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F LBERMAYER FENSTER & TÜREN ERZEUGUNGS-GMBH
A-2442 Unterwaltersdorf | Reisenbachstraße 10
[email protected] | T: +43 (0)2254/744 47 | www.felbermayerfenster.at | DGN: 300150764 | UID-Nr.: ATU 5202 1208
Unternehmen
Das Unternehmen ist in der Erzeugung und Montage von Holz-, Holz-Aluminiumfenstern bzw. Kunststofffenstern, überwiegend für den Objektbau, im Neubau und in der Sanierung, tätig. Der Firmensitz und die Produktion wurden 2012/13 neu errichtet und entsprechen dem modernsten Stand der Technik auf dem Sektor Holz- und Holz-Alufenster.
Im Laufe der Jahre 2014 bis 2025 wurde die Produktion ständig weiterentwickelt und ausgebaut. Es wurde versucht Outsourcing so weit wie möglich zu minimieren. In diesem Zusammenhang wurde eine eigene Pulverbeschichtung und eine Isolierglasfertigung bzw. eine Aluminiumfenster Produktion auf modernsten Stand der Technik angeschafft.
Auch wurden die nötigen Hallen gebaut, so das zum Stand 2025 eine Produktionsfläche von 30.500 m“ am Betriebsgelände Unterwaltersdorf vorhanden ist.
Ein Schwerpunkt ist auch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Energieeffizienz des eigenen Verbrauchs und Selbstversorgung, welche beim Strom bereits teilweise bis zu 100 % im eigenen Betrieb erzeugt werden kann.
Von der Gesellschaft werden keine Zweigniederlassungen betrieben.
Konjunktur, Markt
Auf Grund der verstärkten nachhaltigen Bauten und der Forcierung der Sanierung durch die öffentliche Hand ist der Produktionsanteil von Holz-Alu-Fenster zu Kunststofffenster auf ca. 70 % Anteil gestiegen bzw. ist der Kunststoffanteil wesentlich geringer als in den Vorjahren.
Das Betätigungsfeld liegt wie bisher schwerpunktmäßig im Osten, besonders in Wien jedoch werden auch lukrative Aufträge in anderen Städten, u.a. in Graz und Salzburg abgewickelt.
Geschäftsentwicklung
Trotz Ende des Baubooms ist die Auftragslage aufgrund des höheren Sanierungsanteils nachhaltig ausgezeichnet und der Auftragsstand hat sich auf weit über 100 Mio. erhöht.
Umsatz- und Ertragslage
Aufgrund der Erhöhung des Holz-Alu Anteiles gab es eine Umsatzsteigerung. Der Gesamtumsatz (exkl. gewährter Skonti) des laufenden Jahres betrug TEUR 45.873 (Vorjahr: TEUR 43.393). Gleichzeitig erhöhte sich auch der Materialeinsatz um TEUR 2.126 auf TEUR 22.411, wodurch sich die Produktivität im Vergleich zum Vorjahr etwas reduziert hat, begründet durch die Erhöhung der Materialkosten, welche im Vorjahr durch längere Preisvereinbarung abgefedert werden konnten und durch höhere Stromkosten, welche sich vor allem im 1. Halbjahr 2025 auswirkten.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr lediglich um 2,3 % auf TEUR 9.625.
Die Erhöhung des sonstigen Aufwands um TEUR 701 resultiert im Wesentlichen aus der auf höhere Instandhaltungskosten (Gebäude und Maschinen) von rd. TEUR 600 und höhere Einzelwertberichtigungen zu Forderungen, während die Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistung und Schadensfälle nochmals reduziert werden konnten. Diese Rückstellung resultiert aus Gewährleistungsmängel, welche bereits eingeklagt wurden, bzw. eine Klage angedroht wurde. Dafür wurden bereits in den Vorjahren Rückstellungen in Höhe von TEUR 1,974 (Vorjahr TEUR 3,541) inkl. Rechtskosten gebildet.
Im Berichtsjahr wurde ein EBITDA von TEUR + 11.899 (Vorjahr + 10.393) erzielt. Das EBIT beträgt TEUR +7.376 (Vorjahr + 6.172) und das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR + 6.704 (24,8 % vom Eigenkapital inkl. Zuschüssen), gegenüber einem Vorjahreswert von TEUR + 5.422 (24,6 % vom Eigenkapital inkl. Zuschüssen).
