge ohne nennenswertes Wirtschaftswachstum. Eine derart lange Phase der wirtschaftlichen Eintrübung hat es in der Nachkriegsgeschichte noch nie gegeben. Die Inflation lag weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt und führte zu anhaltendem Kostendruck und hoher Preissensitivität im Markt.
In der Haberkorn GmbH verzeichneten wir in diesem schwierigen Umfeld in allen strategischen Geschäftsfeldern rückläufige Umsätze. Insgesamt lag der Umsatzrückgang bei 1,8%. Mit wichtigen Neugeschäften konnten wir die konjunkturbedingten Rückgänge teilweise ausgleichen.
1.1. Strategische Geschäftsfelder (SGF)
Im SGF Industrie konnten wir im Jahr 2024 den Umsatz trotz einer rückläufigen Industrieproduktion noch leicht steigern. Im abgelaufenen Jahr verzeichneten wir einen Rückgang von 1,5%. Dieser resultiert vor allem aus der schwächeren Entwicklung im ersten Halbjahr, in dem wir einen Rückgang von 3,3% hatten. Im zweiten Halbjahr lag der Umsatz wieder knapp über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtentwicklung in den Verkaufsgebieten war abhängig von der jeweiligen Branchenstruktur unterschiedlich. Insbesondere in der Industrie sind uns im abgelaufenen Jahr einige Markterfolge gelungen, welche dem konjunkturellen Trend entgegengewirkt haben.
Im SGF Bau verzeichneten wir einen Umsatzrückgang in Höhe von 4%. Das Geschäft mit Großkunden aus dem Bereich Hoch- und Tiefbau ist dabei etwas besser gelaufen als jenes in den Bereichen Holzbau und Tischler/Metallbau.
Analog zum SGF Industrie zeigte sich auch im SGF Spezialsortimente die Entwicklung im zweiten Halbjahr in allen Bereichen deutlich verbessert. Im Jahresverlauf verbleibt dennoch ein Minus von 7,6%. Das hohe Umsatzminus resultiert zu großen Teilen aus dem Bereich Profilsysteme, welcher sehr investitionslastig ist sowie aus erheblichen Rückgängen im Bereich Automotive.
2. Vermögens- und Finanzlage
2.1. Umsatzerlöse
Der Umsatz der Haberkorn GmbH reduzierte sich um EUR 3,6 Mio. von EUR 372,8 Mio. auf EUR 3692 Mio.
2.2. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2025 lagen die Umsatzerlöse mit EUR 369,2 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau von EUR 372,8 Mio. Trotz dieses moderaten Umsatzrückgangs konnte das Betriebsergebnis mit EUR 12,8 Mio. auf stabilem Niveau gehalten werden. Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr moderater zurückgegangen als der Materialaufwand. Ursache hierfür ist insbesondere der gestiegene Umfang interner Leistungsverrechnungen innerhalb der Unternehmensgruppe. Der Rohertrag aus dem operativen Geschäft blieb davon unberührt und zeigte sich im Jahresvergleich stabil.
Darüber hinaus blieb der Personalaufwand trotz inflationsbedingter Kostensteigerungen nahezu unverändert, was auf eine konsequente Kapazitäts- und Kostensteuerung zurückzuführen ist. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert werden. Das erzielte operative Ergebnis unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der Ertragsstruktur auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.
2.3. Bilanzsumme
Die Bilanzsumme reduzierte sich um EUR 2,8 Mio. von EUR 136,3 Mio. auf EUR 133,5 Mio.
2.4. Investitionen
Die Zugänge im Anlagevermögen betragen EUR 4,7 Mio., in die Sachanlagen wurden EUR 4,3 Mio., in die immateriellen Vermögensgegenstände wurden EUR 0,4 Mio. investiert. Der Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen resultiert aus der Übernahme eines Kundenstocks.
2.5. Umlaufvermögen
Der Lagerwert erhöhte sich geringfügig um EUR 0,8 Mio. von EUR 61,5 Mio. auf EUR 62,3 Mio. Die Kundenforderungen reduzierten sich um EUR 1,4 Mio. von EUR 28,0 Mio. auf EUR 26,7 Mio., die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 2,0 Mio. von EUR 7,5 Mio. auf EUR 5,5 Mio. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände erhöhten sich deutlich um EUR 3,3 Mio. von EUR 5,5 Mio. auf EUR 8,8 Mio.
