Inhaltsverzeichnis
I. Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell des Unternehmens
ie AGROLAB Austria GmbH mit ihrer Betriebsstätte in Pischelsdorf erstellt chemische und physikalische Analysen vorwiegend in den Bereichen Umwelt, Trinkwasser, Ab wasser und Lebensmittel.
Arbeitsteilige Prozesse, konsequente ITUnterstützung und strikte Dienstleistungsori entierung führten in den letzten Jahren zu mehr Effizienz, Präzision und zufriedenen unden. Dabei steht unser Unternehmen für Termintreue, zuverlässige Analytik zum bestmöglichen PreisLeistungsVerhältnis, bei exzellenter Kundenbetreuung in Labor und Vertrieb.
II.
Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingun en
as BIP ist im Jahr 2025 in Österreich um 0,6 % gestiegen. Die Analytik Märkte entwi ckelten sich wieder positiver für die AGROLAB Austria GmbH. Ein Wachstumstreiber ist u.a. die gute Marktentwicklung im Umweltbereich.
Aufgrund der weiterhin günstigen Marktentwicklung in Österreich konnte in sämtlichen ereichen (Umwelt, Trinkwasser, Abwasser und Lebensmittel) eine positive Umsatz entwicklung erzielt werden.
2. Geschäftsverlauf und Lage
ie Bilanzsumme erhöhte sich um 2,9 Mio. Euro auf 18,6 Mio. Euro. Im Aktivbereich begründet sich diese Steigerung durch die Erhöhung der liquiden Mittel. Auf der Passiv Seite erhöhte sich das Eigenkapital.
m Geschäftsjahr 2025 konnte der Umsatz erneut gesteigert werden, und zwar von 5,7 Mio. Euro um 5,27 % auf 16,6 Mio. Euro. Der größte Umsatzzuwachs wurde auch im Jahr 2025 im Umweltbereich realisiert. Stark angestiegen sind auch die Bereiche Wasser und Abwasser sowie der Lebensmittelbereich. Mehr als 99 % des Umsatzes wurden im Inland erzielt. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr von 3,13 io. Euro auf 3,40 Mio. Euro prozentual um 8,78 % gestiegen. Das ist vor allem auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.
er Materialaufwand reduzierte sich von 16,8 % auf 16,3 % bezogen auf die Betriebs eistung und betrug 2,7 Mio. Euro.
er Personalkostenanteil am Umsatz erhöhte sich leicht von 42,3 % im Vorjahr auf 42,9 %. Damit hat die AGROLAB Austria GmbH eine gute Kostenstruktur bei den Per sonalaufwendungen. Aufgrund der stark wachsenden Probenzahlen wurden zusätzli che Mitarbeiter eingestellt. Für die Berechnung des Rentenendwertfaktors wurde im eschäftsjahr 2023 der Parameter von „konstant“ au „geometrisch steigend“ umge stellt, somit wird die Gehaltssteigerung bei der Berechnung der Rentenendwertfaktoren berücksichtigt.
Die Abschreibungen erhöhten sich von 1.206 T Euro auf 1.335 T Euro und erreichen damit einen Abschreibungsanteil am Umsatz von 8,1 %. Der Abschreibungsanteil ist damit nahezu konstant zum Vorjahr und nach wie vor als gering einzustufen. Die Investitionsquote lag im Jahr 2025 bei 5,32 % des Umsatzes (Vorjahr 8,68 %). Damit sank die Investitionsquote im Vergleich zum Vorjahr um 3,36 %.
Der Jahresüberschuss 2025 ist im Vergleich zum Vorjahr um 211 T Euro auf 2,7 Mio. Euro gestiegen. Die ROS-Umsatzrentabilität lag im Jahr 2025 bei 20,9 % (Vorjahr 20,3 %) Diese Ertragssituation ist als äußerst gut zu beurteilen. Weitere relative Ertragssteigerungen dürften nur noch schwer möglich sein.
