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Lagebericht 2024/25

Pölzleitner Holz GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 29. Okt. 2025

Inhaltsverzeichnis

Gemäß § 243 UGB erstellt die Geschäftsführung der Pölzleitner Holz GmbH nachfolgenden Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024/2025. den

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 1.1. Geschäftsverlauf

Hauptgeschäftsgegenstand der Pölzleitner Holz GmbH ist die Entsorgung und Aufbereitung von Abfallholz sowie der Handel mit Sägeresthölzern. Der größte Absatzmarkt ist Österreich.

Die Reduktion der Gemeinkosten sowie die Steigerung der Spannen blieben (wie bereits in den Vorjahren) auch im Wirtschaftsjahr 2024/2025 die bestimmende Herausforderung.

Die Umsätze verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 22,5 %. In Bezug auf das Betriebsergebnis ist dieser Wert jedoch grundsätzlich nicht aussagekräftig, da er durchaus auch nur aufgrund von Preissteigerungen bzw. Preisverschiebungen zustande kommen kann.

Entgegen dem in den Vorjahren vorherrschenden Trend einer rückläufigen Altholzmenge hat sich diese Entwicklung im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2024/2025 deutlich umgekehrt.

Insbesondere in den Quartalen 3 und 4 wurde weniger Altholz von den Abnehmern aufgenommen, als tatsächlich angefallen ist.

Um unseren Altholzlieferanten dennoch eine verlässliche und kontinuierliche Übernahme der anfallenden Mengen zu gewährleisten, wurde vermehrt auf die Zwischenlagerung zurückgegriffen. Die Sicherstellung der Abnahme stellte somit kein Problem dar; vielmehr ergaben sich Herausforderungen im Zusammenhang mit der erheblichen Lagerabwertung jener Mengen, die im Zeitraum Juli bis Dezember eingelagert wurden.

Aufgrund des anhaltenden Uberangebotes am Markt konnten die eingelagerte Ware nur zu deutlich niedrigeren Preisen als ursprünglich kalkuliert abgesetzt werden, was sich negativ auf das wirtschaftliche Ergebnis ausgewirkt hat.

Zusammenfassend verringerten sich dadurch der Umsatz vor allem aber die Spannen und letztlich auch das Betriebsergebnis (- 90,5 %).

Das gestiegene Angebot bei gleichzeitig rückläufiger Nachfrage hat zu einem weiteren Rückgang der Altholzpreise am Markt geführt. Der Handel sah sich dadurch gezwungen, Preisabschläge hinzunehmen und konnte diese Entwicklung nur teilweise an die Lieferanten weitergeben. Um unter diesen Marktbedingungen bestehen zu können, mussten teils deutliche Einbußen bei den eigenen Spannen in Kauf genommen werden.

Nach Berücksichtigung des Personalaufwandes ergibt sich ein Rohertrag II in Höhe von T€ 3.294,- für 2023/24 bzw. T€ 2.647,—- für das Jahr 2024/25. Der leicht verminderte Personalaufwand von T€ 2.036,- auf T€ 2.013,- ist im Wesentlichen div. Einsparungsmaßnahmen zuzuschreiben. Das Betriebsergebnis wird noch mit Zinserträgen in Höhe von T€ 89,-- (Vorjahr T€ 76,--) sowie Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von T€ 894,-- (Vorjahr T€ 1.069,--) ergänzt. Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Abschreibungen ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von T€ 1.058,— für das Jahr 2024/2025 und T€ 1.927,- im Vorjahr. Aufgrund der guten Eigenkapitalstruktur des Unternehmens entspricht das Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.058,-- (Vorjahr T€ 1.927,--) dem EBT. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen beträgt der Jahresüberschuss T€ 1.019,- im Jahr 2024/25 gegenüber einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.732,- im Vorjahr.

Das kurzfristige Vermögen hat sich von T€ 4.795,- im Jahr 2023/24 auf T€ 3.915,- im Berichtsjahr um T€ 880,– vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf eine Senkung der flüssigen Mittel zurückzuführen. Das Working Capital, welches das kurzfristige Finanzierungspotential des Unternehmens darstellt, hat sich somit von T€ 2.935,— im Vorjahr auf T€ 1.935,— im Jahr 2024/25 verringert.

1.2. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt derzeit über keine Zweigniederlassungen.