2.6. Eigenkapital
Das Eigenkapital stieg um EUR 5,2 Mio. von EUR 78,9 Mio. auf EUR 84,1 Mio. An die Muttergesellschaft wurde während des Geschäftsjahres eine Dividende in Höhe von EUR 9,0 Mio. ausgeschüttet.
2.7. Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn beträgt EUR 14,2 Mio.
2.8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten lagen am Bilanzstichtag mit EUR 29,6 Mio. um EUR 6,8 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 36,4 Mio.
3. Kennzahlen zur Ertragslage
| lfd. Jahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Umsatzrentabilität | ||
| Ergebnis vor Steuern | 18.733.263,26 | 20.281.051,64 |
| Zinsaufwand gem. § 231 Abs. (2) Z 15 UGB | 477.883,80 | 392.685,46 |
| 19.211.147,06 | 20.673.737,10 | |
| Umsatzerlöse | 369.182.765,56 | 372.789.405,30 |
| 5,20% | 5,55% | |
| Eigenkapitalrentabilität | ||
| Ergebnis vor Steuern | 18.733.263,26 | 20.281.051,64 |
| Eigenkapital | 84.117.691,90 | 78.880.299,95 |
| 22,27% | 25,71% | |
| Gesamtkapitalrentabilität | ||
| Ergebnis vor Steuern | 18.733.263,26 | 20.281.051,64 |
| Zinsaufwand gem. § 231 Abs. (2) Z 15 UGB | 477.883,80 | 392.685,46 |
| 19.211.147,06 | 20.673.737,10 | |
| Gesamtkapital | 133.508.506,93 | 136.316.107,42 |
| 14,39% | 15,17% |
4. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| lfd. Jahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung/Nettoliquidität | ||
| verzinsliches Fremdkapital | 16.604.308,55 | 22.432.910,61 |
| flüssige Mittel | -380.306,52 | -363.167,21 |
| 16.224.002,03 | 22.069.743,40 | |
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | ||
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 104.968.838,22 | 102.500.476,79 |
| kurzfristiges Fremdkapital | -34.717.627,57 | -42.556.360,73 |
| 70.251.210,65 | 59.944.116,06 | |
| Eigenkapitalquote (Equity Ratio) | ||
| Eigenkapital | 84.117.691,90 | 78.880.299,95 |
| Gesamtkapital | 133.508.506,93 | 136.316.107,42 |
| 63,01% | 57,87% | |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) | ||
| Nettoverschuldung/Nettoliquidität | 16.224.002,03 | 22.069.743,40 |
| Eigenkapital | 84.117.691,90 | 78.880.299,95 |
| 19,29% | 27,98% |
5. Cash-Flow
| lfd. Jahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Cash-Flow | ||
| Ergebnis vor Steuern | 18.733 | 20.281 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf | ||
| Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs | 5.885 | 5.642 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von | ||
| Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs | -13 | -36 |
| Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und | ||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche | ||
| Aufwendungen | -5.963 | -7.525 |
| Sonstige Anpassungen | 0 | |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 18.643 | 18.361 |
| Abnahme/Zunahme von Vorräten | -728 | 4.599 |
| Abnahme/Zunahme von Kundenforderungen | 1.354 | -1.426 |
| Abnahme/Zunahme von sonstigen Forderungen | ||
| und Vermögensgegenständen | 1.061 | -1.911 |
| Abnahme/Zunahme von aktiven | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 27 | 22 |
| Zunahme/Abnahme von erhaltenen Anzahlungen | 0 | -2 |
| Zunahme/Abnahme von Lieferverbindlichkeiten | 968 | -370 |
| Zunahme/Abnahme von sonstigen Verbindlichkeiten | 702 | -4.017 |
| Zunahme/Abnahme von passiven | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 312 | 0 |
| Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | -1.117 | -2.587 |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 21.222 | 12.669 |
| Zahlungen für Ertragssteuern | -2.528 | -2.809 |
| Netto-Geldfluss aus dem operativen Bereich | 18.693 | 9.860 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 81 | 53 |
| Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -4.661 | -6.849 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (Finanzanlagen) | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Anlagenzugang (Finanzanlagen) | 0 | -100 |
| Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und WP-Erträgen | 6.441 | 7.918 |
| Einzahlungen aus der Verschmelzung Fluidify FT GmbH | 64 | 0 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | 1.924 | 1.023 |
| Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals | -9.000 | -11.000 |
| Einzahlungen/Auszahlungen aus der Veränderung von | ||
| Finanzkrediten | -11.122 | 53 |
| Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -478 | -393 |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -20.600 | -11.340 |
| Zahlungswirksame Veränderung des | ||
| Finanzmittelbestandes | 17 | -457 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 363 | 820 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 380 | 363 |
6. Bericht über die Arbeitnehmerbelange
6.1. Personalmanagement
Die Rekrutierungssituation blieb im Jahr 2025 trotz der verhaltenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anspruchsvoll. Umso wichtiger bleibt die laufende Weiterentwicklung der Arbeitgeberpositionierung. Wesentliche Kernelemente davon sind die gelebten Unternehmenswerte, auf Langfristigkeit ausgerichtete Beschäftigungsverhältnisse, strukturierte Ausbildungs- und Entwicklungsangebote sowie eine mehrfach ausgezeichnete Arbeitgeberqualität.