Im Geschäftsjahr 2025 erhöhte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 4,0 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro. Für Investitionstätigkeiten wurden 0,9 Mio. Euro verwendet. Der Bestand an liquiden Mittel erhöhte sich um 3,3 Mio. Euro. Die Liquiditätslage ist als gesichert anzusehen.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung Kennzahlen wie Umsatzrendite und Cashflow heran. Zentrale Kerngröße für die Umsatzrendite ist u.a. das EBITDA im Verhältnis zum Rohertrag. Das EBITDA der AGROLAB Austria GmbH erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,51 % auf 4,80 Mio. EUR, dementsprechend erhöhte sich das Jahresergebnis auf 2,69 Mio. EUR (Vorjahr 2,48 Mio. EUR). Die freie Liquidität ist auf 7,03 Mio. Euro gestiegen. Diese Größe wird auf Wochenbasis zentral ermittelt und ist die Basis für unterjährige, zentrale Liquiditätsforecasts für die AGROLAB Austria GmbH.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 86,31 % auf 87,15 %. Das Working Capital stieg von 4.200 T Euro auf 7.360 T Euro. Die weiteren Kennzahlen stellen sich wie folgt dar. Deren Berechnungsgrundlagen sind der Beilage VI des vorliegenden Prüfberichts zu entnehmen.
Rentabilitätskennzahlen:
| Umsatzrentabilität: | 20,89 % (VJ 20,26 %) |
|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität: | 23,28 % (VJ 25,80 %) |
| Gesamtkapitalrentabilität: | 20,26 % (VJ 22,25 %) |
Kennzahlen der Finanzlage:
CF aus der laufenden Geschäftstätigkeit: TEUR 4.205
CF aus der Investitionstätigkeit: TEUR -859
4. Gesamtaussage
ie Laborinfrastruktur in Meggenhofen und Pischelsdorf ermöglicht es, von der weiter hin günstigen Marktentwicklung im Umweltbereich durch weiteres Wachstum zu parti zipieren.
III.
Prognosebericht
ie AGROLAB GROUP geht für das zweite Halbjahr 2026 von einer weiterhin insge samt stabilen Entwicklung der europäischen Analytikmärkte aus. Während die gesamt wirtschaftliche Dynamik in Europa verhalten bleibt, zeigen sich die für die Unterneh mensgruppe relevanten Märkte Umwelt, Wasser und Lebensmittel/Futtermittel und Agraranalytik weiterhin robust. Für die AGROLAB GROUP wird im zweiten Halbjahr ein weiteres organisches Umsatzwachstum erwartet. Wachstumstreiber bleiben insbe sondere regulatorische Anforderungen im Bereich z.B. Trinkwasser, PFAS, Umwelt und Lebensmittel/Futtermittelüberwachung sowie die weiterhin hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Laborleistungen. Zusätzliche Impulse werden aus der Inbe triebnahme neuer Kapazitäten sowie der weiteren Internationalisierung der Unterneh ensgruppe erwartet. Die hohe Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre bildet hier für eine solide Grundlage.
nsgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung mit moderatem Umsatzwachstum im einstelligen Pro zentbereich und einer gegenüber 2025 stabilisierten Ertragslage.
IV.
Risikobericht
1. Gesamtwirtschaftliche Risiken
isiken, die sich auf die Ertragslage der AGROLAB Austria GmbH auswirken, liegen nach dem derzeitigen Stand hauptsächlich im Markt selbst. Die Wettbewerbsfähigkeit der AGROLAB Austria GmbH ist sehr hoch. In einem vom Verdrängungswettbewerb geprägten Markt kann sich die AGROLAB Austria GmbH bisher sehr gut behaupten.
in verlangsamtes Wirtschaftswachstum oder eine Rezession stellen ein Risiko dar. m Zuge einer globalen Rezession, die durch geopolitische Spannungen und struktu relle Schwächen in einigen Volkswirtschaften ausgelöst wird, könnte die Nachfrage nach analytischen Dienstleistungen zurückgehen. Unternehmen im Analytikbereich müssen flexibel bleiben und ihre Dienstleistungen an die veränderten Marktbedingun gen anpassen, um weiterhin relevant zu bleiben.
m Jahr 2026 sehen wir weltweit leicht abnehmende Inflationsraten. Für Unternehmen m Analytikbereich bedeutet dies jedoch weiterhin Kosten auf hohem Niveau für Perso nal, Infrastruktur und Betriebsmittel.
