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Lagebericht 2025

Macro Group Handels GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 05. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgegenstand der Macro Group Handels GmbH ist der Großhandel mit sonstigen Nahrungsund Genussmitteln. Standorte befinden sich in 1230 Wien, Laxenburgerstraße 365 A8 Großmarkt sowie in 2460 Bruck/Leitha, ECO Plus Park. Zu den Aktivitäten der Gruppe gehören neben der Herstellung und Vermarktung von frischem Fleisch und Fleischprodukten auch die Herstellung und weltweite Vermarktung von Getränken. Unter Berücksichtigung der traditionellen und kulturellen Geschmäcke und Gewohnheiten baut die Macro Group ihren Betrieb kontinuierlich aus. Kunden der Macro Group, unter anderem Supermärkte, Lebensmittelläden, Restaurants oder Großhändler in ganz Osterreich und den Nachbarländern werden direkt mit vielfältigem Sortiment, welche aus der Türkei, Griechenland, Italien oder anderen EU Staaten importiert werden, beliefert.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Branche

Im Jahr 2025 schwächt die Inflation in der EU als auch in Österreich deutlich ab. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) liegt in Österreich mit 3,6 % jedoch über dem EU Durchschnitt von 2,5 %. Als Preistreiber erweisen sich weiterhin Restaurants und Hotels, während vor allem sinkende Preise im Bereich Nachrichtenübermittlung, bei Bekleidung/Schuhe und Energie inflationsdämpfend wirken.

Der Großhandelspreisindex sank auch 2025 um 0,2 % im Vergleich zu 2024, was auf eine Entspannung in der Preisdynamik auf dieser Ebene hindeutet. Auch im Einzelhandel schwächt sich der Preisauftrieb deutlich ab und liegt 2025 mit 1,9 % unter der allgemeinen Inflationsrate von 3,6 % und wirkt damit weiterhin inflationsdämpfend.

Trotz der allgemeinen Teuerung bleiben die Produktionskapazitäten im Lebensmittelhandel ausreichend, was eine konstante Warenversorgung sicherstellt. Die nachhaltige Produktion und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen blieben auch im Jahr 2025 zentrale Themen der Branche. Die hohe Inflation hatte jedoch spürbare Auswirkungen auf die Haushaltseinkommen der Konsumenten. Dieser Druck spiegelte sich auch in der Nachfrage wider. Dennoch stiegen die Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke in Osterreich 2025 weiter an. Dies zeigt, dass trotz wirtschaftlicher Herausforderungen die Nachfrage nach lebenswichtigen Gütern weiterhin robust bleibt.

Umsatzentwicklung im Einzelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel weist in den letzten fünf Jahren konstant nominelle Wachstumsraten auf. 2025 erwirtschaftet der Einzelhandel mit Lebensmittel nominelle Umsatzzuwächse in Höhe von + 3,6 %, die jedoch geringer als im Jahr 2024 ausfallen (+ 4,3 %). Damit ist dieser Sektor wieder der klare Gewinner im Vergleich zu anderen Branchen. An zweiter Stelle folgt mit den Drogerien ebenfalls eine Branche des Kurzfristbedarfs, die ein Umsatzplus von 6,9 % verbuchen konnte. Der Online-Handel, die Apotheken und der Bekleidungseinzelhandel bilanzieren 2025 positiv, liegen jedoch unter dem Einzelhandelsdurchschnitt. Besonders hohe Umsatzrückgänge müssen der Möbeleinzelhandel, der Schmuckeinzelhandel, der Spielwareneinzelhandel und der Einzelhandel mit Büchern und Zeitschriften hinnehmen.

Regionale Unterschiede

Betrachtet man die Umsatzentwicklung in den einzelnen Bundesländern, können im Einzelhandel 2025 alle Bundesländer ein nominelles Plus verzeichnen. Das geringste Umsatzwachstum ist im Burgenland (+0,0 %), Salzburg und Tirol (je +1,7 %) zu verzeichnen, was auf regionale Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung hinweist.

Geschäftsverlauf des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2026 setzte die Macro Group Handels GmbH ihren soliden Wachstumskurs fort. Die Umsatzerlöse liegen leicht über dem Vorjahresniveau und steigen um etwa 1,6 %. Damit konnte das Unternehmen seine Position am Markt festigen und sich auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich behaupten.

Der Bereich der Beschaffung blieb durch die bestehenden Handelsvertretungen gut abgesichert. Die langjährigen Kooperationen mit den Lieferanten funktionierten auch im vergangenen Jahr einwandfrei, was eine reibungslose Warenversorgung gewährleistete. Diese stabilen Partnerschaften trugen maßgeblich dazu bei, dass das Unternehmen trotz anhaltender Preissteigerungen in der Branche flexibel und konkurrenzfähig bleiben konnte.

Insgesamt erzielte die Macro Group Handels GmbH im Jahr 2025 einen beachtlichen Jahresüberschuss. Durch diese solide wirtschaftliche Basis sieht sich die Gesellschaft auch für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet und strebt eine Fortsetzung des Wachstumskurses an.

Wesentliche Investitionen

Die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen wurde weiter vorangetrieben.