Aufgrund der stagnierenden wirtschaftlichen Entwicklung war das Ziel des Jahres 2025 die Personalkosten möglichst nahe am Niveau des Vorjahres zu halten. Durch die nur in Ausnahmefällen genehmigte Nachbesetzung von durch Fluktuation frei gewordenen Positionen und den Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben konnten die Personalkosten trotz inflationsbedingter Kostensteigerungen letztlich um 0,2% reduziert werden.
Im Jahr 2025 wurden inkl. der 19 Übernahmen der ehem. Ploberger GmbH 131 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt (Vorjahr 170). Damit erhöhte sich der durchschnittliche Personalstand von 954 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jahr 2024 auf 974 im Jahr 2025 (+20).
Die Gesamtfluktuation lag bei 15,4% nach 14,1% im Vorjahr. Die durch Dienstnehmerkündigungen verursachte Fluktuation stieg von 5,8% auf 6,2%.
6.2. Aus- und Weiterbildung
Neben der externen Rekrutierung setzt Haberkorn weiterhin auf die eigene Ausbildung sowie auf die Weiterentwicklung bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies zeigt sich auch in den etablierten Ausbildungsformaten von der Lehrlingsausbildung über die Business Traineeprogramm. Journey bis zum
Zum Stichtag 31.12.2025 befanden sich 40 Lehrlinge in Ausbildung, nach 37 im Vorjahr. Im Laufe des Jahres wurden 13 Lehrlinge neu aufgenommen, 7 schlossen ihre Ausbildung ab.
Das zunehmend wichtige Ausbildungsprogramm für Maturantinnen und Maturanten durchliefen über das Jahr 2025 hinweg 4 (Vorjahr 3) junge Erwachsene. Nach Abschluss des Programmes wurden 2025 2 (Vorjahr 4) Ausgebildete übernommen.
Das Traineeprogramm wurde 2025 von insgesamt 7 jungen Akademikerinnen und Akademikern (Vorjahr 6) durchlaufen; 4 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befanden sich zum Jahresende im Programm. Im Laufe des Jahres konnten 3 Personen (Vorjahr 1) übernommen werden.
Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt der Weiterbildungsaktivitäten auf laufend durchgeführten Trainings zu fachspezifischen Themen, zu Führung bzw. dem Führungsverständnis, zu Lean Management und zu Vertriebsthemen.
6.3. Sicherheit und Gesundheit
Im Jahr 2025 steigerte sich die Zahl der Krankenstandstage leicht auf 10.675 (Vorjahr 10.000). Die Anzahl der Langzeitkrankenstände (Krankenstände > 3 Monate) war mit 23 deutlich steigend (Vorjahr 11). Die 23 Langzeitkrankenstände verursachten 2.378 Krankenstandstage (Vorjahr 11 Langzeitkrankenstände / 1.305 Krankenstandstage).
Die Zahl der Arbeitsunfälle lag bei 13 (Vorjahr 13). Davon waren vier schwer (Vorjahr 3) und führten zu Krankenständen von jeweils mindestens 15 Tagen.