Die Abschreibungen erhöht sich im Berichtsjahr nur gering von TEUR 4.221 auf TEUR 4.523, dies liegt vor allem an den weiterhin hohen Investitionstätigkeiten. Der Finanzerfolg hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und erreichte im Berichtsjahr einen Wert von TEUR -672 (Vorjahr TEUR -750). Die Reduktion der Zinsen resultiert im Wesentlichen aus den geringen Leasingzinsen TEUR 2 (Vorjahr TEUR 135) aufgrund der vorzeitigen Auflösung einiger Leasingverträge.
Forschung und Entwicklung
Das bereits installierte ERP-System wurde weiterentwickelt und ausgebaut. Zukünftig sollen sämtliche Programme miteinander verbunden werden, um mögliches Einsparungspotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Diese Umsetzung wird über weitere Jahre stattfinden und benötigt eine ständige Veränderung.
Personalstand
Im Durchschnitt (Monatsendbestände) ist im Berichtsjahr die Zahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr mit 173 (184) wieder gesunken. Der Beschäftigtenstand zum Bilanzstichtag betrug 171 (im Vorjahr 182). Ende des Vorjahres wurden Mitarbeiter abgebaut und nicht mehr ersetzt.
Von den Mitarbeitern befinden sich mit Jahresende in etwa 18% (Vorjahr:19%) im Angestelltendienstverhältnis, rund 82 % (Vorjahr: 81 %) sind als Arbeiter in der Produktion beschäftigt.
Bilanzstruktur
In der Bilanzstruktur des Unternehmens haben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen ergeben. Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – und zwar von TEUR 53. 729 auf TEUR 62.154.
Die geleisteten Anzahlungen sind in einer eigenen Position des Anlagevermögens ausgewiesen und haben sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöht und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.719 (Vorjahr: TEUR 905). Diese betreffen im Wesentlichen eine neue Produktionslinie mit entsprechendem Zubehör, welche Ende 2026 in Betrieb gehen soll.
Nach Berücksichtigung der Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres stehen die immateriellen Vermögensgegenstände per Ende des Jahres mit TEUR 1.110 zu Buche (Vorjahr: TEUR 805). Im Sachanlagevermögen ergab sich eine wesentliche Erhöhung von TEUR 39.000 auf TEUR 43.635. Das Finanzanlagevermögen hat sich von TEUR 1.153 auf TEUR 1.265 erhöht.
Im Bereich des Umlaufvermögens haben sich die Vorräte um TEUR 503 erhöht und betragen TEUR 1.927. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 2.526 auf TEUR 3.205 gestiegen, und auch die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEUR 6.340 auf TEUR 7.300 erhöht.
Auf der Passivseite ist der Anteil der Eigenmittel an der Bilanzsumme von 41,0 % auf 37,7 % gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich aus dem hohen Jahresgewinn und der Reduktion der Rückstellungen von TEUR 7.491 auf TEUR 6.360. Der Anstieg der Verbindlichkeiten, welche sich insgesamt um 18,6 % von TEUR 24.216 auf TEUR 28.730 erhöht haben, bewirkt die wesentlich höhere Bilanzsumme. Die Zunahme der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, da ein günstiger ERP-Kredit neu aufgenommen wurde. Die laufenden Rückzahlungen der Bankkredite erfolgten aus dem laufenden Betriebsergebnis. Die Neufinanzierung betrifft im Wesentlichen die Maschinenanzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von TEUR 21.570 auf TEUR 25.202.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag erhöht und betragen TEUR 1.633 (Vorjahr TEUR 823). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten gab es ebenfalls
eine leichte Erhöhung (von TEUR 1.759 auf TEUR 1.895) aufgrund höherer Umsätze kommt es auch zu einer gestiegenen Umsatzsteuer-Zahllast.
Mit der notwendigen Rückstellung für Gewährleistung /Mängelbehebungsrückstellung und der passiven latenten Steuer sowie der Körperschaftsteuer reduzieren sich die Rückstellungen von TEUR 7.491 auf TEUR 6.360.
Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich von 76,2 % auf 74,0 % etwas reduziert, jener des Umlaufvermögens inklusive der aktiven Rechnungsabgrenzungen von 23,8 % auf 26,0 % etwas erhöht. Dabei ist der Anteil der Vorräte von 2,6 % auf 3,1 % gestiegen und der Anteil der Forderungen von 18,0 % auf 17,72 % gesunken. Auf der Passivseite haben sich die Anteile der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 46,1 % auf 40,2 % erhöht. Der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist von 1,5 % auf 2,6 % gestiegen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von 3,3 % auf 3,0 % reduziert. Bei den Kennzahlen gemäß URG ist die Eigenmittelquote von 37,7 % auf 43,5 % gestiegen. Die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt 3,3 Jahre (Vorjahr: 3,8 Jahre).
