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Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die Gesellschaft ist seit der Übernahme im Jahr 2018 Teil der chinesischen Unternehmensgruppe Eurocrane China Ltd. mit Sitz in Suzhou. Die Muttergesellschaft ist an der Börse in Shanghai notiert. Im Geschäftsjahr 2025 wurden die organisatorischen Strukturen weiter an die Konzernanforderungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt.
Der Auftragseingang konnte im Geschäftsjahr 2025 aufgrund eines Großprojektes im Vergleich zum Vorjahr um 121 % gesteigert werden. Bereinigt um dieses Großprojekt zeigt sich jedoch weiterhin eine schwache Nachfrage in den angestammten europäischen Märkten, bedingt durch die anhaltende Investitionszurückhaltung der Kunden. Gegen Ende des Jahres 2025 sowie im ersten Quartal 2026 war insbesondere in der Holzindustrie eine spürbare Belebung der Anfragetätigkeit festzustellen. Für das Jahr 2026 wird in diesem Segment mit einer Verbesserung gerechnet, während die übrigen Märkte weiterhin verhalten bleiben.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Vorräte beliefen sich zum Bilanzstichtag – nach Abzug erhaltener Anzahlungen – auf 12.579 TEUR und lagen damit über dem Vorjahreswert von 10.535 TEUR. Das oben angeführte Großprojekt wurde in 2025 angearbeitet, das sich in der Erhöhung der Vorräte (Bestandsveränderung) widerspiegelt und wird voraussichtlich 2026 schlussgerechnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 4.847 TEUR (Vorjahr 4.997 TEUR). Das Working Capital erhöhte sich deutlich auf 18.057 TEUR (Vorjahr 3.267 TEUR). Diese Erhöhung resultiert ebenso aus dem angearbeiteten Großprojekt. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Investitionen in Höhe von 650 TEUR in das Anlagevermögen getätigt (Vorjahr 802 TEUR), überwiegend in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Eigenmittelquote gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) lag bei 29,18 % (Vorjahr 29,36 %). Die fiktive Schuldentilgungsdauer verbesserte sich auf 3,4 Jahre (Vorjahr 4,6 Jahre).
Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2025 um rund 6,8 % unter dem Vorjahreswert. Das Rohergebnis belief sich auf 24.349 TEUR (Vorjahr 25.176 TEUR). Trotz des Umsatzrückgangs konnte das Betriebsergebnis (EBIT) von 3.496 TEUR auf 4.306 TEUR gesteigert werden. Der Erhöhung des Ergebnisses resultiert grundsätzlich aufgrund durchgeführter Consulting Dienstleistungen. Die Umsatzrentabilität (EBIT/Umsatz) erhöhte sich auf 10,34 % (Vorjahr 7,82 %), während die Gesamtkapitalrentabilität 11,88 % betrug (Vorjahr 12,22 %). Der Servicebereich leistete erneut einen stabilen und positiven Ergebnisbeitrag.
Das Finanzergebnis belief sich auf –103 TEUR (Vorjahr –159 TEUR).
Der Netto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 8.468 TEUR (Vorjahr 1.368 TEUR), aus der Investitionstätigkeit –396 TEUR (Vorjahr –644 TEUR) und aus der Finanzierungstätigkeit –1.544 TEUR (Vorjahr –3.291 TEUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Kreditverbindlichkeiten, die Gewinnverwendung in Höhe von TEUR 2.500 führte zu einem Abbau der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Absatz- und Marktstruktur
Der Auftragseingang entfiel im Geschäftsjahr 2025 zu 14 % auf das Inland, zu 85 % auf EU-Länder und zu 1 % auf Drittländer.
Der nationale und internationale Vertrieb erfolgt vom Firmensitz in Traun aus. In Deutschland und Tschechien wird der Vertrieb zusätzlich durch selbständige Handelsvertreter auf Provisionsbasis unterstützt.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Geschäftsjahr 2025 waren durchschnittlich 94 Arbeiter (Vorjahr 100) und 93 Angestellte (Vorjahr 92) beschäftigt. Zur Abdeckung von Auftragsspitzen wurde ergänzend Leasingpersonal eingesetzt. Die Ausbildung von Lehrlingen stellt weiterhin einen wesentlichen Bestandteil der Personalstrategie dar; im Jahr 2025 haben drei Lehrlinge eine Ausbildung begonnen.