An allen Standorten wurde wie bereits in den Vorjahren ein umfangreiches Programm zur Förderung der körperlichen Gesundheit (z.B. Laufen, Massage, Fastenkurse, Yoga, Ruheräume…) geboten.
Parallel dazu steht weiterhin die Wahrung der psychischen Gesundheit im Fokus. Dazu wurden Vorträge und psychologische Beratungen angeboten sowie Arbeitsplätze in Bezug auf psychische Belastungen evaluiert.
7. Nachhaltigkeitsbericht
Nachhaltig handeln ist für die Haberkorn Gruppe eine zentrale Wertehaltung – bei allen Entscheidungen werden neben den wirtschaftlichen auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen bedacht.
Die Säulen unseres nachhaltigen Handelns sind der wertschätzende Umgang mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bewusste Gestaltung von Sortiment und Services sowie ressourcenschonende Prozesse. Mit unserem Tun wollen wir einen Mehrwert für Lebensraum, Gesellschaft und unser Unternehmen erzeugen. Für jede dieser Säulen gibt es Handlungsschwerpunkte, die mit zahlreichen Einzelmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Die Maßnahmen konzentrierten sich in der Vergangenheit auf Österreich. Seit 2021 rollen wir unser Nachhaltigkeitskonzept auch schrittweise auf die internationalen Ländergesellschaften aus.
Wertschätzender Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
- - - Modell zur Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmenserfolg Umfassendes Programm im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung Laufende Förderung von Mitarbeitenden über regelmäßige Mitarbeitergespräche, individuelle Weiterbildungsmaßnahmen und Haberkorn Führungsverständnis nach PERMA-Lead® - Ganzheitliches Programm zur Lehrlingsausbildung - Regelmäßige Überprüfung der Mitarbeiterzufriedenheit über „Great Place to Work“
Bewusste Gestaltung von Sortiment und Services
- Verpflichtender Verhaltenskodex für Lieferanten - Risikoklassifizierung aller Lieferanten unter Berücksichtigung von Branchen- und Länderrisiken sowie lieferantenspezifischen Dokumenten - - Nachhaltigkeitsbewertung wichtiger Lieferanten über EcoVadis-Ratings oder Fragebogen mit Abdeckung von 69 % des gruppenweiten Einkaufsvolumens Kennzeichnung von Artikeln mit besonders nachhaltigen Eigenschaften mit dem Label „einfach nachhaltiger“
Ressourcenschonende Prozesse
- - - - - Photovoltaik-Anlagen in Wolfurt, Wien, Graz, Leonding, Villach und Innsbruck mit einer Gesamtleistung von 1.128 kWp Kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz durch zahlreiche Einzelmaßnahmen Klimafreundliche Zustellung unserer Produkte wo immer möglich durch die Post, Bahn oder Eigenzustellung mit E-Fahrzeugen Verwendung von aus Recycling-Material hergestellten Kartonverpackungen Verwendung von Mehrwegbehältern in der Kanban-Bewirtschaftung
Lebensraum
- Netto Null-Klimaziele und konsequentes Umsetzen von Maßnahmen zur Reduktion unserer CO2-Emissionen - Unterstützung des Klimaschutzprojektes „Green Path“ im Ausmaß von 1.000 Tonnen für das Jahr 2026 - Konsequente Elektrifizierung unseres Fuhrparks – bereits 78% unserer PKW-Flotte bzw. 64% - aller Fahrzeuge in Österreich sind elektrisch. Umfassendes Programm zur Förderung einer sanften Mitarbeitermobilität - Förderung der Naturvielfalt durch bewusste Gestaltung unserer Firmengelände
Gesellschaft