Im Geschäftsjahr 2025 investierte die Gesellschaft in zwei Fahrzeuge, darunter ein Elektroauto als Beitrag zu einer nachhaltigeren Unternehmensausrichtung. Darüber hinaus erfolgte die Anschaffung eines neuen Sektionaltors für die Betriebshalle, das sowohl die Funktionalität als auch die Sicherheit der Betriebsabläufe verbessert.

Bericht über Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassung.

Tochterunternehmen

Es bestehen keine Tochterunternehmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geldflussrechnung

Indirekte Ermittlung des Nettogeldflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit, erstellt nach dem Fachgutachten KFS/BW2 des Fachsenats für Betriebswirtschaft und Organisation.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit:TEUR 3.320 (VJ: TEUR 2.301)
Geldfluss aus der Investitionstätigkeit:TEUR -239 (VJ: TEUR -160)
Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit:TEUR -483 (VJ: TEUR 0)

Eigenkapital-Ausstattung

Eigenkapital __ 21 844 103,09 = 84,74% (VJ: 85,31%) Gesamtkapital 25 776 930,97

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Bereits im Laufe des Jahres 2025 haben sich die Rahmenbedingungen für das Handelsjahr 2025 gefestigt. Nach der schrittweisen Abkühlung der Inflation und dem Rückgang der Energiepreise hatte sich vor Ausbruch des Konflikts im Iran und der zeitweiligen Sperren der Straße von Hormuz das Umfeld für das Handelsjahr 2026 weiter gefestigt. Laut den aktuellen Prognosen des WIFO soll das reale Bruttoinlandsprodukt Österreichs im Jahresdurchschnitt um rund +1,0 % zulegen. Der Preisauftrieb bleibt zwar spürbar, wird sich jedoch weiter abschwächen; die Inflation dürfte sich 2026 auf etwa 3,2 % einpendeln.

Die anhaltenden Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen weiterhin zu Inflationsdruck, dieser kann jedoch weitgehend an die Kunden weitergegeben werden, sodass die Margen stabil bleiben. Die Lieferketten sind aktuell intakt, was die Planungssicherheit erhöht.

Die Macro Group Handels GmbH plant für 2026 gezielte Investitionen in Nachhaltigkeit, insbesondere den Umbau und die Erweiterung der firmeneigenen PV-Anlagen. Damit sollen langfristig Energiekosten gesenkt und der CO2-Fußabdruck des Unternehmens reduziert werden.

Im Bereich Personal ist die aktuelle Besetzung ausreichend, dennoch zeigt sich, dass die Gewinnung von qualifiziertem Fachpersonal zunehmend herausfordernd wird. Hier wird die Unternehmensgruppe ihre Arbeitgeberattraktivität weiter ausbauen, um auch künftig benötigte Kompetenzen sichern zu können.

Dank einer starken Eigenkapitalbasis und einer soliden Finanzierungsstruktur ist die Macro Group gut gerüstet, auch auf etwaige Marktverwerfungen flexibel reagieren zu können. Insgesamt wird für 2026 ein Geschäftsverlauf auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2025 erwartet.

Risiken bestehen weiterhin in der Entwicklung des globalen Zinsniveaus, möglichen geopolitischen Spannungen und deren Einfluss auf Energiepreise sowie in der angespannten Lage am Arbeitsmarkt.

Risiken für die Macro Group Handels GmbH

Trotz der positiven Aussichten für 2026 sind verschiedene Risiken für das Unternehmen zu berücksichtigen:

• Politische Spannungen, die den internationalen Handel beeinflussen könnten • Die weiterhin hohe Inflation, die trotz Rückgangs ein Risikofaktor bleibt • Die allgemeine Unsicherheit im Kaufverhalten der Konsument, bedingt durch wirtschaftliche Unsicherheiten und wechselnde Marktbedingungen

Neben diesen Herausforderungen zählen auch die weltweite Entwicklung des Infektionsgeschehens (z.B. Maul- und Klauenseuche MKS) und die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften zu den limitierenden Faktoren. Diese könnten die Dynamik des Marktes und das Wachstum des Unternehmens negativ beeinflussen.

Insgesamt sieht die Macro Group Handels GmbH jedoch einer weiterhin positiven Entwicklung im Jahr 2026 entgegen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements erhoben, analysiert und auf Basis der definierten Risikopolitik bewältigt. Ziel ist es, die im Rahmen unserer Tätigkeit entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.

Die Gesamteinschätzung der Risikosituation der Gesellschaft weist keine bestandsgefährdenden Elemente auf.

Bei größeren Aufträgen werden mit den Kunden Anzahlungen vereinbart. Die Liquidität von Neukunden wird bei umfangreichen Aufträgen über den KSV geprüft. Das Mahnsystem wurde bereits verschärft und in den Folgejahren kontinuierlich weiterverfolgt.

Die Digitalisierung und Automatisierung der Buchhaltung wird vorangetrieben. Automatische Abgleiche mit Firmenbuch und automatische UID-Prüfungen sind nunmehr möglich.

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat keine Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Geschäftsabschluss eingetreten sind

Bedingt durch den Krieg in der Ukraine besteht ein latentes Risiko eines weiteren Einbruchs des Wirtschaftswachstums.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.

2026 Unterschrifte

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