2. Herausfordernde Rahmenbedingungen
ie Arbeitsmarktsituation im Jahr 2026 ist durch Fachkräftemangel, insbesondere im ereich IT und Datenanalyse, geprägt. Engpässe auf dem Arbeitsmarkt können zu hö heren Gehältern und erhöhter Fluktuation führen, was wiederum die Stabilität und Effi zienz der Unternehmen beeinträchtigt. Um diesen Risiken zu begegnen, investiert AG OLAB in die Aus und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und schafft Arbeitsbedingungen, um Talente zu gewinnen und zu halten.
Technologische Veränderungen stellen sowohl Chancen als auch Risiken dar. Unter nehmen im Analytikbereich müssen kontinuierlich in neue Technologien investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies erfordert jedoch erhebliche finanzielle Mittel und kann mit dem Risiko verbunden sein, dass neue Technologien schneller als erwartet
veralten oder nicht die erwarteten Vorteile bringen. Gerade im Bereich der Technologien hält AGROLAB ein hohes Investitionsniveau aufrecht.
Der Sachverständigenrat der Bundesregierung prognostiziert derzeit kein BIP-Wachstum.
Die AGROLAB GROUP begegnet einer möglichen Krisensituation mit einer finanziell soliden Basis.
3. Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken für die AGROLAB Austria GmbH resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diesem Risiko wird durch ein straffes Forderungsmanagement begegnet. Soweit erforderlich wird das Ausfallrisiko durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen antizipiert.
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln ist faktisch nicht gegeben, weil diese bei Banken gehalten werden, denen die international tätigen Agenturen eine hohe Bonität bescheinigen. Investitionen in spekulative Wertpapiere und Fremdwährungen werden nicht getätigt.
Eine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken besteht nicht, weil sich die Risiken auf eine große Anzahl von Vertragspartner und Kunden verteilt.
Ein Zinsänderungsrisiko bei langfristigen Finanzierungen besteht nicht, da die Konditionen fixiert sind. Im Bereich der kurzfristigen Finanzierung wird die Entwicklung des Marktes ständig beobachtet, um gegebenenfalls Maßnahmen zur Sicherstellung marktkonformer Finanzierungskonditionen vornehmen zu können.
Sicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten werden derzeit nicht eingesetzt.
Währungsrisiken bestehen im Moment kaum, da Geschäfte mit Kunden außerhalb des europäischen Währungsverbundes nur in untergeordnetem Maße getätigt werden.
4. Rechtsangelegenheiten:
Es liegen derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder sonstige anhängige Rechtsangelegenheiten vor.
V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft nimmt keine (derivativen) Finanzinstrumente zur Sicherung in Anspruch. Alle Geschäftsfälle werden in Euro abgewickelt.
Die Gesellschaft verfügt über einen soliden Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposition verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Durch zeitnahe, monatliche Controlling-Reporte kann die Finanzsituation der AG- ROLAB Austria gut verfolgt werden.
VI.
Zweigniederlassungen
Die AGROLAB Austria GmbH betreibt derzeit eine Betriebsstätte in Pischelsdorf. Darüber hinaus werden noch Probenannahmestandorte in Zeltweg, Lienz, Feld am See und Klagenfurt betrieben.
VII.
Forschung und Entwicklung
Prozessentwicklungen finden fortlaufend in Zusammenarbeit mit den Entwicklungskapazitäten der Zentrale statt.
Meggenhofen, 07.09.2026
Manfred Gattringer Manfred Gattringer Geschäftsführer
Paul Wimmer
DI Dr. Paul Wimmer Geschäftsführer-
Stephanie Nagorny
Dr. Stephanie Nagorny
Geschäftsführerin