- Partnerschaften zur Unterstützung von Hilfsorganisationen mit Projekten in Sambia, Tansania, Thailand und Ungarn - Förderung lokaler Vereine und lokaler Institutionen - Beteiligung und Engagement in nachhaltigen Initiativen wie „UN Global Compact“, „TUN. Netzwerk für Innovation, Wirtschaft und Nachhaltigkeit“, „respACT" und „Wirtschaft MOBIL“
Schwerpunkte 2025
- Erster Nachhaltigkeitsbericht der Haberkorn Gruppe Mit unserem ersten gruppenweiten Nachhaltigkeitsbericht schaffen wir einen strukturierten Überblick über zentrale Maßnahmen, Projekte und Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit und machen das gemeinsame Engagement der Haberkorn Gruppe gegenüber internen und externen Stakeholdern transparent. - EcoVadis-Rating: Gold für Haberkorn Österreich und Bronze auf Gruppenebene Haberkorn Österreich wurde erstmals mit dem Gold-Rating von EcoVadis ausgezeichnet und zählt damit zu den besten 5 % der bewerteten Unternehmen. Erstmals wurde auch ein gruppenweites EcoVadis-Rating durchgeführt und hierbei ein Bronze-Rating erreicht. - Erstes CDP-Rating der Haberkorn Gruppe Die Haberkorn Gruppe wurde einmalig 2025 über das Jahr 2024 durch CDP (Carbon Disclosure Project) bewertet. Mit einem B-Rating im Bereich Klima zeigen wir, dass Klimarisiken und - chancen strukturiert erfasst und konkrete Maßnahmen zur Reduktion unserer Klimawirkung umgesetzt werden. - Ausbau der Photovoltaik in Kroatien und Tschechien In Kroatien wurde eine neue Photovoltaikanlage installiert und damit die Eigenstromerzeugung in der Gruppe weiter ausgebaut. Zusätzlich wurde am Standort in Tschechien eine Photovoltaikanlage mit 80 kWp errichtet, die 2026 in Betrieb gehen wird. - Umstellung auf Ökostrom am Standort Karlsruhe Mit der Umstellung des Standorts Karlsruhe (Schöffler + Wörner GmbH) auf Ökostrom wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Reduktion der indirekten Emissionen gesetzt. - Fortführung des Rollouts unseres Nachhaltigkeitskonzepts auf Gruppenebene Im Jahr 2025 erfolgte die Fortführung der gruppenweiten Umsetzung unseres Nachhaltigkeitskonzepts sowie die Umsetzung einer Vielzahl von Maßnahmen.
CO2-Emissionen
Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere CO2-Emissionen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren: Bis 2040 streben wir gruppenweit Netto-Null-Emissionen in unseren Gebäuden und in unserer Fahrzeugflotte an, und bis 2050 für unser gesamtes Unternehmen und unsere Wertschöpfungskette.
Bei der Haberkorn GmbH konnten die Emissionen im Scope 1 und 2 (Emissionen aus Gebäuden und Fahrzeugflotte) im Jahr 2025 um 5,7% gegenüber 2024 reduziert werden und belaufen sich nun auf 822 Tonnen CO2. Die Reduktion resultiert wesentlich aus der zunehmenden Elektrifizierung des Fuhrparks. Damit konnten wir die Emissionen in Scope 1 und 2 bereits um 35,1% gegenüber 2021 reduzieren.
Die Emissionen im Scope 3 (indirekte Emissionen unserer Geschäftstätigkeit) stellen den größten Teil in unserer Emissionsbilanz dar, da sie unter anderem die Emissionen unserer gehandelten Produkte einschließen. Wir können diese Emissionen grob abschätzen. Diese belaufen sich für das 2025 auf 207.869 Tonnen CO2. Auf einen Mehrjahresvergleich der Scope 3-Emissionen wird aktuell verzichtet, da die Datenqualität im Bereich der Handelsware noch nicht ausreicht, dass belastbare und konsistente Aussagen über mehrere Jahre hinweg möglich wären.
Um die Emissionen im Scope 3 langfristig zu senken, fordern wir derzeit unsere Lieferanten auf, sich wissenschaftsbasierte Ziele zur Emissionsreduktion zu setzen.