1.3. Analyse des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses

In Abhängigkeit von der Größe und der Komplexität des Unternehmens werden für die Pölzleitner Holz GmbH folgende finanzielle Leistungsindikatoren dargestellt.

1.3.1. Kennzahlen zur Ertragslage

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern und beträgt im Geschäftsjahr 2024/25 T€ 1.058,- gegenüber einem Vorjahreswert von T€ 1.927,—. Zur Darstellungen der Ertragslage siehe unsere Ausführungen unter Pkt. 1.1.

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital. Als Basis zur Berechnung wird das arithmetisch ermittelte, durchschnittliche Eigenkapital zugrunde gelegt. Die Eigenkapitalrentabilität gibt an, mit wie viel Prozent das Eigenkapital verzinst wird. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2023/24 21,82 % (Vorjahr: 32,98 %).

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital. Als Basis wird der Berechnung das arithmetische, durchschnittliche Gesamtkapital zugrunde gelegt. Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2024/25 14,87 % (Vorjahr: 24,07 %) und gibt an, mit wie viel Prozent das gesamte Kapital (Eigenkapital und Fremdkapital) verzinst wird.

1.3.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel. Zur Berechnung des verzinslichen Fremdkapitals werden von der Gesellschaft die Rückstellungen für Abfertigungen in Höhe von T€ 261,- (Vorjahr: T€ 245,-), Rückstellungen für Jubiläumsgelder T€ 24,- (Vorjahr: T€ 16,—), sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 0,– (Vorjahr: T€ 0,--), herangezogen. Nach Abzug der flüssigen Mittel (inkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens) in Höhe von T€ 2.039,-- (Vorjahr: T€ 2.418,--)

errechnet sich wie auch bereits im Vorjahr keine Nettoverschuldung für das Jahr 2024/25. Aufgrund des hohen Bestandes an liquiden Mitteln ergibt sich (wie auch im Vorjahr) keine Nettoverschuldung und es kann daher auf die Berechnung des Nettoverschuldungsgrades verzichtet werden.

Wie bereits unter Punkt 1.1. erläutert, hat sich das Working Capital von T€ 2.935,- auf T€ 1.935,-- im Berichtsjahr vermindert. Das unverändert positive Working Capital spiegelt deutlich das sehr gute kurzfristige Finanzierungspotential des Unternehmens wider.

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar und beträgt zum Bilanzstichtag 68,16 % gegenüber 72,99 % im Vorjahr.

Der Cash Flow des Unternehmens wurde aus dem Jahresabschluss abgeleitet und insgesamt ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel in Höhe von T€ -380,-- (Vorjahr: T€ +134--). Dies resultiert aus einem positiven Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von T€ 1.256,- (Vorjahr: T€ 1.366,-), aus einem Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 364,— (Vorjahr: T€ 768,—) und einem Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - T€ 2.000,-- (Vorjahr: - T€ 2.000,--).

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Das aktive Management von Risiken ist ein wichtiger Bestandteil der Entscheidungs- und Geschäftsprozesse im Unternehmen. Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die umfangreiche Einbindung des Managements in das Berichtssystem. Von der Geschäftsleitung werden die unternehmensspezifischen Entwicklungen laufend analysiert und eventuellen Abweichungen frühzeitig entgegengewirkt. Dem entsprechend umfasst der Begriff Risiko nicht nur die Gefahr einer negativen, sondern auch die Chance einer positiven Abweichung von den definierten Unternehmenszielen und Strategien.

Ein wesentlicher Teil des unternehmerischen Erfolges beruht auf der Erfahrung und den Kenntnissen des Managements der Gesellschaft. Zu dem kann das Unternehmen von der regionalen Verankerung, der Flexibilität, der guten Kostenstruktur und der Qualitätssituation profitieren.

Im Großen und Ganzen wird dem kommenden Wirtschaftsjahr 2025/26 positiv entgegengesehen, da die Pölzleitner Holz GmbH durch gezielte Investitionen laufend ein Optimum an Ressourcen schafft, um daraus resultierend, die für die Entsorgungsbranche entsprechend notwendige Flexibilität, dauerhaft anbieten zu können.

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3. Forschung und Entwicklung

Die Pölzleitner Holz GmbH investiert nicht in den Bereich Forschung und Entwicklung.

Abtenau, 03.09.2025

Antoh Pölzleitner Geschäftsführer

Manfred Eder Geschäftsführer

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