| Cash-Flow | ||
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Nettogeldfluss aus der Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | 6.703.564,40 | 5.422.349,12 |
| Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen | ||
| des Investitionsbereiches | -1.306,67 | 114.178,02 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände | ||
| des Anlagevermögens und aktivierte Aufwendungen für das | ||
| Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebes sowie auf | ||
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 4.313.354,85 | 3.978.819,24 |
| Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen | ||
| und Leistungen sowie anderer Aktiva, soweit diese nicht zum | ||
| zum Investitions- oder Finanzierungsbereich gehören | -1.870.488,12 | 4.733.789,80 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | ||
| (ohne Ertragsteuer Rückstellung) | -1.408.449,00 | 621.788,23 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen | ||
| und Leistungen sowie anderer Passiva, soweit diese nicht | ||
| zum Investitions- oder Finanzierungsbereich gehören | 881.493,63 | -1.265.732,85 |
| Nettogeldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 8.618.169,09 | 13.605.191,56 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | -1.450.407,54 | -1.181.532,85 |
| Ertragssteuerrückstellungen | 277.906,26 | 138.854,80 |
| sonstige Forderungen aus Ertragsteuer Verrechnung | 0,00 | 0,00 |
| Nettogeldfluss aus der Geschäftstätigkeit | -1.172.501,28 | -1.042.678,05 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | -9.575.053,84 | -9.159.499,86 |
| Einzahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | 1.306,67 | 307.083,33 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | -9.573.747,17 | -8.852.416,53 |
| Fondsveränderungsrechnung | ||
| Nettogeldfluss aus der Geschäftstätigkeit | 7.445.667,81 | 12.562.513,51 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | -9.573.747,17 | -8.852.416,53 |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 3.631.342,87 | -2.865.151,15 |
|---|---|---|
| Gewinnausschüttung | 0,00 | 0,00 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Fondsmittel | 1.503.263,51 | 844.945,83 |
| Anfangsbestand der Fondsmittel | 1.504.397,07 | 659.451,24 |
| Endbestand der Fondsmittel | 3.007.660,58 | 1.504.397,07 |
Risikomanagement
Folgende Risiken werden im abgesichert: Unternehmen beobachtet und durch geeignete Maßnahmen
Das Kreditrisiko (Risiko, dass Geschäftspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und dies zu Vermögensverlusten beim Unternehmen führen kann) wird kontinuierlich überwacht. Auf Grund des gestiegenen Anteils von Sanierungsprojekten, welche fast zu 100 % von öffentlichen Stellen ausgeschrieben werden, besteht diesbezüglich kein Kreditrisiko. Die Aufträge der Neubauprojekte werden zum größten Teil mit großen, namhaften Baufirmen abgewickelt, bei denen davon auszugehen ist, dass die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist. Andere Auftraggeber müssen eine Bankgarantie legen bzw. Vorauszahlungen leisten, damit Aufträge angenommen werden.
Dem Liquiditätsrisiko (Risiko, jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können) wird durch eine konservative und langfristige Finanzierungsplanung entgegnet. Kurzfristige Saisonspitzen werden durch kurzfristige Finanzierungsinstrumente (Kontokorrentrahmen) abgedeckt. Basierend auf einer (vereinfachten) Liquiditätsvorschau und Steuerung der Zahlungsläufe ist eine ausreichende Kontrolle der Liquiditätssituation gewährleistet. Seit Mitte 2023 erfolgt die komplette Vorfinanzierung aus Eigenmitteln. Steigenden Zinsen der Kreditrahmen stellen daher weitgehend keine Liquiditätsbelastung mehr dar. Zusätzlich wurde im Jahr 2024 ein Teil der Leasingfinanzierungen auf Fixzinskredite umgeschuldet.
Ein großes Augenmerk wird auf liquide Mittel gelegt um nach Möglichkeit keine Bankfinanzierungen in Anspruch nehmen zu müssen.
Prognosebericht
Wie oben schon erwähnt, wird das Jahr 2026 aufgrund der sinkenden Materialpreise als positiv bewertet da die Kalkulationen des Auftragsstandes von rund TEUR 45.000 mit höheren Materialpreisen kalkuliert wurde.
Der Umsatz wird auf dem Niveau des Berichtsjahres gehalten werden können, sich allerdings weiter zugunsten Holz-Alu-Fenstern verschieben.
Unterwaltersdorf, am
| R | Neuwirth | Helmüt Felbermayer | Dominik Felbermayer |
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