Kennzahlen Haberkorn Österreich im Überblick
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | Vorjahr lfd. Jahr | |
|---|---|---|
| Struktur | ||
| Anzahl MitarbeiterInnen (Stichtag 31.12.) | 944 | 946 |
| Vollzeit / Teilzeit | 80% / 20% | 81% / 19% |
| Frauen / Männer | 38% / 62% | 38% / 62% |
| < 30 Jahre / 30-50 Jahre / > 50 Jahre | 22% / 48% / 30% | 22% / 49% / 29% |
| Mitarbeitendenfluktuation | 13% | 15% |
| Arbeitsunfälle je 1.000 Mitarbeitende und Jahr | 10 | 9 |
| Frauenanteil in Führungsebenen | ||
| Aufsichtsrat | 25% | 25% |
| Vorstand | 0% | 0% |
| obere Führungsebene | 13% | 17% |
| mittlere und untere Führungsebene | 33% | 22% |
| Sortiment und Services | Vorjahr lfd. Jahr | |
| Nachhaltigkeit bei Lieferanten * | ||
| Lieferanten auf Nachhaltigkeit bewertet | 69% | 70% |
| Lieferanten mit SBTI-Commitment oder validierten Zielen | 25% | 25% |
* bewertet anhand des kumulierten Einkaufsvolumens
| Lebensraum | lfd. Jahr | Vorjahr |
|---|---|---|
| CO2-Emissionen * | ||
| Scope 1 + 2 absolut | 822 to CO2e | 871 to CO2e |
| Scope 3 absolut | 207.869 to CO2e | 225.082 to CO2e |
| Summe absolut | 208.690 to CO2e | 225.954 to CO2e |
| Scope 1 + 2 je € 1 Mio. Umsatz | 2 to CO2e | 2 to CO2e |
| Scope 3 je € 1 Mio. Umsatz | 563 to CO2e | 598 to CO2e |
| Summe je € 1 Mio. Umsatz | 565 to CO2e | 601 to CO2e |
* seit 2021 Reduktion der Emissionen in Scope 1 + 2 um 35,1 %
| Gesellschaft | Vorjahr lfd. Jahr | |
|---|---|---|
| Compliance | ||
| compliancegeschulte Personen (kumuliert) | 563 | 540 |
| Korruptionsfälle | 0 | 0 |
| Menschenrechtsverstöße | 0 | 0 |
| Whistleblowing-Meldungen eingegangen / hiervon bestätigt | 1 / 0 | 2 / 0 |
| Prozesse | lfd. Jahr | Vorjahr |
|---|---|---|
| Zertifzierte Managementsysteme * | ||
| ISO 14001:2015 | 100% | 100% |
| ISO 45001:2018 | 100% | 0% |
| ISO/IEC 27001:2022 | 100% | 100% |
| ISO 9001:2015 | 100% | 100% |
| Energieverbrauch | ||
| Strom | 2.809 MWh | 2.782 MWh |
| hiervon aus rein erneuerbaren Quellen | 93% | 92% |
| hiervon aus Strommix-Produkten | 7% | 8% |
| Erdgas | 1.598 MWh | 1.467 MWh |
| Fernwärme-/Nahwärme | 2.028 MWh | 1.731 MWh |
| Heizöl | 0 MWh | 0 MWh |
| Diesel | 1.147 MWh | 1.329 MWh |
| Benzin | 0 MWh | 0 MWh |
| Summe | 7.582 MWh | 7.309 MWh |
| hiervon aus rein erneuerbaren Quellen | 34% | 35% |
| hiervon aus gemischten Quellen (erneuerbar/nicht erneuerbar) | 29% | 27% |
| hiervon aus nicht-erneuerbaren Quellen | 36% | 38% |
| Energieerzeugung | ||
| Strom aus Photovoltaik | 1.039 MWh | 967 MWh |
| Summe | 1.039 MWh | 967 MWh |
| Abfallaufkommen | ||
| Papier- und Kartonabfälle | 299 to | 299 to |
| Restmüll / Mischabfälle | 79 to | 75 to |
| Holzabfälle | 191 to | 169 to |
| Kunststoffabfälle | 91 to | 49 to |
| Metallabfälle | 36 to | 10 to |
| Gefährliche Abfälle | 61 to | 31 to |
| Andere | 20 to | 55 to |
| Summe | 778 to | 688 to |
| Verpackungsmaterialbedarf | ||
| Karton | 360 to | 382 to |
| Holz | 170 to | 173 to |
| Kunststoffe | 21 to | 24 to |
| Summe | 551 to | 579 to |
* Anteil der Mitarbeiter an zertifizierten Standorten an der Gesamtzahl der Mitarbeiter
8. Risikomanagement
Die Geschäftsführung befasst sich in regelmäßigen Abständen mit den gesamten Unternehmensrisiken. Ziel des Risikomanagements ist die Identifikation, Analyse, Beurteilung und Überwachung sämtlicher Unternehmensrisiken. Frühzeitige Erkennung und Maßnahmen zur Reduzierung vor allem der Top- Risiken sichern den Bestand und die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe.