Im Bereich Umwelt leistete die im Jahr 2023 installierte Photovoltaikanlage einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung. Rund 50 % des Strombedarfs wurden durch Eigenerzeugung gedeckt. Zusätzlich werden 15 Firmen-E-Fahrzeuge über diese Anlage geladen, wodurch sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Effizienzgewinne erzielt werden.
Forschung und Entwicklung
Ein FFG-gefördertes Entwicklungsprojekt, das 2024 initiiert wurde, wurde im Geschäftsjahr 2025 fortgeführt. Ziel des Projektes ist die Entwicklung smarter Kranlösungen, insbesondere im Bereich Predictive Maintenance. Die offizielle Förderzusage liegt vor.
Risikobericht
Jeder Auftrag wird genau geprüft, um keine größeren Risiken aus kaufmännischer und technisch-rechtlicher Sicht einzugehen. Derzeit gibt es keine Aufträge in unseren Büchern, bei denen derartige Risiken bekannt sind. Umgekehrt zeigt sich die aktuelle Wirtschaftslage am Auftragseingang. Der Markt ist aktuell schwierig, da wenig Investitionen getätigt werden.
Die Firma Voith KG ist ein Nischenplayer im Bereich des Kranbaus, und bietet kundenspezifische Lösung für unterschiedliche Branchen. Der Hauptmarkt liegt in Europa, mit einem Transportumkreis im Bereich von 1.000 km vom Firmensitz.
Für die Minimierung von Marktrisiken wird eine möglichst große Streuung des Produktionsprogrammes hinsichtlich Krantechnik (Magnet-, Schwerlast-, Prozess-, Automatikkran, etc.) sowie der Industriezweige (Stahl, Holz, Papier, metallerzeugende Industrie, Energieerzeugen, etc.) angestrebt. Hinsichtlich Länderrisiken wird eine Umsatzstreuung angestrebt, d.h. nicht mehr als 50 % in einem Land.
Ein weiteres Risiko beinhaltet den Rückgang von Investitionstätigkeiten aufgrund von marktpolitischen Verwerfungen unserer Kunden und in weiterer Folge eine Unterauslastung der Produktion.
Um hier rasch reagieren zu können, werden diverse Maßnahmen verfolgt. Es bestehen keine langfristigen Verträge, die auf einen Mindestumsatz oder Mindestabsatzvolumen abzielen. Dementsprechend ist es möglich, ohne größere Probleme und wirtschaftliche Auswirkungen einen Umsatzrückgang zu bewältigen. Lediglich die Auswirkungen auf das Personal sind zu beachten, wobei auch hier die Politik in Richtung Uberstunden und dem Einsatz von Leasingarbeitern bei Maximalkapazität geht.
Qualität und Arbeitseffizienz in der Produktion wird in einem laufenden Prozess stetig verbessert. Kundenzufriedenheit ist oberstes Ziel. Die schnellstmögliche Behebung von Reklamationen ist vorrangig. Produkthaftungen sind über Versicherungen abgedeckt.
Für die Realisierung der strategischen Ziele benötigt Voith KG qualifizierte Mitarbeiter. Dies wird vor allem durch konsequente Aus- und Weiterbildung sichergestellt bzw. werden gezielt Maßnahmen gesetzt, um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.
| T | H CRANE |
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| I A |
Prognosebericht
Die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin herausfordernd. Insbesondere in Europa ist die Umsetzung angebotener Projekte mit erhöhter Unsicherheit verbunden; ein steigender Anteil von Projekten wird verschoben oder nicht realisiert. Die Gesellschaft rechnet damit, dass diese Situation bls zumindest ins Jahr 2026 anhält.
Zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage werden verstärkte Vertriebs- und Marketingaktivitäten gesetzt, zusätzliche Märkte erschlossen sowie Kostenanpassungen laufend evaluiert und umgesetzt. Im Servicebereich wird erneut mit einem überdurchschnittlich positiven Ergebnisbeitrag gerechnet, der das schwächere Kranneugeschäft teilweise kompensieren soll.
Traun, am 27.3.2026
Ing. A. Fritz Voith
Gesellschaft mbH & Co KG