Die Risiken werden in nachfolgende Bereiche gegliedert, innerhalb dieser klassifiziert und bearbeitet nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadensausprägung.
8.1. Strategische Risiken
Neue strategische Überlegungen werden auf ihren Risikogehalt überprüft. Akquisitionen werden vor Vertragsabschluss intensiv geprüft und nach der Übernahme mit der erforderlichen Managementkapazität in der Integration begleitet.
8.2. Marktrisiken
Durch unsere breite Kundenstruktur ist das Kundenrisiko gering. Weiters trägt das breite und tiefe Sortiment zur Risikostreuung bei. Das intensive Forderungsmanagement hat sich dauerhaft bewährt. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind gute Kundenkontakte und die interne und externe Bonitätsprüfung.
8.3. Finanzrisiken
Die Konzernfinanzierung ist von einer konservativen Finanzpolitik geprägt. Die Haberkorn Holding AG übernimmt die Finanzierungsfunktion. Wesentlich ist eine hohe Eigenkapitalisierung in allen Konzerngesellschaften.
Währungsrisiken bestehen nur in einem geringen Umfang und betreffen hauptsächlich die Tochtergesellschaften in den CEE-Ländern. In Österreich und Deutschland werden die meisten Geschäfte im Euro-Raum abgewickelt. Das Risiko ist insgesamt gering.
Zum Bilanzstichtag gibt es keine offenen Termingeschäfte.
8.4. Vermögensrisiken
Der Gefahr des Vermögensverlustes auf Grund von Naturereignissen, Fehlfunktionen von IT-Systemen, mangelnder Sorgfalt, Manipulation usw. wird durch aktives Prozessmanagement, unser internes Kontrollsystem (IKS), Versicherungen und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen begegnet.
8.5. Internes Kontrollsystem (IKS)
Das IKS dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit aller betrieblichen Abläufe, dem Aufspüren von Schwachstellen und Manipulationsmöglichkeiten, der Zuverlässigkeit unserer Informationssysteme und der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.
In regelmäßigen Abständen werden die identifizierten Risikofelder einer Überprüfung unterzogen und die Kontrollpunkte überarbeitet.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Risiken laufend überwacht werden, überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen reduziert werden.
9. Ausblick 2026
Die Ausgangslage für das Jahr 2026 ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. WIFO und IHS gehen nach den jüngsten Einschätzungen nur mehr von einem niedrigen Wachstum aus. Je nach Verlauf und Dauer des Iran-Konflikts reicht die Bandbreite von +0,2%bis +1,6%.
Im Geschäftsjahr 2025 konnten wir in zahlreichen Bereichen neue Projekte sowie zusätzliche Kunden gewinnen. Diese Entwicklung wird – gemeinsam mit dem steigenden Marktpreisniveau –einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung im Jahr 2026 leisten. Vor Ausbruch des Iran-Konflikts haben wir mit einem Umsatzsteigerung von 3,3% geplant. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjarhes entwickelte sich die Geschäftstätigkeit planmäßig, das festgelegte Wachstumsziel konnte erreicht werden. Aktuell sind - mit punktuellen Ausnahmen im Bereich Schmierstoffe - noch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Versorgung entlang unserer Lieferketten erkennbar. Angesichts der geopolitischen Verwerfungen und der damit verbundenen Unsicherheiten kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es im Jahresverlauf zu einer Abschwächung der Nachfrage und in der Folge zu einem Rückgang des Umsatzniveaus kommt.
Wir arbeiten gezielt an zusätzlichen Maßnahmen zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung. Gleichzeitig führen wir die strategischen Initiativen zur Weiterentwicklung des Unternehmens konsequent fort.
Auch in den vergangenen Jahren waren wir wiederholt mit schwer planbaren externen Einflussfaktoren konfrontiert. Aufgrund unserer soliden Aufstellung und der laufenden Initiativen sehen wir uns gut positioniert, unsere strategische Entwicklung weiter zu stärken. Trotz des herausfordernden Umfelds blicken wir daher insgesamt mit verhaltener Zuversicht auf das Geschäftsjahr 2026 und die weitere Zukunft.
Wolfurt, 06. Mai 2026
| Wolfgang Baur | Mag. Gerald Fitz | Ing | hristoph | in | nd | er | MBA |
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